Razer Blackwidow Chroma Test (V2)

Die BlackWidow Chroma V2 von Razer kommt mit vielen Funktionen daher und überzeugt vor allem durch die individuellen Einstellmöglichkeiten, die sie bietet. In Kombination mit den drei verfügbaren Möglichkeiten bei der Switch-Auswahl lässt sich die Tastatur für alle Belange persönlich anpassen.

In unserem Test gehen wir genauer auf diese Möglichkeiten ein, zeigen aber auch ein paar Probleme auf.

Was uns gefallen hat


  • ​Extrem umfangreiche Software
  • ​Workshop für Nutzer-Skripte
  • Sehr gute RGB-Beleuchtung
  • Fast jede Taste mit Makro oder Funktion belegbar
  • automatischer Profilwechsel
  • ​Handballenablage sehr hochwertig

Das war weniger gut


  • Leider nur Plastikgehäuse
  • ​Gehäuse gibt bei starkem Druck etwas nach
  • Sehr teuer
  • ​Settings werden nicht auf der Tastatur gespeichert
  • Software erfordert Login
  • Software mit Bugs
  • keine Multimedia-Tasten
Razer BlackWidow Chroma V2 Testergebnis
  • 10/10
    Gaming Performance - 10/10
  • 8/10
    Verarbeitung, Material & Verpackung - 8/10
  • 7/10
    Preisleistung - 7/10
  • 9/10
    Features - 9/10
8.5/10

Kurzfassung

Die Tastatur eignet sich für sämtliche Spiele, egal ob Shooter-, MMOs-, RPG- oder RTS-Titel. Die drei verfügbaren Switches bieten euch die Möglichkeit, das für euch passende Haptikgefühl zu bekommen. Die Einstellmöglichkeiten bei der Beleuchtung sind enorm und werden durch den Workshop, in dem Nutzer eigene Beleuchtungsskripte hochladen können, noch erweitert. Solltet ihr selber coden können, dann habt ihr sogar die Möglichkeit selbst Skripte zu schreiben. Die Verarbeitungsqualität ist wertig, die Oberfläche aber etwas rau und ausschließlich Kunststoff. Die zahlreichen Features stehen dem jedoch entgegen. Die freie Tastenbelegung, sowohl was RGB als auch Funktionen angeht, ist ein wahrer Traum. Lediglich gesonderte Mediatasten sowie Lautstärketasten fehlen, die Funktionen können aber manuell angelegt werden. Die Tastatur ist allemal zu empfehlen, falls euch der hohe Preis nicht abschreckt.

Anmerkung: Dieser Test ist Teil unseres großen Gaming Tastaturen Test. Dort findet ihr weitere Top Gaming Tastaturen als Alternative.


​Verpackung


Bei Bestellung kommt die Tastatur in einer stabilen Schachtel, eingepackt in eine Folie zu euch nach Hause. Außen ist ein Testbutton für den jeweiligen Switch zu finden - für den Kauf im Laden sicherlich interessant, doch wenn man die Tastatur bestellt hat ist dieser eher unnötig.

​Die Tastatur wird in einer stabilen Box geliefert.

Innen finden sich dann eine gut verpackte Tastatur, sowie die Handballenauflage und ein kleines Handbuch.

​Der Lieferumfang der Razer BlackWidow Chroma V2.

Für Sammler der Kartons ihrer Produkte macht dieser im klassischen schwarz-grünen Razer Design optisch einiges her.


Razer Blackwidow Chroma: Ausstattung & Features


Die BlackWidow Chroma V2 von Razer ist eine mechanische Gaming Tastatur, die vor allem durch ihre individuellen Einstellmöglichkeiten überzeugt. Jeder sollte in der Lage sein aus der Tastatur genau das zu machen, was er braucht. Hier sind die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

Razer BlackWidow Chroma V2 Gaming Tastatur: Die wichtigsten Eckdaten im Überblick

  • Modelname: ​Razer BlackWidow Chroma V2
  • Keyboard Switch: ​Razer, drei Möglichkeiten zur Auswahl
  • Tastatur-Art: ​Mechanisch, geschlossen
  • Materialien: ​Hartplastik, Kunstleder (Hand-Ablage)
  • Beleuchtung: ​Komplett RGB
  • Anschluss: Über USB 2.0
  • USB-Zusatzanschluss: ​USB 2.0, 3.5mm Klinke
  • Polling-Rate: 1000 Hz (1 Millisekunde)
  • Anti-Ghosting: Ja​
  • Key-Rollover: 10 Tasten Rollover​
  • Mediakontrolle: Ja​
  • Gaming-Modus: Ja
  • Kabel: ​Fest, 2m Länge
  • Breite (Länge): 47,5 cm
  • Tiefe: 17,1 cm (24 cm mit Handablage)
  • Höhe (Dicke): 3,9 cm
  • Gesamtgewicht: 1500g
  • Garantie: 2 Jahre

Nach diesem groben Überblick gehen wir nun ins Detail und verraten euch, was die BlackWidow Chroma V2 zu bieten hat und wo sie etwas schwächelt. Wir fangen an mit der...

RGB-Beleuchtung – Unbegrenzte Möglichkeiten

​Die Razer BlackWidow Chroma V2 in der Gesamtansicht.

Mit über 16,8 Millionen anpassbaren Farben bietet die Chroma V2 die üblichen Möglichkeiten, die mit RGB-LEDs gegeben sind. Dabei ist die Beleuchtung sehr kräftig und gleichmäßig verteilt.

Doch wirklich hervorstechen kann die Chroma V2 hier durch die Einstellungsmöglichkeiten. Ihr könnt nicht nur jede Taste einzeln konfigurieren und beleuchten, sondern ihr könnt auch noch für jede einzelne Taste oder frei wählbare Tastengruppen eigene Beleuchtungseffekte festlegen und diese sogar überlagern. 

Als Beispiel könnt ihr also einen Bereich leuchten lassen, einen weiteren blinken, und WASD auf Anschlag Wellen schlagen lassen, während zeitgleich angeschlagene Tasten aufleuchten. Euch sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt.

​Ein Blick in die Razer Synapse Software.​

Einige Spiele unterstützen sogar von Haus aus die Beleuchtung der BlackWidows Chroma V2 und bieten euch, wenn ihr das wollt, gesonderte Effekte in Abhängigkeit vom Geschehen. Wenn ihr euch zum Beispiel in Apex Legends heilt, pulsiert eure Tastatur grün.

Wenn euch solche Effekte stören oder ihr sie nicht in allen Spielen nutzen wollt, könnt ihr diese komplett oder nur für einzelne Titel deaktivieren.

Außerdem könnt ihr über den Workshop eigene Beleuchtungsskripts herunterladen oder aber sogar selber welche schreiben. So könnt ihr z.B. Tasten bei Email Eingang blinken lassen oder für CS:GO einen Bomb-Timer per LED Beleuchtung anzeigen lassen. Hier gibt es erneut unendlich viele Möglichkeiten.

Was leider etwas irritiert ist, dass die Sonderzeichen auf den Tasten nicht beleuchtet sind. In einer dunklen Umgebung muss man also auswendig wissen, wo zum Beispiel die Zeichen % () * usw. liegen, oder auf welchen Tasten die Mediatasten zu finden sind. Hier wäre es sehr schön, wenn diese ebenfalls beleuchtet wären.

Lediglich die Nummer der Sondertasten sind beleuchtet, die Sonderzeichen selbst nicht.

Außerdem schade ist, dass die Beleuchtungseinstellungen nicht auf der Tastatur gespeichert werden. Selbst statische Beleuchtungen funktionieren nur, wenn das entsprechende Treiberprogramm Razer Synapse im Hintergrund läuft.

Auch die Ambient-Awareness Funktion, bei der sich die Beleuchtung der Tastatur an das Geschehen auf dem Bildschirm anpasst, klingt erst einmal gut, hat jedoch einen großen Makel: Sie beeinflusst G-Sync und Freesync. Diese reagieren nun nämlich nichtmehr auf die FPS des Spiels, sondern der Monitor bleibt auf seiner maximalen Bildwiederholrate.

Alles in allem überzeugt die BlackWidow Chroma V2 aber klar in diesem Bereich und ist mit ihren Einstellmöglichkeiten absoluter Spitzenreiter. Vor allem die Custom Skripte heben Razer hier von der Konkurrenz ab.

Multimedia Kontrolle, Zusatztasten und Anschlüsse

Zwar bietet die Chroma V2 grundlegend Media- und Lautstärkenkontrolle, jedoch habt ihr hierfür leider keine extra Buttons. Stattdessen sind diese Funktionen über die F-Tasten in Kombination mit der Funktionstaste erreichbar.

Ihr könnt die Multimediafunktionen und viele weitere jedoch auch auf beliebige andere Tasten legen. Wenn ihr z.B. nie die Raute nutzt, dann legt doch einfach dort einen Mute/Unmute Toggle drauf.

​Einerseits wären gesonderte Medientasten bei dem hohen Preis wünschenswert, durch die freie Belegbarkeit lässt sich das jedoch verschmerzen. Oben rechts habt ihr dafür eine schöne Übersicht darüber, welche Modi gerade aktiviert sind, ob der Numblock aktiviert ist oder Capslock gerade getoggled ist.

​Ein kurzer Blick genügt. Die Anzeige verrät euch, welche Einstellungen derzeit aktiv sind.

Statt der Mediatasten gibt es dafür fünf Makrotasten, sowie die Möglichkeit manuell den Gaming Modus zu togglen. Wie genau dieser agieren soll könnt ihr in der Razer Software nochmal spezifizieren. Ihr könnt die Windows Taste, Alt-Tab und Alt+F4 deaktivieren. Außerdem könnt ihr einstellen, dass dieser sich automatisch aktiviert, sobald ihr ein Spiel startet.

An der Seite finden sich ein zusätzlicher USB2.0 Port sowie ein 3,5mm Klinken-Anschluss. Damit diese funktionieren, müssen jedoch zusätzliche Kabel an eurem PC angesteckt werden. Die Anschlüsse funktionieren also eher wie eine Verlängerung, statt wie ein HUB.

​Ist das Kabel zu kurz bietet sich die Tastatur bedingt als Verlängerungsoption an.

Das Kabel auf der Rückseite der Tastatur ist fest, wirkt aber sehr hochwertig und gut ummantelt. Trotz seiner doch recht hohen Dicke ist das Kabel flexibel genug, um problemlos auf dem Schreibtisch verlegt zu werden. Mit seinen zwei Metern Länge solltet ihr außerdem keine Probleme haben, den Anschluss an eurem PC zu erreichen.

​Das stabile Kabel überzeugt qualitativ.

Handballenablage: Hochwertig und angenehm

Die Handballenablage wirkt sehr hochwertig und besteht aus gepolstertem Kunstleder. Die Polsterung ist zwar nicht all zu dick, jedoch dick genug, um normal aufgelegte Handballen problemlos zu tragen.

​Die Ablage für den Handballen fügt sich nahtlos in das Design​ ein.

Auch sehr praktisch: Die Ablage wird einfach von Magneten an ihrem Platz gehalten. Diese sind stark genug, dass die Ablage nicht verrutscht, aber auch nicht zu stark. So lässt sich die Ablage einfach abnehmen, ohne irgendwelches Werkzeug oder sonstige Mechanik. Gerade auf kleinen Schreibtischen, wo vorübergehend Platz zum Schreiben mit Zettel und Stift gebraucht wird, ist das sehr praktisch. Schnell die Ablage beiseitelegen und nachher wieder dran heften.

​Die Polsterrung ist angenehm nachgiebig.

Wie langlebig die Polsterung ist lässt sich leider nicht sicher sagen. Wenn die Ablage mit der Zeit aber in Mitleidenschaft gezogen worden sein sollte, dann lässt diese sich einzeln nachkaufen. Bei einem Preis von 35€ plus Versand wirkt das zwar sehr teuer, ist aber definitiv eine schöne Option.

​Die Ablage ist abnehmbar und einzeln erwerbbar.


Verarbeitung, Design & Haptik


Die BlackWidow Chroma V2 ist generell in einem sehr schlichten, schwarzen Design ohne viel Schnickschnack gehalten. Dadurch sieht die Tastatur durchweg sehr schick und edel aus und die entsprechende Beleuchtung kommt richtig zur Geltung.

​Die Tastatur macht einen wertigen Eindruck.

Gehäuseverarbeitung

Das matte, raue Hartplastik unterstreicht diesen Look zwar gut, hier würde sich aber auch dunkles Metall sehr gut machen und wäre qualitativ deutlich hochwertiger. Dennoch: Das Material ist gut verarbeitet und macht einen sehr soliden und qualitativ hochwertigen Eindruck.

Einzig störend ist, dass das Material vom Gehäuse sehr rau ist. Zum einen fungiert die Tastatur hierdurch hervorragend als Staubfänger, zum anderen fühlt sich das Nutzen der Tastatur ohne Handballenablage dadurch tatsächlich teilweise eher unangenehm an. Allerdings muss man hier fairerweise gestehen, dass wir raue Oberflächen im Allgemeinen eher unangenehm finden.

Mit der Handballenablage ist die Oberfläche jedoch absolut unproblematisch.

​Ohne die Handablage kommt die etwas zu rau gehaltene Oberfläche der Razer BlackWidow Chroma V2 hervor.

​Leider zeigt diese Rauheit auch einen weiteren Nebeneffekt: Die Punkte, an denen die Magneten in der Handballenablage sitzen, zeigen bereits nach 2 Wochen Nutzung der Tastatur einen leichten Abrieb am Material. An der Tastatur selbst ist davon zum Glück nichts zu sehen.

​Nach kurzer ​Zeit zeichnen sind bereits erste Abnutzungen ab.

Die Unterseite der Tastatur ist simpel, aber effektiv gehalten. Die ausklappbaren Standfüße wirken stabil und die Gummipads verhindern sowohl bei der Tastatur als auch bei der Handablage effektiv ein Verrutschen.

Die glatte Unterseite bietet kaum Zugang für Staub und Schmutz.

Tastenkappen

Die Tastenkappen fühlen sich sehr angenehm an, sowohl von der Form als auch der Neigung her. Das leicht konvexe Design ist sowohl beim Tippen als auch beim Zocken sehr angenehm.

​Die klassisch gehaltenen Tastenkappen wissen zu überzeugen.

Die Tasten sind dabei ein gutes Stück im Gehäuse eingelassen und von der Leertaste zu den F-Tasten sehr angenehmen abgewinkelt. So wird das Entfernen der Kappen zwar etwas friemelig, für das allgemeine Gefühl macht sich das allerdings sehr gut.

Außerdem lassen sich bei Razer zusätzliche Tastenkappen aus Metall für die wichtigsten Tasten W, A, S, D, Q, E und R bestellen.

Switches für jeden Geschmack

​Die verschiedenen Switches unterscheiden sich deutlich. Hier sind die Gelben verbaut.

Mit drei verschiedenen Optionen für die Switches bietet Razer einem hier wirklich eine gute Auswahl, bei der für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Diese sind aus der eigenen Produktion und halten nach Angaben von Razer 80 Millionen Anschläge aus.

Die drei Varianten sind die folgenden:

Razer Green Switch:

  • Taktil und klickend
  • Betätigungsdistanz: 1,9mm
  • Benötigte Betätigungskraft: 50 Gramm
  • Gesamtweg für Tastenanschlag: 4,0mm

Die Green Switches bieten das klassische mechanische Tastaturerlebnis. Ihr bekommt sowohl haptisches Feedback als auch das übliche Klicken bei Tastendruck.

Razer Orange Switch:

  • Taktil und leise (ohne klick)
  • Betätigungsdistanz: 1,9mm
  • Benötigte Betätigungskraft: 45 Gramm
  • Gesamtweg für Tastenanschlag: 4,0mm

Die Orange Switches liefern das gleiche Gefühl wie die Green Switches, jedoch ohne das Klick-Geräusch. Wer dieses also eher störend und anstrengend empfindet, der bekommt hier das klassische mechanische Gefühl ohne lauten Klick.

Razer Yellow Switch:

  • Linear und leise (kein klick, kein “Aktivierungsgefühl”)
  • Betätigungsdistanz: 1,2mm
  • Benötigte Betätigungskraft: 45 Gramm
  • Gesamtweg für Tastenanschlag: 3,5mm

Die Yellow Switches stechen hervor. Zum einen geben sie weder haptisches, taktiles Feedback, noch geht von ihnen ein Klicksound aus. Außerdem haben sie einen besonders kurzen Aktivierungsweg.

Falls ihr euch ein genaueres Bild über die einzelnen Switches machen wollt, würden wir euch folgendes Video von Razer selber ans Herz legen, in dem auf alle Unterschiede genauer eingegangen wird.

In unserer Test-Tastatur sind die Yellow Switches verbaut, daher können wir nur diese an diesem Punkt bewerten.

Hier sei aber gesagt: Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase, in der man sich viel vertippt und weiß Gott wie oft versehentlich die Capslock-Funktion aktiviert (ja, wirklich so oft) fühlt sich die direkte Reaktion gerade in schnellen Shootern wie CS:GO sehr gut an.

Durch die kurzen Aktivierungswege bekommt man ein deutlich direkteres Movement-Gefühl. Für schnelle Shooter würden wir die Yellow Switches also klar empfehlen.

Bei Spielen die mit Makrotasten arbeiten, also zum Beispiel RTS-Titel wie StarCraft II, können die kurzen Schaltwege einem aber schonmal Probleme machen. Hier landet man häufiger plötzlich in Untermenüs, in die man gar nicht wollte.

Für solche Titel machen sich die taktilen Switches deutlich besser.

Schreiben auf der BlackWidow Chroma V2

Wenn man sich einmal an die Switches gewöhnt hat, dann klappt auch Tippen problemlos. Dieser Artikel wurde zum Beispiel auf der Test-Tastatur geschrieben und nur ein einziges Mal wurde dabei versehentlich die Capslock-Taste erwischt.

Auch ansonsten ist das Schreibgefühl wirklich sehr angenehm, was durch die Handballenablage und die Tastenanordnung, sowie die leicht gebeugten Tasten erreicht wird. Dabei sind zumindest die Yellow Switches nicht viel lauter, als es auch eine membranische Tastatur ist.


Anpassung & Software


Die Anpassungsmöglichkeiten, die durch die Software gegeben sind, sind kaum zu überbieten. Für die BlackWidow Chroma V2 lässt sich hier nämlich eine gewaltige Menge einstellen.

Makrotasten und Programmierbarkeit

Die Chroma V2 bietet fünf gesonderte Makrotasten an der linken Seite, letztendlich kann durch die Software aber jede Taste, außer der Windows- und der Funktionstaste, selbst belegt werden.

​Die fünf programmierbaren Makrotasten befinden sich linksseitig auf der Tastatur.

Dabei könnt ihr zwischen verschiedenen Systemfunktionen wie das Öffnen von Programmen, Multimediafunktionen, Makros und vielen anderen Optionen wählen. Und das auf fast jeder Taste.

Durch diese Freiheit in der Belegbarkeit der Tasten kann die Tastatur für jeden erdenklichen Zweck effektiv genutzt werden.

Wenn ihr viele verschiedene Programme und Anwendungen nutzt oder aber viele verschiedene Games zockt, dann kommt euch eine weitere Funktion zu Gute:

Ihr könnt verschiedenste Profile anlegen und diese an die jeweiligen Programme oder Spiele koppeln. Startet ihr dann die entsprechende Anwendung, so aktiviert die Tastatur automatisch das dazugehörige Profil.

So könnt ihr für jeden Anwendungsbereich die Tasten gesondert belegen, ohne ständig manuell umstellen zu müssen.

Razer Synapse – Die Software für eure Razer Produkte und mehr

Mit der Treibersoftware “Razer Synapse” bietet sich euch ein übersichtliches Wundermittel was RGB Beleuchtung angeht. Nicht nur könnt ihr hier die verschiedensten Beleuchtungskreationen für eure Razer Produkte erstellen, die Software unterstützt auch noch die Siemens HUE Technik sowie die bekannten Nanoleafs.

Für eure Tastaturbeleuchtung bieten sich unendlich viele Möglichkeiten. Wie oben bereits erwähnt könnt ihr die verschiedensten Effekt-Layer übereinanderlegen und so eure ganz individuellen Beleuchtungseffekte schaffen. Jede Taste ist dabei einzeln mit mehreren Effekten belegbar. Hier sind euch wirklich keine Grenzen gesetzt.

Natürlich gibt es auch voreingestellte Effekte, falls ihr keine Lust habt euch lange damit auseinander zu setzen.

​Wer es bunt mag, der wird hier glücklich.

Ansonsten könnt ihr auch, falls ihr kein G-Sync oder FreeSync nutzt, problemlos die Ambient-Awareness nutzen, wodurch alle eure von der Software gesteuerten Geräte ihre Beleuchtung dem Geschehen auf dem Monitor anpassen. Gerade in Kombination mit Nanoleafs oder der HUE-Technologie lässt sich hierdurch eine gewaltige Immersion erzeugen.

Falls trotzdem nichts für euch dabei ist, könnt ihr euch immer noch im Workshop umsehen, der nutzergenerierte Skripte für die Chroma Produkte bereitstellt. Oder ihr schreibt selber welche, falls ihr etwas Ahnung von JavaScript habt.

Makros mit Razer Synapse

Mit der Synapse Software lassen sich Makros auf sehr simple Art und Weise nach einem Bausteinprinzip erstellen. So ist es wirklich spielend leicht, passende Makros für alle eure Anwendungen zu basteln. Diese könnt ihr dann nicht nur den Makro-Tasten, sondern auch den anderen Tasten der Tastatur zuweisen.

Im Folgenden geben wir euch eine Übersicht, was die einzelnen Optionen sind:

  • Tastenanschlag: Ihr könnt eine beliebige Taste auswählen und einstellen, wann und wie lange der Anschlag erfolgen soll.
  • Maustaste: Das gleiche wie der Tastenanschlag, nur für Maustasten.
  • Text eingeben: Gibt einen Text ein, den ihr definieren könnt.
  • Befehl ausführen: Lässt euch einen festgelegten Befehl über die Eingabeaufforderung ausführen - hier solltet ihr wissen, was ihr tut.
  • Schleife: Ihr könnt festlegen, wie oft alles innerhalb der Schleife wiederholt werden soll
  • Makrogruppe: Lässt euch andere Makros innerhalb dieses Makros ausführen

Eingefügte Funktionen des Makros lassen sich dann einfach per Drag & Drop verschieben. So ist das Erstellen eines Makros wirklich kinderleicht.

Natürlich könnt ihr auch einfach eure Tastenanschläge kurz Aufnehmen und daraus ein Makro erstellen. Die Aufnahme lässt sich im Nachhinein noch in der Software genauso editieren, wie ein von Hand erstelltes Makro. So könnt ihr eure Aufnahme noch einmal ausbessern.

Hier sind zwei simple Beispiele für euch, wie sowas aussehen kann. Das linke Bild zeigt hierbei ein Makro für einen im TeamSpeak eingestellten Mute-Hotkey, das rechte Bild stellt ein sehr simples Makro für Bunnyhopping dar.

Achtet aber darauf, dass nicht in jedem Spiel Makros erlaubt sind! In CS:GO könnt ihr für das Verwenden von Bunnyhop-Scripts zum Beispiel gebannt werden!

Die Kehrseite der Software

Um die Funktionen eurer BlackWidow Chroma V2 nutzen zu können, müsst ihr die Software permanent im Hintergrund laufen lassen. Keinerlei Einstellungen, also weder Makros noch LED-Settings werden auf der Tastatur hinterlegt. Das ist, vor allem bei dem Preis, sehr schade.

Außerdem seid ihr gezwungen euch ein Razer-Konto zu erstellen, sonst könnt ihr die Synapse Software nicht nutzen. Ihr müsst Razer also zumindest einen Benutzernamen, sowie eure Email-Adresse und ein Kennwort übermitteln. Warum das nötig ist, um die Software zu nutzen, ist in unseren Augen unverständlich.

Zwar sichert ihr hierdurch eure Einstellungen vor Verlusten und könnt sie auch auf anderen Rechnern durch Login in euer Konto laden, doch es würde reichen diese Option optional zur Verfügung zu stellen.

Dazu scheint die Software noch unter ein paar wenigen Bugs zu leiden. Das Problem mit der Ambient-Awareness und G-Sync/FreeSync haben wir ja bereits erwähnt. Das ist aber verschmerzbar, da sich dieses Feature gerade frisch in die Effektreihe gesellt hat.

Etwas störender ist folgender Bug:

Der Numblock der Chroma leuchtet von Zeit zu Zeit für den Bruchteil einer Sekunde auf. Eine kurze Google-Suche zeigt: Wir sind nicht allein mit dem Problem und es scheint nicht nur bei der BlackWidow Chroma V2 aufzutreten.

Da dieses Phänomen nur alle paar Stunden auftritt und bei der eh kräftigen Beleuchtung kaum auffällt ist dies nur ein kleines Problem. Bei eigentlich ausgeschalteter Tastaturbeleuchtung stört das Aufblitzen allerdings deutlich mehr.

Zu diesem Problem haben wir jedoch relativ schnell eine entsprechende Antwort und Hilfe vom Support bekommen. Ein Firmware Update das manuell aufgespielt werden musste hat Abhilfe geschaffen.

Leider bekommt man dieses Update nur direkt über den Support und findet es nicht auf der Razer Website zum Download. Auf Nachfrage, warum dies so ist, bekamen wir als Antwort, dass je nach Seriennummer wohl ein anderes Update nötig ist.

Solltet ihr also dieses Problem mit der Chroma V2 ebenfalls haben, dann scheut nicht davor dem Support eine Nachricht zu schreiben. Uns wurde hier sehr schnell und effektiv geholfen.


Gaming Performance


Die unbegrenzten Möglichkeiten bei Beleuchtungs- und Makro-Individualisierung machen diese Tastatur zu einem absoluten Allrounder für jedes Spiel. Jeder, der schon einmal Spiele mit fummeligen Tastenkombinationen gespielt hat (looking at you, Arma 3), der wird wissen wie schön es ist, diese einfach auf eine einzige Taste zusammenlegen zu können.

Dass ihr hierbei beinahe jede Taste individuell belegen könnt, ist absolut genial.

Die automatisch wechselnden Profile je nach Spiel oder Anwendung unterstützen die effektive Verwendung von Makros dabei enorm.

Zusätzlich ist der Workshop ein großes Plus, wo sich für viele Spiele geeignete Apps finden lassen, um die Beleuchtung an Geschehnisse im Spiel anzupassen. So entsteht ein äußerst immersives Spielgefühl.

Dass die Yellow Switches ebenfalls für ein sehr angenehmes und direktes Spielgefühl beitragen haben wir ja bereits erwähnt. Wie sich hier die anderen Switches schlagen können wir leider nicht direkt beurteilen, die Meinungen in verschiedenen Bewertungen und Foren sind aber durchaus sehr positiv.


Fazit unseres Razer BlackWidow Chroma V2 Tests


Durch ihre unendlich vielen Einstellmöglichkeiten ist diese Tastatur ein absoluter Allrounder und überzeugt technisch in allen Bereichen. Jeder kann sich aus dieser Tastatur genau das machen, was er braucht.

Mit ein bisschen Programmiererfahrung kann man das sogar wörtlich nehmen, da sich auch eigene Skripte für die Chroma V2 schreiben lassen. So kann man die Tastaturfunktionen selber unendlich erweitern.

Dabei ist es egal ob ihr zockt oder arbeitet, die Tastatur fühlt sich in allen Bereichen sehr angenehm und funktional an.

Durch das schlichte Design und die farblichen Möglichkeiten bei der Beleuchtung passt die Tastatur außerdem auch optisch überall rein.

Und dennoch: Für den hohen Preis von fast 200€ hätten wir noch ein bisschen mehr erwartet. Zusätzliche Tasten für den manuellen Profilwechsel oder gesonderte Multimedia-Tasten wären für den Preis eindeutig angemessen.

Auch der Account-Zwang zum Nutzen der Razer Synapse Software hat einen leicht bitteren Beigeschmack.

Alles in allem können wir euch die Tastatur aber absolut empfehlen. Ihr solltet allerdings auf einen Rabatt warten, teilweise bekommt ihr die Tastatur auch für unter 150€. Zu diesem Preis würden wir auch bei der Preis-/Leistung noch einmal zwei Punkte hoch gehen.


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