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Beste Wirtschaftssimulationen für PC - Bestenliste 2021

die besten wirtschaftssimulationen

Ihr seid auf der Suche nach den besten Wirtschaftssimulationen für den PC, damit ihr euer unternehmerisches Geschick mal wieder testen könnt? Dann werdet ihr hier definitiv fündig. Wir haben hier unsere Bestenliste für allerlei Wirtschaftssimulationen zusammen gestellt und die unterschiedlichsten Typen mit aufgenommen.

Egal ob ihr nach Management Spielen, Spiele mit Industrie-Fokus, Handelsspiele, klassische WiSims, oder nach Spielen sucht, in denen ihr eine Firma aufbauen müsst - wir haben hier versucht, möglichst alles abzudecken. Dabei werden natürlich die ein oder anderen Städtebauspiele mit dabei sein (die besten Aufbauspiele gibt's hier), dennoch haben wir versucht, uns eher auf den Aspekt der Wirtschaftssimulation zu konzentrieren.

Aber das hier ist keine Rangliste, sondern eher eine zufällig gewählte Abfolge spannender neuer, sowie älterer Titel. Allerdings war uns wichtig, dass ihr alle hier vorgestellten Spiele aktuell zocken könnt, ohne gleich Augenkrebs zu bekommen (glaubt uns, es macht was aus). Jetzt aber viel Spaß!


Beste Wirtschaftssimulation 2021: Unsere Toptitel


Offworld Trading Company

In Offworld Trading Company geht es vorwiegend darum Planeten, Leute und Preise zu managen sowie zu verwalten. Ihr übernehmt die Kontrolle über eine von vier Fraktionen und gründet ein Unternehmen, das sich der Versorgung neuer menschlicher Kolonien auf dem Mars widmet. Euer Unternehmen benötigt wichtige Dinge wie Nahrung, Wasser und Strom, zudem könnt ihr Metalle sowie chemische Elemente aus dem Steinbruch abbauen.

Diese Ressourcen werden dann verwendet, um wertvolle Sekundärmaterialien wie Glas, Chemikalien und Elektrogeräte herzustellen. Jede Ressource hat schwankende Kosten und es ist deine Aufgabe den Markt zu beobachten, Preise zu manipulieren und letztendlich deine Konkurrenten aus dem Geschäft zu drängen. Den Markt müsst ihr genau im Auge behalten und schauen, welche anderen Fraktionen überproduzieren und dies dann ausnutzen. Wenn euer Gegner einen Wasserüberschuss hat, sinkt der Preis und ihr könnt in Farmen investieren oder mehr Lebensmittel produzieren, um diese dann zu überhöhten Preisen zu verkaufen. 

Alles klassische Elemente einer Wirtschaftssimulation also und ja, das klingt nach Arbeit. Aber ihr werdet hier mit einer spaßigen und intelligenten Management-Simulation beziehungsweise einem tollen Handelsspiel belohnt.


Banished

Ihr wollt Anno in "schwer" und realistischer? Könnt ihr haben. Aber Achtung, Banished ist eine andere Art von Wirtschaftssimulation. Auf den ersten Blick sieht es einem Siedler oder Anno sehr ähnlich und ihr fällt Bäume, baut Gebäude und sorgt für Nahrung. Dabei schaut ihr eurem kleinen Dorf natürlich gemütlich beim Wachsen zu und genießt die Expansion von einem unbedeutenden Fleck auf der Karte zu einer geschäftigen Metropole.

Doch dann kommt es anders. In Banished geht es nämlich oft um das nackte Überleben eurer Siedlung und die Planung für einen harten kalten Winter muss nahezu perfekt sein. Also geht es weniger um das Bauen von pompösen Städten, sondern eher darum, eure Wirtschaft und Ressourcen zu optimieren.

Wenn ihr also ein "nettes" Städtchenbauen erwartet, dann werdet ihr ein böses Erwachen haben. Solltet ihr aber ein Fan von Planung und Ressourcenmanagement sein (ja auch eure Bürger sind "Ressourcen", da sie sterben), dann werdet ihr mit Banished ordentlich beschäftigt sein. Die Herausforderung ist groß, aber ihr werdet letztendlich viel stolzer auf eure Leistung sein, als bei anderen Wirtschaftssimulationen.


Dawn of Man

Noch etwas weiter zurück in der Zeit gehen wir in Dawn of Man. Bei diesem Steinzeit-Aufbauspiel wird sich wirklich auf die Grundlagen der Zivilisation konzentriert. Denn das höchste Lebensziel eurer Stammesangehörigen ist es, einen Schädel auf einem Stock vor ihrer Haustür zu haben (und eine Tür, die aus der Haut von irgendetwas besteht).

Eure Arbeit beginnt mit dem Aufheben von Stöcken, mit denen man kleine Werkzeuge zum Angeln von Fischen herstellen kann. Weiter geht es wesentlich später dann mit dem Errichten von Steinmauern und dem Projekt, heißes Eisen in etwas Spitzes zu formen. Mit anderen Worten, es sind die ersten paar Runden in einem Civ-Spiel oder die erste halbe Stunde eines historischen Echtzeitstrategiespiels, die unter die Lupe genommen und zu einem vollständigen Spiel vergrößert wurden. Wenn ihr euren ersten Steinbock zähmt, wird es ein Meilenstein sein, zum ersten Mal ein Mammut zu jagen, ist legendär. Eure alten Bewohner finden heraus, wie man einen Stock in einen Bogen biegt oder bekommen ihre hauchdünnen Hütten mit dickem Schlamm bedeckt. Danach fühlt ihr euch so, als hätte sich die ganze Welt verändert.

Wer also mal eine sehr altertümliche Wirtschaftssimulation sucht, der wird mit Dawn of Man glücklich werden. Alles kommt einem irgendwie bekannt vor, aber dennoch spielt es sich einfach einzigartig.


Project Hospital

Obwohl Project Hospital sein isometrisches Aussehen mit Theme Hospital und seinem Nachfolger Two Point Hospital teilt, spielt es sich glücklicherweise komplett anders. Es ist eine weitaus komplexere und realistischere Managementsimulation ohne Späßchen.

Eure Aufgabe als Krankenhausmanager ist es die Finanzen zu kontrollieren, Stationen besetzen und (im Idealfall) sicherzustellen, dass Patienten gesünder abreisen als bei ihrer Ankunft. Also eine sehr sachliche Wirtschaftssimulation im Krankenhausgewand für alle, denen Two Point Hospital zu albern ist (und die sich mehr auf den Wisim-Aspekt stürzen wollen - denn bei Two Point geht es mehr ums Bauen als ums Managen).

Zudem müssen eure Mitarbeiter hier reale Krankheiten diagnostizieren und behandeln. Stellt also lieber die richtigen Leute ein und sorgt dafür, dass jeder Raum seinen Zweck erfüllt.

Zusätzlich zu den üblichen Sandbox- und Herausforderungsmodi verfügt Project Hospital über einen linearen Kampagnenmodus, in dem der Spieler ein Krisenmanager ist. Ihr werdet dort in bestehende Krankenhäuser geschickt um sicherzustellen, dass sich die Gewinne und Überlebensraten verbessern. Alles in allem, eine echt runde Sache für Fans von Management Spielen!


Game Dev Tycoon

In Game Dev Tycoon beginnt ihr eure Karriere als einsamer Spielentwickler in eurer geräumigen Garage. Dort startet ihr die Erschaffung eures neuen Spielestudios und dem anschließenden ersten Titel. Mit der anfangs spärlichen Kombination von Plattformen, Genres und Themen - zum Beispiel allgemeine Themen wie Weltraum oder Zeitreise - müsst ihr einen Kassenschlager erschaffen, um das wichtige Kleingeld reinzubringen.

Nach der Veröffentlichung überprüfen Kritiker euer Werk anhand der ausgewählten Optionen. Sobald das Spiel vom Markt genommen wurde, könnt ihr das Feedback verwenden und beurteilen, was gut funktioniert hat (und was weniger gut). Es gibt jedoch etwas mehr Nuancen als nur die Auswahl des Genres und das Drücken auf "Veröffentlichen". Mit Schiebereglern könnt ihr manuell anpassen, ob sich euer Spiel auf Story, Grafik, KI, Features und mehr konzentrieren soll.

Im Laufe der Zeit könnt ihr Forschungspunkte ausgeben, eine alternative „Währung“, mit der ihr neue Genres, Themen und sogar Grafik-Engines und -Konsolen entdecken könnt, um eure Möglichkeiten zu erweitern. Natürlich kommt die Entwicklung einer eigenen Konsole auch auf die Agenda. Sobald ihr weitere Spiele veröffentlicht und bekannter werdet, könnt ihr aus der heimischen Garage in ein Büro ziehen. Dann gilt es Leute einzustellen, eure Marke weiter aufzubauen und natürlich die Budgets zu verwalten. Das Spiel macht einfach extrem süchtig und ist eine gut ausgewogene Unternehmens-Simulation.


Victoria II

Victoria II ist ein global angelegtes Strategiespiel, in dem ihr den politischen, diplomatischen, wirtschaftlichen, militärischen und technologischen Fortschritt eines von 200 Staaten des 19. Jahrhunderts einleitet. Es ist eines von Paradox's anspruchsvollsten Spielen und für manche könnte es ein echtes Jahrhundert dauern, bis alle Mechaniken genau verstanden wurden.

Ja, Victoria II ist zunächst absurd komplex und einschüchternd, aber bietet auch enorm viel Tiefgang. Ihr bekommt hier eine ordentliche Portion politisches Gameplay, aber die Wirtschaft ist viel bedeutungsvoller als in jedem anderen Paradox-Spiel. Nehmt euch wie bei allen Paradox-Spielen ein paar Stunden Zeit, um Fuß zu fassen.

Das gesamte Wirtschaftsmodell im Spiel basiert auf der tatsächlich berechneten Bevölkerung. Die Bevölkerung hat ein Einkommen, Bedürfnisse eine Ideologie und weitere Mechaniken, die es zu meistern gilt. Dann brauchen eure Fabriken Rohstoffe, die ihr entweder auf dem heimischen Markt, oder über den globalen Handel kaufen könnt. Dazu kommen jede Menge soziale Reformen (wie Mindestlohn oder Arbeitszeit-Regulierungen) die ihr verabschieden könnt und welche alle eure Wirtschaft beeinflussen. Ihr seht also - was zunächst wie eine Politik-Sim aussieht entpuppt sich am Ende zu einer sehr komplexen (und guten!) Wirtschaftssimulation.


Tropico 6

Wer dann doch eher eine Wirtschaftssimulation im Stile von Anno sucht, der wird mit der Tropico-Reihe glücklich. Der sechste Teil ist mit dem vierten der beste der Serie und bietet euch jede Menge neue Features.

El Presidente kehrt zurück, diesmal zu einem Archipel, auf dem ihr mehrere Inseln gleichzeitig verwalten und regieren könnt. Ihr errichtet im Sandkasten-Modus oder in Missionen eine Stadt von Grund auf neu (in der Kampagne habt ihr häufig schon die Grundinfrastruktur vorgegeben), während ihr euch gleichzeitig mit den wirtschaftlichen Anforderungen der Insel, dem Wohlwollen eurer Bürger und dem Handel mit Verbündeten in Übersee befasst.

Bei Tropico 6 geht es darum, ein Gleichgewicht in einer Stadt zu finden, die nicht alle Fraktionen und Einwohner zufriedenstellen kann. Die Wirtschaft steht hier aber oft klar im Vordergrund, zumal ihr Warenkreisläufe optimieren, Arbeitswege planen sowie Gelände sinnvoll bebauen müsst. Denn ohne funktionierende Wirtschaft (und Einkommen!) werdet ihr den Bedürfnissen eurer Bürger nicht nachkommen können, wodurch ihr die nächsten Wahlen mit Sicherheit verliert (und das Spiel damit endet). Dabei ändern sich die Missionsziele immer und es bleibt stets spannend. Für jede Karte braucht ihr quasi eine etwas andere Strategie für eure Wirtschaft, den Export, Handel und euren Fokus auf Tourismus. Von uns eine Topempfehlung für alle die Wisims mögen und ein Spiel mit Humor wollen!


Cliff Empire

Cliff Empire ist so ein bisschen SimCity in der Zukunft. Aufgrund eines nuklearen Winters musste die Menschheit in den Weltraum flüchten, doch jetzt können wir zurückgehen, um die Erde neu zu bevölkern. Die Berge und Gipfel des Planeten sind jedoch die einzigen bewohnbaren Orte - ihr baut eure Siedlung also auf einem kleinen Plateau oberhalb der radioaktiv verseuchten Erde auf.

In der für einen Städtebauer typischen Weise werdet ihr für drei Kolonien auf drei verschiedenen Klippen verantwortlich gemacht. Der Ort der Städte wird zufällig ausgewählt, wenn ihr ein neues Spiel startet. Ihr baut Wohneinheiten und eine Landeplattform für die ersten Menschen, die zur Erde zurückkehren wollen. Danach müsst ihr andere Gebäude bauen, um die Kolonisten mit Nahrung, Strom, Einkommen und Sicherheit zu versorgen.

Es gibt drei verschiedene Spielmodi: Im Sandbox-Modus können wir uns darauf konzentrieren, die schönste Stadt zu bauen, ohne uns um Ressourcen kümmern zu müssen. Im klassischen Modus bauen wir unsere Stadt Schritt für Schritt auf und müssen auch sicherstellen, dass wir die Bedürfnisse der Siedler erfüllen können. Im Tower Defense-Modus müssen wir die Stadt vor Wellen ankommender Angreifer verteidigen.

Das Gameplay ähnelt hier sehr stark den Anno-Spielen oder sogar Cities: Skylines. Eure Siedler brauchen etwas und um dieses Bedürfnis zu befriedigen, muss man ein Gebäude bauen und seine Wirtschaft optimieren.

Unterm Strich ist Cliff Empire eine gute und günstige Aufbausimulation, welche neue Ideen und zahlreiche Herausforderungen bietet. Wer also mal eine Pause von Anno oder Tropico nehmen will, der sollte einen Blick wagen. Aber Achtung: Steile Lernkurve! 


Planet Coaster

Wer hat früher kein Rollercoaster Tycoon gezockt? Planet Coaster ist quasi der aufpolierte Nachfolger mit unendlich viel Möglichkeiten. Denn Planet Coaster ist das ultimative Spiel zum Bauen von Freizeitparks. Das Maß an Freiheit ist beispiellos und ihr könnt hier wirklich alles in eurem Park anpassen - von den Fahrpreisen bis zum kleinsten Detail eurer Achterbahnen.

Planet Coaster setzt einen besonderen Schwerpunkt auf den Bau immer ausgefeilterer und krasserer Achterbahnen. Der wahre Star der Show ist die Steam Workshop-Unterstützung, mit der ihr eure sensationellen und miesen Konstruktionen importieren oder hochladen könnt.

Neben dem Designen von Achterbahnen kommt aber auch das Management des Parks nicht zu kurz. Zumindest im Herausforderungs-Modus, welcher den klassischen Tycoon-Spielen am nächsten kommt, da man mit nichts anfängt und Stein für Stein einen Park baut. Dazu könnt ihr Kredite aufnehmen und müsst mit eurem Budget haushalten, um Dinge zu erforschen sowie natürlich euren Park auszubauen. Im Karriere-Modus könnt ihr alternativ eine Reihe von Szenarien spielen, in denen ihr einen vorgefertigten Park übernehmt und ihn ausbaut, um eine Reihe von Zielen zu erreichen.

Seit der Veröffentlichung gab es außerdem einen stetigen Strom an neuen Inhalten und Tausende von Mods. Wer diese Art von Management Spiel mag, wird Planet Coaster lieben.


Die Siedler 7

Die Siedler-Reihe sollte jeder kennen, der auch nur ansatzweise was mit Wirtschafssimulation am Hut hat. Vielleicht nicht der Beste Eintrag aller Siedler-Teile, aber dennoch einer der gut gealtert ist.

Am Anfang einer Siedler-7-Karte ist immer Freude angesagt. All der weitläufige Platz und die ungenutzten Ressourcen, die Landschaft in wunderschöner, kartoonartiger Perfektion. Dazu habt ihr eine genaue Vorstellung davon, wo eure Getreidefarmen hinsollen, die Straße mit Bäckereien in der Nähe wird geplant und die Sägewerke können neben dem Lagerhaus stehen! Diese Siedlung wird perfekt sein!

Viele Klicke und einige Zeit später starrt ihr auf ein schreckliches Durcheinander (das ihr gebaut habt). Eine Armee steht vor eurer Haustür, also braucht ihr sofort Münzen, um eine eigene Armee aufzubauen. Die habt ihr aber grad nicht, weil eure Münzpräger nicht mehr funktionieren - die Kohle ist euch ausgegangen. Das ist schon etwas her mit der Kohle und ihr wolltet eigentlich dem mit überschüssigen Holz neue Kohle herstellen. Nur leider brauchen eure Köhler Werkzeuge, bevor sie ihre Arbeit aufnehmen können.

Ja, das lieben wir alle an Siedler. Die Optimierung und Planung eurer Wirtschaft, das Aufbauen eurer Viertel mit perfekten Prozessketten. Trotz dieser grundlegenden, fast vollständig automatisierten Systeme löst ihr ständig wirklich zufriedenstellende "Probleme" in eurer Siedlung. Fast das gesamte Spiel besteht darin, versehentlich all diese kleinen Knoten in eurer Produktionslinie zu erstellen und zu identifizieren. Jedenfalls zählt die Siedler-Reihe mit Sicherheit zu den besten Wirtschaftssimulationen da draußen.


Suzerain

Suzerain ist die neueste Veröffentlichung von Torpor Games, einem Berliner Indie-Studio. Es ist wahrscheinlich am einfachsten, Suzerain als ein Spiel zu beschreiben, das die Frage beantwortet: Was wäre, wenn die Berater in einem Strategiespiel das eigentliche Spiel wären? Ihr übernehmt die Rolle des neu gewählten Präsidenten Rayne. Auf Ihren Schultern liegt die Last, die Menschen von Sordland zu führen, einer Nation mit einer Geschichte blutiger Revolution und despotischer Führer. Das Land ist von einer tiefen wirtschaftlichen Rezession betroffen, die von nationalen und internationalen Bedrohungen geprägt ist.

Investiert ihr in eine bessere Infrastruktur für die armen nördlichen Gebiete? Großartig, die Bewohner dieser Gegend werden euch lieben. Aber die Kapitalisten wollten in einen besseren Seehafen investieren und hassen euch jetzt - der internationale Handel sinkt weiter. Man kann es in Suzerain nicht allen recht machen, stattdessen müsst ihr ständig schwierige Kompromisse eingehen - einen nach dem anderen.

In diesem Sinne ist das Gameplay erstaunlich gut gestaltet. Ihr nehmt an verschiedenen Briefings teil, hört euren Beratern zu und trefft Entscheidungen. Letztendlich ist Suzerain ein faszinierendes Spiel, es bedient aber definitiv eine Nische. Die Mischung aus textbasiertem Abenteuer, schwierigen Entscheidungen und politischem Diskurs ist nicht jedermanns Sache. Aber für den Preis gibt es einiges zu genießen.


Jurassic World Evolution

Jurassic Park: Operation Genesis ist viel zu lange her. Gott sei Dank ist der Planet Coaster-Entwickler Frontier aufgetaucht, um eine moderne Version der klassischen Dinosaurierpark-Management-Sim zu erstellen. In Jurassic World Evolution könnt ihr Dinosaurier züchten, pflegen und auf ahnungslose Besucher loslassen (wenn ihr euch besonders böse fühlt). Frontier erweckt die ausgestorbenen Kreaturen mit fantastischen Animationen und Sounds hier wirklich zum Leben.

Doch ihr müsst eure Dinosaurier bei Laune halten und die Anforderungen eurer Abteilungsleiter erfüllen - eine wahre Vollzeitbeschäftigung. Besonders wenn der große Rex mal wieder ausbricht und man ein Team schicken muss, um ihn einzufangen (damit er nicht alle Besucher auffrisst).

Dazu gibt es gerade genug Story-Inhalte, um euch bei Laune zu halten und klare Ziele zu geben. Zudem müsst ihr eure Beziehung zu drei Fraktionen (Sicherheit, Wissenschaft und Unterhaltung) aufbauen, damit ihr Belohnungen und Vergünstigungen bekommt. Damit könnt ihr mehr Geld in euren Park fließen lassen und noch wichtiger - neue Inseln freischalten, auf denen ihr neue Parks erstellen könnt. Jede Karte bietet eine etwas andere Herausforderung, egal ob ihr euch um tropische Stürme sorgen müsst oder versucht, euren Park auf eine winzige und seltsam geformte Vulkaninsel zu klatschen. Obwohl dieser Teil von Jurassic Park nicht ganz so viel Fokus auf eine "richtige" Wirtschaftssimulation legt, ist er trotzdem eine sehr gute Management-Sim. 


Factory Town

In Factory Town werdet ihr mit dem Bau einer riesigen Mega-Fabrik beauftragt, die als malerische und rustikale Stadt "getarnt" ist. Am Anfang habt ihr nur ein Rathaus und einige gelangweilte Dorfbewohner, aber in Kürze könnt ihr daraus ein Monster aus Lagerhäusern, Mühlen, Warenrutschen und Förderbändern machen. Denn Ressourcen und Waren sollen auf der ganzen Karte transportiert werden.

Den Arbeitern können zwar Ernte- und Transportaufgaben zugewiesen werden, aber sie können nur einen Gegenstand tragen. Wenn ihr eine Werkstatt baut und dann einige Bretter anliefert (die in eurer Holzmühle hergestellt wurden), dann könnt ihr Räder für einen Wagen bauen (der bis zu vier Gegenstände transportieren kann). Mit jedem Fortschritt werden die Dinge ein bisschen effizienter, sodass ihr schließlich riesige, ausgefeilte Lieferketten automatisieren könnt, die sowohl von Maschinen als auch von Magie angetrieben werden. Allerdings wird alles auch schwieriger wenn ihr anfangt zu expandieren und auf raueres Gelände sowie Wasser stoßt.

Aber wie bei einem Stadtverwaltungsspiel so üblich, haben die Einwohner von Factory Town Bedürfnisse. Sie werden fleißig arbeiten, aber wollen auch glücklich sein und Essen, Kleidung sowie Medikamente zur Verfügung haben. Das alles erinnert etwas an Anno, aber auch ganz klar an Factorio. Wer also genau so etwas sucht, der sollte sich den Titel mal näher ansehen.


Factorio

Factorio findet man in unzähligen Bestenlisten und das Spiel ist ohne Zweifel eine exzellente Wirtschaftssimulation. Bei Factorio geht es im Kern darum, Fabriken in einer außerirdischen Welt zu bauen und zu warten. Während Factorio anfänglich ums Überleben geht und man Ressourcen von Hand erntet sowie die gefährliche Tierwelt abwehrt, wird das Spiel schnell zu sehr viel mehr. Mit Produktionslinien, automatisierten Maschinen und solarbetriebenen Robotern könnt ihr hier riesige Industriezentren schaffen. Factorio zählt also mehr zu den Industriespielen oder Wirtschaftsspielen, die sich auf Warenkreisläufe fokussieren und weniger auf das Gebäudebauen an sich.

Die meisten Managementspiele sind auch heimlich Puzzlespiele: Findet heraus, wie ihr all diese Dinge in einem begrenzten Raum unterbringt und wie ihr Ressourcen so effizient wie möglich transportieren könnt. Factorio nimmt diese Idee auf und bringt sie auf ihr natürliches Extrem.

Obwohl Factorio für manche zu kompliziert sein könnte werdet ihr bald feststellen, dass die Stunden so nur dahinziehen. Klar, es ist nicht das schönste Spiel in dieser Liste, aber Factorio macht wahrscheinlich am meisten süchtig. 


Anno 1800

Eine Liste der besten Wirtschaftssimulationen ohne ein Anno? Undenkbar und unlogisch. Denn Anno gehört quasi zu den Urvätern der Wirtschaftssimulation und des klassischen Städtebauens. Hier ist alles drin: Handel, Transportwege, Bedürfnisse, Gold, Ressourcen, Schiffswege und mehr.

Anno 1800 bringt die Reihe zu ihren historischen Wurzeln zurück. Ihr seid der Chef in der industriellen Revolution und müsst euer Imperium von einem kleinen Dörfchen zu einer blühenden Industriemetropole ausbauen. Im Westeuropa des 19. Jahrhunderts beginnt ihr eure Siedlung mit idyllischen Farmhäuschen und kommt bei riesigen Eisenbahnen sowie rauchenden Fabriken an. Die ersten Spielstunden mögen Anno-Veteranen übermäßig vertraut sein, aber sobald ihr die industrielle Revolution vollendet haben, nimmt dieser Teil wirklich Fahrt auf. Bald gibt es Kolonien auf der ganzen Karte mit Schiffen, die auf der ganzen Welt hin und her fahren.

Es wird noch besser, wenn man mit einem Freund im Mehrspieler-Koop-Modus spielt. Anno 1800 bietet Dutzende verschiedener Spielstile wie zum Beispiel die Kampagnen-, Multiplayer- und Sandbox-Modi. Zudem gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten das Spiel zu gewinnen: Von der Anhäufung von Vermögen und Investoren über die Gewinnung von Besuchern bis hin zur Sicherung diplomatischer Beziehungen. Egal was ihr von Anno 1800 erwartet, ihr werdet es finden.


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