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God of War test & Review (PS4)

DIe o4g God of War (4) Wertung

Das neue God of War (4) kam im April 2018 raus und überzeugt uns in fast allen Belangen. Kratos erfindet sich in der nordischen Mythologie teils komplett neu, ist aber immer noch die "harte Sau", die wir kennen und lieben. Wir haben epische Action von God of War erwartet und das haben wir bekommen. Jeder Aspekt ergänzt die anderen zu einem Meisterwerk.

Was uns gefallen hat


  • Bildhübsche Grafik
  • Abwechslungsreiche Gegner
  • Motivierendes Kampfsystem
  • Ordentliche Spiellänge (30h)
  • Tolle, neue Szenerie
  • Geniale Charaktere

Was wir weniger gut fanden


  • Manchmal nervt die Kamera
  • Story teils unkreativ
  • Keine Belohnung für Durchspielen auf härtestem Schwierigkeitsgrad
  • minus-circle
    Atreus geht einem schnell auf den Zeiger
God of War (PS4) Testergebnis
  • 8.5/10
    Story - 8.5/10
  • 9.5/10
    Grafik & Inszenierung - 9.5/10
  • 9.5/10
    Spieldesign & Gameplay (Kampf, Spielverlauf, Rätsel etc.) - 9.5/10
  • 8.5/10
    Langzeitmotivation & Balance - 8.5/10
9.0/10

Kurzfassung

Das neue God of War für die PS4 glänzt vor allem durch sein erfrischendes, abwechslungsreiches Gameplay sowie der bombastischen Atmosphäre. Wo man etwas nachjustieren müsste, wären zum Teil die Spielbalance (hallo „God of War“ Schwierigkeitsgrad), sowie manche Punkte in der Story. In Punkto Langzeitmotivation gibt es natürlich einiges zu entdecken (ihr werdet beim ersten Mal Durchspielen sicher nicht die ganze Karte aufdecken), dennoch ist man in guten 30 Stunden (auf Normal) dann auch durch. Für God of War Fans, eine absolute Kaufempfehlung – für alle anderen RPG-Fans natürlich auch. Mit dem Kauf von God of War könnt ihr nichts falsch machen. Wir empfehlen euch jedoch nicht so wie Sascha direkt auf dem härtesten Schwierigkeitsgrad loszulegen.


Vorwort zum Test von Jakob

Es ist schwierig einen genauen Moment in der Vergangenheit zu finden, an dem der Erfolg von Videospielen begann. Pong war der erste Gehversuch, Atari und C64 schon in wenigen Kinderzimmern zu finden. Mit dem NES und spätestens dem SNES kamen sie in den 90er Jahren dann in die meisten Wohnzimmer. Und das wird wohl für viele Gamer der Moment gewesen sein, an dem sie dem Zocken verfallen sind. Viele von uns, die in den 90ern mit dem Gamen angefangen haben, sind mittlerweile Erwachsen, stehen mit beiden Beinen im Leben und haben evtl. sogar schon eine Familie gegründet.

Kein Wunder also, dass seit wenigen Jahren Spiele vom Erfolg gekrönt sind, die sich mit den Problemen und Vorzügen des Eltern-Daseins beschäftigen. Denn mit dem Zocker ist auch die Spieleindustrie erwachsen geworden. The Last of Us, Telltales The Walking Dead und jetzt auch God of War sprechen Instinkte an, die uns als Jugendliche evtl. kalt gelassen hätten. Jetzt, da viele Gamer aber selbst in ihren 30ern stecken, können wir uns mit den Gegebenheiten als Eltern besser identifizieren. Selbst wenn wir noch keine Kinder haben, die biologische Uhr tickt und uns beschäftigt mittlerweile mehr, als nur Hüpfen und Springen.

Die Vorgeschichte


Zwischen Himmel ...

Falls ihr die erste Trilogie nicht gespielt habt oder es zu lange her ist, geben wir euch selbstverständlich einen kleinen Auffrischungskurs. Es ist zwar nicht unbedingt wichtig die vorherigen Teile gespielt zu haben, aber es kann auch nicht schaden, die Geschichte von Kratos zu verstehen. An vielerlei Punkten im Spiel wird die Vergangenheit Kratos’ nämlich eine Rolle spielen.

Kratos, seines Zeichen Anführer der Krieger Spartas, sieht dem Tod ins Auge, als ein Barbarenkönig kurz davor steht, ihn zu ermorden. Aus Verzweiflung fleht er den Gott des Krieges Ares an, ihn zu retten. Dieser folgt seinem Ruf und bindet ihn mithilfe eines Paktes an sich und so zieht Kratos im Dienste Ares’ in die Lande und führt dessen Aufträge mit aller nötigen und auch unnötigen Brutalität durch. Dies führt schließlich dazu, dass er - vor Wut geblendet und von Ares überlistet - seine geliebte Frau Lysandra und Tochter Kalliope ermordet.

...Und Hölle

Von Albträumen geplagt, beendet er den Pakt mit Ares und stellt sich in den Dienst der Götter. Dies führt schließlich dazu, dass er sich an Ares rächen kann und diesen im Kampf besiegt, indem er die Büchse der Pandora öffnet. Nachdem selbst dieser Racheakt seine Visionen nicht verschwinden lässt, entschließt sich Kratos sein Leben zu nehmen und stürzt sich von einer Klippe. Allerdings haben die Götter andere Pläne, bewahren ihn vor seinem Freitod und zwingen ihn dazu, Ares Platz als Gott des Krieges einzunehmen.

Kratos ist jetzt zwar Gott, aber weniger Wütend macht ihn das selbstverständlich nicht. Ganz im Gegenteil. Da er sogar heftiger wütet als sein Vorgänger, sieht sich Zeus gezwungen einzugreifen. Dieser überlistet Kratos und schickt ihn mitsamt allen Spartanern in die Unterwelt. Das lässt Kratos natürlich nicht auf sich sitzen und schließt einen Pakt mit den Titanen, die Zeus auch tot sehen möchten.

Im Verlauf seines Rachefeldzugs sterben fast alle Götter Griechenlands. Nur Athene überlebt (halbwegs) und nimmt sich dem Chaos, das Kratos hinterlassen hat, an.


Die Geschichte von God of War (Spoilerwarnung!)


Asche zu Asche

So beginnt God of War mit einem Abschied. Wir lernen, dass Kratos sich zur Ruhe gesetzt hat, nachdem er in der vorangegangenen Trilogie noch ein rachsüchtiger Berserker gewesen ist. Statt in der griechischen finden wir uns im neuen Teil in der nordischen Mythologie wieder. Zusammen mit unserem Sohn Atreus sammeln wir Holz für das Begräbnisfeuer unserer Frau, Atreus Mutter und mit ihrem Begräbnis endet auch das suggerierte idyllische Familienleben.

Kurz nachdem die Flammen erloschen sind und Kratos ihre Asche eingesammelt hat, klopft es schon an der Tür und die Geschichte nimmt mit dem ersten Bosskampf seinen Lauf. Hatte Kratos bei der Jagd zuvor noch festgestellt, dass Atreus nicht bereit ist, die Mission durchzuführen, die seine Mutter den beiden aufgetragen hat, so führt jetzt nichts daran vorbei, da andere mächtige Wesen ein Auge auf die beiden geworfen haben.
Und so ziehen die beiden los, die Asche zum höchsten Berg zu tragen und zu verstreuen.

Kratos und sein Sohn Atreus bereiten sich auf den Abschied vor

Papa Kratos - das ist neu

Natürlich wird das alles nicht so einfach, wie es sein könnte, denn sonst wäre es ja langweilig und so werden beide immer wieder auf die Probe gestellt, nicht nur in ihren Fähigkeiten, sondern auch in ihrer Beziehung zueinander. Vor Allem Atreus wird im Laufe des Spiels eine starke charakterliche Entwicklung vornehmen. Das Spiel bekommt es sehr gut hin, dass man als Spieler allerlei erzieherische Entscheidungen von Kratos in Frage stellt, da dieser den unerbittlichen strengen Papa mimt, was vor dem Hintergrund seiner Geschichte aber auch kaum überraschen sollte.

Ihr werdet im Verlauf des Spiels viele verschiedene Charaktere treffen, die euch wohlgesonnen sind und euch helfen, sei um eure Ausrüstung zu verbessern, oder um euch in der Geschichte voranzutreiben. Vor Allem wenn ihr euch in der nordischen Mythologie auskennt, werdet ihr hier viel Gefallen am Spiel finden, aber auch viele anfangs mysteriöse Hinweise auf die Identität einzelner Charaktere, werdet ihr schneller deuten können. Für Alle, die in der Thematik nicht zu sehr belesen sind, hat das neue God of War aber jede Menge Schnipsel im Spiel verteilt, mit Hilfe derer ihr etwas über die mythologische Welt erfahren könnt (wenn ihr wollt).

Das heißt aber nicht, dass ihr vorher einen VHS Kurs zum Thema besuchen müsst. Es hilft schon, die Thor- und Avengers-Filme von Marvel gesehen zu haben, zumindest um zu vergleichen, wie Sony im Gegensatz zu Marvel die einzelnen Charaktere darstellt.

Von diesen Kletterpartien gibt es im Spiel einige - euer Sohn Atreus begleitet euch diesmal auf der Reise

Sind wir gleich da?

Ein Punkt, in dem das Spiel im Hinblick auf die Story schwächelt: Der “your princess is in another castle”-Effekt. Viel zu häufig hat man das Gefühl, man ist kurz davor, die Mission endlich zu beenden und dann wird man doch wieder zurückgeworfen und muss einen neuen Umweg gehen. Storyschreiber nutzen dieses Mittel sehr gerne, um eine Geschichte nicht zu schnell enden zu lassen, hier hat Sony aber etwas übertrieben. Vor Allem am Ende fühlt man sich als Spieler dadurch schon fast an der Nase herumgeführt.

Dies ist aber Kritik auf höchstem Niveau, denn auch wenn man nie so richtig weiß, ob das Spiel jetzt gleich schon vorbei ist, oder ob man gerade mal die Hälfte geschafft hat, so wünscht man sich häufig genug auch, dass es noch weitergeht. Das Tempo mit der die Geschichte erzählt wird, ist nämlich zum größten Teil genau richtig gesetzt und wenn man gerade keine Lust auf Geschichte hat, dann kann man immer noch den Hauptstrang verlassen und die Welt erkunden und Nebenquests erledigen.

Der Berg ruft - des öfteren


Grafik & Inszenierung


Die Welt von God of War

Achtung: Mid-Game Spoiler!

Die Welt von God of War umfasst theoretisch die gesamte nordische Mythologie, wobei sich die Entwickler einige Bereiche für Fortsetzungen freigehalten haben. Auch in den Vorgängern habt ihr im ersten Teil auch nicht schon durch den Olymp gewütet, sondern musstet euch erst mühsam hocharbeiten. So wird das vermutlich auch hier ablaufen.

Die Schnellreise, die ihr im Laufe des Spiels freischaltet, hätte die einzelnen Reiche besser miteinander verbinden können, immerhin wandert ihr mit Hilfe Yggdrasils zwischen den Toren hin und her. Stattdessen müsst ihr per Schnellreise erst ins Zentrum des Reiches und dort erst wieder das Reich wechseln, um dann wieder per Schnellreise an den gewünschten Ort zu wandern. Durch die längeren Ladezeiten (die gekonnt überspielt werden), kann das mal ein paar Minuten in Anspruch nehmen.

Sehen wir davon aber mal ab, ist das Weltdesign atemberaubend. Jedes der einzelnen Reiche hat seine eigenen Highlights und hat man einmal eine neue Weltenrune entdeckt, kann man kaum abwarten, diese zu benutzen und sich das neue Reich anzuschauen.

Grafik

Grafisch hat Sony hier neue Rekorde gebrochen. Wie sie aus der mittlerweile betagten Hardware der PS4 noch so viel rausholen, ist der Wahnsinn. Wenn 2018 noch ein Spiel erscheinen sollte, dass God of War grafisch toppt, dann wären wir überrascht. Die Texturen sind gestochen scharf und die Details bis ins kleinste herausgearbeitet. Es übertrifft nicht nur, was wir bislang auf der PS4 gesehen haben, es übertrifft, was wir bislang überhaupt gesehen haben.

Wenn ihr genauste Details über die technische Leistung haben möchtet, empfehlen wir euch das folgende Video von den Jungs von Digital Foundry (englisch):

Wer sich fragt: "Wie liegen denn bei God of War grafisch die Unterschiede zwischen PS4 Pro vs. PS4? Schaut euch kurz das 3 Minuten Video von IGN dazu an: 


Optionaler Content und Spielumfang


Es ist 2018, God of War ist ein Action-Adventure RPG, was darf also nicht fehlen? Optionale Nebenquests.

Irgendwann nach ca. 6-8 Stunden Spielzeit öffnet sich die Welt von Midgard und ganz anders, als in den vorherigen Ablegern, habt ihr spätestens jetzt die Möglichkeit, die Welt auf eigene Faust zu erkunden, Sammelgegenstände zu finden und Nebenquests zu erledigen. Die Sammelwütigen unter euch kommen hier definitiv auf ihre Kosten: Artefakt-Sets, Wissensmarkierungen, Raben, Weltenrisse, Jötnar-Schreine, Nornir Kisten, Legendäre Kisten, Schatzkarten und optionale Bosse warten darauf von euch gefunden zu werden. Vereinfacht wird das durch eine Checkliste neben, anstelle von Fragezeichen auf der Map. Das ist gut, denn dadurch fühlt sich die Suche weniger nach Beschäftigungstherapie an.

Die Nebenquests lohnen sich und bringen neben wichtigen Ressourcen, mit der ihr eure Ausrüstung verbessern könnt, auch Hintergrundwissen (engl. Lore), der ihr lauschen könnt und solltet. Außerdem bekommt ihr nur durch die optionalen Gebiete und Quests die mächtigsten Verbesserungen im Spiel. Gerade wenn ihr auf den höchsten Schwierigkeitsstufen spielt, solltet ihr diese also definitiv nicht ignorieren.

Es gibt eine Menge zu tun und zu entdecken in God of War


Das Kampfsystem


Leviathan

Kommen wir zum eigentlichen Helden dieses Spiels: Dem Kampfsystem. Es gibt viele 3rd Person Action RPG’s, die mit gutem Kampfsystem beeindrucken können und mit dem God of War sich messen muss und trotzdem wurde hier vieles neu und alles richtig gemacht. Nicht jeder wird sich von Anfang an mit der Axt zufrieden geben und besonders Fans der Vorgänger werden anfangs die Chaos-Klingen vermissen, aber seid euch gewiss: Es lohnt sich auf Leviathan (der offizielle Name der Axt) einzulassen.

Am Anfang des Spiels muss man erstmal mit der Axt klar kommen, da sie sich etwas anders spielt, als man es vielleicht erwarten würde. Neben den schnellen leichten und dem langsamen schweren Schlag verfügt Kratos über die Fähigkeit Leviathan zu werfen. Mit L2 zielt man, mit R2 (langsam) oder R1 (schnell) wirft man und mit Dreieck holt man sie zurück - und das beste: auf dem Weg zurück fügt sie euren Feinden auch Schaden zu. Mit dem richtigen Timing könnt ihr also theoretisch von Anfang an verschiedene Attacken miteinander kombinieren, um euren Schaden zu maximieren. Und diese Kombinationsmöglichkeiten werden definitiv nicht weniger.

Mit der Zeit werdet ihr immer mehr Attacken freischalten, die ihr mit diversen Tastenkombinationen triggern könnt. Spielt ihr also auf höheren Schwierigkeitsstufen oder möchtet gewisse optionale Bosse besiegen, dann solltet ihr alle Möglichkeiten austesten und in eurer Muscle Memory abspeichern: Es kommen Gegner im Laufe des Spiels, die euch nicht viel Zeit zum Nachdenken geben.

Aller Kampf bringt euch wenig ohne Rüstungs- und Waffenupgrades. Die Shops der beiden Schmiedmeister solltet ihr regelmäßig besuchen

Die Axt im Haus...und Atreus

Wir könnten ein Lied über das Gefühl schreiben, dass in uns geweckt wird, wenn Kratos die Axt wirft und sie wieder zurückruft, aber das ersparen wir euch lieber. Wir empfehlen euch aber auf jeden Fall einmal einen ruhigen Moment zu nutzen, stehen zu bleiben und das Geräusch, das die Axt beim Einfangen macht, zu genießen. Die Designer haben hier fantastische Arbeit geleistet.

Ohne euch zu sehr zu spoilern: Atreus ist nie störend im Kampf (im Sinne von behindert euch nicht, sein Audio kann bei kniffligen Passagen durchaus auf die Nerven gehen!) und wird im Verlauf der Geschichte immer wichtiger, um euren Schadensoutput zu maximieren. Besonders bei den sehr schwierigen Gegnern, werdet ihr ohne die Viereck-Taste kaum gewinnen können. Nutzt ihn also auf jeden Fall mit und vergesst nicht auch ihm eine bessere Ausrüstung zu verpassen.

Falls euch Atreus dann doch mal zu viel nervt mit seinem Rumgeschreie (hat mich persönlich oft abgelenkt, dann schraubt einfach die Dialoglautstärke in den Audio-Optionen runter. Wenn ihr eine Kampfpassage gepackt habt, könnt ihr das ganze ja für Storyzwecke einfach wieder hochdrehen.

Die Axt wird vor allem auf dem "Gib mir God of War" Schwierigkeitsgrad euer bester Freund werden


Schwierigkeitsgrad und Trophäen


Auch die Harten, sollten warten!

Ihr seid Veteranen in der Action RPG Welt und und habt die Platin in Bloodborne, Dark Souls und God of War 3, welche Schwierigkeitsstufe wählt ihr also? “God of War” natürlich oder? Falsch! Beziehungsweise vermutlich falsch. Außer ihr seid extrem masochistisch veranlagt und habt sehr viel Zeit für dieses Spiel, empfehlen wir euch definitiv eine der ersten drei Stufen.

Fangen wir aber vorne an: Am Anfang gibt euch das Spiel die Wahl zwischen 4 verschiedenen Einstellungen: “Story”, “Ausgeglichenes Erlebnis”, “Herausforderung” und “God of War”. Während die drei ersten in weißer Schrift geschrieben sind, kommt God of War in roter Schrift daher. Warum? Einerseits, um die Harten in den Garten zu locken, andererseits aber um darauf hinzuweisen, dass der schwierigste Grad nicht nur besonders gemein ist, sondern weil ihr diesen nicht im Spiel ändern könnt, wenn ihr euch für ihn entscheidet.

Die "Finishmoves" sind immer noch blutig und brutal - der härteste Schwierigkeitsgrad ist aber nichts für schwache Nerven

Trophy Hunter aufgepasst!

Habt ihr einen der ersten gewählt, dann steht euch frei, diesen im Spiel easy anzupassen und das sogar ohne Strafe. Musste man in den Vorgängern noch das Spiel auf einem gewissen Grad durchspielen, um alle Trophäen freizuschalten, ist in diesem Teil kein Achievement an einen Schwierigkeitsgrad gebunden. Ihr könnt die Platin somit sogar auf “Story” freischalten.

Habt ihr allerdings “God of War” gewählt, dann werdet ihr nicht drum herum kommen, das gesamte Spiel neu anzufangen, wenn es euch zu schwierig wird. Und schwierig wird es auf jeden Fall. Die Gegner sind auf “Herausforderung” bereits ein Problem, besonders am Anfang, wenn man noch kaum Fähigkeiten freigeschaltet hat.

Gib mir God of War!

Auf den ersten Blick sind auf “God of War” Feinde zunächst einmal genauso schwierig, kommen aber mit der zusätzlichen Fähigkeit, mitten im Kampf hochleveln zu können. Ihr könnt das zwar mit einem gezielten Axtwurf unterbrechen, aber wenn ihr mit 5-10 Gegnern in einer Arena steht (und das werdet ihr häufig), verliert ihr schnell den Überblick. Außerdem bekommen Gegner im späteren Spiel weitere Fähigkeiten, halten mehr Schaden aus und haben eine klügere KI. Kratos hingegen hält logischerweise weniger aus und Statuseffekte wie Gift, Eis, etc. haben zusätzliche Nachteile.

Wir haben schon von Streamern gehört, die Anfangs die Herausforderung gesucht haben und sich beweisen wollten, aber nach mehreren Streams aufgegeben haben, weil sie keinen Spaß mehr daran hatten. Seid euch also bewusst, was ihr da tut. Ihr werdet nichts freischalten und nichts dafür bekommen, wenn ihr das Spiel auf “God of War” beendet. Besonders wenn ihr auf die Platin aus seid, empfehlen wir euch also erst einmal einen der unteren drei Schwierigkeitsgrade. Besonders manch ein optionaler Boss ist schon auf der zweiten Stufe eine richtige Herausforderung!

Die Upgrades für Attribute, Skills und Waffen kommen im Spiel zu Beginn des Spiels leider etwas spät - hier wäre eine geschmeidigere Erfahrungskurve gut gewesen

Im Gegensatz dazu empfehlen wir euch einen niedrigeren Schwierigkeitsgrad zu wählen, aber stattdessen die einzelnen HUD-Komponenten auszustellen. Ohne Pfeile, die euch darauf hinweisen, von wo ihr angegriffen werdet (was euch Atreus sowieso zuruft), oder Balken über den Gegnern, die euch ihre HP und ihr Level anzeigen, werdet ihr eine viel immersivere Spielerfahrung bekommen.

Kurzkommentar von Sascha zum God of War Schwierigkeitsgrad: Jakob scherzt hier wirklich nicht, ich bleibe jedoch hartnäckig. Muss aber dazu sagen, dass ich schon ordentlich am Ragen war und mich alleine der erste Kampf sicherlich eine Stunde gekostet hat. Danach wird es nur noch schwerer. Ihr braucht hierfür wirkliche Ausdauer, denn ihr werdet SEHR oft sterben (vielleicht bin auch einfach nur ein Noob ;-)).


Fazit und Anmerkung zur Wertung


God of War ist ein Epos. Das waren schon die Vorgänger und auch der neue Teil macht vieles richtig. Es gibt sicherlich Leute, die den alten Kratos vermissen und denen der neue Papa Kratos zu weichgespült ist. Verstehen wir absolut, aber ganz im Ernst: Wir lieben ihn. Er ist immer noch hart. Er ist immer noch schnell. Und er ist immer noch Brutal. Er ist etwas ruhiger geworden, aber man darf auch nicht vergessen, dass das hier “nur” der erste Teil einer vermutlich neuen Trilogie sein wird.

In den Wahlen zum Game of the Year wird God of War auf jeden Fall ganz oben mitspielen, auch wenn wir sagen müssen, dass wir uns einige Schwächen weniger gewünscht hätten. Einige Wendungen in der Story hätten kreativer gelöst werden können, die Kamera war manchmal störend und dass man keine Belohnung dafür bekommt, das Spiel zumindest auf “Herausfordernd” durchgespielt zu haben, war eine leichte Enttäuschung.

Nichtsdestotrotz ein fantastisches Spiel und eine fantastische Erfahrung. Wir können jetzt schon kaum den Nachfolger erwarten!

Anmerkung zur Benotung: Noten sind relativ und relativ zum Spiel hat Jakob nur 2 Spiele, die eine 10 verdient haben und damit Maß aller Dinge sind: “The Witcher 3” und “Zelda: Ocarina of Time”. Darunter hätten Spiele wie “Bloodborne”, “Nier: Automata” und “Zelda: Breath of the Wild” eine 9,5 bekommen. “God of War” spielt damit in der gleichen Liga wie “Dark Souls 3” und “Skyrim”.

Aktueller Preis: 42,75 EUR

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