AMD oder Intel? Welche CPU fürs Gaming?

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AMD oder Intel fürs Gaming in 2020: Der große Vergleich von Ryzen vs. Intel Prozessoren

AMD oder Intel fürs Gaming? Ryzen oder Coffee Lake - Welcher Prozessor ist besser? Das ist die Hauptfrage in diesem Artikel und die Antwort war nicht immer so eindeutig.

Vor ein paar Jahren wäre die Wahl noch einfach ausgefallen und wir hätten uns eher gefragt, welche Intel-CPU besser fürs Gaming ist. Aber die neue Ryzen-Generation hat einiges auf den Kopf gestellt und so müssen wir wieder von vorne anfangen und uns fragen: AMD oder Intel? Der Kampf Ryzen vs. Intel Core beginnt...Und wir sind Punktrichter.

Wir beleuchten hier alle wichtigen Unterschiede zwischen AMD und Intel Prozessoren - für jede Leistungs- und Preisklasse.


AMD oder Intel in 2020? Das TLDR-Ergebnis

AMD hat so ziemlich in allen Bereichen und Preisklassen die Nase vorne. Klar, es gibt immer noch interessante Intel-Prozessoren und auch in Sachen Gaming liegen einige Intel-CPUs noch minimal vorne. Allerdings gleichen die Ryzen-CPUs dies mit wesentlich mehr Rechenleistung im Bereich Produktivität aus und sind dadurch die besseren Allrounder. Zudem zukunftssicherer (da Sockel und Chipsätze vorwärtskompatibel sind). Ein klarer Sieg für AMD also.


Wenn ihr ausschließlich Dinge wie Videobearbeitung, Bildbearbeitung, Spieleentwicklung oder andere prozessorintensive Programme verwendet, dann können wir derzeit nur AMD empfehlen. Wer ausschließlich eine CPU fürs Gaming oder andere Single-Core-Aufgaben sucht, der kann wählen. 

Keine Zeit zum Lesen oder ihr wollt direkt wissen, welche CPUs in 2020 zu empfehlen sind? Dann checkt unsere aktuelle CPU Rangliste und Vergleich oder schaut euch unser Video hier drunter an.


Ryzen 9 vs. Intel Core i9

TLDR-Zusammenfassung

Wirklich Sinn macht ein i9 9900K im Direktvergleich mit einem Ryzen 9 3900X nur für extreme eSports-Szenarien (oder wenn ihr ihn für einen sehr guten Preis bekommen könnt). Der Ryzen 9 ist bietet einfach wesentlich mehr für das Geld.

Die hier relevantesten CPU-Modelle sind der ​Ryzen 9 3900X* und der Intel Core i9 9900K*. Kurz nebenbei: Der i9 9900KF kommt lediglich ohne integrierte Grafikeinheit daher, ist ansonsten der gleiche Chip. Achja - vergesst bitte den i9 9900KS. Der ist zum Einen kaum verfügbar, zum Anderen total überteuert und bietet quasi kaum mehr Leistung als der normale i9.

Schauen wir uns aber jetzt unsere Hauptkontrahenten genauer an.

Kennzahl

Intel Core i9 9900K

AMD Ryzen 9 3900X

Fertigung

14nm

7nm

Kerne

8

12

Threads

16

24

L2/L3 Cache

2MB/16MB

6MB/64MB

Basistaktung

3,6 GHz

2,8 GHz

Boost-Taktung

4,7GHz (alle Kerne) 5GHz (1 Kern)

4,1GHz (alle Kerne) 4,6GHz (1 Kern)

Grafik-Einheit?

Intel UHD 630

Keine

TDP

95w

105w

Preis

ab 500€ (schwankt)

ab 500€ (schwankt)

Der 3900X verfügt über mehr Kerne und Threads, während der Intel die höhere Taktrate aufweist, insbesondere bei Workloads mit einem Thread. Die meisten Spiele verwenden heutzutage eine Handvoll Kerne, wenn ihr also nicht übertakten wollt, werdet ihr beim Spielen mit einem 9900K normalerweise keine 5-GHz-Frequenzen erreichen.

Der 3900X kann auf einem einzelnen Kern auf 4,6 GHz arbeiten, liegt jedoch näher an 4,1 GHz, wenn alle Kerne und Threads gleichzeitig verwendet werden. Das automatische Übertakten von AMD kann ihn in einigen Fällen auf bis zu 4,3 GHz hieven, obwohl dies stark von eurem Mainboard, der BIOS-Version und Kühlung abhängt.

Der 3900X hat gegenüber seinen Vorgängern der zweiten Generation einen deutlichen Anstieg der Anweisungen pro Takt verzeichnet und ist daher pro Takt leistungsstärker als der 9900K. Zudem beseitigt der riesige L2- und L3-Cache effektiv die Bedenken hinsichtlich der Speicherlatenz bei den Chips der zweiten Generation.

Gaming-Performance

Ein Video sagt hier mehr als Tausend Worte. Kurz gefasst: Die beiden Prozessoren nehmen sich nicht viel, der 9900K ist minimal vorne. ABER so einfach ist es dann auch nicht. Schauen wir uns das Ganze etwas näher an, denn oft gibt es hier keine genauen Antworten.

Dies liegt daran, dass es nicht nur um die CPU-Leistung geht, sondern auch um die Leistung der GPU, eurer gewählten Auflösung und die Aktualisierungsrate des Monitors.

Zunächst muss man natürlich sagen, dass beide CPUs absolut großartige Gaming-CPUs sind und ihr mit beiden wirklich nichts falsch machen könnt.

Aber das "FPS-Kriterium" gilt beim Gaming nur in Situationen, in denen die Grafikkarte nicht der einschränkende Faktor ist. Während der Core i9 den Ryzen 9 übertrifft, wird dies beispielsweise nur mit einer GeForce RTX 2080 Ti und einer Auflösung von 1080p erreicht.

Wenn wir eine GTX 1080 nehmen, endet es meistens im Unentschieden. Wenn ihr die Auflösung auf 2560x1440 hochschraubt, ist es auch mit einer 2080 Ti ein Unentschieden. Für 4K-Gaming spielt es dann schon keine Rolle mehr, welche CPU ihr verwendet, da ihr fast immer durch eure Grafikkarte eingeschränkt seid.

In welchen Situationen glänzt der Core i9 9900K dann? In dem Moment, in dem ihr unbedingt die höchstmöglichen Bildraten haben müsst und auf 1080p zockt. Ergo quasi nur für den eSport, wenn ultrahohe FPS priorisiert werden.

Denn wer sein Gameplay nebenher noch streamen will und auch immer mal das ein oder andere Video rendert, fährt mit dem Ryzen 9 wesentlich besser.

Produktivität

Hier brauchen wir nicht großartig ausschweifen und es gibt hier auch keine Überraschungen. AMD dominiert hier. Egal ob ihr euch Geekbench, Cinebench oder Handbrake-Benchmarks fürs Encoding anschaut.

Der Ryzen hängt den i9 in Multicore-Anwendungen ab (Quelle: Digitaltrends)


Ryzen 7 vs. Intel Core i7

TLDR-Zusammenfassung

Holt euch den Ryzen 7. Der i7 9700K ist leider immer noch viel zu teuer und sein minimaler Vorsprung beim Gaming, rechtfertigt das nicht. Ganz zu schweigen davon, dass der Ryzen 7 3700X den i7 in Multicore-Anwendungen vernichtet.

In der nächst "günstigeren" Preisklasse haben wir die beiden Gegner ​Ryzen 7 3700X* vs. Intel Core ​i7 9700K*.

Kennzahl

Intel Core i7 9700K

AMD Ryzen 7 3700X

Fertigung

14nm

7nm

Kerne

8

8

Threads

8

16

L2/L3 Cache

2MB/12MB

4MB/32MB

Basistaktung

3,6 GHz

3,6 GHz

Boost-Taktung

4,9 GHz

4,4 GHz

Grafik-Einheit?

Intel UHD 630

Keine

TDP

95w

65w

Preis

um die 400€

um die 300€

Auch hier bekommen wir wieder ein ähnliches Bild wie oben. Intel hat die höhere Single-Core-Taktung, AMD kommt mit mehr Kernen und Cache daher. Allerdings kostet der Ryzen 7 3700X hierzulande auch mal eben gute 100€ weniger. Doch schauen wir uns die Performance an.

Gaming-Performance

Das Video spricht auch hier wieder eine eindeutige Sprache: Der i7 9700K ist in manchen Spielen vielleicht 10 FPS schneller (in Rainbow Six Siege etwas mehr), aber es macht nicht wirklich einen Unterschied. Und ist unserer Meinung auch definitiv keine 100€ mehr Wert. Wo wir euch oben beim Highend-Duell noch den i9 empfehlen konnten, fällt es uns hier sehr schwer.

Denn auch hier gilt: Der kleine 5-10% Vorsprung des i7 tritt nur unter optimalen Bedingungen sowie 1080p-Auflösungen auf. Bedeutet: Der i7 ist wirklich nur dann eine Option, wenn ihr ihn zu einem Preis von 300€ findet UND maximale FPS beim Zocken braucht.

Produktivität

Das ist hier wirklich nur der Nagel im Sarg wie man so schön sagt. Beim Rendern, Videokodieren, Komprimieren und Verschlüsseln können im Allgemeinen so viele Threads verwendet werden, wie zur Verfügung stehen.

Dies ist ein Bereich, in dem der 3700X glänzt und den 9700K bei weitem übertrifft. Erwartet eine Zeitersparnis von 20-50% bei der Ausführung einiger dieser Aufgaben.

Spiele verwenden 8 Threads oder weniger, aber bei den 16 Threads des 3700X steht die Hälfte für andere Aufgaben zur Verfügung.

Dies macht das Streaming zu einem weiteren guten Anwendungsfall für eine CPU wie dem 3700X. Wenn ihr also auf Twitch oder einer anderen Plattform streamen wollt, während ihr 3D-intensive Spiele zockt, wird das Ganze mit dem Ryzen flüssiger laufen.

Für uns ist das hier eine klare Geschichte und das nicht nur wegen dem Preisunterschied zwischen den Prozessoren. Und nein, die integrierte GPU kann den i7 9700K auch nicht mehr retten ;-).


Ryzen 5 vs. Intel Core i5

TLDR-Zusammenfassung

Der i5 9600KF ist hier tatsächlich eine Option fürs reine Gaming, vorausgesetzt ihr bekommt ihn für den gleichen Preis UND übertaktet ihn. Das bessere Gesamtpaket (Allrounder, Standard-Performance, Kühlung, Mainboards) hat hier ganz klar der Ryzen 5 3600X.

Im Duell der Mittelklasse schauen wir uns die folgenden beiden Prozessoren an: AMD Ryzen 5 3600X* vs. Intel Core i5 9600KF*. Zumal diese Preisklasse für die meisten von euch am Interessantesten sein wird, schauen wir uns die beiden mal genauer an.

Kennzahl

Intel Core i5 9600KF

AMD Ryzen 5 3600X

Fertigung

14nm

7nm

Kerne

6

6

Threads

6

12

L2/L3 Cache

2MB/9MB

3MB/32MB

Basistaktung

3,7 GHz

3,8 GHz

Boost-Taktung

4,6 GHz

4,4 GHz

Grafik-Einheit?

Keine

Keine

TDP

95w

65w

Preis

um die 220€

um die 220€

Der Ryzen 5 3600X ist Teil der Ryzen 3000-Serie und erbt daher alle wichtigen Attribute wie die Zen 2-Mikroarchitektur und den 7-nm-FinFET-Prozessknoten von TSMC. Der Ryzen 5 3600X kombiniert seine Konfiguration mit sechs Kernen und 12 Threads mit einem beeindruckenden 32-MB-L3-Cache.

AMD weist dem Ryzen 5 3600X einen 3,8-GHz-Basistakt und einen 4,4-GHz-Single-Core-Boost-Takt zu. Der Ryzen 5 3600X verfügt über einen Zweikanal-Speichercontroller, der DDR4-3200-Speichermodule nativ unterstützt, und stellt dem Benutzer 16 PCIe 4.0-Lanes zur Verfügung.

So weit so gut, doch was kann Intel hier bieten? Der Core i5-9600K, der auf der Coffee Lake Mikroarchitektur basiert, stammt aus dem 14-nm-Herstellungsprozess von Intel. Der Core i5-9600K verfügt zwar auch über sechs Kerne, verfügt jedoch nicht über Hyper-Threading, wodurch der Chip auf sechs Threads beschränkt wird. Der Prozessor verfügt außerdem über 9 MB L3-Cache.

Bereits bei den Funktionen bietet uns AMD hier wesentlich mehr zum gleichen Preis. Schauen wir uns die Performance an.

Gaming-Performance

In diesem Duell wird der i5 9600K sogar teilweise vom Ryzen 5 3600* übertroffen (was sowieso unser Preisleistungstipp ist!). Klar, in machen Titeln kann der i5 minimale Vorsprünge erzielen, mehr wie 5-10 FPS sind das aber auch nicht.

ABER: Der i5 9600K(F) hat wesentlich mehr Übertaktungspotenzial als der Ryzen 5 3600X (siehe die Analysen von Tomshardware). Wer also übertakten kann und möchte, wird mit dem i5 hier glücklicher. Alle die sich da nicht ranwagen wollen, fahren mit dem Ryzen wohl besser.

Multikern-Performance

Es war vorher schon offensichtlich: Der Ryzen 5 3600X bietet deutlich mehr Feuerkraft als der Core i5-9600K, wenn es um Multithread-Workloads geht. Wir sprechen hier von guten 20-30%.

Intel hält an seinem Single-Thread-Vorteil fest, aber das reicht nicht aus.


Ryzen 3 vs. Intel Core i3

TLDR-Zusammenfassung

Obwohl die Intel CPU hier gewinnt, ist die integrierte GPU quasi sinnlos. Daher empfehlen wir euch lieber den i3-9100F*, welcher gute 40€ günstiger ist, aber die gleiche Leistung hat (die integrierte GPU natürlich dafür weglässt). Holt euch dann lieber den i3-9100F mit dedizierter Grafikkarte. Wer das perfekte Sparpaket OHNE dedizierter Grafikkarte haben will, greift zum Ryzen 3 3200G.

Im Duell der 4-Kerner haben wir den Ryzen 3 3200G* vs. den Intel Core i3-9100*. Schauen wir uns an, was beide können. Ja, wir wissen dass der i3-9350K der "stärkste" i3-Prozessor ist, allerdings spielt der in einer anderen Preisklasse als der Ryzen 3 3200G. Daher vergleichen wir hier diese beiden Modelle miteinander. Vergesst den i3-9300 komplett, zumal ihr für das gleiche Geld schon einen i3-9350K bekommt (den ihr übertakten könnt).

Kennzahl

Intel Core i3 9100

AMD Ryzen 3 3200G

Fertigung

14nm

12nm

Kerne

4

4

Threads

4

4

L2/L3 Cache

2MB/6MB

2MB/4MB

Basistaktung

3,6 GHz

3,6 GHz

Boost-Taktung

4,2 GHz

4,0 GHz

Grafik-Einheit?

UHD Graphics 630

Radeon Vega 8

TDP

65w

65w

Preis

um die 120€

um die 100€

Der Ryzen 3 3200G wird mit insgesamt vier Kernen und Threads geliefert, während maximal 8 GPU-Kerne enthalten sind. Mit einem Basistakt von 3,6 GHz und einem maximalen Boost-Takt von bis zu 4 GHz liefert er in dieser Preisklasse solide ab.

Dazu kommt der geniale Wraith-Kühler, welcher im Gegensatz zur vorherigen Generation wesentlich besser kühlt. Der Ryzen 3 3200G ist ohne Zweifel eine der kostengünstigsten APUs von AMD mit integrierter Vega 8-GPU.

Wie bereits erwähnt gibt es den i3-9100 mit oder ohne integrierter GPU. Beide Intel Core i3-9100-Modelle verfügen über vier Kerne / Threads mit einem Basistakt von 3,6 GHz und einer maximalen Turbotaktfrequenz von 4,2 GHz. Zudem verfügen sie über 6 MB Intel Smart Cache und laufen auf Intel 300-Chipsatz-Mainboards mit LGA1151-Sockel. Keines der Modelle ist übertaktbar, aber die Busgeschwindigkeit ist entsperrt, was einige Taktanpassungen ermöglicht.

Wie sieht es in Spielen aus?

Zumal der i3-9100F genau der gleiche Prozessor wie der i3-9100 ist (nur ohne integrierte Grafikeinheit), zeigt uns dieses Video alles was wir wissen Müssen. Der Intel-Prozessor ist in Spielen im Schnitt gute 20% schneller. In diesem Beispiel wird das Ganze natürlich MIT einer dedizierten RTX 2080 getestet.

Solltet ihr diese CPUs OHNE dedizierte GPU betreiben wollen, dann sieht das wiederum anders aus. Denn die Vega 8 GPU hängt die Intel UHD 630 mit um die 50% mehr Leistung massiv ab. Gut zu wissen, aber hier soll es ja um Prozessoren gehen.

Wenn ihr also auf der Suche nach einer billigen und dennoch ausreichend schnellen Gaming-CPU seid und nicht über genügend Budget für eine extra Grafikkarte verfügt, dann ist der Ryzen 3 3200G möglicherweise die richtige Wahl.

Was sagen die Benchmarks?

Der i3-9100 ist sowohl in Single-Core als auch Multicore-Anwendungen um die 10-15% schneller. In dieser Preisklasse muss man Intel den Sieg klar zugestehen (wenn man rein die CPU betrachtet). Auch die 20€ mehr sind es unserer Meinung nach hier wert, falls ihr schon eine solide Grafikkarte habt, dann ist der i3-9100F sowieso ein absoluter Preisleistungskracher für euch.


Einsteiger-Duell: AMD Athlon vs. Intel Core i3

TLDR-Zusammenfassung

Quasi ein Unentschieden, mit leichtem Vorteil für AMD. In der reinen Gaming-Power gewinnt der Intel-Prozessor, das bessere Gesamtpaket bietet jedoch AMDs Athlon (schnellere iGPU und übertaktbar). Zudem könnt ihr die AMD-CPU auf einem AM4-Mainboard zukünftig wesentlich leichter upgraden.

Bei den absolut günstigsten Budget Prozessoren schauen wir uns den Athlon 3000G* vs. den Intel Pentium Gold G5400* an. Beide kosten so um die 60€ und eignen sicher daher perfekt für einen Vergleich.

Kennzahl

Intel Pentium GOlD G5400

AMD Athlon 3000G

Fertigung

14nm

14nm

Kerne

2

2

Threads

4

4

L2/L3 Cache

1MB/4MB

1MB/4MB

Basistaktung

3,7 GHz

3,5 GHz

Boost-Taktung

-

-

Grafik-Einheit?

UHD Graphics 610

Radeon Vega 3

TDP

58w

35w

Preis

um die 60€

um die 60€

Der Athlon 3000G ist AMDs günstigster Zen-basierter Prozessor, aber leider kein Zen 2-Prozessor. Mit anderen Worten, er ähnelt dem Ryzen 3 2200G und dem Ryzen 5 2400G mit Zen-Logikkernen mit integrierter Vega-GPU.

Dies bedeutet auch, dass der Athlon 3000G nur eine Neuauflage des Athlon 240GE ist, der, wie viele von euch wissen, eine etwas höher getaktete Version des 200GE ist.

Auf der anderen Seite haben wir den Pentium Gold G5400, der einer der preisgünstigen Prozessoren von Intel ist. Dieser Coffee Lake-Prozessor verfügt über zwei Kerne mit Hyper-Threading-Technologie, dementsprechend vier Threads. Mit einer Basistaktfrequenz von 3,7 GHz ist er etwas besser aufgestellt, als sein AMD-Kontrahent.

Gaming-Performance

Im Duell CPU gegen CPU gewinnt der G5400: Er ist um die 10-15% schneller beim Gaming. Allerdings gilt auch hier wieder das Gleiche wie bei den 4-Kernern: Der Intel Prozessor hat die wesentlich schlechtere interne GPU (30-40% langsamer), wodurch der Athlon ein wesentlich besseres Gesamtpaket bietet. Zudem lässt sich der Athlon noch übertakten, wodurch ihr hier noch mehr Spielraum habt. Preislich nehmen sich die Prozessoren jedoch nichts.

Multikern-Performance

Laut den Analysen von Techspot verliert der AMD-Prozessor hier bei Benchmarks wie dem Cinebench R15 sowohl Single- als auch Multicoretests. Wenn auch nur minimal. Wir denken, dass das hier keinen Unterschied mehr macht, zumal diese Prozessoren für Dinge wie Videobearbeitung oder sonstiges sowieso nicht zu empfehlen sind.


Produktivität: Threadripper vs. Intel XE

Kurzfassung

Ok ok, Intel hatte hier nie wirklich eine Chance. Workstations und Multicore-Performance war noch nie Intels Ding und in diesem Duell wird das deutlich. Wer maximale Rechenpower für Encoding, Videobearbeitung und sonstiges will, kommt um einen Threadripper nicht rum. Trotzdem bietet Intel hier eine rund 450€ "günstigere" Lösung. Dennoch ist der um die 300€ günstigere ​Ryzen 9 3950X* oft schon schneller für diese Art von Aufgaben, wodurch man Intel hier nicht empfehlen kann.

Zum Abschluss und als kleiner Bonus noch für alle Produktivitäts- und Workstation-Fanatiker ein etwas ungleiches Duell: Der AMD ​Ryzen Threadripper 3960X* gegen den​ Intel Core i9-10980XE*. Denn das ist in dieser Sparte das Stärkste, was Intel so zu bieten hat.

Kennzahl

i9-10980XE

Threadripper 3960X

Fertigung

14nm

7nm

Kerne

18

24

Threads

36

48

L3 Cache

24,75

128MB

Basistaktung

3,0 GHz

3,8 GHz

Boost-Taktung

4,6 GHz

4,5 GHz

Grafik-Einheit?

-

-

TDP

165w

280w

Preis

um die 1100€

um die 1550€

Hierbei gibt es nicht viel zu sagen, denn der Threadripper hat natürlich schon von vorne herein durch die 24 Kerne wesentlich mehr Saft. Ihr könnt euch trotzdem mal das folgende Video anschauen, um euch selbst von der Leistung dieses Monsters zu überzeugen. Kurz und gut: Den stärksten i9 XE hängt der 3960X im Schnitt mit 15-35% Leistung ab. Egal ob Encoding, Kompression, Cinebench, Single-Core, Multi-Core oder sonst was.

Auf die Gaming-Performance dieser Prozessoren wollen hier gar nicht erst eingehen, zumal ihr diese CPUs nicht fürs Gaming verwenden solltet. Ihr könnt es zwar, fahrt aber mit meinem i9-9900K oder Ryzen 9 WESENTLICH günstiger und auch leistungstechnisch besser. Als Ergänzung könnt ihr noch die Zahlen von Extremetech anschauen, die Jungs haben noch ein paar weitere Tests durchgeführt (in denen der Threadripper ordentlich abliefert).


AMD vs. Intel: Mainboards & Chipsätze

Kurzfassung

Hier geht der Punkt definitiv an AMD. Der AM4 Sockel bietet - mit kleinen Einbußen - den höchsten Grad an Kompatibilität und Zukunftssicherheit. Auf Seiten von Intel muss man leider sagen, dass es schon verwirrend genug ist, beim Mainboard Kauf (auf den man leider angewiesen ist) nicht nur auf Sockelart, sondern auch auf die Chipsatzart achten zu müssen. Gleichzeitig ist der Sockel 1151 nicht wirklich zukunftssicher, da dieser bereits von 2015 ist. Käufer von Coffee Lake werden sich beim nächsten Upgrade also wahrscheinlich wieder mit dem Kauf eines neuen Mainboard vergnügen müssen.

Auch bei den benötigten Mainboards sowie Chipsätzen unterscheiden sich die beiden CPU-Marken AMD und Intel. Wir klären euch darüber auf, worauf ihr bei diesem Punkt achten müsst und welcher Hersteller hier die Nase leicht vorn hat.

Mainboards & Chipsätze für Intel Gaming Prozessoren

Egal wer von beiden Herstellern euer Favorit ist, solltet ihr vor dem Kauf einer neuen CPU Vorsicht walten lassen. Entscheidet ihr euch für einen Prozessor aus dem Hause Intel, werdet ihr bei zuverlässigen Händlern darauf hingewiesen, dass die Coffee Lake CPUs aktuell nur mit Mainboards mit dem Chipsatz der 300er Serie kompatibel sind.

Hatte man sich vorher schon daran gewöhnt bei Intel vor dem Kauf eines Mainboards auf den Sockel achten zu müssen, so reicht das mittlerweile nicht mehr aus. Auch wenn die Coffee Lake Vorgänger “Skylake” und “Kaby Lake” den gleichen Sockel 1151 haben, sind sie trotzdem nicht mit den gleichen Mainboards kompatibel. Statt der 200er Reihe müsst ihr hier also definitiv ein Mainboard mit der Bezeichnung Z3XX, H3XX oder B3XX wählen.

Das ist sehr schade, denn wenn ihr gerade einen Skylake oder Kaby Lake Prozessor verbaut habt und aufrüsten möchtet, dann seid ihr auch auf ein neues Mainboard angewiesen. Das schadet nicht nur eurem Portemonnaie, sondern auch Intel selbst. Denn wenn man sowieso ein neues Mainboard kaufen muss, dann kann man sich ja auch gleich die neuen Prozessoren der Konkurrenz anschauen.

Mainboards & Chipsätze für AMD Gaming Prozessoren

AMD hat dieses Problem nämlich nicht. Oder zumindest nicht ganz. Denn auch wenn die zweite Generation der Ryzen Familie weiterhin wie versprochen auf allen Mainboards mit AM4-Sockel funktioniert, müsst ihr auch hier aufpassen. Kauft ihr euch ein Mainboard, das schon ein Weilchen beim Händler liegt zu eurer neuen CPU, kann es sein, dass ihr diese nicht zum laufen bekommt.

Der Haken hier: Das Bios benötigt bei einigen Mainboards ein Update, um mit der 3000er Reihe funktionieren zu können. Und dieses ist unter Umständen nur mit einem 2000er Prozessor durchzuführen.
Habt ihr also keinen solchen Prozessor zufällig bei euch herumliegen, achtet auf die Aufschrift “AMD Ryzen Desktop 3000 Ready”. Wenn ihr nur von einem alten AM4 Prozessor upgraded, dann führt unbedingt vor dem Wechsel ein Bios Update durch.


AMD vs. Intel CPUs: Übertaktung

Kurzfassung

Hier fliegt AMD in die Ringecke und geht zu Boden. Ok so dramatisch ist es nun auch nicht, trotzdem zieht Intel hier klar vorbei. In Sachen Übertaktung zieht Intel die AMD CPUs ganz klar ab, natürlich auf Kosten eines neuen Mainboards.

Wir wissen natürlich auch, dass nicht jeder sich mit Mittelklasse zufrieden gibt. Die Enthusiasten unter euch, die das maximale aus ihrer CPU herausholen wollen, werden natürlich ans Overclocking denken und hier hinkt AMD immer noch etwas hinterher. Das liegt aber auch daran, dass Intel mit Coffee Lake eine verdammt starke Overclocking Plattform bietet.

Der Grund für die Nachteile in Sachen Kompatibilität, also den Zwang neue Mainboards mit überarbeiteten Chipsets kaufen zu müssen, liegt genau hier versteckt. Irgendwoher muss die extra Energie kommen, um die CPUs durch Übertakten an die Leistung der Ryzen Prozessoren zu bringen.

Wenn ihr es schafft euren Coffee Lake Prozessor über 5Ghz zu hieven - das ist definitiv im Rahmen des Möglichen - habt ihr in Mehrkern- Prozessen eine Leistung, die sich mit Ryzen CPUs messen kann. Gleichzeitig heißt das, dass besonders Spiele, die in den meisten Fällen auf weniger Kerne zugreifen, hier auf Werte kommen, von denen Ryzen Nutzer nur träumen können.

Den einzigen Pluspunkt, den wir hier AMD zusprechen können liegt in der Tatsache, dass alle Ryzen CPUs übertaktbar sind, solange ihr ein entsprechendes Mainboard besitzt. Bei Intel müsst ihr definitiv auf Prozessoren mit dem Buchstaben “K” im Namen zurückgreifen.


AMD oder Intel - Das Fazit

Das o4g-Fazit

Zusammenfassung: Im Moment hat AMD hier ganz klar die Nase vorne. Intel bietet nur in den unteren Preisbereichen kleinere Alternativen, die man irgendwie auch nur bedingt empfehlen kann.

Was ist also nun besser fürs Gaming? AMD oder Intel? Noch länger Warten, wie der Markt sich entwickelt? Von letzterem würden wir euch abraten, denn in der Hardware Branche gibt es immer Grund zum Warten, also würdet ihr euch nie "auswarten".

Für wen eignet sich ein Ryzen Prozessor?

Seid ihr kein Enthusiast und soll euer Rechner neben dem reinen Gamen auch mal etwas anderes erledigen können oder plant ihr in ein, zwei Jahren ein Upgrade, dann kommt man an der Ryzen Reihe aktuell nicht vorbei. Hier erhaltet ihr definitiv das wohl beste Preisleistungs-Verhältnis. Außerdem ist der AM4-Sockel eures Mainboards wohl eine ganze Zeit lang mit den nächsten Ryzen Generationen kompatibel, ein weiterer riesiger Pluspunkt für Ryzens.

Wer sollte sich einen Intel Prozessor gönnen?

Seid ihr doch einer der wenigen Enthusiasten und möchtet mehrere tausend Euro in euren PC stecken, um wirklich jedes erdenkliche Frame aus dem Bildschirm zu quetschen, dann ist Intel immer noch der Sieger.

Besonders wenn ihr euren neuen Prozessor so gut kühlt, dass ihr ihn in andere Sphären übertakten könnt. Leider müsst ihr für die neuen Coffee-Lakes doch nochmal einiges für ein neues Mainboard drauflegen.

Wirklich lohnenswert sind Intel CPUs jedoch nur für extreme eSports-Szenarien, in denen wirklich maximale FPS auf hohen Bilderwiederholraten gebraucht werden. Ansonsten fahrt ihr mit einem Ryzen-Rechner besser!

Keiner mag ein Unentschieden - Gibt es nicht doch einen Gewinner?

Im Moment müssen wir AMD den Sieg zusprechen. Die nur teilweise minimal höhere Einzel-Kern-Performance rechtfertigt die immer noch zu hohen Preise von Intel absolut nicht.


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