Roccat Leadr Test: Kabellos und voller Features

Mit der Roccat Leadr wurde versucht, das Mausdesign der Roccat Tyon als kabellose Variante neu zu gestalten. Als große Maus mit vielen Zusatztasten eignet sie sich bestens für MMOs oder MOBAs, wenn euch die Größe nicht stört auch für FPS. Doch ob die Maus euer Geld wert ist und ob sie technisch überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Roccat Leadr Test.

Was uns gefallen hat


  • Stabile Funkverbindung
  • Top Sensor, 1a-Technik
  • Sehr gute Ergonomie
  • Sondertasten wie die Flosse / Schubregler
  • Lange Akku-Laufzeit

Das war weniger gut


  • Sehr teuer
  • Unübersichtliche Software
  • Keine austauschbaren Silikonflächen
  • Nur 5 Profile
Roccat Leadr Testergebnis
  • 10/10
    Sensor und Technik - 10/10
  • 8/10
    Preisleistung & Features - 8/10
  • 8/10
    Software und Anpassung - 8/10
  • 9/10
    Design und Ergonomie - 9/10
  • 10/10
    Verarbeitung und Qualität - 10/10
9.0/10

Kurzfassung

Die kabellose ROCCAT Leadr zeichnet sich durch jede Menge Features aus, der Preis ist trotz des Umfangs dennoch sehr hoch und Zusatzgewichte fehlen. Die Technik ist sauber umgesetzt, egal ob Sensor, oder die perfekte Wireless-Verbindung mit 20h-Akku.
Die SWARM Software gibt uns viele Mittel die Leadr zu konfigurieren, leider ist sie etwas unübersichtlich.
Das Design überzeugt dann aber dafür auf ganzer Linie. Gerade Details wie der schmale Alurahmen oder die ungewöhnliche Ladestation, wissen hier zu begeistern.
Die Verarbeitung der Maus und Ladestation ist bis auf die verklebten Silikonflächen tadellos. Alles andere hätte in dieser Preisklasse aber auch für eine Abwertung gesorgt. Damit steht die ROCCAT Leadr verdient an den Spitzenpositionen in diesem Bereich udn bekommt von uns eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.


Anmerkung: Dieser Artikel ist Teil unseres großen Gaming Maus Test. Den findet ihr hier: only4gamers.de/gaming-maus-vergleich/. Dort gibt es Alternativen zur Roccat Leadr.


Preisleistung & Features

Eine weitere Maus aus dem Hause ROCCAT findet seinen Weg auf unseren Schreibtisch. Dieses mal ist es die „Leadr“, welche als Wireless-Variante daher kommt, mit vielen Funktionen und einem schicken Design. Funkmäuse sind für viele Hardcore-Spieler eine unangenehme Sache. Die Sorge vor Inputlags ist sehr groß, oder auch mitten im hitzigen Gefecht reagiert die Maus nicht mehr... Batterie alle! Sowas ist ärgerlich, und trübt den Spaß an einer Wireless-Maus. Doch wie geht ROCCAT`s Leadr damit um? Schauen wir uns das Flaggschiff aus Hamburg doch mal genauer an...

Roccat Leadr Gaming Maus: Die wichtigsten Eckdaten im Überblick

  • Sensor: Optisch, Owl-Eye Sensor Pixart PMW 3361
  • Maus-Switches: Omron
  • Ergonomie: Nur Rechtshänder
  • Für Handgrößen: Groß
  • Beleuchtung: Komplett RGB
  • Anschluss: Über USB 2.0
  • Genres: MMOs, MOBA, RTS, (FPS)
  • Polling-Rate: 125/250/500/1000 Hz
  • Kompatibilität: Windows / Mac / Linux
  • IPS (Max. Beschleunigung): 250
  • Programmierbar: Ja
  • Tastenanzahl: 12 konfigurierbar (24 mit Easy-Shift)
  • Max. DPI: 12.000
  • Maße (cm): 12,6 (Länge) x 8 (Breite) x 4,5 (Höhe) cm
  • Gesamtgewicht: 134g
  • Tuning-Gewichte: Nein
  • LOD: ca. 1mm
  • Garantie: 2 Jahre

Der Karton wirkt verheißungsvoll. Features wie „MMO APPROVED“, „FPS APPROVED“ oder „Alien FX“ werden uns direkt entgegen geworfen. Die Leadr möchte sofort aufzeigen, was sie kann. Und das tut sie auch. Das Design ist, wie das der Tyon, schon sehr gut. Aber Zusätze wie die „Flossen-Taste“ kurz hinter dem Mausrad oder die stufenlose Seitentaste machen uns neugierig. Dazu die ausgefallene Ladestation mit Batterieanzeige. Das lässt uns auf mehr hoffen und ist ein großer Umfang für eine Maus.

Die ROCCAT Leadr kommt in einem bekannten Design aus ihrem Karton. Offenbar hat man sich hier die Optik der beliebten ROCCAT Tyon inspirieren lassen. Allerdings ist die Leadr etwas schwerer und wurde modifiziert. Die Mausform hat man an sich beibehalten. Damit liegt die Leadr sehr angenehm in der Hand, schmiegt sich an eure Handflächen und fühlt sich nicht unbequem an. Dazu haben wir eine ungewöhnliche Ladestation, ein USB Kabel und die üblichen Aufkleber im Karton bekommen. 

ROCCAT möchte mit der Leadr in das Premium-Segment vordringen und spendiert dazu einen tollen Umfang.


Sensor & Technik

Sobald man Wireless auch nur ließt, erhalten Mäuse wie die Roccat Leadr in der Regel das Stigma der „Ungenauen und nicht konstanten Verbindung“ oder „schlechte Abtastung und Erkennung der Eingaben“.

Doch ist das auch bei der Leadr der Fall? Schauen wir uns den hier verbauten PMW 3361 mal genauer an.

Falls ihr übrigens nicht wisst, was Lift-Off-Distance bedeutet und welche für euch die richtige ist, dann checkt unseren Guide zu Begriffen wie Polling Rate, DPI, LOD etc. 

Lift-Off-Distanz und Erkennung

Die Maus ist schnell angeschlossen. Die Ladestation wird über USB direkt an den PC gekoppelt, die Maus ist bereits vorgeladen und wir koppeln beides einfach per Pairing-Button unter der Maus sowie hinter der Ladestation. 

Einstellungen wie LOD, Beschleunigung oder Belegung der Tasten, lässt uns ROCCAT über die ROCCAT-Talk Software einstellen. Diese ist mittlerweile auch an die SWARM Software gekoppelt. 

Habt ihr bereits ein ROCCAT Produkt mit der SWARM-Software installiert, erkennt sie eure Maus und gibt euch die entsprechenden Menüs nach einem kurzen Download automatisch. 

Der Sensor ist feinfühlig. Egal welche DPI und Beschleunigung wir der Maus zuteilen. Selbst bei Werten von 5g und 12000 DPI haben wir keine Sprünge in der Bewegung oder das Gefühl, die Maus nicht kontrollieren zu können. 

Die LOD lässt sich in 2 Sprüngen einstellen. Zum einen auf „Niedrig“, mit einer ungefähren Distanz von 1,3 mm und zum anderen auf „Sehr Niedrig“ auf knapp 1 mm Höhe

Wir haben die Maus auf verschiedenen Materialien laufen lassen. Einem furnierten Tisch, einer Velour-Couch und den regulären Mauspads. Nirgends hatten wir ein Problem mit der Erkennung der Eingabe, was absolut für die Technik des OWL-Sensors spricht. 

Roccat Leadr Test auf Jitter, Angle Snapping, Beschleunigung / Verlangsamung

DPI in unglaubliche Höhen zu treiben, wie die angepriesenen 12000 DPI, sind für Gamer uninteressant. Keiner möchte sich in Counter-Strike bei 3 mm Mausbewegung um 180 Grad drehen können. Es wäre quasi unspielbar. Daher haben wir uns auf Werte bis 3200 DPI festgelegt

Aber wofür braucht man eigentlich mehr? DPI werden gemessen in „Dots per Inch (Punkte pro 2,54 cm), also die reine Abtastung des Lasers. Nimmt man ausgefallene Anwendungen wie Planungssoftware, begrüßt man diese erhöhten Werte. In Spielen allerdings weniger. Da ist es eher die Kombination zwischen der Herz-Zahl für die Abtastung und die DPI interessant.

Hier seht ihr, wie feinfühlig die Maus auf Aktionen reagiert

Die Maus wird hier in verschiedenen Bedingungen geführt. Auf der linken sind langsame und ununterbrochene Zickzackbewegungen, welche für die Genauigkeit des Lasers stehen. Die Kreise für die Begradigung dieser Bewegung und der untere Linienverlauf sind schnell geführte Bewegungen.

Die ROCCAT-Leadr ist, in der jeweiligen Abtastrate (1000/50hz), voller Möglichkeiten. Bedenkt dort also eure Vorlieben, und wie ihr diese gerne einstellen wollen würdet. 

Jedenfalls arbeitet der Sensor einwandfrei und hat keines der in der Überschrift erwähnten Probleme.

ROCCAT Leadr im Tracking Test

Mit dem Tool MouseTester haben wir den Sensor der ROCCAT Leadr, im Speziellen das Tracking getestet. Dabei haben wir auf 1000Hz getestet mit einer DPI von 800. Der Test wird auf einer gerade gezogenen Linie ausgeführt. Je höher beziehungsweise je mehr Ausschläge ihr dort seht, desto ungenauer ist der Sensor. Getestet wurde auf einem Anpollo XXL Mauspad.

Das Streudiagram zeigt: Das Tracking ist stabil - keine großen Ausschläge

Zusammenfassend kann man eine sehr klare Struktur erkennen: ROCCAT hat mit ihrem OWL-Sensor eine sehr starke Technik verbaut. Es war praktisch egal, ob wir Linien als Verlauf nahmen oder schnelle Bewegungen, wie im Tracking Test. Die Ergebnisse sind durchweg im sehr guten Bereich anzutreffen.

Auch beim sogenannten „Tilt Slam Test“ zeigte uns die Maus, was sie kann. Wir haben dort keine Abweichungen und der Sensor reagiert direkt auf die fehlende Haft und zunehmende Beschleunigung. Das liegt zum einen an der sehr niedrigen Lift-Off Höhe von  ca 1mm, zum anderen an der Erkennung der Beschleunigung des Sensors mit bis zu 5G. 

Für euch als Spieler kurz erklärt: Ihr steht in Fortnite auf einem Feld und baut euren Turm. Hat euer Sensor nun eine schlechtere Abtastung und Erkennung, wird der Befehl  bei einer schnellen Umdrehung nicht korrekt umgesetzt. Ihr dreht euch nicht um gewünscht 180 Grad auf einer Sichtlinie, sondern um 210 Grad und schaut plötzlich nach oben. 

Der Test auf Input-Lag ist nun dran. Mit großem Interesse sitzen wir gebannt am Test-Tool. Denn wir haben hier eine Maus mit Funkverbindung. Dort wird alleine durch die Funkverbindung schon eine Verzögerung erwartet. Aber sind die modernen Funkmäuse wirklich so instabil und geben unsere Befehle verzögert raus?

Eine kurze technische Erklärung dazu. Das Signal einer Funkmaus wird in verschiedenen Arten übertragen. Dabei unterscheidet man in folgenden Punkten:

  • Infrarot (Braucht eine direkte Sichtlinie, wie beim Fernseher und der Fernbedienung)
  • Bluetooth (Kein Empfänger nötig, wenn BT-Modul auf MB verbaut ist)
  • Kurzstreckenfunk (Wie das WLAN Signal, aber auf einer anderen Frequenz)

Unterschiede im Verbrauch des Akkus oder der Reichweite gibt es kaum welche. Somit ist der Unterschied zwischen Bluetooth und Funk kaum noch vorhanden, technisch wie auch im Preis. Was man beachten sollte: Funk und Bluetooth Optionen brauchen einen Empfänger. Bei vielen Geräten wird ein Stick für den USB Slot geliefert dazu. Im Falle einer Maus mit Ladestation, wie der ROCCAT Leadr, ist der Empfänger in der Ladestation verbaut.

Der Test für den Input-Lag gibt uns Informationen über die Zeitverzögerung. Also wie lange dauert es, bis euer Befehl im Spiel ankommt. Sollte eure Eingabe verzögert ankommen, kann das verschiedene Gründe haben. Zum Beispiel schlechte Polling-Raten, Störungen im Funk (bei Mäusen ohne Kabel) oder minderwertige Klickschalter in der Maus.

Wie schnell kommen Befehle an? Aus einem „Best of Five“ Schnitt

Mit einer durchschnittlichen Zeit von 231ms ist die Maus in einem sehr guten Bereich. Getestet wurde dabei auf einer Entfernung von 2 Metern zwischen Maus und Ladestation. Handy, Bluetooth-Lautsprecher und Funkwecker standen dabei dazwischen. Dazu müssen wir gestehen, Sebastian ist mit seinen 35 nicht mehr der schnellste... offenbar.

Als Fazit zur Technik können wir euch aber sagen:

Die ROCCAT Leadr ist in jedem Bereich mehr als erfolgreich. Unabhängig von der Empfangsqualität der Ladestation, Reaktionszeiten der Switches oder dem Sensor. Uns fällt kein Unterschied zu einer verkabelten Variante auf. Die von uns getestete verkabelte ROCCAT Kone Aimo liegt bei ähnlichen Werten.


Design und Ergonomie

Nach der trockenen Technik kommen wir zum anschaulichsten Punkt. Wir müssen leider sagen, die Maus ist eine reine Maus für Rechtshänder. Es gibt keine Möglichkeiten, die Maus umzubauen oder einfach mit der linken Hand zu nutzen. 

Saubere Akzente zeichnen das Design aus, dazu schlichte Farbgebungen

Ergonomie

Die ROCCAT Leadr lässt sich, egal ob Palm, Fingertip oder Claw, sehr angenehm greifen.

Die Seitentasten sind dazu extra länger ausgelegt worden. Bei anderen Modellen sind zu kurze Seitentasten oft der Grund, warum ein Claw-Griff diese fast unbrauchbar, oder gar störend erscheinen lässt. Hier gibt uns die Bauweise einen Komfort, damit wir die Maus auch im Claw-Griff nutzen können.

Vor allem die seitliche Einbuchung an der linken Seite macht die Maus für Rechtshänder extrem bequem. Wir können hier gemütlich den Daumen parken, auf der rechten Seite werden Ring- und kleiner Finger auch genügend unterstützt.

Die Roccat Leadr ist gut für alle Griffarten - größere Hände von Vorteil 😉

Design

Hübsch ist die Leadr. Mit ihrer mattierten Oberschale, dem beleuchteten Mausrad und dem mit RGB hinterlegten ROCCAT-Logo haben wir einen tollen Blickfang auf dem Tisch. 

Der Effekt der hängenden Maus ist mal etwas neues

Auch die Station, welche aufrecht steht und ebenfalls beleuchtet ist, tut ihr übriges. Als Kontrast hat ROCCAT am Mausboden einen Alu-Rahmen gesetzt, welcher das ganze schön abrundet. Das Design selbst kennen wir aber, wie Eingangs erwähnt, von der ROCCAT Tyon und auch dort war es schon begeisternd.

Die Leadr hat jede Menge Sondertasten

Wir haben neben den einfachen linken und rechten Hauptasten die ersten vier ersichtlichen Zusatzbuttons. Diese sind auf der linken Seite zum einen zum hoch und runter schalten der DPI, auf der rechten Seite zur freien Belegung in Spielen oder Programmen.

Auffällig ist die mittige „Flosse“ unter dem Mausrad. Diese kann ebenfalls frei belegt werden. Wir haben sie zum Beispiel in Rainbow-Six mit einer „Lehnen-Bewegung“ belegt. 

Auf der linken Seite haben wir die gewohnten Seitentasten. Direkt darüber finden wir die stufenlose Wippe. Diese kann in Windows zum Beispiel zum Scrollen genutzt werden . Wir haben sie in Spielen wie ELITE:Dangerous genutzt, um den Schub stufenlos zu regulieren. Ein großartiges Feature. 

Unter den Daumentasten befindet sich noch eine schmale Kombitaste. In Kombination mit dem Mausrad kann damit zum Beispiel die Desktop-Lautstärke reguliert werden. Jede Taste wird mit einem nicht aufdringlichen „Klick-Geräusch“ ausgelöst. 


Verarbeitung & Qualität

Man ist es von ROCCAT in den hohen Preisklassen nicht anders gewohnt. Die Verarbeitung wird durch Details und Material aufgewertet. 

Oberfläche

Der Mausrücken ist durch seine mattierte Oberfläche nicht nur sehr angenehm in der Hand, sondern wirkt auch optisch sehr gut. Die Schalter und Seitentasten kommen uns dabei nicht aufgezwungen vor.  

Die Oberfläche ist hier aber beständiger, als noch bei der Roccat Tyon. Eine Abnutzung im Zeitraum von 8 Wochen konnten wir nicht feststellen. Viele Mäuse nutzen allerdings an den Seiten Flächen, welche mit Gummi beklebt sind. ROCCAT hat hier den mattierten Überzug komplett über die Maus gelegt. Das Ergebnis: Sie wirkt wie aus einem Guss.

Die mattierte Oberfläche gefällt auf Anhieb und sorgt für guten Grip

Switches / Maustasten

Die Omron-Schalter und Wippen sind sehr gut verarbeitet und begeistern auf ganzer Linie. Unabhängig davon, ob es die Hauptschalter  sind, die Flosse auf dem Rücken, das Mausrad oder die Seitentasten. Nichts wackelt, bleibt an seinem Punkt und gibt ein sauberes Feedback bei angenehmer Druckstärke. Auch die Lautstärke ist hier zu erwähnen. Durch die direkte und saubere Verbindung entsteht hier kein Wackeln und kein lautes Klicken auf den Tasten. 

Mauskabel und Docking

Die ROCCAT Leadr ist nicht nur als Wireless-Option zu nutzen. Ihr seid am Zocken und seht aus dem Augenwinkel, der Akku eures Nagers neigt sich dem Ende zu. Das ist ärgerlich.

Die Leadr macht es, wie mittlerweile jede aktuelle Wireless-Maus im Gaming-Sektor, auch per USB Kabel. Ihr klemmt einfach das Anschlusskabel von eurer Ladestation ab und dockt dieses an die Maus an. Sofort erkennt eure SWARM Software die Maus und ihr spielt ungestört weiter. Der Akku wird so übrigens auch weiter geladen. Schöner Zusatz!

Wenn wir gerade beim Aufladen sind. Roccat bietet keine übliche Ladeschale. Liegt die Maus auf ihrer Ladestation, scheint sie optisch darauf zu kleben. Der Trick ist einfach: Wir haben hier keine Magneten oder ähnliches. Sondern die Maus hat auf ihrem Bauch eine Aushöhlung. Diese ist mit den Pins zur Ladung versehen und dort wird sie quasi aufgehängt. 

Mausrad

Das Mausrad ist eine der beiden RGB-Komponenten der Maus. Seitlich mit transparentem Silikon belegt und mittig mit schwarzem, wirkt es sehr zurückhaltend. Die Einrastung ist in kurzen Schritten ca 2mm und der Druckpunkt für den Mausrad-Schalter kaum schwerer als ein einfacher Mausklick. Was man hier merkt, es ist angenehmer verarbeitet als das des Vorgängers Tyon. 

Mausfüße und Unterseite

Schauen wir uns die Maus von unten mal genauer an. Zum einen sehen wir an der Oberseite den Einschubschacht für das beigelegte USB Kabel. Daneben den Schalter, um das Kabel zu lösen. Es wird durch eine Rastfunktion gehalten, damit sich das Kabel im Spielbetrieb nicht löst.

Dazu sind 4 Silikonpads gesetzt, diese sind allerdings verklebt. Ob hier ein Austausch einfach wird, wagen wir zu bezweifeln. Allerdings sind solche Pads mit einer langen Lebensdauer gesegnet. Von daher braucht man sich da keine Sorgen machen. 

An der Seite sehen wir den ON/OFF Schalter der Maus, direkt darunter liegt der Pairing-Schalter für die Ladestation. Der Verbindungsvorgang wird übrigens nur einmalig ausgeführt, danach merken sich Station und Maus, wo sie hingehören. 

Mittig seht ihr die Ladepins und Ausbuchtung für die Anbringung auf die Ladestation.


Software & Anpassung


Wie bei ROCCAT's hochpreisigen Produkten gewohnt, liefert uns die SWARM Software eine riesige Bandbreite. Egal ob wir die Tasten belegen, die DPI umstellen möchten oder die Abtastraten umstellen wollen. SWARM lässt uns machen, gibt uns kurze aber informative Informationen dazu und führt uns auch ein wenig. Das ist auch nötig, denn die Funktionsvielfalt ist immens. 

In SWARM selber haben wir 3 Abteilungen für unsere Leadr. Als erstes sind dort die allgemeinen Einstellungen.

Allgemeine Einstellungen

Hier können wir Dinge konfigurieren, wie die DPI-Stufen oder die X-Celerator Einstellungen. Mit der X-Celerator Einstellung, könnt ihr die Empfindlichkeit eures Schubreglers konfigurieren oder in den DPI-Stufen die DPI euren Wünschen nach anpassen .

Tastenkonfiguration

Die „Tastenkonfiguration“ ist der nächste Reiter. Hier können wir unsere Maus nach jedem möglichen Wunsch belegen. Egal ob es Systemfunktionen sind, oder um fangreiche Makros. Baut euch zusammen was euch gefällt. Dort hält euch nichts auf!

Erweiterte Einstellungen

Die „erweiterten Einstellungen“ gehen mehr in die Technik des Sensors. Die Hertz-Werte dürft ihr hier bestimmen, die Lift-Off-Distance (hier Distance Control Unit genannt) oder die Beleuchtung. 

RGB-Einstellungen

Auch ein wenig Licht darf die Leadr und ihre Ladestation zeigen. Die Ladestation ist dabei in Blau ausgeleuchtet, was aber auch nicht angepasst werden kann. Schade, sagen wir. Denn gerade wenn man andere Produkte von ROCCAT besitzt, wie zum Beispiel die ROCCAT Vulcan, hätten wir die Station gerne passend beleuchtet. 

Für die Maus dürfen wir die gewohnten Profile wie „Atmen“ oder „Dauerbeleuchtung“ nutzen. Dazu gibt es auch die Möglichkeit, die Mausbeleuchtung für den Zustand des Akkus leuchten zu lassen. Ist euer Akku also 50 % bis 100 % gefüllt, leuchtet sie Grün. Leuchtet sie Orange, habt ihr nur noch  25 % bis 50 %, leuchtet sie Rot habt ihr nur noch zwischen 2 % bis 24 %


Gaming (und sonstige ) Performance


Doch genug der Verarbeitung, Farbe und den Details. Kommen wir zum Kern, der uns gerade wegen der Wireless-Version interessiert. 

Sebastian hat sich die Leadr geschnappt und durch verschiedene Spiele gescheucht. 

Dabei nahm er keinen bestimmten Fokus auf ein bestimmtes Genre, sondern versuchte gerade die Sondertasten einzubinden. 

In StarCraft 2 gabs ein paar Ladder-Games und die Tasten wurden mit Einheitengruppen belegt. Der Vorteil für ihn dort: Er brauchte die Zifferntasten 1 bis 4 nicht, da er diese bequem an der Maus hatte. 

Als nächstes ging es für die Leadr in den Shooter-Bereich. Rainbow Six profitierte hier von der Flosse auf der Rückseite. Mal eben um die Ecke lehnen, ohne die Finger von WASD zu nehmen, war hier das Novum. Auch die Fähigkeiten auf den Sondertasten waren sehr hilfreich.

Ruhige Spiele wie Divinity 2: Original Sins belegte er Sondertasten dann mit Zaubern oder einzelnen Mitgliedern in seiner Party. 

World of WarCraft durfte auch durch den Testlauf. Hier wurden Fähigkeiten oder Makros auf die Sondertasten gelegt. 

ELITE:Dangerous profitierte vor allem durch die Flosse und die Schubtaste. Vorzüge wie man sie von Flightsticks kennt, kommen hier noch mehr zur Geltung und sind eine tolle Sache.

Kleine Finesse an der ROCCAT Leadr: Im Daumenbereich habt ihr im unteren Bereich eine Taste. Drückt ihr diese, fungiert sie quasi wie eine „FN“ Taste an der Tastatur. Somit konnte Sebastian hier die Sondertasten doppelt belegen. Sicher, der Umfang ist nicht so hoch wie bei der Corsair Scimitar oder Razer Naga. Aber auf jeden Fall ein Plus für die Maus

Als kurze Zusammenfassung beim Daddeln:

  • Der Sensor ist stets „On-Point“ und wir verlieren keine Eingabe der Bewegung
  • Das Auslösen der Tasten ist angenehm und auch nach 4 oder 5 Stunden spielen, machte sich hier keine Ermüdung bemerkbar
  • Das hohe Gewicht der Maus war für Sebastian sehr angenehm. Die Maus liegt satt und fest auf dem Gamepad und lässt sich genau führen
  • Die Kombination mit der Zusatztaste, für eine Mehrfachbelegung, ist ein tolles Feature. Ebenso die Flosse oder der Schubregler auf der Seite.

Fazit zum Roccat Leadr Test


ROCCAT hat mit seiner Leadr eine wahnsinnig gute Wireless-Maus auf den Markt gebracht. Durch die zahlreichen Features und Zusätze, wie die Schubtaste oder optische Dinge wie die Ladestation, zeichnet sie sich von anderen Mäusen in diesem Bereich klar ab. 

Technisch braucht sich die Leadr auch nicht hinter kabelgebundenen Modellen verstecken. Ein astreiner, perfekter Sensor in Kombination mit störungsfreier Verbindung überzeugen. Auch die Akku-Laufzeit von ca 20 Stunden begeistert. 

Nur die Software ist etwas überladen und wirkt gerade auf einen unerfahrenen Nutzer zu viel. Auch die fehlende Option, die Maus mit der linken Hand zu nutzen, trübt den Gesamteindruck. 

Trotzdem empfehlen wir diese Maus uneingeschränkt für euren Gaming-PC, insofern ihr mittelgroße bis große Hände habt und euch das recht hohe Gewicht nicht stört. Für alle die eine sehr hochwertige kabellose Gaming Maus suchen, eine klare Kaufempfehlung.


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