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HyperX Quadcast USB-Mikrofon Test: Der Yeti-Killer?

Das HyperX Quadcast ist das erste USB-Mikrofon von Kingston und wartet mit großen Versprechungen auf. Ist es eine gute Alternative zum Blue Yeti und gut für Streamer? Wir haben uns das HyperX Quadcast in unserem Test ausführlich angeschaut und ziehen Fazit.

Was uns gefallen hat


  • Einfaches Plug/Play
  • starkes Zubehör-Paket
  • hochwertig verarbeitet
  • Allround-Einstellungen
  • Gute Klangqualität
  • Flexibel einsetzbar

Das war weniger gut


  • Voller Gain-Pegel schwach
  • Popfilter zu dünn
  • Teuer
  • Für Laien zu umfangreich
  • In den Höhen etwas schwach
HyperX Quadcast Testergebnis
  • 9/10
    Design & Verarbeitung - 9/10
  • 10/10
    Ausstattung & Features - 10/10
  • 8/10
    Aufnahmequalität - 8/10
  • 9/10
    Preisleistung - 9/10
  • 10/10
    Flexibilität beim Einsatz - 10/10
9.2/10

Kurzfassung

Das HyperX Quadcast ist ein sehr hochwertiges und stylishes USB-Mikrofon, welches uns mit seiner Verarbeitungsqualität überzeugt. Durch die ungünstige Platzierung der Eingänge gibt es jedoch einen Punkt Abzug. Hinsichtlich Ausstattung kann es vollends überzeugen, da ihr hier Spinne, Popschutz und Schockmount dazu bekommt. Die Aufnahmequalität ist sehr solide, einzig in den Höhen und bei S-Lauten gibt es leichte Abzüge. Durch den hohen Preis müssen wir bei der Preisleistung abziehen, die hohe Featureanzahl gleicht das jedoch wieder aus und gibt euch jede Menge Flexibilität.

Anmerkung: Dieser Artikel ist Teil unseres großen PC Mikrofon Test. Dort findet ihr weitere Top Gaming Mikrofone als Alternative zum HyperX Quadcast, falls euch das Teil zu teuer ist oder ihr was anderes sucht.


Lieferumfang & Features


Das HyperX Quadcast ist ein Kondensator-Mikrofon, welches via USB mit eurem PC verbunden wird. Einfaches Plug-and-Play ist damit möglich, durch die umfangreichen Extras ist das Setup auch etwas einfacher, als bei einem Blue Yeti Mikrofon

Geliefert wird das Mikrofon bereits vormoniert in einem schönen Tischständer aus Metall, mitsamt vorinstalliertem Shock-Mount sowie integriertem Popschutz. Ein USB-Kabel fehlt natürlich auch nicht. Hier erst mal wie gewohnt die technischen Eckdaten:

Kingston HyperX Quadcast USB-Mikrofon: Die wichtigsten Eckdaten im Überblick

  • Übertragungsbereich: 20Hz – 20 kHz
  • Richtcharakteristik: Niere, Bidirektional, Omni, Stereo
  • Auflösung (Bit-Rate, Sample-Rate): 16-bit / 48 kHz
  • Grenzschalldruckpegel: Keine Angabe
  • Bautyp: USB-Kondensatormikrofon
  • Abmessungen (cm): 24,9 (Höhe) x 10,2 (Breite) x 12,8 (Tiefe)
  • Gewicht: 710g (mit Tischstativ)
  • Garantie: 2 Jahre 
  • Anschlüsse: 3,5mm latenzfreier Kopfhörerausgang
  • Empfindlichkeit: -36 dB

Doch schauen wir uns direkt die Features des HyperX Quadcast an, denn hier spielt das Mikrofon seinen größten Vorteil aus. Ihr bekommt jede Menge für euer Geld und habt ein rundes Gesamtpaket, mit welchem ihr sofort das Zocken und Streamen anfangen könnt.

Mute-Funktion obendrauf

An der Oberseite gibt es einen sehr praktischen Mute-Knopf - einfach antippen und schon ist das Mikro stumm

An der Oberseite gibt es direkt den "Stummschaltknopf", welcher nicht wirklich ein Knopf, sondern eher eine Fläche ist. Durch einfaches Antippen schaltet ihr das Mikrofon stumm - unkompliziert und sehr praktisch. Im Vergleich zum Blue Yeti müsst ihr hier also nicht fummelig was am Mikrofon drücken und dadurch eventuell unangenehme Nebengeräusche für euren Stream generieren.

Vorinstalliertes "Shock-Mount" aber genügend Freiraum für eigenes Setup

Durch rote elastische Stränge ist das Mikrofon in ein kleines Shock-Mount befestigt

Das HyperX Quadcast ist direkt schon in einem Shock-Mount befestigt, welches am Tischständer befestigt ist. Klar, es ist wohl nicht ganz so sauber wie ein Setup mit Spinne und Gelenkarm, dennoch ist das eine super Sache und im Preis inbegriffen.

Sehr schöne Sache und hierdurch wird nochmals das Plug-and-Play verstärkt, zumal ihr nichts verschrauben, aufhängen oder sonstwas machen müsst.

Durch die mit dem Mikrofon gelieferte Schockhalterung und Tischständer wird es von eurem Schreibtisch angehoben, wodurch es im Vergleich zu einem Blue Yeti weniger Erschütterungen aufnimmt. Eine große Sache für Streamer, da es oft vorkommt, dass ihr gegen euren Schreibtisch stoßt oder mit eurer Hand auf den Tisch klopft. Normalerweise werden diese Stöße und Schläge vom Mikrofon über den Ständer aufgenommen, dieses Design minimiert den Ärger und ist gleichzeitig robust genug, um in Position zu bleiben.

Aber es kommt noch besser. Im Lieferumfang befindet sich zudem ein Adapter, mit dem das Mikrofon an einem Gelenkarm befestigt werden kann. Wenn ihr diesen Weg einschlagt, könnt ihr auch das Klappern der Tastatur auf ein Minimum reduzieren. Dadurch bleiben euch alle Optionen offen und ihr könnt selbst entscheiden, ob euch das Tischstativ genügt.

Eingebauter Gain-Regler

An der Unterseite gibt es noch einen wichtigen Regler: Den Gain-Regler in Form eines Drehrads.

Mit diesem regelt ihr direkt die Lautstärke eures Mikrofon-Outputs. Dieses Einstellrad regelt die Empfindlichkeit eures Mikrofons und ihr könnt euch als "Eingangslautstärke" vorstellen. Das Erhöhen oder Verringern dieser Einstellung wirkt sich auf das aufgenommene Audio aus.

In der Regel solltet ihr die Lautstärke nicht im laufenden Betrieb einstellen da immer die Gefahr besteht, dass euer Signal übersteuert. Testet das also lieber vorher, wie laut ihr klingt. Solltet ihr jedoch schnelle Anpassungen vornehmen müssen, lässt sich das danke das Drehrädchens sehr leicht tun, zumindest wenn das Mikrofon an seinem Schreibtischständer angebracht ist. Das Drehen des Gain-Reglers ist etwas schwieriger, wenn ihr einen Auslegerarm verwendet.

Vier verschiedene Richtcharakteristiken

Genau wie das Blue Yeti hat auch das HyperX Quadcast USB Mikrofon vier Richtcharakteristiken, wovon viele von euch quasi nur die "Niere" (das Herz-Symbol) nutzen werden.

Wir gehen hier nicht auf die Funktion dieser Typen ein, da wir das bereits in unserem Blue Yeti Test gemacht haben. Für alle die sich über Richtcharakteristiken informieren möchten, dort könnt ihr es nachlesen. 

Jedenfalls gibt es auch hier die Optionen für: Niere, bidirektional, Stereo und omnidirektional. Diese Auswahl an Optionen gibt euch Freiheit bei der Nutzung des Mikrofons. Damit ihr nicht nur eine Audioquelle vor dem Mikrofon (also euch) mit der Nierencharakteristik aufnehmen könnt, sondern auch den gesamten Raum oder zwei verschiedene Klangquellen gleichzeitig an verschiedenen Seiten des Mikrofons. Letzteres ist besonders praktisch, wenn ihr einen Podcast als Duo aufnehmen möchtet.

Allenfalls ist das HyperX Quadcast sehr vielseitig einsetzbar und gibt euch viele Möglichkeiten außerhalb des Streams oder Gaming.

Latenzfreier Kopfhöreranschluss

Auch hier hat HyperX nicht gespart und spendiert und noch einen latenzfreien Kopfhörereingang. Damit könnt ihr euch selbst hören und überprüfen, wie ihr für eure Zuschauer oder Zuhörer im Discord klingt.


Design und Verarbeitung


Was einem direkt ins Auge fällt ist das coole, "Twitch-würdige" und knallige rote Design des HyperX Quadcast. Außerdem cool: Das QuadCast leuchtet von innen mit roten LEDs, wenn das Mikrofon aktiv ist. Dadurch weiß jeder (inklusive euch selbst), wenn ihr "live" seid. Wenn ihr das Mikrofon stummschaltet, geht das Licht übrigens aus.

Vom Design her kann man sich darüber streiten, ob einem der "borstenlose" Haarbürsten-Look gefällt (oder Lockenwickler?), uns jedenfalls gefällt er. Optisch absolut ansprechend.

Hier sieht man den Schaumstoff und die Beleuchtung im Inneren ganz gut

Aber das Mikrofon ist auch gut verarbeitet. Das äußere Gehäuse besteht aus Metall und ist robust. Alles ist extrem sauber verarbeitet und das Mikrofon kommt auch auf ein gewisses Gewicht, ist jedoch nicht so klobig schwer wie ein Blue Yeti.

An der Innenseite des Korpus ist übrigens Schaummaterial verarbeitet, wodurch ihr einen integrierten Popschutz habt. Dadurch werden P-Laute und andere schärfere Geräusche leicht gedämpft. Obwohl der Popschutz nett ist, kommt er nicht an die Qualität eines "richtigen" externen Popfilter heran.

Alles in allem kann hier nicht meckern und wir sind sehr zufrieden mit der Verarbeitungsqualität. Hier mal einige Dinge, die uns aufgefallen sind:

  • Knöpfe wackeln nicht und das rote Leuchten wirkt bei Aufnahmen nicht zu irritierend
  • Der angebrachte "Ständer" ist sehr gut in der Haltung des Mikrofons
  • Bedingt durch die fest installierte Spinne, die prima federt, sind hier auch Schlaggeräusche durch zum Beispiel die Tastatur gut gefedert
  • Position der Anschlüsse für Headset und Micro-USB sind leider etwas ungünstig platziert, weshalb wir Punkte abziehen müssen
  • Schalter für die Richtcharakteristik sind in einem guten und festen Raster
  • "Gain" Schalter arbeitet sauber und frei von Störgeräuschen bei Umschaltung
  • Mute Knopf ist bei sanfter Betätigung in der Aufnahme nicht hörbar.
  • USB Kabel ummantelt und wirkt hochwertig, aber wir hätten uns hier anstatt Micro-USB USB-C gewünscht

Häufig gestellte Fragen zum HyperX Quadcast

Hier mal noch einige häufig gestellten Fragen, die wir öfter mal gelesen und gehört haben im Netz. Für euch zusammengefasst:

Wie einfach lässt sich das HyperX Quadcast anschließen?

Wie die meisten USB-Kondensatormikrofone ist das HyperX Quadcast sehr einfach einzurichten - und etwas schwierig, in der Feinabstimmung. Damit meinen wir: Ihr werdet beim Setup nicht auf Probleme stoßen aber feststellen, dass die Neukonfiguration eures Audio-Setups möglicherweise etwas mühsam ist.

Kondensator-Mikrofone sind generell sehr empfindlich gegenüber Geräuschen, wodurch ihr einfach mit euren Einstellungen und Positionierung eures Mikrofons rumtesten müsst. Es ist ein Problem, das alle Kondensatormikrofone haben, also macht euch keine Sorgen.

Brauche ich einen zusätzlichen Popfilter für das HyperX Quadcast?

Wir sagen nein, mit dem HyperX Quadcast braucht ihr keinen Pop-Filter. Unmittelbar hinter dem Gehäuse befindet sich ein schaumartiges Material, das die Druckspitzen, die mit explosiven Geräuschen (p, pf usw.) einhergehen, vernünftig aufbricht und so sehr störende Lautstärkespitzen vermeidet.

Mit welchen Systemen kann ich das HyperX Quadcast nutzen?

Selbst wenn ihr nicht streamt ist es normal, dass ihr ein besseres Mikrofon zum Zocken wollt. Das HyperX Quadcast ist über ein USB-Kabel mit Xbox-, PS4-, PC- und Mac-Systemen kompatibel. Bei den meisten Systemen werden die Treiber automatisch installiert, sobald ihr das Gerät anschließt. Zudem müsst ihr nicht das im Lieferumfang enthaltene USB-Kabel verwenden, es ist jedoch auf jeden Fall das praktischste.

Was sind die besten Einstellungen für das HyperX Quadcast?

Genau wie bei jedem anderen Produkt gibt es keine optimalen Einstellungen. Es gibt jedoch einige bewährte Vorgehensweisen, die ihr bei einem eigenständigen USB-Mikrofon beachten solltet. Für das HyperX Quadcast empfehlen wir euch folgendes:

  • Stellt den "Gain" so weit wie möglich runter. Bringt das Mikrofon zudem näher an euch ran und haltet es von allem fern, das den Schall zum Mikrofon zurück reflektieren könnte, um Echos zu vermeiden.
  • Richtcharakteristik: Für Podcasting- oder Streaming-Zwecke solltet ihr euch an das Nierenmuster (herzförmiges Symbol halten) halten. Der Grund dafür ist, dass dieses Aufnahmemuster am besten geeignet ist, um eine sprechende Person aufzunehmen und gleichzeitig das Geräusch und die Echos des Raums um sie herum zu minimieren. 

HyperX Quadcast Aufnahmequalität

Kurz vorweg: Für eine Audio-Probe des Mikrofons, schaut euch oben unser Video dazu an. Dort haben wir sehr viele Passagen damit aufgenommen!

In Bezug auf die Sample- und Bitrate sind 48 kHz und 16 Bit Audio in CD-Qualität für die meisten gängigen Szenarien im Zusammenhang mit Gaming, Podcasts und Streaming vollkommen ausreichend. Diese Spezifikation unterstreicht jedoch, dass das Quadcast kein Gerät für Audiophile ist und nicht als solches verwendet werden sollte.

Bei unseren Tests haben wir festgestellt, dass das Quadcast zischende Geräusche (f, s, sch etc.) etwas über die meisten anderen Töne hebt. Deshalb solltet ihr das Mikrofon nicht direkt vor eurem Mund platzieren! Für Podcasts oder Videos könnt ihr hier in der Nachbearbeitung nachbessern, oft ist das aber nicht notwendig.

Wie bei den meisten USB-Mikrofonen gibt es auch hier bestimmte Szenarien, in denen ein Mikrofon besser klingt, als das andere. Bedenkt man jedoch, dass viele YouTuber und Streamer immer noch USB-Mikrofone verwenden, kann man hier beruhigt sein.

Die Aufnahmequalität des HyperX Quadcast ist sehr gut und die meisten von euch werden sowieso die Feinheiten nicht heraushören. Deshalb sind USB-Mikrofone in der Streaming-Szene so verbreitet.


Fazit zum HyperX Quadcast Test

An diesem Mikrofon gibt es nichts auszusetzen, solange ihr es für den vorgesehenen Zweck verwendet (Gaming, Streaming, Podcasts). Lediglich als Studiogerät zur Aufnahme von professionellem Gesang oder Instrumenten eignet es sich weniger, aber welches USB-Mikrofon tut das schon? Wenn es einen XLR-Eingang hätte, könnte das HyperX-Quadcast sogar hochauflösende Aufnahmen übernehmen, aber für die meisten Gamer ist XLR den Aufwand nicht wert.

Daher ist unser Fazit, dass das HyperX Quadcast zu den besten Gaming-Mikrofonen gehört, die wir bisher getestet haben. Im Direktvergleich mit dem mächtigen Blue Yeti kann es vielleicht nicht ganz so viel "Wärme" in der Stimme vermitteln, aber dafür hat das Quadcast eine bessere Klarheit, wodurch eure Stimme in Voice-Comms besser rüberkommt.

Man muss zugestehen, egal ob Konsole oder PC, egal ob lauter oder gesänftigt. Das HyperX Quadcast ist in seinem Umfang einfach unschlagbar. Schnell angeschlossen, einfach per Hardware zu regulieren und sehr gute Klangergebnisse suchen dann seines gleichen.

Auch der Einsatz mit eigener Hardware, Spinne und Arm, ist absolut einfach.  Die angebrachte Spinne lässt sich einfach entfernen. Da hier nur Alu verbaut ist und kein Plastik, ist da auch einfach eine gewisse Wertigkeit gegeben.

Allerdings sollte man laute Instrumentaufnahmen eher entfernt betreiben. Bedingt durch die USB-Limitierung wirken die etwas dünn in den Höhen.

Klare Kaufempfehlung für alle, die ein extrem stylishes, vielseitiges und hochwertiges USB-Mikrofon suchen. Vorausgesetzt ihr habt das Budget.


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