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HyperX Cloud Alpha S Test und Review: Gut, aber teuer

Das HyperX Cloud Alpha S ist eine aufgebohrte Version des beliebten Cloud Alpha, doch sind die zusätzlichen Features den Aufpreis wert? Dieser Frage gehen wir in unserem großen HyperX Cloud Alpha S Test auf den Grund.

Was uns gefallen hat


  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr bequem
  • Guter Klang
  • Solides Mikrofon
  • Edles Design

Das war weniger gut


  • Hoher Aufpreis
  • 7.1 Sound überzeugt nicht
  • Schieberegler eher Gimmick
  • Schallisolierung nicht so gut
  • USB-Mixer fummelig
HyperX Cloud Alpha S im Test
  • 9/10
    Design & Komfort - 9/10
  • 9/10
    Ausstattung & Verarbeitung - 9/10
  • 7/10
    Kopfhörer-Klang - 7/10
  • 8/10
    Mikrofon-Klang - 8/10
  • 5/10
    Preisleistung - 5/10
7.6/10

Kurzfassung

Das HyperX Cloud Alpha S ist ein gutes Gaming-Headset und überzeugt vor allem mit hohem Komfort, einem sehr stabilen Design sowie einer umfangreichen Ausstattung. Abzüge gab es hier nur für fehlende Software das etwas hohe Gewicht. Beim Klang des Alpha S kann man lediglich kleinere Schwächen in den Höhen bemängeln, der Rest wird solide abgedeckt und macht den Klang überdurchschnittlich gut (leider enttäuschen das 7.1 und Musikperformance). Das Mikrofon ist auch in Ordnung, der Aufnahmequalität fehlt es nur etwas an Klarheit und Bassbetonung. Bei der Preisleistung müssen wir leider einige Punkte abziehen, zumal uns der Surround-Sound und die Schieberegler nicht überzeugen sowie den Aufpreis zum normalen Cloud Alpha nicht wert sind.

Anmerkung: Dieser Artikel ist Teil unseres großen Gaming Headset Test. Dort findet ihr weitere Top Gaming Headsets als Alternative.


Ausstattung & Verarbeitung


Bereits der Vorgänger des Cloud Alpha S (das Cloud Alpha) war ein sehr beliebtes Gaming-Headset, doch HyperX wollte mit dem Alpha S noch eine Schippe obendrauf legen. Sowohl beim Preis, als auch bei den Features.

Der kleine Buchstabe "S" am Ende bringt euch neue Schieberegler für die Bassanpassung, einen USB-Mixer (mit dem ihr die Balance zwischen Spiel- und Chat-Audio ändern könnt) sowie virtuellen 7.1-Surround-Sound (den ihr ein- und ausschalten könnt).

Abgesehen von den neuen Features ist das Cloud Alpha S im Wesentlichen identisch mit dem Cloud Alpha, außer dass die roten durch blaue Akzente ersetzt werden. Obendrauf gibt es noch austauschbare Ohrpolster als eine kleine Zugabe.

HyperX Cloud Alpha S Gaming Headset: Die wichtigsten Eckdaten im Überblick

  • Typ: Kabelgebunden, geschlossen, Over-Ear
  • Lautsprecher-Treiber: 50 mm
  • Frequenzbereich Kopfhörer: 13 Hz–27 kHz
  • Impedanz: 65 Ohm
  • Mikrofon Richtcharakteristik: Bi-Direktional, Noise-Cancelling
  • Gesamtgewicht: 321g
  • Mediakontrolle: Lautstärke, Game/Voice Balance, 7.1 Umschaltung, Bass-Regler
  • Anschlüsse: 3,5mm
  • Kompatibel: PC, Xbox, PS4
  • Kabellänge: 1m Kopfhörer, 2m Kontrolleinheit

Der Bassschieberegler - sinnvolles Feature?

Das erste auffällige Extra sind die Bassregler, die auf der Rückseite jeder Ohrmuschel sitzen. Die drei Einstellungen (offen, halb offen und geschlossen) entsprechen dem Öffnen und Schließen von Löchern am Headset.

Im Grunde gebt ihr den Treibern in den Ohrmuscheln damit mehr oder weniger Raum für Nachhall: Die vollständig geöffnete Einstellung erzeugt den meisten Bass. Das Ganze erfordert übrigens keine Software (was praktisch ist), aber das Ganze hatte in unserem Test keine großen Auswirkungen.

Wenn man bedenkt, dass das Cloud Alpha sowieso schon gute Bässe hatte, verstehen wir diese Dreingabe nicht so ganz (vor allem, weil es den Preis in höhe treibt). Aber wie funktioniert das Feature nun?

Durch bewegen der Schieberegler wird zwar ein bisschen mehr Bass erzeugt, aber es ist kaum wahrnehmbar und haut euch auch nicht um. Außerdem sahen wir keinen richtigen Grund den Bass herunterzudrehen, wodurch sich der Schieberegler wie eine Spielerei anfühlt.

Der USB-Mixer - eine gute Fernbedienung?

Die nächste große Neuerung ist die USB-Fernbedienungseinheit, welche die Lautstärke regelt und das abnehmbare Mikrofon stummschalten kann. Das Headset wird über eine 3,5-mm-Buchse an diese angeschlossen, die Einheit selbst wird über USB an euren PC angeschlossen. Alle Tasten sind groß genug so dass es fast unmöglich ist, versehentlich die falsche Taste zu drücken - hier also keine Beanstandungen. 

Eine wichtigere Funktion ist es, das Gleichgewicht zwischen Spiel- und Voice-Chat-Sounds anzupassen. Dafür gibt es zwei Knöpfe, wobei sich beide gegenseitig lauter und leiser machen. Eine nette Idee und sie funktioniert tatsächlich, aber wir sind von der Sinnhaftigkeit weniger überzeugt.

Erstens sagt euch das Headset nicht, wie hoch eure aktuelle Einstellung ist. Wenn ihr sie also auf Neutral zurücksetzen möchtet müsst ihr euch quasi merken, wie oft ihr die einzelnen Tasten gedrückt habt. Eine einfache Leuchtanzeige hätte das Problem gelöst - oder eben eine Audio-Ansage.

Und zweitens ist das Drücken dieser Tasten weitaus ungenauer, als das manuelle Einstellen der Audiopegel über den Windows-Lautstärkemixer.

Das größte Problem mit dem Teil ist aber, wie es einfach "durchhängt". Wenn ihr mit vollständig baumelndem Headset-Kabel an eurem Tisch sitzt, schleift das Ding fast am Boden. Weniger praktisch und auch nervig, wenn man die Lautstärke mal schnell ändern möchte. Dafür wird es mit einem Clip geliefert, der vermutlich an der Kleidung befestigt werden soll, das Kabel bleibt jedoch um euren Körper geschlungen.

Aus diesem Grund empfehlen wir euch, einen Teil des Kabels aufzuwickeln und zusammen zu binden.

Wie gut ist die Verarbeitung?

Hier kann man aber nicht meckern - die Verarbeitung des Cloud Alpha S ist überragend. Sehr stabil gebaute und langlebige Kopfhörer mit hochwertigen Materialien.

Sie haben einen robusten und dennoch flexiblen Aluminiumrahmen und ziemlich robuste Ohrmuscheln die nicht gleich kaputt gehen, wenn euch die Kopfhörer ein oder zweimal runterfallen. Der Aluminiumrahmen fühlt sich in der Hand und auch beim Anziehen stabil an. Im Gegensatz zum Hyper X Cloud II haben die AlphaS keine glänzenden Rückplatten an den Ohrmuscheln, die durch regelmäßige Abnutzung zerkratzt werden könnten.

Insgesamt ist die Verarbeitungsqualität sehr hoch, die Scharniere sind fest und halten auch einem Biegen stand. Auch die Ohrpolster sind hochwertig (entweder Kunstleder oder Stoff) verarbeitet und nutzen nicht zu schnell ab. Ihr solltet hiermit lange Spaß haben.


Design und Komfort


Das Cloud Alpha S baut auf den vorherigen Modellen der HyperX-Gaming-Headsets auf. Während das Cloud Alpha S nicht viel anders aussieht als das ursprüngliche Cloud Alpha, hat es dennoch ein wunderschönes Design. Es gibt ein gepolstertes Kunstleder-Kopfband, ein robustes Kunststoffgehäuse und einen blauen Alu-Rahmen, der alles zusammenhält.

Es hat überall blaue Akzente mit einem HyperX-Logo auf jeder Ohrmuschel, an der linken Ohrmuschel befinden sich ein Anschluss für ein abnehmbares Mikrofon und ein Anschluss für ein abnehmbares 3,5-mm-Audiokabel.

Dazu kommen weiche Kunstleder-Ohrpolster und ein austauschbares Stoffpaar, das mehr Luftzirkulation bietet (falls eure Ohren schnell warm werden) und im Lieferumfang enthalten ist. Leider ist das Wechseln der Ohrpolster etwas fummelig.

Alles in allem ist das HyperX Cloud Alpha S super bequem und das nicht nur wegen seiner gut gepolsterten Kopfhörer. Wir würden sagen, das Alpha S ist etwas bequemer als das Cloud Flight und das Cloud II, zumal die Klemmkraft am Kopf nicht so stark ist. Dadurch habt ihr auch bei langen Sessions keinen unangenehmen Druck auf und um die Ohren herum.

Die Passform ist mit großen, geräumigen Ohrmuscheln perfekt und der reichlich gepolsterte Kopfbügel sorgt für zusätzlichen Komfort. Durch letzteren werden die 321g gut auf eurem Kopf verteilt, was zusätzlich zum Komfort beiträgt. Für Leute mit kleineren Köpfen könnten sich die 321g aber etwas schwerer anfühlen. Das Stirnband hat wie unten zu sehen eine dicke Schaumschicht, die sehr bequem ist.


HyperX Cloud Alpha S Mikrofon Test


Das HyperX Cloud Alpha S hat ein großartiges Boom-Mikrofon. In ruhigen Umgebungen klingt die mit diesem Mikrofon aufgenommene oder übertragene Sprache relativ voll, klar und detailliert, es fehlt jedoch möglicherweise ein wenig Brillanz in den Höhen. In lauten Situationen gelingt es dem Mikrofon hervorragend, Sprache von Hintergrundgeräuschen zu trennen, selbst an lauten Orten war das kein Problem.

Wenn ihr mal hören wollt, wie das Mikrofon des Cloud Alpha S tatsächlich klingt, dann schaut oben in unser Video rein (ab Minute 4:35 testen wir das Mikrofon).

Wie man aus unserem Test raushören kann, ist die Aufnahmequalität des Mikrofons gut. Die Basswiedergabe ist ausgedehnt und flach, aber etwas unterbetont. Dies bedeutet, dass die mit diesem Mikrofon aufgenommene / übertragene Sprache relativ voll klingt. Die Hochfrequenzerweiterung liegt bei 10 kHz, was eine klare und detaillierte Sprache anzeigt, aber es wird ein bisschen "Luftigkeit" fehlen.

Alles in allem aber ein Top-Mikrofon für ein Gaming-Headset, hier gibt es nur wenig zu meckern.


Klangperformance: Gaming & Musik


Kommen wir zum wichtigsten Aspekt: Dem Klang. Wir erinnern uns, dass ein 7.1-Surround-Sound Feature beworben wird. Daher schauen wir uns das genauer an und geben euch eine Einschätzung, wie das Cloud Alpha S in Games und beim Musikhören performt.

Gaming-Performance

Beim Zocken macht das Cloud Alpha S fast alles richtig. Wir haben das gute Gerät in Spielen wie Witcher 3, CS, Starcraft 2 und Anno getestet um zu sehen, wie gut es in den verschiedenen Genres funktioniert.

Die Ergebnisse waren zufriedenstellend: Dialoge klingen sauber und klar, dank des gerichteten Audios konnten wir die Position unserer Gegner in Shootern genau bestimmen. Soundeffekte, Stimmen und Musikeinlagen kamen in jedem Spiel klar und deutlich zum Vorschein.

Solange wir das Headset auf Stereo eingestellt ließen, kam jedes Spiel super rüber. Als wir jedoch auf 7.1 Surround Sound umgeschaltet haben, waren wir weit weniger beeindruckt.

Die 50mm-Treiber machen im Stereo-Modus alles richtig

Der virtuelle 7.1 Surround-Sound

Das größte Verkaufsargument beim Alpha S ist der virtuelle 7.1 Surround Sound. Virtuell bedeutet, dass dies immer noch ein Stereo-Headset mit zwei Lautsprechertreibern ist, aber es den Klang durch eine spezielle Technik so simuliert, sodass er sich anhört als er von sieben verschiedenen Richtungen (das geht auch bei älteren Headsets mithilfe von Software).

Das Besondere am Alpha S ist also nicht das Vorhandensein von Surround-Sound sondern, dass HyperX die Technologie speziell für dieses Headset optimiert und getestet hat.

Zum Einschalten drückt ihr einfach die große 7.1-Taste in der Mitte des USB-Dongles. Man bemerkt sofort einen großen Unterschied.

Positiv ist zu vermerken, dass einzelne Geräusche - insbesondere leisere Nebengeräusche - leichter zu erkennen waren, was die Atmosphäre noch verstärkte. In Shootern wie Fortnite konnte man Schritte leichter erkennen.

Durch das Isolieren einzelner Klänge entsteht ein vielschichtigeres Gefühl für jede Spielwelt. Dadurch war es einfacher zu erkennen, welche Klänge näher und welche weiter entfernt waren. Nur leider half das Ganze nur wenig bei der Positionsbestimmung, ergo für Shooter haben wir keinen Unterschied zwischen Stereo- oder Surround-Sound bemerkt.

Leider verzerrt die Technik auch fast jedes Geräusch. Viele mittelhohe Töne wie das Rauschen des Windes durch Gras, klangen dünn. Zudem gab es eine Art metallischen Hall bei vielen Geräuschen: Es klang manchmal so, als stünde man mitten in einer Höhle.

Auch Dialoge und Stimmen klingen nicht so gut damit. Das Echo verschandelt das Ganze leider. Am Ende haben wir wieder zum brillanten Stereo-Modus gewechselt und die Funktion ausgeschaltet. Schade.

Musik

Da das Cloud Alpha S über eine 3,5-mm-Buchse und ein elegantes Design verfügt ist es durchaus möglich, dieses Headset auf dem Weg zur Arbeit mitzunehmen, um unterwegs Musik zu hören. Das Headset kann jedoch weniger gut mit Musik umgehen, was diese Möglichkeit einschränkt. Während das hochfrequente Klangbild für die meisten Spiele gut geeignet ist, habt ihr aufgrund des Mangels an Bässen Probleme bei einigen Titeln.

Für weniger basslastige Stücke eignet sich das Cloud Alpha jedoch gut, gerade die Mitten kommen bei gesanglastigen Titeln gut rüber, die Höhen sind bis auf den hohen Brillanzbereich in Ordnung.


Fazit zum Cloud Alpha S Test


Unterm Strich ist das Cloud Alpha S eine komische "Weiterentwicklung" des bewährten Cloud Alpha. Keine Frage, das Cloud Alpha S ist ein hochwertiges, gut verarbeitetes Headset mit solidem Klang und einem guten Mikrofon. Allerdings bekommt ihr all das auch schon beim rund 30-40 Euro billigeren Standardmodell.

Der Surround-Sound ist das große Verkaufsargument des Alpha S und das Ergebnis ist hier nur mittelmäßig. Daher können wir euch das Teil im Direktvergleich zum normalen Cloud Alpha* weniger empfehlen. Denn 30 bis 40 Euro (je nach wie der Preis steht) sind eine Menge Geld und ihr zahlt im Grunde ein Drittel mehr für den schwachen 7.1-Sound sowie die fummelige Bassanpassung und ein paar Ohrpolster.

Wenn wir in euren Schuhen stecken würden, würden wir zum Basismodell greifen und das Geld lieber in bessere Hardware für euren Gaming-PC investieren.


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