Beste Webcam 2019 - die schärfsten Webcams für Youtube & Streaming im Vergleich

Du suchst nach einer passenden Webcam für Youtube oder Streams? Dann findest du hier die besten Webcams mit Features, die dich ansprechen!

Es ist egal ob du ausgedehnte Weitwinkelaufnahmen benötigst, Spitzenqualität für die Zuschauer deiner Gaming-Livestreams oder eine vernünftige Optik bei Videoanrufen suchst. Auch die diversen Zusatzfunktionen wie 3D Scans, Bewegungssteuerung oder Hintergrundentfernung stellen wir für dich gegenüber​.

Doch welche Webcam eignet sich für dich nun am ehesten? In unserem Webcam Vergleich findest du es heraus.


Webcam Vergleich 2019: Die besten Webcams in der Übersicht

Platz 1: Logitech HD Pro Webcam C920

Die C920 bietet alles was man von einer guten Webcam erwartet: ein scharfes, flüssiges Bild bei durchaus annehmbarem Weißabgleich. ​Die wenigen Zusatzfeatures führen zu einem unschlagbaren Preis.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

Platz 2:  ​Logitech HD Pro Webcam C922

Die C922 ist eine überarbeitete Version unseres Vergleichssiegers. Wer die Webcam zum Einblenden der Facecam beim Streaming oder Youtube nutzt, kann mitunter den integrierten Greenscreen Modus als lohnenswerte Erweiterung ansehen.

Nächstbeste Alternative

Platz 3: ​ Logitech Brio Gaming 4K Webcam

​Ihr wollt Spitzenqualität und für die Zukunft gerüstet sein? Dann ist die Logitech Brio eure Wahl.​ ​Die Schärfe des Bildes ist hervorragend und die Farben wirken natürlich. Einzig der aufgerufene Preis ​schreckt ab.

Beste Highend Webcam

Platz 4: Razer Kiyo​

​Das Alleinstellungsmerkmal der Razer Kiyo ist offensichtlich. Wer keine Lust auf zusätzliche Beleuchtung hat, wird den LED-Ring der Webcam schätzen. Darüber hinaus bietet die Kiyo eine solide Leistung.

Die Gamer Webcam

Platz 5: Mevo Plus Livestream​ Kamera

Die Mevo Plus eignet sich aufgrund der Steuerung per mobilem Endgerät und der aufwändigen Einrichtung eher für unterwegs. Auch ihre Features, die beispielsweise Talkrunden bereichern können, eignen sich eher für mobiles Streaming als fürs Gaming.

Die beste fürs Unterwegs-Streamen

Platz 6: ​Creative Labs BlasterX Senz3D​

D​iese Webcam ist eine Ansammlung verschiedenster Features, denn völlig egal ob Bewegungstracking, Sprachsteuerung, 3D Scan oder Gesichtserkennung, all das ist enthalten. Diese Vielfalt ​​wird jedoch von Treiberproblemen eingebremst.

Die technisch Umfangreichste

Platz 7:​ ​Microsoft LifeCam HD-3000​

​Die LifeCam HD-3000 zeichnet sich durch ihren geringen Funktionsumfang und geringen Preis aus. Wer eine einfache Webcam sucht, gibt hier nicht zu viel Geld aus. Wer hohe Qualität benötigt, sollte zu teureren Webcams greifen.

Die beste günstige Webcam


Die besten Webcams in der Einzelkritik

Im Folgenden gehen wir auf 7 ausgewählte Webcams näher ein und erklären euch Vor- und Nachteile, sowie Besonderheiten der einzelnen Modelle.

1. ​​Logitech HD Pro Webcam C920

Wichtige Eckdaten:

  • Verbindungstyp: USB-Kabel (1,5 m)
  • Auflösung: 1080p (30 FPS)
  • Sichtfeld: 78°
  • Autofokus: Vorhanden
  • ​Dreh-/Neigbarkeit: nur neigbar
  • Mikrofon: Vorhanden (2 Mikrofone)
  • Voraussetzung: Windows 7 oder höher
  • Sehr gute Bildqualität
  • Guter Autofokus
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Nicht schwenkbar
  • ​Blasse Farben
  • Wenige Zusatzfunktionen

Logitechs C920 ist nun schon eine ganze Weile auf dem Markt und noch immer erhältlich. Allein diese Tatsache zeigt, dass die Webcam ein grundsätzlich solides Produkt ist.

Sie überzeugt gleich mit mehreren Merkmalen. Zunächst einmal ist sie in der Lage in Full HD bei 30 Bildern pro Sekunde aufzunehmen, sodass trotz der hohen Auflösung ein flüssiges Video entsteht.

Im Gegensatz zu manchen Konkurrenzprodukten ist sie in der Lage die Bildrate konstant zu halten. Da die Kamera bei der Videokompression eine gute Arbeit macht, wird zusätzlich eure CPU weniger belastet.

Die enthaltene automatische Belichtungskorrektur ​und der Autofokus sorgen für ein scharfes, ansehnliches Bild. Das klappt auch bei einer eher mäßigen Beleuchtung. Der Autofokus ist zusätzlich angenehm schnell, während die Farbgebung stets sehr natürlich bleibt.

Außerdem lassen sich mit der Logitech C920 Fotos aufnehmen. Deren Qualität hängt der Videoqualität jedoch ein wenig hinterher und kann selbstverständlich nicht mit einer soliden Fotokamera mithalten.

Hinsichtlich der Tonaufnahme wird deutlich, dass die Kamera ​zur Kommunikation taugt. Neben dem Stereo Sound besitzt die Webcam gleich zwei Mikrofone an der Vorderseite. Somit seid ihr für eure Gesprächspartner von jeder Position im Raum ähnlich gut zu hören.

Die Tonqualität ist dabei ausreichend gut, manchmal etwas gedämpft und kann mit eigenständigen Mikrofonen nicht konkurrieren. Somit seid ihr für Konferenzen und Videoanrufe perfekt gewappnet, im Falle von erstellten Youtube-Inhalten oder Gaming-Livestreams sollte dennoch auf ein eigenständiges Mikrofon zurückgegriffen werden.

Die Kamera lässt sich mit ihrem Fuß angenehm an Bildschirmen befestigen oder einfach ablegen. Sogar auf einen Tripod lässt sich die Logitech C920 montieren.

Dies täuscht aber lediglich über eines ihrer Defizite hinweg: Sie ist nicht drehbar. Wollt ihr den Bildausschnitt verändern, müsst ihr die Kamera komplett verrücken, was sich beispielsweise am Monitorrand eher schwierig gestaltet.

Zusätzlich gilt der Hinweis eventuell eher auf die ältere „Logitech Webcam-Software“ zurückzugreifen, da hier im Gegensatz zur aktuellen Steuerungssoftware mehr Funktionen verfügbar sind.

Als nette Gimmicks lassen sich der 4-fach Zoom und der Bewegungssensor verbuchen. Letzterer startet die Videoaufnahme bei entsprechend registrierter Bewegung. Als wirkliches Sicherheitsfeature oder Sicherheitskamera sollte die C920 allerdings nicht angesehen werden.

Die C920 ist ein guter Allrounder und bietet Qualität in jenen Kernbereichen, die eine Webcam gut erfüllen sollte. Gute Farbtreue und ein scharfes Bild zu einem akzeptablem Preis, rechtfertigen es, dass die C920 noch immer auf dem Markt verfügbar ist.

​Wer jedoch nach besonderen Gimmicks oder Spielereien sucht, der wird von der C920 eher enttäuscht sein. In ihrer Ausstattung ist sie so gradlinig wie ihr Design.

2. ​Logitech C922 Pro Stream

Wichtige Eckdaten:

  • ​Verbindungstyp: USB-Kabel (1,5 m)
  • Auflösung: 1080p (30 FPS) / 720p (60 FPS)
  • Sichtfeld: 78°
  • Autofokus: Vorhanden
  • ​Dreh-/Neigbarkeit: nur neigbar
  • Mikrofon: Vorhanden​ (2 Mikrofone)
  • Voraussetzung: Windows 7 oder höher
  • Relativ guter Greenscreen Modus
  •  ​​Sehr gute Bildqualität
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Kaum lohnenswertes Upgrade zur C920
  • 720p / 60 FPS Modus nicht zu empfehlen
  • Probleme beim Übernehmen der Einstellungen

​Die Logitech C922 ist der C920 extrem ähnlich und fungiert als überarbeiteter Nachfolger.  Viele Werte entsprechen daher dem Vorgängermodell.

Einer der Unterschiede ist der beworbene Modus für eine Auflösung von 720p mit 60 FPS. Allerdings kann diese Einstellung qualitativ nicht überzeugen. Das Bild ist hierbei erheblich unschärfer - schlechter als man es von einer 720p Auflösung erwarten würde - und daher nicht zu empfehlen.

Dies liegt auch darin begründet, dass die Kamera nun bei 60 FPS nur noch die halbe Zeit pro Bild zum Belichten hat. Das erzeugt in der Folge ​mehr Rauschen, wodurch das Bild zusätzlich matschig und unscharf wird.

Dass die eingebaute Linse nun mit "Glas" statt wie bei der C920 mit "Standard" betitelt wird, kann weder den höheren Preis erklären ​​noch die ​eher ebenbürtige Qualität. Denn während die C920 bei der Belichtungskorrektur die Nase leicht vorne hat, ist das Bild der C922 bei 1080p nur geringfügig schärfer.

Ein dritter Punkt, der die Logitech C922 von der C920 abhebt, ist die nun enthaltene Funktion zum Ersetzen des Hintergrundes. Das funktioniert an sich relativ gut, kann mit einem tatsächlich aufgebauten Greenscreen jedoch nicht mithalten. Im Gegensatz hierzu verschiebt sich der Rand zwischen Person und Hintergrund immer wieder dezent​ was beim Zuschauen leicht störend auffällt.

Wer jedoch den Hintergrund unbedingt loswerden möchte, für den ist die C922 vermutlich die mitunter beste sowie günstigste Lösung. Denn sie erledigt diese Aufgabe deutlich besser als andere Webcams und für den (Auf-)Preis einer C922 lässt sich kein vernünftiger Greenscreen samt Belichtung erwerben.

Einige Nutzer klagen darüber, dass die Kamera die vorgenommenen Einstellungen nach einem Systemneustart nicht behält. Über die Erstellung eines eigenen Kameramodus in der Logitech G Hub Software, lässt sich dieses Problem aushebeln.

Wenn ihr also auf der Suche nach einer guten Webcam mit Greenscreen-Funktion seid, dann dürfte die C922 eure Wahl sein. Wer lediglich eine wirklich gute sowie preiswerte Webcam sucht, kann bedenkenlos zur Logitech C920 greifen.


​3. Logitech Brio Gaming 4K Webcam

Wichtige Eckdaten:

  • Verbindungstyp: USB-Kabel (2,2 m)
  • Auflösung: 4k (30 FPS) / 1080p (60 FPS) / 720p (90 FPS)
  • Sichtfeld: 65/78/90°
  • Autofokus: Vorhanden
  • Dreh-/Neigbarkeit: nicht vorhanden
  • Mikrofon: Vorhanden (2 Mikrofone)
  • Voraussetzung: Windows 7 oder höher
  • Hervorragende Bildqualität
  • Guter Weißabgleich für natürliche Farben
  • Sehr guter Autofokus
  • Hoher Preis
  • Verbesserungswürdige Halterung
  • RightLight kann nicht deaktiviert werden

Die Logitech Brio gehört zu den teureren Webcams in diesem Vergleich. Doch wer auf der Suche nach absoluter Top-Qualität ist, wird ihr vermutlich doch nicht widerstehen können.

Eines vorweg: Am Ende des Tages bleibt die Brio eine Webcam. Das heißt, die Videoqualität ist zwar überzeugend gut, kann aber selbstverständlich nicht mit einer richtigen Kamera konkurrieren. Im Vergleich mit anderen Webcams ist die Brio aber an vorderster Spitze dabei.

Ihre Bildqualität ist die wohl beste im Vergleich. Das gilt sowohl für die Schärfe des Bildes als auch für den äußerst guten Weißabgleich, der für natürliche Farben und eine gute Belichtung sorgt.

Der Autofokus ist präzise und die Fokussuche funktioniert ohne größere Komplikationen. Sie passt sich fast unmerklich den neuen Gegebenheiten an ohne wie andere Kameras lange den Fokus suchen zu müssen.

In Summe kann sie bei allen genannten Punkten selbst die populäre C920 in den Schatten stellen, insbesondere bei der Fokussuche sogar deutlich. Nachdem die C922 mehr ein Update als ein tatsächlicher Nachfolger war, ist die Brio definitiv ein weiterer Schritt vorwärts.

Kleiner Wehrmutstropfen inmitten der an sich guten Automatik der Kamera ist das RightLight Feature, denn es lässt sich nicht ausschalten. Das bedeutet in der Folge, dass die Belichtungssteuerung nicht manuell verändert werden kann. Sollte es zu hohen Kontrasten im Bild kommen, neigt die Kamera zum Überbelichten.

​Dieser Mangel ist allerdings insofern zu verschmerzen, dass sich die Überbelichtung in Grenzen hält. Es ist zwar offensichtlich, dass die von der Automatik vorgenommene Einstellung nicht ideal ist aber das Bild bleibt ansehnlich. Schade ist viel eher die fehlende Möglichkeit zu Einstellung von RightLight gemessen am aufgerufenen Preis.

Das Sichtfeld der Kamera ist auf drei Werte einstellbar: 90, 78 oder 65 Grad. Somit seid ihr variabel, wenn beispielsweise eine zweite Person mit in den Bildausschnitt passen soll oder ihr möglichst wenig Hintergrund um euch mitfilmen wollt.

Im Übrigen lässt sich die vorhandene Gesichtserkennung zusammen mit Windows Hello nutzen, um euren PC ganz bequem ohne Passworteingabe zu entsperren.​ Zusätzlich ​gibt es die Option den Hintergrund durch die Kamera herausrechnen zu lassen, als würdet ihr einen Greenscreen verwenden. Das funktioniert relativ gut, kann einen Greenscreen aber nicht qualitativ ebenbürtig ersetzen.

​Am Außenleben der Kamera fällt das relativ dicke Kabel auf, das einen sehr langen abnehmbaren Stecker am Übergang zur Webcam besitzt. Das führt dazu, dass das gesamte Kabel verhältnismäßig unbeweglich ist und teils störend die Ausrichtung der Webcam beeinflusst. Dafür ist das Kabel mit 2,2 m recht lang.

​Die Halterung auf der die Kamera sitzt, ist zusätzlich eher wackelig, da die Webcam lediglich über einen Zapfen in Position gehalten wird. Dieser Zapfen sitzt in dem für Stative vorgesehenen Gewinde. Die  Webcam kann außerdem nicht geneigt werden. Positiv fällt jedoch wiederum die anklemmbare Abdeckung für die Kameralinse auf, mit der ihr im Zweifel eure Privatsphäre schützen könnt.​


​4. ​Razer Kiyo

Wichtige Eckdaten:

  • Verbindungstyp: USB-Kabel (1,5 m)
  • Auflösung: 1080p (30 FPS) / 720p (60 FPS)
  • Sichtfeld: 81,6°
  • Autofokus: Vorhanden
  • ​Dreh-/Neigbarkeit: nur neigbar
  • Mikrofon: Vorhanden​
  • Voraussetzung: Windows 7 oder höher
  • Integrierte Beleuchtung​
  • Einbindung in Razer Synapse nicht notwendig
  • Gute Bildqualität
  • Autofokus justiert viel nach ​
  • ​Hoher Preis​
  • Übersättigte Farben

Die Besonderheit der Razer Kiyo ist auf den ersten Blick erkennbar. Denn ihr eher massiges Äußeres ist durch den vorhandenen LED-Ring, der die Kameralinse umgibt, geprägt.

Profis auf Youtube und Twitch lassen sich in der Regel mit zusätzlichen Strahlern optimal ausleuchten. Das ist aufwändig und teuer. Das Rundlicht der Razer Kiyo stellt hingegen eine gute und verhältnismäßig günstige integrierte Lösung dar.

Das Licht kann nur am Ring selbst verändert werden, eine softwareseitige Lösung gibt es nicht. Der Helligkeitsgrad ist stufenlos regulierbar.

Für die Aufnahmen stehen entweder 1080p bei 30 FPS oder 720p mit 60 FPS zur Verfügung, auch eine Fotofunktion besitzt die Webcam. Zur HD-Option mit 60 FPS ist zu ergänzen, dass vorgenommene Einstellungen des Öfteren nicht übernommen werden.

Zwar lässt sich die Razer Kiyo wie üblich in Razer Synapse einbinden, die Software ist aber grundsätzlich nicht nötig. Die Kamera wurde als Produkt mit dem Fokus auf Plug-and-play erstellt. Für die Software würdet ihr außerdem einen Account benötigen.

Die Webcam selbst lässt sich auf einen Tisch stellen, an den Monitor klemmen oder über das vorhandene Gewinde an Stative montieren. Stellt man sie jedoch einfach ab, steht sie bisweilen recht wackelig.

An den Monitor geklemmt, kann sie bei Bildschirmen mit schmalen Rahmen störend auffallen. Die breite Klammer unterhalb der LED kann ​dort bis ins Bild hineinragen.

Die Farbgebung der Razer Kiyo ist gut, kann aber bei der Farbechtheit nicht ganz mit der Konkurrenz aus dem Hause Logitech mithalten. Das könnte am automatischen Weißabgleich der Kamera liegen.

Letztlich ist die Kiyo weniger nah an der tatsächlichen Farbdarstellung. Gesichter wiederum werden dafür hinsichtlich der Farbe im Vergleich etwas lebendiger dargestellt.

Dafür ist der Autofokus der Razer Kiyo eher mau. Viel zu häufig versucht die Kamera erneut den verlorenen Fokus wiederzufinden. Auch wenn ihr euren Zuschauern etwas zeigen wollt, müsst ihr Objekte bis zu 15cm von der Kamera weghalten, bis diese Fokussieren kann.

Die allgemeine Schärfe sollte außerdem einmal manuell nachjustiert werden, da das Bild insbesondere im Vordergrund eher unscharf wirkt. In der Folge kann die Kamera dazu neigen das Bild etwas körnig bzw. mit leichtem Rauschen wiederzugeben.

Über die etwas zu leise Mikrofonwiedergabe kann man hinwegsehen, zumal die meisten Nutzer einer gamingbezogenen Webcam ohnehin über ein entsprechendes Headset oder Mikrofon verfügen dürften.

Letztlich ist die Webcam vor allem dann eine Alternative, wenn ihr auf eine bessere Beleuchtung angewiesen seid und eine All-in-one Lösung hierfür sucht.

Bei den übrigen Punkten kann sie sich nicht gegenüber der Konkurrenz absetzen, geht aber auch keineswegs hoffnungslos baden. Dennoch ist der Preis bei der gebotenen Leistung letztlich zu hoch.


​5. ​Mevo Plus Livestream Kamera

Wichtige Eckdaten:

  • Verbindungstyp: Wi-Fi (bis 30 m)
  • ​Auflösung: 4k (Aufnahmen) oder 1080p (30 FPS)​
  • Sichtfeld: 150°
  • Autofokus: Vorhanden
  • ​Dreh-/Neigbarkeit: nicht vorhanden
  • Mikrofon: Vorhanden​​
  • Voraussetzung: Android (6 oder höher) oder: iOS (9.3 oder höher)
  • Innovatives Konzept für verschiedene Bildausschnitte
  • Bequeme Nutzung über Smartphone/Tablet
  • Mobile Lösung, unabhängig vom Desktop
  • Aufwändigere Inbetriebnahme als bei gängigen Webcams
  • Sehr hoher Anschaffungspreis
  • ​Abhängig von guter Peripherie (Handy, Mikrofon)​

Die Mevo Livestream Kamera sticht gegenüber der Konkurrenz in vielen Punkten hervor, ist aber nicht für jedermann eine sinnvolle Anschaffung.

Dies liegt einerseits im sehr hohen Preis begründet. Vergleicht man sie mit gängigen Webcams, ist sie beispielsweise 6-mal so teuer wie die Logitech C920.

Angesteuert wird die Webcam übrigens durch euer Smartphone. Die App ist sowohl für Android (6 oder höher) als auch für iOS (9.3 oder höher) verfügbar. Auch Nachbearbeitungen lassen sich über die App vornehmen.

Zur Verbindung zwischen Handy und Kamera wird WLAN genutzt. Um dann wiederum ins Internet streamen zu können, dient die Kamera als „WLAN-Router“. Schließlich kann ein Gerät an sich nur mit einem WLAN-Netzwerk verbunden sein und das wäre mit der Verknüpfung von Handy oder Tablet zur Kamera bereits belegt.

Somit könnt ihr einerseits streamen und anderseits die Kamera per mobilem Endgerät steuern. Gleichzeitig zeigt sich an dieser Stelle bereits, dass ihr zumindest ein wenig technisch versiert sein solltet, um die Kamera frustfrei zum Laufen zu bringen. Beachtet außerdem, dass euer Handy oder Tablet dabei enorm viel Strom verbraucht.

Der Unterschied zwischen der Mevo und der Mevo Plus, liegt übrigens nach Herstellerangaben im verbesserten Wi-Fi Chip und den neuen Antennen. Die Verbindung wurde hierdurch stabiler und deckt nun eine Entfernung von bis zu 30 m ab.

Wirklich besonders ist die Kamera durch ihre 150° Linse, die euch in 4k aufnehmen oder mit Full HD streamen lässt. Entsprechend besitzt die Kamera auch einen zwingend nötigen Slot für SD-Speicherkarten. Bei mäßiger Beleuchtung können die Aufnahmen jedoch zunehmend Rauschen beinhalten und zum Rand hin sind die Weitwinkelverzerrungen erkennbar.

Da der verfügbare Bildausschnitt größer ist als eurer beim Streamen tatsächlich genutztes Bild, könnt ihr durch geschickte Nutzung der App leicht den Eindruck erwecken, dass mehrere Kameras vorhanden sind. Auch Kamerafahrten lassen sich so inszenieren. Eine Gesichtserkennung samt –verfolgung ist ebenfalls vorhanden.

Tatsächlich lässt sich aber nicht zwischen verschiedenen Kameras wechseln bzw. ein Kameranetz aufbauen. Der Bildwinkel bleibt somit immer gleich, nur der Bildausschnitt verändert sich auf Wunsch.

Diese Möglichkeiten erfordern wiederum, dass man sich ein wenig Zeit nimmt, um mit der Kamera vertraut zu sein. Weder die Einrichtung, noch die Nutzung sind Plug-and-play und damit für den durchschnittlichen Nutzer eher uninteressant.

Die Kamera befindet sich in Form einer runden Box, die etwas mehr als 6 cm groß ist. Sie steht stabil, kann an Stative montiert werden aber lässt sich nicht an Monitore klemmen.

Durch die geringe Größe, die Montage an ein Stativ und eine Reichweite von 30 m, eignet sich die Mevo Kamera durchaus als portable Lösung.

Ein eigenes Mikrofon ist vorhanden. Allerdings lässt sich über ein externes Mikrofon per Klinke ein noch besserer Ton erzielen. Gerade da die Kamera auch weiter weg positioniert werden kann, wäre ein externes Mikrofon sinnvoll. Auch das vorhandene Grundrauschen bei Stille lässt sich so vermeiden.

Die Mevo Livestream Kamera ist zwar auf verschiedene Plattformen ausgelegt, dazu gehören unter anderem Vimeo, Youtube oder Periscope, häufig wird jedoch gezielt von Facebook gesprochen. Die Kamera lässt sich mit einigen Anpassungen allerdings auch für Twitch nutzbar machen. Die von Mevo getroffene Auswahl zeigt aber auch für welche Formate sich die Stärken der Mevo Livestream Kamera besonders eignen und das sind eher keine klassischen Gaming-Livestreams.

Wer jedoch auf der Suche nach einer spezielleren und komplexeren Lösung für andere Formate ist oder verspieltere Konzepte umsetzen möchte wie sie eine reguläre statischen Webcam nicht ermöglichen, der könnte mit der Mevo eine passende Kamera gefunden haben.


6. Creative Labs BlasterX Senz3D

Wichtige Eckdaten:

  • ​Verbindungstyp: USB-Kabel (1 m)
  • ​Auflösung: 1080p (30 FPS) oder ​720p (60 FPS)​
  • Sichtfeld: 77°
  • Autofokus: ​k.A.
  • ​Dreh-/Neigbarkeit: neigbar
  • Mikrofon: Vorhanden​​ (2 Mikrofone)
  • ​Voraussetzung: Windows 10 oder höher sowie: Intel Prozessor 6. Gen. oder neuer
  • Gutes Hand- und Finger-Tracking
  • Große Anzahl ausgefallener Features
  • Gesichtserkennung z.B. für Windows Hello
  • ​Unzureichende Treiberunterstützung
  • Sehr kurzes Kabel​
  • Beschränkt auf Intel CPUs

Die BlasterX Senz3D Webcam aus dem Hause Creative Labs vereint vielfältige und durchaus ausgefallene Funktionen in einem Gerät. Diese funktionale Vielfalt geht allerdings mit einer ebenso auffallenden Liste an Gegenargumenten einher.

Die Kamera läuft mit 720p bei 60 FPS. Meist nur am Rande erwähnt: Sie unterstützt ebenfalls 1080p mit 30 FPS.

Auch wenn das Sichtfeld mit 77 Grad innerhalb unserer Übersicht am schmalsten ausfällt, ist es nur unweigerlich geringer als beim Kassenschlager Logitech C920. Zwei Personen sollten somit problemlos in den Bildausschnitt passen.

Zum erweiterten Funktionsumfang der Webcam gehört zudem eine Gesichtsanalyse und –erkennung. In Verbindung mit Windows Hello könnt ihr so beispielsweise euren Rechner mühelos entsperren. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit Hand- und Finger-Tracking zu nutzen, dessen Genauigkeit sich sehen lassen kann.

Die ebenfalls enthaltene 3D Funktion lässt euch Objekte scannen und ist letztlich mit jener Funktion verknüpft, die euch den Hintergrund entfernen lässt. Dafür nutzt die Kamera die enthaltenen Infrarot Laser.

So könnt ihr auch ganz ohne sperrigen Greenscreen und aufwändiger Ausleuchtung eine softwareseitige Lösung nutzen, um euren Hintergrund zu entfernen. Hier gilt es jedoch deutlich darauf hinzuweisen, dass dies bei einigen Anwendern nur sehr schlecht klappt und nicht an einen klassischen Greenscreen herankommt.

Fehlend sind jedoch jegliche Angaben über einen etwaigen Autofokus. Da dieser nirgends genannt wird, ist davon auszugehen, dass die BlasterX Senz3D trotz diverser Zusatzfunktionen über keinen Autofokus verfügt.

Die Webcam selbst ist in einem schlichten, schwarzen Design gehalten. Sie lässt sich wie üblich an den Monitorrand klemmen und besitzt außerdem ein Gewinde zum Montieren auf Stativen und Ähnlichem.

Unschön ist hingegen die geringe Kabellänge von nur einem Meter. Um hier Abhilfe zu schaffen benötigt ihr also unbedingt noch zusätzlich ein USB-Verlängerungskabel, denn USB-Hubs funktionieren nicht. Für den aufgerufenen Preis, hätte das Kabel zumindest eine gängige Länge von rund zwei Metern haben dürfen.

Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass die Kamera mindestens einen Intel Prozessor der 6. Generation voraussetzt. Verfügt ihr über einen älteren Prozessor oder ein Produkt aus dem Hause AMD, können einzelne Funktionen wie die Gesichtserkennung oder das 3D Scanning nicht funktionieren.

Hieran schließt sich jedoch ein weiteres Problem an: Zur Nutzung der Zusatzfunktionen ist ein Treiber nötig. Die Treiberinstallation ist jedoch ein reines Ärgernis, da die von Hersteller Creative angegebenen Treiber betagt sind.

Hinzu kommt, dass das 3D Scanning auch bei Intel Prozessoren nur bedingt funktioniert. Das liegt wiederum an Intels RealSense-Treibern und Komplikationen durch zurückliegende Windows Updates.

Zwar verfügt die Webcam zusätzlich zu den bereits genannten Funktionen eine Sprachsteuerung, die wird aber ebenfalls wie auch die Auflösung von 1080p bei 30 FPS nur am Rande erwähnt.


​7. Microsoft LifeCam HD-3000​

Wichtige Eckdaten:

  • ​Verbindungstyp: USB-Kabel (1,5 m)
  • ​Auflösung: ​720p (30 FPS)​
  • Sichtfeld: 69°
  • Autofokus: ​​nicht vorhanden
  • ​Dreh-/Neigbarkeit: ​drehbar
  • Mikrofon: Vorhanden
  • ​Voraussetzung: Windows XP oder aktueller​
  • niedriger Preis
  • ​Ausreichende Qualität für Videotelefonie
  • ​Auch mit älteren Systemen kompatibel
  • ​Probleme mit der erstmaligen Inbetriebnahme durch Win 10 Update
  • Bildqualität überschaubar
  • Geringer Funktionsumfang​

Wer auf der Suche nach einer Webcam nicht bereit ist hohe Summen auszugeben, für den könnte die LifeCam HD-3000 interessant sein. Die Webcam kostet beispielsweise nur halb so viel wie die beliebte C920 von Logitech.

Allerdings ist auch dementsprechend die gebotene Leistung ​geringer. Es finden sich keinerlei erwähnenswerte Zusatzfunktionen oder -inhalte bei der Webcam. Die beworbene Skype Kompatibilität ist jedenfalls ​nicht als nennenswertes Feature zu bewerten.

​Hauptmerkmal der Kamera ist eine Auflösung von 720p bei Videoaufnahmen bzw. 1280 x 800 px bei Standbildern. Die Webcam verfügt außerdem über keinen Autofokus, sodass sich die Kamera für Nutzer, die sich viel bewegen oder besonders interaktiv sind eher weniger eignet.

Die Bildqualität ist wiederum überschaubar und neigt zu einer etwas dunklen Darstellung. Folglich ist die Kamera auf eine gute Ausleuchtung angewiesen. Die Farbwiedergabe ist jedoch absolut in Ordnung.

​Bei der Schärfe ​wird die Kamera durch ihre 720p Auflösung eingebremst. Bei schnellen Bewegungen neigt das ohnehin leicht verwaschene Bild zusätzlich dazu zu verwischen.

​​Das Sichtfeld liegt bei rund 69°. Angaben auf der Seite des Herstellers sucht man hierbei jedoch vergebens. Auch eine Zoomfunktion ist nicht vorhanden.

Während beim Sichtfeld die gewünschte Information schlicht fehlt, ​ist sie bezüglich der Dreh- und Neigbarkeit gar falsch angegeben. Obwohl die Kamera angeblich dreh- und neigbar ist, lässt sich die LifeCam HD-3000 nur begrenzt drehen aber gar nicht neigen. Eine Neigbarkeit ist maximal über eine Anpassung der rückwärtigen Halteklammer zu erzielen.

Mit diesem ​anpassbaren Fuß lässt sich die Kamera an Bildschirme klemmen oder auf Oberflächen abstellen. Die 1,5 m Kabellänge liegen ungefähr beim Durchschnitt verglichen mit anderen Webcams.

Gemessen am geringen Preis war das Mikrofon der Webcam überraschend gut.​ Natürlich eignet es sich nicht für Youtube oder Streaming aber es bietet eine dem Preis absolut angemessene Qualität, sodass Videotelefonate kein Problem darstellen oder für den Zuhörer anstrengend werden würden.

​Obwohl die Kamera auf allen Betriebssystemen ab Windows XP bis hin zu Windows 10 laufen sollte, zeigt es sich, dass die Kamera unter Windows 10 zu Problemen neigt. Dies lässt sich zwar innerhalb weniger Minuten beheben, ist aber ärgerlich.

Wer ​also eine günstige Webcam ​oder beispielsweise ein Ersatzgerät für eine defekte Laptopwebcam sucht, wird mit der HD-3000 zufrieden sein. Alle die höhere Aufgaben für die Webcam vorgesehen haben wie Streaming oder Youtube-Inhalte, sollten zu einer höherwertigen Webcam greifen.


​Webcam Kaufberatung - So findet ihr die Richtige Webcam

Jetzt wisst ihr hoffentlich, welche Webcam die Beste ist oder für eure Ansprüche und Zwecke am besten passt. An dieser Stelle möchten wir euch nun noch einige Tipps und Hinweise mitgeben, die euch weiterhelfen können und euch die Wahl eurer neuen Webcam zusätzlich erleichtern.

W​ie funktioniert eine Webcam?

Eine Webcam ist im Endeffekt nichts anderes als eine kleine, digitale Kamera, deren Aufnahmen über das Internet übertragen werden können oder sich lokal auf eurem PC aufzeichnen lassen. Manche Endgeräte wie Laptops oder Handys verfügen über ​integrierte kleine Kameras, die beispielsweise zur Videotelefonie gedacht sind.

Mit Webcams werden allerdings klassischerweise externe Geräte gemeint, die über eine USB- oder WLAN-Verbindung mit eurem PC verbunden sind. Sie unterscheiden sich voneinander zum Beispiel in ihrer Bildqualität, mitgelieferten ​Zusatzfunktionen oder auch in der Möglichkeit zusätzlich Ton übertragen zu können.

Zwar gibt es für einige Geräte Treiber und Steuerungssoftware, die meisten Geräte funktionieren mittlerweile aber problemlos per Plug-and-play. Auch wenn die meisten Webcams über einen PC betrieben werden, gibt es auch Ausnahmen, die auf andere Geräte wie Handys zurückgreifen. Letztlich sind jedoch alle diese Kameras an ein Gerät zum Betrieb gebunden und können nicht als eigenständige (Video-)Kamera betrieben werden.

Wann brauche ich eine Webcam?​

Webcams können für vielfältige Anwendungen nützlich sein. Ihr Hauptzweck dient der Videotelefonie zum Beispiel via Skype. Dafür eignen sich entsprechend vorrangig Webcams, die auch Ton übertragen können.

Im Bereich der Unterhaltung, nutzen viele Youtuber oder Streamer eine Webcam um ihre Reaktionen für die Zuschauer festzuhalten. Andere ​filmen zusätzlich ihre Eingabegeräte, um den Zuschauern ihre Spielweise zu ​verdeutlichen.

Webcams kennt man allerdings auch von anderen Onlineübertragungen. Hotels ​und Sehenswürdigkeiten besitzen teilweise online einsehbare Webcams, die dem Betrachter einen Eindruck vom Wetter oder Besucheraufkommen vor Ort zeigen können.

Wenn man an seinem Gerät gar keine Webcam hat oder wenn dessen integrierte Webcam beschädigt ist, kommt man mit einer externen Webcam häufig günstiger davon. ​Außerdem ist die Qualität eingebauter Webcams überschaubar, womit euch externe Webcams hinsichtlich Qualität und Funktionsumfang als Upgrade dienen können.

Was sind Vor- und Nachteile einer Webcam?

​Vor- und Nachteile einer Webcam ergeben sich aus dem Anwendungszweck der Kamera. Wer beispielsweise eine Kamera zur Überwachung des Kinderbetts oder zum Absichern des Grundstücks benötigt, sollte zu entsprechenden Babycams oder Überwachungskameras greifen. Diese können die entsprechenden Aufgaben weitaus effizienter lösen.

Außerdem eignen sich Webcams lediglich zur Benutzung am PC oder im Falle eines Betriebs via Smartphone entsprechend in dessen Nähe. Als Foto- oder Videocamersatz taugen sie somit nicht und sind in der Regel nicht oder nur sehr eingeschränkt portabel.

​Sie bieten jedoch eine ​ausreichende Bildqualität für Videokonferenzen und -telefonate oder als Facecam-Einblendung beim Streamen. Wer eine noch höhere Qualität erzielen möchte, müsste auf einen Fotoapparat mit Videofunktion zurückgreifen, der wiederum deutlich teurer ist. Da Webcams jedoch genau für solche Zwecke gebaut wurden, sind sie in der Regel leichter zu handhaben und funktionieren häufig anwenderfreundlich per Plug-and-Play.

Eine Voraussetzung für eine gute Bildqualität ist jedoch eine ausreichende Beleuchtung. Hier kann entsprechend, je nach Anspruch, die Notwendigkeit bestehen mit Leuchten nachzuhelfen. Einige wenige Webcams verfügen jedoch auch über integrierte Lösungen zur Beleuchtung.

Wie wähle ich die für mich richtige Webcam aus?

Welche Webcam sich am ehesten anbietet, ist natürlich vom Verwendungszweck und eurem Budget abhängig. Folgende Faktoren können euch dabei helfen eine für euch passende Webcam zu finden:

Die Auflösung

Einen ersten wichtigen Hinweis kann die entsprechende Auflösung bieten. Für Videotelefonate benötigt ihr beispielsweise sicherlich keine 4K Auflösung, während eine 720p Webcam für euren Youtube oder Streaming Kanal etwas zu schwach sein dürfte.

Bedenkt außerdem, dass ihr vermutlich nicht die volle Breite des Bildes nutzen wollt, sofern ihr nicht gerade eigens ein Aufnahmezimmer habt oder ohnehin nur mit Freunden und Familie videotelefoniert. Folglich werdet ihr wahrscheinlich mit der Kamera ein wenig auf euch heranzoomen, damit ihr formatfüllender im Bild seid.

Da ihr hierbei nur einen Ausschnitt des eigentlich gefilmten Bildes nutzt, verringert sich die für den Betrachter zur Verfügung gestellte Auflösung und damit auch zusehends die Bildqualität. Wenn eure Kamera zum Beispiel ohnehin nur 720p unterstützt und ihr nun durch den Zoom lediglich einen Teilausschnitt des Bildes zeigt, liegt die tatsächliche Qualität deutlich unter den angegebenen 720p.

Die Anzahl der Bilder pro Sekunde (FPS)

Lasst euch auch nicht zu sehr von der Zahl der Bilder pro Sekunde in die Irre führen. Eine Auflösung von 1080p bei 60 FPS klingt natürlich deutlich besser als nur 1080p mit 30 FPS aber der Eindruck täuscht.

Die Sensoren der Webcams sind klein und müssen bei doppelter FPS Zahl doppelt so viele Bilder pro Sekunde generieren. Das heißt aber wiederum auch, dass die Kamera nur halb so viel Zeit hat die einzelnen Bilder innerhalb einer Sekunde gut zu Belichten. Die Folge ist ein verstärktes Rauschen und ein häufig eher matschiges Gesamtbild.

Die Befestigung und Autofokus

Seid euch auch darüber bewusst wo und wie ihr eure Webcam befestigen wollt. Möchtet ihr sie auf einem Tripod platzieren, seid ihr relativ frei in euren Möglichkeiten.

Eine Webcam am Bildschirmrand lässt sich jedoch nur schwerlich passend ausrichten, wenn die Kamera sich nicht drehen und neigen lässt. Achtet hinsichtlich der Flexibilität auch darauf, ob ihr mit der Kabellänge zurecht kommt oder ein USB-Verlängerungskabel nötig werden könnte.

Eine Webcam die statische Objekte filmen soll, zum Beispiel die Berge neben dem Hotel, benötigt keinen (guten) Autofokus. Solltet ihr jedoch eine Kamera zum Festhalten oder Streamen eures Gamingerlebnisses benötigen, sollte die Kamera beim Nachfokussieren mit euren Bewegungen schritthalten können.

Bestimmte Merkmale und Voraussetzungen​

Bei den zuvor genannten Anwendungsbeispielen werdet ihr kein integriertes Mikrofon benötigen oder als Unterhalter bereits über ein Headset oder Standmikrofon verfügen. Wer jedoch beispielsweise geschäftlich viele Videoanrufe durchführt, sollte wiederum auf ein akzeptables Mikrofon achten.

Darüber hinaus kann eure Hardware entscheidend sein. Achtet darauf, dass ihr die Voraussetzungen zum Betrieb der Webcam erfüllt. Hierzu gehört das Betriebssystem oder im Falle der BlasterX ein Intel Prozessor.

Zu guter Letzt solltet ihr in den Berichten darauf achten wie einrichtungsintensiv und nutzerfreundlich die Webcams sind. Benötigt ihr eine spezielle Lösung wie sie die Mevo Webcam anbietet, könnt ihr einen Mehraufwand eher verschmerzen, wie jemand auf der Suche nach einer simplen Lösung zum Videotelefonieren.

​Probleme einzelner Webcam Kombinationen

​Wenn ihr mehrere Webcams an eurem PC verwenden möchtet, solltet ihr euch im Vorfeld schlau machen, ob es bekannte Probleme mit der entsprechenden Kombination gibt. In der Vergangenheit kam es durchaus vor, dass ​baugleiche Kameras miteinander nicht harmoniert haben und ihr sie nicht gleichzeitig nutzen konntet.

​Sollte ich mir Gedanken über meine Privatsphäre machen?

Grundsätzlich braucht man bei der Nutzung einer Webcam nicht in Paranoia verfallen. Selbstverständlich gibt es aber wie bei allen technischen Geräten die Möglichkeit, dass sich ein Dritter widerrechtlich Zugang zu einer Webcam verschafft. Entsprechend ist eine gewisse Vorsicht geboten.

Wer geübter im Umgang mit PCs ist und sich an einfache allgemeine Regeln hält, kann das grundsätzliche Risiko minimieren. Dazu solltet ihr euch beispielsweise nicht auf zwielichtigen Seiten umhertreiben oder dubiosen E-Mailanhängen und Verlinkungen nicht folgen.

Ein einfacher Hinweis, dass eure Webcam unter einem Fremdzugriff steht, ist das jeweilige Signallämpchen, das sich aktiviert, sobald die Kamera in Benutzung ist. Verwendet ihr die Kamera gerade nicht, sollte diese Lampe stets aus sein. Natürlich ist auch das für einen Angreifer theoretisch umgehbar und die Lampe nur ein äußerst niederschwelliger Hinweis auf Missbrauch.

Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, dann könnt ihr euch eine aufklappbare Abdeckung für eure Webcam kaufen. Somit kann kein Bild übertragen werden. Alternativ bastelt ihr euch eine vergleichbare Abdeckung einfach selbst. Wer sicher gehen will, dass auch kein Ton übertragen wird, muss wohl letztlich dazu zurückgreifen die Kamera bei Nichtbenutzung vom PC zu trennen.


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