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BenQ Screenbar Test: Die beste Schreibtischlampe?

benq screenbar lampe auf monitor

Eine Lampe, die man einfach an den Gaming-Monitor hängen kann? Warum hat daran schon früher jemand gedacht? 

Die BenQ ScreenBar ist die ultimative Schreibtischlampe für diejenigen mit wenig bis gar keinem Platz auf dem Schreibtisch oder mehreren Monitoren.

Zu behaupten, etwas sei die perfekte PC-Schreibtischlampe, ist eine ziemlich gewagte Behauptung. Die BenQ ScreenBar ist jedoch nahezu perfekt für diese spezielle Aufgabe.

Warum das so ist und warum sie uns überzeugt, erfahrt ihr hier in unserem ausführlichen Testartikel.

Bevor wir uns überhaupt mit den Funktionen der BenQ ScreenBar befassen, wollen wir uns aber noch kurz überlegen, warum es so schwer ist eine gute Schreibtischlampe für PC-Gamer zu designen.

BenQ ScreenBar LED-Schreibtischlampe: Wertung 8,5/10


Pro

  • Passt auf quasi jeden Monitor
  • Auto-Dimmfunktion mit anpassbarer Lichtfarbe
  • Komplett ohne Blendung
  • Gleichmäßiges, helles Licht

Kontra

  • Sehr teuer
  • Kein Stromadapter dabei

Deshalb passt die BenQ Screenbar perfekt für Gamer

Wenn ihr einen Schreibtisch ohne PC-Monitor habt, dann ist die Auswahl einer Lampe einfach. Ihr nehmt einfach irgendeine, die euren Anforderungen entspricht: Warmweißes Licht zum Lesen, und hellklares Licht für andere Aufgaben - fertig ist die Laube.

Wenn ihr jedoch einen PC-Monitor mit in die Gleichung aufnehmt, wird es plötzlich ein bisschen komplexer. 

  1. Erstens ist der Monitor selbst ein großes Objekt, das einen Teil eures Schreibtischs einnimmt. Monitore werden zudem größer, breiter und Multi-Monitor-Setups sind keine Seltenheit mehr. Womöglich ist euer Schreibtisch einfach zu klein dafür um darauf eine Lampe zu platzieren, die nicht im Weg ist oder unhandlich zu bedienen ist.
  2. Zweitens solltet ihr die Lampe nicht an einer Stelle platzieren, an der sie Licht auf den Bildschirm wirft und Blendung erzeugt. Dies erschwert nicht nur die Verwendung des Bildschirms, sondern kann auch zu Augenbelastungen und Kopfschmerzen führen. Und Lampen ÜBER dem Monitor oder hinter dem Monitor bringen auch nicht allzu viel.

Was bleibt uns also übrig? Wir brauchen eine Lampe, die nur innerhalb eines bestimmten Bereichs vor dem Monitor Licht erzeugt, ohne das Licht auf Bildschirme, oder direkt in die Augen zu richten. Und genau hier kommt die BenQ ScreenBar ins Spiel.

Die BenQ Screenbar und ihre Funktionen

Das Design der ScreenBar unterscheidet sich erheblich von anderen Schreibtischlampen. Es gibt keine Basis, keinen Führungsarm und nichts, was in die Quere kommen könnte. Die Lampe ruht wie eine Webcam auf eurem Monitor (und ihr müsst die Webcam dazu nicht mal abnehmen - dazu später mehr). Der Formfaktor erinnert stark an Leuchten, die über Gemälden in Kunstgalerien zu finden sind.

Die ScreenBar besteht an der Unterseite aus einer Reihe von LEDs, geführt in einem 45cm langen Aluminiumrohr mit einem Durchmesser von etwa 9cm. Das Ganze wird in eine Gegengewichtshalterung eingeklemmt, die dann hinten an eurem Monitor sitzt. Ihr könnt die Lampe um einige Grad drehen und auch den Winkel verschieben, indem ihr die Halterung am Monitor etwas bewegt. Mit einem Gewicht von gerade mal 500g, geht das auch absolut in Ordnung. 

Das Ganze sieht dann von oben so aus:

Wie auf dem Bild zu erkennen, schließt ihr die Screenbar einfach via micro-USB an euren PC, oder einen anderen verfügbaren USB-Port (Tastatur, Monitor) an. Wenn ihr das Teil ohne euren PC verwenden wollt, könnt ihr es auch einfach in ein älteres 5Volt-Ladegerät reinknallen.

Das mag wackelig aussehen, ist es aber nicht. Kein herumrutschen oder nach vorne kippen, nichts bewegt dieses Ding, außer ihr kommt mit eurer Hand kräftig gegen euren Monitor.

Aber was muss BenQ ScreenBar abliefern, um unsere Erwartungen zu erfüllen und unser Gütesiegel zu erhalten?

Sauberes, klares und flimmerfreies Licht, das unseren Zockbereich beleuchtet, ohne Licht auf den Bildschirm zu werfen.

Und ja: Die BenQ ScreenBar erreicht nicht nur dieses Ziel, sondern befindet sich sogar auf dem Hauptmonitor in Sebastians Doppelmonitor-Setup. Sie sorgt dafür, dass der Hauptmonitor nicht nur blendfrei bleibt, sondern auch kein Licht auf den benachbarten Monitor gelangt.

Ergo: Leuchten kann sie und das sehr gut.

Aber wir wollen uns nicht nur mit der grundlegendsten Funktion zufriedengeben, für den Preis muss natürlich noch mehr kommen!

Die Lichtfarbe ist anpassbar

Die BenQ ScreenBar liefert euch ohne Anpassung sofort ein sehr helles, klares und kühles weißes Licht im Bereich von 6500K (die Farbtemperatur in Kelvin). Zur Erklärung: 6500 Kelvin befinden sich auf der Farbtemperatur-Skala in der Mitte.

Mit einem einfachen Tastendruck auf die Temperaturtaste oben in der Leiste könnt ihr vom kühlen Weisslicht bis zu einem sehr warmen 2700K-Gelb im gleichen Farbbereich wie Leselampen wechseln.

Das genaue Erfassen von Lichttemperaturänderungen mit einer Kamera ist immer schwierig, aber das obige Bild und die zwei hier drunter zeigen sehr genau, wie weit die "Lichtreichweite" auf der ScreenBar ist. Mit einem Knopfdruck könnt ihr also jeden gewünschten Weißton einstellen, oder eben abends blaues Licht reduzieren.

Die Dimmfunktion

Die Lampe bietet eine Helligkeit von 500 Lux gemäß den Standardrichtlinien für Bürobeleuchtung. Genial: Wenn die automatische Dimmfunktion an der Lampe eingeschaltet wird, wird die Lampe automatisch aufgehellt und gedimmt, um 500 Lux auf euren Schreibtisch zu bringen.

Hierfür ist ein Lichtsensor verantwortlich, welcher sich zwischen der Farbtemperaturtaste und der Halterung befindet. Diese Funktion funktioniert einwandfrei und an einem stürmischen, wechselhaften oder bewölkten Tag (wenn sich die Helligkeit des natürlichen Lichts im Raum dauernd ändert) ist das perfekt. Denn die ScreenBar reagiert sofort auf Änderungen und hält das Lichtniveau immer gleichmäßig.

Ihr wollt keine automatische Anpassung des Lichts? Kein Problem - mit einem Tappser könnt ihr diese Funktion einfach ausschalten und das Licht manuell so schwach oder so hell einstellen, wie ihr möchtet.

Eure Webcam bleibt, wo sie ist

Sobald man auf die ScreenBar von BenQ schaut ist der erste Gedanke oft: "Wohin mit meiner Webcam?". Es stellt sich heraus, dass die Antwort auf diese Frage "Genau dort, wo ich sie immer gestellt habe" lautet.

Denn die Oberseite der ScreenBar ist flach und breit genug (und das Gewicht macht sie robust genug), sodass die meisten Webcams ohne Probleme direkt darauf Platz finden.

Klar kann man die Kamera auch auf einen seiner Zusatzmonitore klemmen, aber für jemanden mit nur einem Monitor ist dies eine viel größere Überlegung. Zum Glück ist dies in fast allen Fällen überhaupt keine Überlegung.


BenQ Screenbar Test: Unser Fazit

Normalerweise hauen wir in unser Fazit nochmal alle Bedenken und Negativpunkte, die sich im Laufe des Tests herausgestellt haben. Oder wir geben Empfehlungen an den Hersteller ab, damit in der Folgeversion Dinge verbessert werden können.

Bei der BenQ ScreenBar gibt es jedoch nichts, was man hier großartig erwähnen könnte. Das einzige was man ankreiden kann, ist der enorm hohe Preis von 100 Euro. Klar, das Teil bietet nette Features und leuchtet auch schön, aber 100 Euro für eine Anklemmlampe sind schon ein hartes Stück Brot. Wäre das Ding 20-30 Euro günstiger, hätten wir eventuell sogar volle Punktzahl vergeben.

Dafür fehlt uns bei dem Preis entweder ein Adapter, oder ein alternativer USB-Netzstecker, damit man das Ganze bequemer ohne PC betreiben kann. Aber da die meisten von uns eh so viele USB-Ladegeräte zuhause rumliegen haben, kann man das Verschmerzen.

Abschließend bleibt festzuhalten: Die ScreenBar von BenQ ist eine gute Lösung für alle, die eine hochwertige sowie helle Schreibtischlampe für ihren Computertisch suchen, auf dem einfach zu wenig Platz ist. Aber auch alle mit sehr viel Platz sollten mal einen Blick drauf werfen.


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