Mainboard Vergleich 2019: Die besten (Gaming-) Mainboards für Sockel 1151, AM4, 2066, TR4 

Mainboard Test für Gamer
Zuletzt aktualisiert am: 05.12.2019

Ein Mainboard (auch Motherboard oder Hauptplatine) ist die Basis für jeden PC. Fakt ist aber: Es gibt extrem viele Modelle auf dem Markt und man verliert leicht den Überblick.

Deshalb haben für euch die besten Gaming-Mainboards für jeden Zweck und jedes Budget im Vergleich. Dafür haben wir uns durch unzählige Mainboard Tests gekämpft, damit ihr hier auch wirklich nur die besten Modelle von Asus, Gigabyte, Asrock und MSI findet (und natürlich das passende für euren Build und jeden Sockel)!


Die besten Mainboards im Vergleich

Im Folgenden findet ihr unsere Top-Tipps für Gaming-Mainboards. Wir haben dabei jeweils die besten Intel und AMD-Mainboards rausgesucht, die aktuell in Frage kommen. Eins vorweg: Hier sind keine uralt Boards mit drin, weil AM3+, FM2+ und LGA-1150 heutzutage kaum mehr Sinn machen.

Außerdem ist das hier kein direkter Mainboard Test (auch keine Rangliste), sondern eine Zusammenfassung vieler technischer Mainboard Tests von großen Seiten wie Arstechnica, Tweaktown, PC Games Hardware, Tomshardware oder Proclockers. Wir haben die einzelnen Modelle damit nicht selbst getestet und bezeichnen unseren Artikel hier gezielt als Mainboard Vergleich, nicht als Mainboard Test.

Woher weiß ich, welches Mainboard ich wirklich brauche und was sich lohnt? Schaut in unsere Kaufberatung weiter unten rein. Dort findet ihr schnell Antworten!

Wie steht es aktuelle um Intel-Mainboards: Nach dem CPU-Chaos im vergangenen Jahr hat Intel seine Chipsatz- und Prozessor-Produktpalette für 2019 verschlankt, indem die neue 300er-Serie und Coffee Lake CPUs jetzt als Standard gelten und auch preislich attraktiver sind. Zudem sind die meisten CPUs der 9ten Generation mit den meisten Z370-Mainboards abwärtskompatibel, die neueren Z390-Motherboards laufen ebenfalls mit Intel-Prozessoren der 8. Generation.

Die AMD Mainboard Landschaft: AMD war damit beschäftigt, Ryzen 3 und die dazugehörigen Mainboards der 500er-Serie vorzustellen, welche Leistungs- und Funktionsverbesserungen zur 400er-Reihe bieten. Derzeit bieten die 400er-Boards noch eine wesentlich bessere Preisleistung, daher empfehlen wir auch nur ein X570-Modell hier. 

Egal ob ihr einen Budget-Gaming-PC zusammenstellt, oder das beste Mainboard für einen i9-9900K oder Ryzen 3900X sucht - wir haben für alles eine Mainboard Empfehlung!

Die besten Intel Gaming-Mainboards 2019

Gigabyte Z390 Aorus Pro Wifi

Sockel: LGA-1151
Format: ATX
Chipsatz: Z390
CPU-Support: Coffee Lake Prozessoren

Beste Preisleistung

Asus ROG Maximus XI Hero WIFI

Sockel: LGA-1151
Format: ATX
Chipsatz:  Z390
CPU-Support: Coffee Lake Prozessoren

Bestes Highend für Sockel 1151

Asus ROG Strix Z390-I Gaming

Sockel: LGA-1151
Format: m-ITX
Chipsatz: Z390
CPU-Support: Coffee Lake Prozessoren

Bestes mini-ITX für Sockel 1151

MSI MPG Z390M Gaming Edge AC

Sockel: LGA-1151
Format: m-ATX
Chipsatz: Z390
CPU-Support: Coffee Lake Prozessoren

Bestes Micro-ATX für Sockel 1151

MSI Z390-A Pro

Sockel: LGA-1151
Format: ATX
Chipsatz: Z390
CPU-Support: Coffee Lake Prozessoren

Bestes günstiges Z390 Mainboard

ASROCK H370M PRO4

Sockel: LGA-1151
Format: m-ATX
Chipsatz: H370
CPU-Support: Coffee Lake Prozessoren

Bestes günstiges H370 Board

Asus Prime H310M-K

Sockel: LGA-1151
Format: m-ATX
Chipsatz: H310
CPU-Support: Coffee Lake Prozessoren

Bestes für Einsteiger

EVGA X299 Dark

Sockel: LGA-2066
Format: E-ATX
Chipsatz: X299
CPU-Support: Skylake-X, Kabylake-X

Bestes X299 Mainboard für Enthusiasten

Die besten AMD Gaming-Mainboards 2019

ASUS ROG STRIX X470-F

Sockel: AM4
Format: ATX
Chipsatz: X470
CPU-Support: Ryzen 3-7

Beste Preisleistung

ASUS ROG Crosshair VIII Hero

Sockel: AM4
Format: ATX
Chipsatz: X570
CPU-Support: Ryzen zweite und dritte Gen.

Kompromisslose Power für Sockel AM4

Gigabyte X470 Aorus Gaming 7 Wi-Fi

Sockel: AM4
Format: ATX
Chipsatz: X470
CPU-Support: Ryzen 3-7

Bestes Highend für Sockel AM4

Gigabyte X470 AORUS Ultra Gaming

Sockel: AM4
Format: ATX
Chipsatz: X470
CPU-Support: Ryzen 3-7

Bestes Mittelklasse für Sockel AM4

ASUS ROG Strix X470-I

Sockel: AM4
Format: ​m-ITX
Chipsatz: X470
CPU-Support: Ryzen 3-7

Bestes Mini-ITX

MSI B450M MORTAR

Sockel: AM4
Format: m-ATX
Chipsatz: B450
CPU-Support: Ryzen 3-7

Asrock B450M PRO4

Sockel: AM4
Format: m-ATX
Chipsatz: B450
CPU-Support: Ryzen 3-7

Bestes günstiges AMD-Mainboard

Bonus: Gigabyte X399 DESIGNARE EX

Sockel: TR4 Threadripper
Format: ATX
Chipsatz: X399
CPU-Support: Threadripper

Bestes X399 Mainboard für Enthusiasten


Die besten Intel-Mainboards im Detail

Mittlerweile sieht es bei den Intel-Mainboards relativ klar aus: Im Highend-Bereich sind die Preise für Z390 Chips quasi gleichauf mit den älteren Z370 (zum Teil sogar niedriger), ergo lohnt es sich für neue PCs nicht mehr auf die älteren Boards zu setzen. Denn im Prinzip bekommt ihr bei den Z390 Boards einfach mehr für euer Geld.

Im Mainstream-Bereich solltet ihr auf H370 Boards setzen, da B360 Chips ein Downgrade sind und meistens nichtmal günstiger sind. Soll es ein absolutes Budget-Mainboard sein, dann gibt es noch die H310-Mainboards welche unter 100€ zu haben sind. 

Gigabyte Z390 Aorus Pro Wifi

  • Formfaktor: ATX 
  • Sockel: LGA-1151 (Für Coffee-Lake)
  • Chipsatz: Z390  
  • RAM-Support: 4 x DIMM bis 4266 Mhz  (max. 64 GB DDR4)  
  • PCIe-Slots: 2 x16, 1 x8,  3 x1
  • Multi-GPU-Support: Nvidia 2- und 4-fach SLI, AMD 2-, 3- und 4-fach CrossFire

Derzeit wohl eines der besten Midrange-Mainboards für Intel-Setups. Massive Leistung mit einem VRM, um diese bei entsprechender Kühlung voll auszunutzen. Wie in Bjorn3d’s Test zu sehen, performt das Board in Gaming- und CPU-Benchmarks mehr als solide (5,1 GHz kein Problem), hat normale Temperaturwerte und einen leicht niedrigeren Stromverbrauch als vergleichbare Boards.

Als „Spezialfeatures“ gibt’s hier Wave 2 CNVi WLAN, Bluetooth 5, Intel-GbE LAN mit cFos und einen Gen 2 USB 3.1 Front-Port. Allerdings möchten wir das 12+1 Phasendesign des VRM als Highlight hervorheben, welches euch ein effizientes System sowie gute Kühlung ermöglicht.

Letztendlich bekommt ihr hier jede Menge Leistung im mittleren-hohen Preissegment, wodurch das Board als Mainstream durchgeht und für viele von euch optimal ist.

  • Gutes VRM mit guter Kühlung
  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Viele Features, sehr gutes Audio
  • BIOS veraltet und nicht nutzerfreundlich
  • Nicht ganz günstig
  • In Gaming-Benchmarks minimal hinter vergleichbaren Boards

Asus ROG Maximus XI Hero WIFI

  • Formfaktor: ATX 
  • Sockel: LGA-1151 (Für Coffee-Lake)
  • Chipsatz: Z390  
  • RAM-Support: 4 x DIMM bis 4400 Mhz  (max. 64 GB DDR4)  
  • PCIe-Slots: 3 x16 ,  3 x1
  • Multi-GPU-Support: Nvidia 2-fach SLI, AMD 3-fach CrossFire

Mit dem Maximus XI Hero bringt Asus ein neues Highend Z390 Mainboard mit verfeinertem VRM und besseren Kühlkörpern für Overclocker an den Start. Laut dem Test von Guru3d läuft das Board sensationell gut ohne Stabilitätsprobleme und starker Performance (sollte man aber für den Preis auch erwarten können). Auch im Test von Proclockers reißt das Mainboard in allen gängigen Benchmarks einiges (die haben das Teil wirklich durch alle Benchmarks gejagt – wen es interessiert sollte da mal reinschauen).

Nette Features sind bei diesem Monster natürlich einige am Start: Intel-WLAN-ac mit MU-MIMO Support, Premium Sonic Studio Audio mit eingebautem DAC, optimierte Kühlung mit dedizierten Header Zonen und M.2 Kühlkörper, Smart Protection zum Schutz vor Überhitzung und einem KI-basiertem Overclocking-Algorithmus (soll optimale Taktung erkennen).

Alles in allem ein Premium-Mainboard mit einem hohen Preis. Wer die Features will oder braucht, kann aber bedenkenlos zuschlagen.

  • Sehr gutes Übertakten
  • Sensationelle Effizienz
  • Premium-Features & Verarbeitung
  • Extrem teuer
  • Platzierung der SATA-Anschlüsse nicht optimal
  • Nur 1GB Ethernet

Asus ROG Strix Z390-I Gaming

  • Formfaktor: m-ITX 
  • Sockel: LGA-1151 (Für Coffee-Lake)
  • Chipsatz: Z390  
  • RAM-Support: 2 x DIMM bis 4500 Mhz  (max. 32 GB DDR4)  
  • PCIe-Slots: 1 x16 
  • Multi-GPU-Support: Nein

Das ROG Strix Z390-I Gaming gilt es eines der besten mini-ITX Boards auf dem Markt. Falls ihr also einen kompakten PC mit einem i9-9900K, 32 GB RAM, superschnellem M.2-Speicher und einer GeForce RTX 2080 Ti zusammen schrauben wollt, dann ist das euer Mainboard.

Natürlich gibt auch es günstigere Mini-ITX-Boards, aber Asus hat bei diesem Modell wirklich viel verpackt:

4x SATA-Anschlüsse, zwei M.2 PCIe x4 Anschlüsse, 5x USB 3.1 G2 Ports, hochwertiges Audio, Intel-GbE-LAN, Intel 9560 802.11ac WiFi, 4 Lüfter-Header, und ein verstärkter Steckplatz für Grafikkarten zeigt, was auf einem 17 x 17 cm großen Board alles möglich ist.

Auch in Punkto Performance ist das kleine ITX-Monster echt stark. Im Test von Hexus zieht es mal eben ein 300€ teureres Board ab (MSI MEG Z390 Godlike). Aber auch in den Overclocking-, CPU- und Memory-Tests schlägt sich das Teil gut.

Unterm Strich gibt’s hier alle Feinheiten, die ihr auch bei einem großen ATX-Board erwarten würdet, einschließlich subtiler RGB-Beleuchtung, vorinstallierter I/O-Abschirmung, ordentlicher Audio- und WLAN-Funktion und ein optimiertes BIOS (mit fragwürdiger „automatischer Übertaktung").

  • Sehr viele Features für ein m-ITX
  • Gute Spannungsregulierung
  • Solide Performance
  • BIOS übertaktet CPU automatisch
  • Teuer
  • Weniger sinnvolles Front-Panel/USB 2.0 Header Pins 

MSI MPG Z390M Gaming Edge AC

  • Formfaktor: m-ATX 
  • Sockel: LGA-1151 (Für Coffee-Lake)
  • Chipsatz: Z390  
  • RAM-Support: 4 x DIMM bis 4500 Mhz  (max. 64 GB DDR4)  
  • PCIe-Slots: 2 x16,  2 x1 
  • Multi-GPU-Support: Nvidia 2-fach SLI, AMD 2-fach CrossFire

Wenn ihr auf der Suche nach einem guten Z390 Mainboard seid, aber nur wenig Platz auf eurem Schreibtisch habt, dann solltet ihr euch dieses Micro-ATX Modell von MSI anschauen.

Denn beim diesem Modell von MSI bekommt ihr ein Micro-ATX-Motherboard mit allen Funktionen, die ihr auch bei einem ATX in voller Größe finden würdet, aber zu einem günstigeren Preis. Trotz der reduzierten Größe bekommt ihr hier immer noch zwei M.2-Slots, SLI- und Crossfire-Unterstützung sowie solider Performance.

 Da ihr bei Z390 mATX Boards nicht viele Alternativen habt, ist das Edge von MSI wirklich das beste in dieser Kategorie. Im Direktvergleich mit der einzigen Option, dem Gigabyte Z390 M Gaming, bekommt ihr einfach mehr für euer Geld: Besseres Realtek ALC1220 Audio, Intel-Wireless-AC 9560 mit Bluetooth 5.0 und massiv erweiterte VRM-Kühlkörper.
  • Platzsparend
  • Beste Preisleistung bei m-ATX Boards
  • Solide Performance
  • Weniger Features als Gigabyte Aorus Wifi
  • Kein M.2 Kühlkörper
  • Hoher Stromverbrauch

MSI Z390-A Pro

  • Formfaktor: ATX 
  • Sockel: LGA-1151 (Für Coffee-Lake)
  • Chipsatz: Z390  
  • RAM-Support: 4 x DIMM bis 4400 Mhz  (max. 64 GB DDR4)  
  • PCIe-Slots: 2 x16, 4 x1
  • Multi-GPU-Support: AMD 2-fach CrossFire

Das MSI Z390-A Pro ist eines der wenigen Mainboards unter 150€, dass mit einem i9 9900K ohne VRM-Drosselung umgehen kann. Logischerweise ist hier nichts mit Übertakten drin, aber dennoch läuft alles stabil. Falls ihr also einen aktuellen Highend Coffee-Lake Prozessor verbauen wollt und wenig Kohle habt, ist das wohl das Board eurer Wahl.

Es bietet das beste VRM in dieser Preisklasse, die Kühlung ist ausreichend und es hält in Punkto Features mit vergleichbaren Boards mit. Lediglich Wunder könnt ihr von diesem MSI Modell nicht erwarten, eine gute Preisleistung bekommt ihr trotzdem.

Als Alternative gäbe es noch das Gigabyte Z390 UD, falls ihr das MSI gerade nicht in die Finger bekommt. Jedenfalls bekommt ihr mit dem MSI A-Pro ein sehr gutes Einsteigerboard mit allem was man so braucht und das zu einem fairen Preis.
  • Sehr preiswert
  • Top Preisleistung
  • Alle wesentlichen Features
  • VRM nicht das Beste
  • Etwas wenig Anschlüsse
  • Weniger geeignet für Übertaktung

ASROCK H370M PRO4

  • Formfaktor: m-ATX 
  • Sockel: LGA-1151 (Für Coffee-Lake)
  • Chipsatz: H370 
  • RAM-Support: 4 x DIMM bis 2666 Mhz  (max. 64 GB DDR4)  
  • PCIe-Slots: 2 x16, 2 x1
  • Multi-GPU-Support: AMD 2-fach CrossFire

Mit dem H370 Board von Asrock bekommt ihr die nächst günstigere Alternative zum MSI Z390-A Pro. Klar, hier macht ihr beim H370 Chipsatz ein paar kleinere Abstriche in Punkto Features, spart aber gut und gerne 25-30€. Falls ihr also plant, ein günstiges Intel-System zu bauen, könnte das eure Wahl sein.

Die Features sind bei dem Preis überschaubar, dennoch gibt’s 2x M.2 Ports, ein 10 Phasen VRM und 2x USB 3.1 Gen2 Anschlüsse.

Wo das Board aber wirklich punktet, ist der Preis pro Euro. Im Direktvergleich zum MSI B360M Mortar bietet das H370 von Asrock laut Tomshardware mehr Performance und eine bessere Preisleistung. Zudem bekommt ihr hier mehr SATA und USB 3.X Ports (anstatt RGB) zum gleichen Preis.

Schlussendlich könnt ihr hier minimal Geld sparen, wir empfehlen euch aber eher das oben erwähnte Z390 Board zu kaufen, da habt ihr einfach mehr von.

  • H370 Features zum B360 Preis
  • Gutes BIOS
  • Zwei USB 3.1 Gen2 Ports
  • Kein Front-Panel für 3.1 Gen 2 Anschlüsse
  • Schlechtes Onboard-Audio, Soundkarte empfohlen
  • Fummelige RAM-Slots und Installation

Asus Prime H310M-K

  • Formfaktor: m-ATX 
  • Sockel: LGA-1151 (Für Coffee-Lake)
  • Chipsatz: H310 
  • RAM-Support: 2 x DIMM bis 2666 Mhz (max. 32 GB DDR4)  
  • PCIe-Slots: 1 x16, 2 x1
  • Multi-GPU-Support: Nein

Hiermit schließen wir unsere Intel Mainboard Bestenliste mit einem absoluten Budget-Tipp und wohl dem besten Intel-Mainboard unter 100€ ab (hier drunter gibt es aber noch einen X299-Tipp!).

Beim H310 Chipsatz müsst ihr aber wirklich viele Abstriche bezüglich Features machen, da ihr hier nur das absolute Minimum bekommt. Erwarte hier also kein super hochwertiges VRM oder sehr gute Kühlung.

Für alle, die jedoch extra Features wie NVME M.2 oder zusätzliche (3.1 Gen2) USB-Ports nicht brauchen, kann das Asus Prime H310M-K eine echte Alternative sein.

  • Extrem günstig
  • Optimal für Budget-Builds
  • Gutes BIOS
  • Nur 4-Phasen VRM
  • Kaum Features
  • Eingeschränkter RAM-Support

EVGA X299 Dark 

  • Formfaktor: E-ATX 
  • Sockel: LGA 2066 (Skylake-X)
  • Chipsatz: X299 
  • RAM-Support: 4 x DIMM bis 4133 Mhz  (max. 64 GB DDR4)  
  • PCIe-Slots: 5 x16, 1 x4
  • Multi-GPU-Support: 4-fach nVidia SLI

Mit EVGA hätte in dieser Mainboard Bestenliste sicherlich kaum jemand gerechnet, aber dieses Teil ist eine absolute Topempfehlung (wenn nicht sogar ein Geheimtipp).

Bei X299 Boards kommt es im Wesentlichen auf das VRM und die Kühlung an, denn Skylake-X Prozessoren geben jede Menge Wärme ab. Genau das kann EVGA X299 Dark bieten: Auf dem großen VRM-Kühlkörper befinden sich zwei Lüfter und es ist ein ausgeklügeltes Überwachungs- und Diagnosesystem für die Temperaturen eingebaut.

Hinzu kommt die sehr hochwertige Verarbeitung: Sowohl der rechte als auch der linke Rand der Leiterplatte sind mit Gold verstärkt, wodurch das Mainboard extrem stabil ist.

Bezüglich Performance möchten wir auf die Kollegen von Tweaktown verweisen, die das Mainboard ausgiebig getestet haben. Das EVGA X299 Dark hat in diesen Tests wirklich gut abgeschnitten und es konnten keine Leistungsprobleme festgestellt werden. Insbesondere in den Temperaturtests konnte das VRM voll überzeugen und es wird deutlich, dass das aktive Kühlungssystem des Boards sehr gut funktioniert.

Auch bezüglich Features bekommt ihr alles, was ihr braucht: Sehr gutes Onboard-Audio (eines der letzten Motherboards, das den Core3Di-Audioprozessor von Creative verwendet), zwei Intel GbE LAN Ports, zwei U.2-Ports, USB 3.1 / Type-C, oder zwei M.2-Slots, um nur einige zu nennen.

Unterm Strich bekommt ihr hier wohl das derzeit zuverlässigste, kühlste und beste X299 Mainboard für euer Enthusiasten-System. Im Direktvergleich mit dem Asus Rampage Extreme VI „spart“ ihr auch noch gute 60€ und bekommt trotzdem mehr für euer Geld.

  • Extrem hochwertiges VRM
  • Kühlstes X299 Mainboard mit vielen Features
  • Sehr gute Performance und OC-Potenzial
  • Nur 4x DIMM Slots
  • Sehr teuer
  • Kein RGB

Die besten AMD Gaming-Mainboards

Wenn ihr einen neuen Gaming-PC mit einer Ryzen CPU bauen wollt, habt ihr es in Punkto Mainboard-Wahl wesentlich einfacher. In 2019 sind auch die Highend-Bretter mit den X470 Chipsätzen erschwinglich, X370-Boards lohnen sich für neue PCs nicht mehr da der Preisunterschied zu gering ist und X470 mehr Vorteile bieten. Neuere gute Boards mit den X570-Chipsätzen sind noch sehr teuer und lohnen sich nur für Enthusiasten-Systeme.

Dasselbe gilt für die Midrange- und Budget-Boards B450 und B350: Der B450 Chipsatz bietet euch mehr und kostet quasi gleich viel wie B350-Boards (es kann zum Teil aber immer noch B350-Schnäppchen geben). Alles andere lohnt sich jedoch nicht - mehr dazu und weitere AMD Mainboard Empfehlungen gibt es in unserem Spezialartikel zum Thema AM4-Mainboards.

Wenn ihr also noch kein X370-Board habt ist es auf alle Fälle besser, die neueren X470 / B450-Motherboards zu kaufen. Sie unterstützen einige der neueren Funktionen was bedeutet, dass sie auf lange Sicht besser sind. Insbesondere mit X470 bekommt ihr die XFR2-Technologie, wovon auch die nächste Ryzen-Generation profitieren wird.


ASUS ROG STRIX X470-F

  • Formfaktor: ATX
  • Sockel: AM4 (Ryzen)
  • Chipsatz: X470
  • RAM-Support: 4 x DIMM bis 3600 Mhz  (max. 64 GB DDR4)
  • PCIe-Slots: 3 x16, 1 x8,  3 x1
  • Multi-GPU-Support: Nvidia 2-fach SLI, AMD 3-fach CrossFire

Dieses Asus X470 Board zählt zu den schnellsten auf dem Markt und lässt Konkurrenten wie MSI und Gigabyte bezüglich Performance hinter sich (siehe PCGamesn’s Bericht). Dementsprechend ist das derzeit unsere Top-Empfehlung für Highend AMD-Builds mit einem Ryzen 2700X!

Aber auch im Featurebereich kann sich das Board sehen lassen und überzeugt mit sehr gutem Audio, effektiver Kühlung für M.2-Slots, tollem RGB, vorinstallierter I/O Blende und ausreichend USB-Anschlüssen.

Für alle die ein sehr leistungsstarkes Ryzen-Rig bauen möchten, ist das Strix X470-F Gaming im Moment die erste Wahl, insofern ihr auf WLAN-ac und einen schnelleren Ethernet-Port verzichten könnt.
  • Sehr gutes OC-Potenzial
  • Viele Features
  • Beste AMD Gaming Performance derzeit
  • Kein WLAN-ac
  • Eingeschränktes Übertaktungspotenzial
  • Stromverbrauch und Temperatur höher als bei anderen

ASUS ROG Crosshair VIII Hero

  • Formfaktor: ATX
  • Sockel: AM4 (Ryzen)
  • Chipsatz: X570
  • RAM-Support: 4 x DIMM bis 4600 Mhz  (max. 128 GB DDR4)
  • PCIe-Slots: 2 x16, 1 x8,  2 x1
  • Multi-GPU-Support: 2fach-GPU SLI, 3fach CrossFire

Das VIII Hero ist zwar nicht das Flaggschiff X570-Mainboard von Asus, wir sind jedoch der Meinung, dass es wahrscheinlich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Highend-Bereich bieten wird. Ästhetisch sieht das VIII Hero wie alle ROG-Produkte einfach nur genial und futuristisch aus. Wie die meisten X570-Modelle verfügt auch das Hero über große Kühlkörper und Abdeckungen, die den größten Teil der Platinenoberfläche bedecken. Dies ist wiederum der lästigen stromhungrigen TDP zu verdanken.

Es wird mit einer 16-Phasen-Stromversorgung geliefert, die mit der des Formula-Modells (das X570 Flaggschiff) identisch ist, eine Wasserkühlung der VRMs wird jedoch leider nicht unterstützt. Darüber hinaus ist das Asus Hero VIII mit einem Wi-Fi 6 AX200 Wireless-Chip ausgestattet, der jederzeit eine hervorragende Konnektivität gewährleistet.

Zudem verfügt das Board über 7 x USB 3.2 Gen 2 Typ-A-Anschlüsse, USB 3.2 Gen 2 Typ-C, 4 x USB 3.2 Gen 1, 8 x SATA-Anschlüsse und 2 PCIe 4-fähige M.2-Steckplätze.

  • Effiziente Kühlung
  • Geniale Optik
  • Viel Übertaktungs-Potenzial
  • Sehr hoher Preis

Gigabyte X470 Aorus Gaming 7 Wi-Fi

  • Formfaktor: ATX
  • Sockel: AM4 (Ryzen)
  • Chipsatz: X470
  • RAM-Support: 4 x DIMM bis 3600 Mhz  (max. 64 GB DDR4)
  • PCIe-Slots: 3 x16, 1 x8,  2 x1
  • Multi-GPU-Support: 4fach-GPU SLI, CrossFire

Das GIGABYTE X470 Aorus Gaming 7 Wi-Fi ist ein Premium-Board, das in erster Linie für Gamer gedacht ist. Als größte Weiterentwicklung im Vergleich zur der X370-Serie gelten wohl die verbesserten Kühlkörper, sowie bessere RAM-Kompatibilität.

Doch abgesehen von den sehr guten VRM-Kühlkörpern bietet das Aorus Gaming 7 in Punkto Features wirklich alles, was man von einem Mainboard erwarten kann: Zwei M.2-Kühlkörpern, reichhaltige RGB-Konnektivität und Beleuchtung, erstklassiges Audio, ein 10 + 2 Phasen-Setup, acht PWM-Lüfterheader, eine verstärkte Rückplatte, genügend USB-Anschlüsse und WLAN-ac.

Auch in Bezug auf die Performance kann das Aorus Gaming 7 überzeugen. Laut den Analysen von PCGamer läuft es stabil und liefert in allen Benchmarks gute Werte. Allerdings schwächelt das Board in Anandtechs Test etwas bei den Gaming-Benchmarks, die Unterschiede sind aber marginal.

Jedenfalls ist das X470 Gaming 7 von Gigabyte ein erstklassiges Mainboard zu einem vernünftigen Preis, mit einem sehr guten Gesamtpaket. Für alle, die sich neben dem Zocken noch für Streaming oder Rendering interessieren, könnte dieses Board optimal sein.

Perfekt für jeden, der ein starkes Ryzen 7 System bauen und auf kein Feature verzichten möchte!

  • Konsistente Performance
  • Super Features
  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Software und BIOS noch nicht optimal
  • Teuer
  • Keine Top-Werte in Gaming-Benchmarks

Gigabyte X470 AORUS Ultra Gaming

  • Formfaktor: ATX
  • Sockel: AM4 (Ryzen)
  • Chipsatz: X470
  • RAM-Support: 4 x DIMM bis 3200 Mhz  (max. 64 GB DDR4)
  • PCIe-Slots: 3 x16, 1 x8,  2 x1
  • Multi-GPU-Support: Nvidia 2-fach SLI, AMD 2- und 4-fach CrossFire

Bei diesem Preispunkt ist es komischerweise immer noch schwierig, ein wesentlich günstigeres X370 Board zu finden. Ergo macht die Wahl eines guten Mittelklasse X470 Boards mehr Sinn und genau da kommt Gigabyte wieder ins Spiel.

In dieser Preisklasse (unter 150€) habt ihr nicht viele Möglichkeiten, das Aorus Ultra von Gigabyte bietet euch jedoch die besten und meisten Features. Denn im Direktvergleich mit den beiden Alternativen (MSI X470 Gaming Plus, MSI X470 Gaming Pro) bekommt ihr hier eine viel bessere Audio-Lösung, einen schnelleren Ethernet-Port, USB-Typ-C, insgesamt mehr USB-Anschlüsse sowie bessere M.2-Ports.

Laut Guru3d ist das VRM ähnlich, sowohl die Gigabyte- als auch die MSI-Platinen haben ein 4 + 2-Design und bieten so auch übertakteten Ryzen 7 2700X CPUs ausreichend Leistung. Wir finden: Definitiv das beste AMD Mainboard unter 150€ in Punkto Preisleistung!

  • Top Preisleistung
  • Viele Features
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Eingeschränktes OC-Potenzial
  • Hoher Stromverbrauch
  • Kompliziertes BIOS

ASUS ROG Strix X470-I

  • Formfaktor: m-ITX
  • Sockel: AM4 (Ryzen)
  • Chipsatz: X470
  • RAM-Support: 2 x DIMM bis 3600 Mhz (max. 32 GB DDR4)
  • PCIe-Slots: 2 x16
  • Multi-GPU-Support: Nein

Ihr wollt ein Highend Ryzen-System mit kompaktem Formfaktor bauen? Dann schaut euch dieses Board an!

Das ROG Strix X470-I Gaming bietet alles, was man sich als Gamer wünschen kann, abgesehen von mehr PCIe-Erweiterungssteckplätzen. Zwei M.2-Steckplätze und vier SATA-Anschlüsse bieten genügend Speicheroptionen, USB 2.0- und 3.0-Header gibt es auch genügend. Zudem gibt’s analoge und digitale RGB-Header, sowie drei Onboard-Lüfter-Header (eine Seltenheit auf ITX-Boards).

Laut BitTech bringt das Board auch ordentlich Leistung und es ist wirklich schwer, den Unterschied zwischen diesem Mainboard und seinen größeren Brüdern zu finden.
  • Extrem gutes Audio
  • Sehr stabile Performance
  • Hält mit ATX-Boards mit
  • Nur wenig Unterschiede zum günstigeren B450-I
  • Teuer
  • RAM-Performance nicht perfekt

MSI B450M MORTAR

  • Formfaktor: m-ATX
  • Sockel: AM4 (Ryzen)
  • Chipsatz: B450
  • RAM-Support: 4 x DIMM bis 3466 Mhz (max. 64 GB DDR4)
  • PCIe-Slots: 2 x16, 2 x1
  • Multi-GPU-Support: 2-fach AMD Crossfire

Zu einem Preis von guten 100€ ist das MSI B450M Mortar eine Topempfehlung für alle, die gerade etwas knapp bei Kasse sind. Trotz des recht niedrigen Preises bekommt ihr hier aber immer noch sehr gute Gaming Performance (siehe die Benchmarks von Eteknix) und ordentlich Features.

Insbesondere bei den Features geizt MSI nicht, das ist nämlich tatsächlich eine weitere Stärke des Boards. Allein auf der hinteren I/O-Blende stehen eine Reihe von USB-Anschlüssen, Typ-C-Ports, HDMI und Display-Port zur Verfügung. Hinzu kommt eine sehr gute Audio-Lösung mit Verstärker, schnelle M.2-Ports, USB 3.1 Gen2, RGB-Header und StoreMI-Support.

  • Gute Gaming Performance
  • Günstig
  • Top Preisleistung
  • Kein WLAN-Support
  • Kein SLI-Support
  • Nur wenig Upgrades im Vergleich zum B350 Chipsatz

Asrock B450M PRO4

  • Formfaktor: m-ATX
  • Sockel: AM4 (Ryzen)
  • Chipsatz: B450
  • RAM-Support: 4 x DIMM bis 3200 Mhz (max. 64 GB DDR4)
  • PCIe-Slots: 2 x16, 1 x1
  • Multi-GPU-Support: 2- und 4-fach AMD Crossfire

Zum Abschluss natürlich auch noch ein sehr günstiges AM4-Board für alle, die ein Budget-System bauen möchten. Für unter 100€ bietet euch das Asrock B450M Pro4 trotz m-ATX Formfaktor mehr als genug Preisleistung.

Betrachtet man die Basisleistungsdaten im Vergleich zu mehreren X470-Boards, sieht man bezüglich der Rohleistung keine riesigen Unterschiede (so Vortez.net). Insbesondere wenn Übertakten für euch keine Rolle spielt, ist dieses Asrock-Board eine hervorragende Alternative.

Auch hier verliert man trotz mATX-Größe sehr wenig an Konnektivität. Ein einzelner 16x PCIe-Steckplatz ist für die meisten Anwendungsszenarien ausreichend, ergo reichen zwei vollkommen aus. Zudem bekommt ihr zwei M.2-Slots, die selbst bei einigen größeren Motherboards immer noch nicht Standard sind.
  • Sehr günstig
  • Niedriger Stromverbrauch
  • Sehr gute Preisleistung
  • Kein Übertakten
  • VRM nicht der Bringer
  • Wenig Features

Gigabyte X399 DESIGNARE EX

  • Formfaktor: ATX
  • Sockel: TR4 (Threadripper)
  • Chipsatz: X399 
  • RAM-Support: 8 x DIMM bis 3600 Mhz  (max. 128 GB DDR4)
  • PCIe-Slots: 3 x16
  • Multi-GPU-Support: 2- und 4-fach AMD Crossfire, 2-4 fach nVidia SLI

Obwohl das Designare EX von Gigabyte nicht direkt an Gamer gerichtet ist, ist es im Moment das beste AMD X399-Mainboard. Vielmehr will Gigabyte mit dem X399 Designare EX auch Nicht-Gamer ansprechen und konzentriert sich auf Zuverlässigkeit und Robustheit.

Allerdings schneidet das Board in der Gaming-Performance in Anandtech’s Test trotzdem sehr gut ab. Der Hauptvorteil dieses Modells im Vergleich mit anderen TR4-Boards ist zudem der wesentlich geringere Preis (wir sprechen hier zum Teil von 300€!).

Dennoch bietet das Board auch für Gamer und Modder genügend interessante Features: RGB-Beleuchtung und –Header, eine sehr gute Stromversorgungsschaltung, super Audio, zahlreiche Optionen für die Temperaturregelung bis hin zu vielseitigen Übertaktungsfunktionen, alles ist dabei. Leider kommuniziert Gigabyte das Ganze nicht so recht und betont lediglich die Nicht-Gaming-Features.

Falls ihr also ein super stabiles und zuverlässiges Threadripper Mainboard sucht, dann schaut euch dieses mal näher an.
  • Wesentlich günstiger als andere TR4-Boards
  • Extrem viele tolle Features
  • Exzellente Qualität und Verarbeitung
  • Trotzdem sehr teuer
  • Manche Gaming-Features nicht enthalten
  • Begrenztes Übertaktungspotenzial

Mainboard Kaufberatung: So wählt ihr richtig

Bevor ihr einfach ein Mainboard kauft oder nicht genau wisst, worauf es dabei ankommt, solltet ihr einige wichtige Punkte beachten. Aber zu aller erst: Legt euch vor dem Kauf eines Mainboards auf eine CPU fest. Checkt dazu doch einfach den CPU Vergleich von Daniel!

Unsere Kaufberatung hilft euch dabei, das passende Gaming Mainboard für eure ausgewählte CPU zu finden. Unbedingt aufmerksam lesen damit ihr Fehlkäufe vermeidet, Zeit spart und euer Gaming PC auch wirklich rund läuft!


Intel-Mainboard Chipsätze erklärt: Unterschiede und was sich lohnt

Ihr wollt eigentlich nur eins: Wissen welches Intel-Mainboard ihr euch denn nun in 2019 holen sollt. Hier bekommt ihr die Antwort auf den Punkt.

TLDR: Welches Intel-Mainboard in 2019

Fakt ist: Wenn ihr die aktuellen Intel Coffee-Lake CPUs der 8ten und 9ten Generation mit Sockel LGA-1151 verwenden möchtet, braucht ihr ein Intel Mainboard der 300er-Serie. Daher kommt nur folgendes in Frage:

  • Für neue Highend Gaming PCs: Holt euch ein Z390 Mainboard, das ist zukunftssicher. Oft kosten Z370er gleich viel
  • Midrange-Systeme: Holt euch ein H370 Mainboard
  • Budget-Build: Holt euch entweder ein H370 oder ein H310. B360er-Boards lohnen sich nicht, da ihr ein H370 zum gleichen Preis bekommt
  • Xtreme / Enthusiast: Für Skylake-X oder Kabylake-X CPUs kommen nur X299-Mainboards in Frage

Z390 vs. Z370: Highend-Mainboards für Intel Coffee Lake Builds der 8ten und 9ten Generation

Z390-Mainboards kamen ein Jahr nach der Z370-Serie raus und haben zusätzliche nette Features mit an den Start gebracht. Die grundlegende Ausstattung entspricht denen des Z370-Chipsatzes, aber ihr bekommt noch einige Features obendrauf. Außerdem kosten Z370er-Boards nach wie vor gleich viel, oder sind sogar teurer als Z390er. Ergo lohnen sich Z370-Boards meist überhaupt nicht mehr, außer ihr bekommt ein vergleichbares Modell zu einem erheblich besseren Preis.

Z390-Mainboards – für wen lohnen sie sich?

Wenn ihr euch fragt, ob ihr euch ein Z390 oder Z370 Mainboard holen sollt, könnt ihr euch an folgenden Punkten orientieren:
  • Falls ihr einen älteren Intel-Prozessor habt und kein Upgrade auf eine CPU der 9. Generation plant, behaltet euer Z370.
  • Ihr wollt einen komplett neuen Gaming-PC bauen? Holt euch ein Z390-Board.
  • Wenn ihr einen Intel-Prozessor der 8. Generation habt und eh auf die 9. Generation upgraden wollt, braucht ihr kein neues Mainboard. Außer ihr wollt die Features des Z390, die wir unten beschreiben.

Obwohl Z370-Mainboards auch mit den neuen Intel-Prozessoren der 9. Generation kompatibel sind, ist ein Upgrade auf die Z390-Plattform keine schlechte Idee. Im Gegensatz zu Z370-Motherboards wurden Z390-Motherboards speziell dafür entwickelt, um die Intel-Prozessoren der 9. Generation optimal zu nutzen.

Dennoch gehen die Verbesserungen am Design über einfache Kompatibilität hinaus.

Dank der erweiterten Kühlkörper und des verbesserten thermischen Designs bieten Z390-Motherboards bessere Betriebstemperaturen und mehr Stabilität für euer System. Die großen, mehrphasigen Spannungsregulatoren sind dann noch das Sahnehäubchen. Hierdurch könnt ihr die brandneuen i9er bis an ihre Grenzen übertakten, ohne dass Hitzeprobleme auftreten.

Z390 vs. Z370 Übersicht – Technische Unterschiede

Ihr wollt einen schnellen Vergleich? Hier ist eine Tabelle, die die technischen Unterschiede zwischen Z370 und Z390 Chips zeigt:

Z390

Z370

Prozessor-Sockel

LGA 1151

LGA 1151

CNVi Unterstützung

Ja

Nein

RAM

DDR4

DDR4

DIMMs pro Kanal

2/2

2/2

Display Ports

3

3

Gesamt USB-Ports

14

14

Max. USB 3.1 Gen. 2 Ports

6

0

SATA-Ports

6

6

Max. PCI-Lanes

24x 3.0

24x 3.0

CPU-Übertaktung

Möglich

Möglich

Intel Optane Technologie

Ja

Ja

Wie aus der obigen Tabelle hervorgeht, sind die wichtigsten spezifikationsbedingten Unterschiede zwischen Z370 und Z390 der CNVi-Support sowie die USB 3.1 Gen 2-Ports. Was das konkret bedeutet erfahrt ihr jetzt.

CNVI-Unterstützung: 2X2 802.11AC WLAN

Intels integrierte WLAN-AC Technologie CNVi ermöglicht eine wesentlich schnellere drahtlose Internetverbindung, da der Großteil des Funkmoduls auf den Chipsatz ausgelagert wird. Dadurch bekommt ihr Zugriff auf WLAN-Verbindungen mit hoher Bandbreite (Geschwindigkeiten von bis zu 1,73 Gbit / s).

Dies verbessert den bisherigen WLAN-Standard, indem die maximale Bandbreite fast verdoppelt wird. Darüber hinaus können Daten viel schneller übertragen werden, da der Chipsatz einen großen Teil des drahtlosen Moduls beherbergt.

Beim Surfen oder auf Netflix werdet ihr damit keinen Unterschied merken. Fürs Streamen auf Twitch, oder beim Zocken ohne LAN-Kabel bei Multiplayer-Spielen via WLAN-Verbindung wohl schon eher (besserer Upload, niedrigerer Ping).

USB 3.1 Ports der zweiten Generation – Was bringen die Dinger?

Durch den neuesten USB-Standard im Z390-Chipsatz werden nicht nur Datenübertragungen und Geschwindigkeit des Mainboards besser, sondern auch eine höhere Anzahl dieser integrierten Ports möglich.

Falls ihr also über Endgeräte verfügt die diesen Standard bereits nutzen, fahrt ihr bei Z390-Boards mit maximal 6 Ports gut. Ansonsten bringt euch das „Feature“ natürlich nichts.

o4g Tipp

Gut zu wissen

Lohnen sich Coffee Lake Mainboards für einen Intel-Build?

Ja, definitiv. Wenn ihr einen neuen Gaming PC bauen wollt, holt euch eine Coffee Lake CPU mitsamt passendem Z390/370 Mainboard! Hier kurz zusammengefasst, warum sich Coffee Lake Systeme einfach mehr lohnen:

  • Coffee Lake CPUs sind nur geringfügig teurer
  • Bei i7 Prozessoren 6 anstatt 4 Kerne und bereits der i3 hat bei den Coffee Lakes schon 4 Kerne
  • Verbesserte Turbo-Geschwindigkeiten
  • Bessere Onboard-Grafik
  • 2666 Mhz Unterstützung bei i5 und i7, 2400 Mhz bei i3-Systemen
  • Verbessertes Übertakten und Stromversorgung

H370-Mainboards erklärt: Perfekt für Midrange-Systeme

H370-Mainboards sind nur eine Stufe unterhalb von Z370 oder Z390 und ideal für Leute, die nicht gerne selbst an ihrem PC rumbasteln und ein günstigeres System bauen möchten.

Denn der H370 Chipsatz unterstützt weder Übertakten der CPU/RAM, noch Multi-Grafikkarten-Setups oder einige der exotischeren Funktionen der Intel Rapid Storage Technologie. Abgesehen von diesen Enthusiasten-Features und einigen Unterschieden bei der Unterstützung von USB 3.1, spiegelt der H370 weitgehend den Z370-Chipsatz wider.

B360 vs. H310-Mainboards: Was macht mehr Sinn für Budget Builds?

B360-Motherboards lassen im Vergleich zu ihren größeren Brüdern bereits einige Features weg: Es gibt hier weniger USB-Ports, weniger HSIO- und PCI-E-Lanes und kaum RAID-Unterstützung durch die Rapid Storage-Technologie. Allerdings gibt es hier weiterhin schnelle USB 3.1 Gen. 2-Ports und Optane Memory-Unterstützung, um die Festplattengeschwindigkeit auf SSD-Geschwindigkeit zu bringen.

Man könnte meinen B360 Mainboards wären perfekt für Budget-Builds, allerdings kosten sie im Vergleich zu H370 gleich viel, sind aber in allen Belangen schlechter. Deshalb können wir euch diesen Mainboard-Typ nicht empfehlen!

H310-Motherboards beschränken sich wirklich komplett auf das Wesentliche, sind aber dafür sehr günstig. Es werden weit weniger USB- und SATA-Anschlüsse unterstützt, es gibt kein PCI-E 3.0 (nur das langsamere PCI-E 2.0) und ihr könnt die Optane-Memory-Technologie nicht wirklich verwenden. Die Speicherkonfiguration unterstützt nur ein einzelnes DIMM pro Kanal, wodurch die Gesamtbandbreite reduziert wird. Außerdem gibt es keinerlei RAID-Optionen.

Daher empfehlen wir diese Mainboards wirklich nur für absolute Budget-Systeme, da ihr hier viel Potenzial verschenkt.

X299-Mainboards für den Sockel LGA 2066 erklärt

Mainboards für den Sockel LGA 2066 sind für die Intel Xtreme-Edition der neuesten Generation. Ergo sprechen wir hier von Prozessoren wie dem i9-7980XE, i9-7900X oder dem neuen i9-9980 XE. Absolut kranke Teile wenn ihr uns fragt, aber wenn ihr es wirklich wissen wollt, dann mit diesen Mainboards. 

LGA 2066 laufen auf dem X299 Chipsatz und sind nur für totale Overclock-Freaks zu empfehlen oder für jemanden, der bei seinem nächsten PC-Build vollkommen ausrasten will. Wenn ihr nicht mindestens gute 1500-2000€ für euer System ausgeben wollt, lohnen sich diese Motherboards nicht.

Achtung: X299-Mainboards sind NICHT mit Intel Coffee Lake CPUs kompatibel! 

Achja: X99-Mainboards lohnen sich nicht und sind preislich in der gleichen Liga, haben aber ansonsten nur Nachteile. Wenn es also ein Xtreme-Build sein soll, dann holt euch definitiv ein X299 Mainboard!


AMD Mainboard Chipsätze erklärt: Worauf es in 2019 ankommt

Wir wollen euch hier nur kurz das wichtigste bezüglich AMD-Mainboards mit auf den Weg geben. Unabhängig davon müsst ihr zunächst eine Sache beachten: Chipsätze sind heute weit weniger bedeutend, als früher, vor allem bei AMD-Builds. Mit einem B450 Mainboard könnt in den meisten Fällen alles abdecken, was ihr fürs Zocken braucht. Leistungstechnisch gibt es hier fürs Gaming kaum Unterschiede, es sei denn, ihr möchtet Übertakten und mehrere Grafikkarten verwenden. Dann solltet ihr ein X470/X570-Motherboard wählen.

Falls ihr tiefer zum Thema AM4-Mainboards eintauchen wollt, können wir euch nochmals unseren Spezialartikel dazu empfehlen. Dort erfahrt ihr zum Beispiel auch, warum A320-Boards komplett sinnlos sind.

TLDR - Welches AMD Mainboard brauche ich aktuell?

Wenn ihr einen Ryzen-PC bauen wollt, ist eure AMD Mainboard Wahl recht einfach. Orientiert euch an Folgendem:

  • Für neue Highend Ryzen PCs: Holt euch ein X470 Mainboard, das ist zukunftssicher. Oft kosten X370er noch gleich viel
  • Midrange und Budget-Systeme: Holt euch ein B450 Mainboard. B350-Boards lohnen sich nicht mehr und kosten gleich viel
  • Xtreme / Enthusiasten-Build: Für eine Threadripper CPU braucht ihr ein X399 Mainboard, für extreme AM4-Builds holt euch ein X570 Mainboard

X570: Lohnt es sich schon?

Angesichts der hohen Preise für High-End-X570-Boards und einiger Fehler, die nach dem Launch aufgetreten sind, erscheint die Entscheidung für vergünstigte B450- oder X470-Alternativen als vernünftigere Idee, wenn ihr PCIe 4.0 nicht sofort braucht (oder wollt).

Wenn ihr jedoch direkt das Optimum aus eurem neuen Ryzen rausholen wollt, lohnt sich der Kauf dank der langen Featureliste des X570 und der besseren Nutzung der Prozessoren der Ryzen 3000-Serie. Dennoch sind X470-Boards immer noch eine Topwahl.

X470 vs. X370: Was lohnt sich und wo liegen die Unterschiede?

Alle, die einen neuen Highend Gaming PC mit Ryzen CPU bauen wollen und Funktionen wie Übertaktung sowie Multi-GPU nutzen wollen, sollten zu einem X470 Mainboard greifen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Der X470 Chipsatz hat quasi das gleiche Fundament wie der X370, hat jedoch einige Zusatzfeatures.

  1. Der X470 Chipsatz erhöht höheren Speichergeschwindigkeiten von bis zu 2933 MHz, X370er nur 2666 Mhz (man kann den RAM natürlich auf höhere Geschwindigkeiten übertakten)
  2. Laut AMD sind X470-Motherboards auch besser auf die höheren Taktraten der zweiten Ryzen-Generation abgestimmt, was theoretisch zu einer potenziellen Leistungssteigerung führt.
  3. X470 unterstützt die StoreMI-Technologie von AMD

Dennoch gilt: Es gibt keinen Grund für ein Upgrade auf X470, wenn ihr schon ein X370-Motherboard habt.

AMD B450 vs. B350: Was lohnt sich und wo liegen die Unterschiede?

In 2019 braucht ihr die B350-Mainboards nicht mehr. Warum? Aus dem einfachen Grund, weil sie quasi gleich viel kosten wie die neueren B450-Boards, aber in allen Belangen schlechter sind und weniger Features haben.

B450-Mainboards sind gleich wie B350-Chips, unterstützen aber die Store MI Technologie und haben weniger Stromverbrauch. Falls euch das nicht wichtig ist und ihr wirklich ein Schnäppchen für ein B350-Board findet, dann (und nur dann) könntet ihr etwas Geld sparen.

Sehr geil: Im Gegensatz zu Intel's Budget Boards unterstützen B450 und B350 Chips Übertaktung!

TR4 Threadripper Mainboards X399: Performance AMD Builds

Hier gilt das gleiche wie für die X299 Boards: Nur zu empfehlen wenn ihr das nötige Kleingeld übrig habt und die Features auch WIRKLICH nutzen wollt. Ansonsten totale Geldverschwendung.

Auch hier Achtung: Nur kompatibel mit Threadripper CPUs, NICHT mit den normalen Ryzen 3, 5, 7 Prozessoren!

o4g Tipp

Gut zu wissen

Wir hören diese Frage öfter: Lohnen sich AM3+ Mainboards heutzutage noch fürs Gaming?

Zugegeben, AM3+ Mainboards lohnen sich wirklich nur noch für absolute Budget-Builds.

In Kombination mit einem FX-8350 (der in unserem CPU Vergleich super abschneidet) geht hier tatsächlich was. Bedenkt jedoch: AM3+ Mainboards werden kaum noch produziert und erhalten keinen Support mehr.

Ergo: Holt euch ein AM3+ Mainboard nur für einen AMD Budget Build wenn es wirklich eine FX-CPU sein soll. Ansonsten empfehlen wir euch ein B350 Mainboard!


Warum gute Mainboards so wichtig sind

Mainboards haben ein Problem: Sie sind verwirrend und keiner versteht so richtig welches er braucht. Trotzdem: Obwohl die Dinger nicht so aufregend sind wie Grafikkarten oder CPUs (Benchmarks anschauen ist schon toll!), sind sie elementar wichtig für euren Gaming PC.

  • Das Rückgrat eures PCs: Mainboards sind wohl wichtiger, als jede andere Komponente in eurem System. Sie sind das Rückgrat des PCs und nur die besten Motherboards verfügen auch über die neuesten Technologien die dafür sorgen, dass euer neuer PC rund läuft.
  • Volles Hardwarepotenzial ausschöpfen: Nur aktuelle Mainboards schaffen es, das volle Potenzial eures Rechners auszuschöpfen, indem sie die Hardware vollständig ausnutzen (Stichwort: Übertaktung).

Deshalb können sich teurere Mainboards oft lohnen

Teurere Motherboards haben im Allgemeinen bessere VRM-Komponenten (Voltage Regulation Module = Spannungsreglermodul) als billigere Modelle. Durch hochwertige VRMs läuft das Mainboard stabiler, ist langlebiger und zuverlässiger (schmiert nicht so oft ab). Zudem helfen euch bessere VRMs auch beim Übertakten.

Genau aus diesen Gründen ist es enorm wichtig, dass ihr euch ein gutes Mainboard in euren Rechner knallt. Nur so stellt ihr sicher, dass das Teil auch hält und ihr länger Spaß an eurem Gaming PC habt.

Denn: Es gibt nichts nervigeres, als ein Mainboard auszubauen. Es ist ein Albtraum.

Um ein defektes Motherboard zu ersetzen, müsst ihr euren gesamten PC auseinander nehmen. Das ist nicht so einfach wie mal eben auf die beste Grafikkarte upzugraden (wir hatten das Vergnügen schon öfter). Ihr solltet euch selbst einen Gefallen tun und eines der besten Mainboards kaufen, damit ihr es nicht schon nach ein paar Monaten austauschen müsst.


Nach diesen Kriterien wählt ihr das richtige Mainboard aus

Warum die Größe eures Mainboards wichtig ist

Einer der wichtigsten Faktoren eures Mainboards ist die Größe: Holt euch am besten ein ATX-Board. Diese bieten das beste Preisleistungsverhältnis und sind optimal fürs Gaming. ITX-Boards sind häufig nervig zu verbauen und bieten weniger Features. Extended-ATX und ATX-XL treiben den Preis von eurem Gaming PC unnötig in die Höhe, weil die Preise für die passenden Gehäuse astronomisch sind.

Achtet bei der Wahl eures Mainboards auch eher auf Kompatibilität, RAM-Slots, PCIe-Slots und andere Features die ihr braucht, anstatt auf die "Leistung". Heutzutage übernimmt die CPU das meiste der Leistung und viele Funktionen werden auf die CPU ausgelagert.

Wir möchten in diesem Zusammenhang auch mal eben auf das sehr lehrreiche Video von den Kollegen von PCGames-Hardware hinweisen. Hier wird schön allgemein erklärt, worauf es beim Mainboard ankommt und warum es wichtig ist, das richtige zu wählen:

  • Wofür wollt ihr euren PC nutzen und was soll er können?

Die Beantwortung dieser Frage ist der Schlüssel zum Navigieren im Motherboard-Urwald. Die Wahl des Mainboards beginnt mit der Größe: Wie klein muss der Computer sein? Wenn es um Motherboards geht gilt grob gesagt: Größer ist besser, also am besten ein ATX-Board kaufen (warum wir kein e-ATX oder ATX-XL empfehlen lest ihr weiter unten). Nehmt das größte Board, welches euer Gehäuse gut unterbringen kann. Kleinere Boards können wir weniger empfehlen, außer ihr wollt einen wirklich kompakten PC bauen.

  • Warum sind kleine Mainboards weniger empfehlenswert? 

Kleinere Boards kosten mehr, bieten weniger Features und sind einfach nicht so stabil wie ihre größeren Brüder. Falls ihr keinen ernsthaften Grund für die Wahl eines (Mini-)ITX-Boards habt, ist es besser diesen Formfaktor fürs Gaming zu vermeiden.

Größere Boards sind einfacher zu verbauen, bieten eine bessere Spannungsregelung und vor allem genügend Platz für gescheite Grafikkarten. Hinzu kommen Slots für M.2-Laufwerke und zusätzliche RAM-Kapazität. Außerdem spart ihr mit einem großen Mainboard beim Einbau jede Menge Nerven gegenüber kleineren Alternativen (oder derjenige der euch euren Gaming PC zusammen schraubt wird es euch danken!).

ITX-Boards die beispielsweise M.2-Steckplätze haben, platzieren diese häufig auf die Rückseite des Motherboards. Wollt ihr nun an die Anschlüsse ran, müsst ihr das ganze System zerlegen, oder zumindest ein Gehäuse kaufen, das dafür eine spezielle Ausbuchtung hat.

Die "Je größer, desto besser Regel" gilt allerdings nur bis zum Formfaktor ATX. Die Preise für E-ATX und ATX-XL-Boards und die dazugehörigen Gehäuse sind das Geld meistens nicht wert: Die Gehäusepreise können sich von Midi-Towers bis zu großen Towers mehr als verdoppeln.

Tipp

Die Größe des Motherboards legt fest, wie viele PCIe-Erweiterungssteckplätze ihr habt und wie diese angeordnet sind. Zieht diese Überlegung immer in eure Kaufentscheidung mit ein.

  • Was muss sonst noch Platz haben in eurem Gehäuse?

Bei der Wahl eures Mainboards solltet ihr euch auch die folgenden Fragen stellen:  

  • Welche und wie viele Laufwerke wollt ihr haben?
  • Verwendet ihr Ethernet oder Wi-Fi?
  • Wollt ihr mehr als eine Grafikkarte betreiben?
  • Wie groß ist der CPU-Kühler und wollt ihr zusätzliche Kühler/Ventilatoren anbringen?
  • Ist generell genügend Platz für alle Anschlüsse?

Jedes neue Motherboard sollte genügend Platz für alle Komponenten haben und euch die Option für Upgrades offenhalten (Stichwort: Zweite Grafikkarte). Es gibt nichts nervigeres als nach dem Kauf eines zu kleinen Mainboards festzustellen, dass die RAM-Steckplätze zu nahe am CPU-Sockel sind oder, dass ihr nicht genügend USB-Ports zur Verfügung habt. 


Die wichtigsten Mainboard Eigenschaften vor dem Kauf

Das Mainboard eröffnet das volle Potenzial eures Systems

Mainboards selbst bieten euch meist nicht mehr Leistung sondern ermöglichen es, dass Qualitätskomponenten in eurem System ihr volles Potenzial entfalten können. Denn euer neuer "Unlocked" Prozessor bringt euch rein garnichts auf einem Board, das kein Übertakten unterstützt. Selbst bei Boards die Übertaktung unterstützen bekommt ihr bei Highend-Modellen wesentlich mehr Spielraum und einen breiteren Stabilitätsbereich.

  • Formfaktor: Passen Mainboard und Gehäuse zusammen?

Das die Größe eures Mainboards der erste und wichtigste Faktor vor dem Kauf ist, haben wir bereits erwähnt. Es gibt derzeit neben den 3 ​​populärsten Motherboard-Größen auch größere Varianten, diese sind aber nicht immer empfehlenswert auf Grund des hohen Preises und Folgekosten für das Gehäuse.

Die drei am weit verbreitesten Formfaktoren sind ATX, microATX und mini-ITX. Der Formfaktor ATX ist die Größe für das Standard-Motherboard. Ihr findet hier die üblichen Steckplätze (bis zu 7 PCIe- und 8 RAM-Slots) und eine ganze Reihe weiterer für Gamer relevante Features. Damit ihr einen Eindruck für die Größen der unterschiedlichen Formfaktoren bekommt, hilft euch folgendes Bild:

Formfaktoren im Überblick: ATX ist das Standardformat

Bildquelle: Wikimedia.org, von VIA Gallery from Hsintien, Taiwan - VIA Mini-ITX Form Factor Comparison uploaded by Kozuch, CC BY 2.0

mATX oder microATX ist ein viel kleineres Format, wobei einige Features wie PCIe-Slots zugunsten einer kleineren Größe geopfert werden. microATX-Boards sind in der Regel auch etwas billiger als der ATX-Standard und verfügen über 2-4 RAM-Slots.

Der Formfaktor mITX bzw. mini-ITX ist der kleinste der drei und typischerweise etwa 170mmx170mm groß. Mini-ITX-Boards sind für ihre Größe relativ leistungsfähig, haben aber natürlich gegenüber den Formaten Micro-ATX und ATX weitaus weniger Features. Ihr habt hier auch nur maximal 1 PCI-Slot und 2 RAM-Slots, die Planung des Kabelmanagements ist auf Grund des eingeschränkten Raums auch extrem wichtig.

In unseren Empfehlungen findet ihr auch ein Modell mit der Formgröße eATX bzw. extended-ATX, welches viel größer als die ATX-Variante ist. Vorteil sind hier ganz klar die erweiterten Features (mehr Platz für größere PCI-Karten, mehr Anschlüsse), Nachteile finden sich in den höheren Kosten für Mainboard und das größere Gehäuse. Für empfehlen diese Mainboards nur für absolute Highend-Builds. Für eine bessere Übersicht zu den Dimensionen, haben wir die gängigsten Formfaktoren nochmal für euch zusammengefasst:

Formfaktor

Abmessung in MM

Steckplätze

Extended-ATX 

305 x 330

5 - 7 PCIe-Slots

Standard-ATX

305 x 244

5 - 7 PCIe-Slots

Mini-ATX

284 x 208

2 - 4 PCIe-Slots

Micro-ATX

244 x 244

2 - 4 PCIe-Slots

Flex-ATX

229 x 191

2 PCIe-Slots

Mini-ITX

170 x 170

1 PCIe-Slot

  • Sockel - mit welchem Prozessor ist das Mainboard kompatibel?

Das Wort "Sockel" gefolgt von einer Zahl habt ihr mit Sicherheit bemerkt, wenn ihr schon mal auf der Suche nach einem Motherboard wart. Jedes Mainboard verfügt über diese Information und sie bedeutet, dass das Mainboard nur mit einer bestimmten Art von Prozessor-Sockel kompatibel ist. Die Kaby Lake Prozessoren verwenden zum Beispiel den Sockel 1151. Falls ihr also einen Kaby Lake Prozessor verwenden wollt braucht ihr ein Motherboard, das genau diesen Sockel unterstützt. Überprüft unbedingt auch, ob das Mainboard BIOS eure gewünschte CPU unterstützt.

  • DIMM/RAM-Slots

Das nächste worauf ihr achten müsst, sind die DIMM- oder RAM-Steckplätze. Die Anzahl der RAM-Slots hängt in der Regel von der Motherboard-Größe ab. Bei Standard-ATX-Motherboards findet ihr üblicherweise 2-4 RAM-Steckplätze. Für mATX und mITX gibt es häufig nur zwei DIMM-Slots, obwohl einige mATX-Motherboards 4 bieten. Holt euch am besten ein Board mit mindestens vier RAM-Slots. Auch wenn ihr im Moment nur zwei Riegel verbauen wollt haltet ihr euch damit die Aufrüstoption für die Zukunft offen. 

  • SATA & M.2-Anschlüsse

Speichermedien wie SSDs und Festplatten sind für euren Gaming PC auch enorm wichtig. Deshalb musst ihr an eurem Mainboard genügend SATA-Ports haben, damit ihr alle anschließen könnt. Ihr solltet im Kopf behalten, dass ihr für jede Festplatte oder SSD einen Port braucht. Wenn ihr wirklich mehr Leistung wollt, braucht ihr eine M.2 SSD und natürlich den passenden Port dafür. Achtet also darauf, ob euer gewähltes Mainboard diese Technologie unterstützt.

  • PCIe-Steckplätze

Da wir hier über Gaming-Mainboards sprechen wissen wir, dass ihr auch eine entsprechend gute Grafikkarte wollt, mit der ihr eure Spiele in geiler Grafik genießen könnt. Ihr braucht in jedem Fall ein Motherboard, das genügend PCI-Express Steckplätze hat. Üblicherweise braucht ihr einen PCIe x16  Steckplatz für die Hauptgrafikkarte. Wenn ihr mehrere Grafikkarten verwenden möchtet, braucht ihr weitere PCI Express Slots. Die kleineren x1-PCI-Steckplätze sind in der Regel für andere PC-Komponenten wie Soundkarten oder WiFi-Adapter.

Damit ihr wisst, welche PCIe-Anschlüsse ihr auf eurem neuen Mainboard wirklich braucht, haben wir für euch eine Übersicht zusammengestellt:

  1. PCIe 3.0 x16:  Die modernste Iteration von PCIe. Allerdings bieten die 3.0-Slots (noch) keinen erkennbaren Vorteil gegenüber der 2.0-Version, da wenige aktuelle Grafikkarten das Leistungspotenzial der 3.0-Slots voll ausschöpfen. Sobald die GPU-Technologie allerdings voranschreitet, wird PCIe 2.0 nicht die erforderliche Power haben.​
  2. PCIe 2.0 x16: Dieser Slot wird fast immer für Grafikkarten verwendet. Je nach Motherboard kann es einen oder mehrere PCIe 2.0 x16 und PCIe 3.0 x16 Slots geben. Obwohl die 2.0-Slots älter als 3.0-Slots sind, sind alle modernen Grafikkarten mit beiden kompatibel.
  3. PCIe x8: PCIe x8 Slots sind etwas unpraktisch, da sie quasi ein Overkill für Netzwerkkarten und Soundkarten, aber für Grafikkarten zu langsam sind. Trotzdem werden diese Slots immer noch verwendet und sind auf den meisten Motherboards zu finden.
  4. PCIe x4: Diese Anschlüsse werden typischerweise für hochwertige Ethernetkarten oder eine zusätzliche Festplatte verwendet.
  5. PCIe x1: Werden für Soundkarten, TV-Karten, USB 3.0-Karten und extra Lüfter verwendet.
  • USB-Ports

Heutzutage braucht ihr einfach jede Menge USB-Ports auf eurem Mainboard. Ich bin hier sicher nicht der einzige der externe Festplatten oder USB-Flash-Laufwerke verwendet. Außerdem benötigen die meisten der modernen Gaming-Peripheriegeräte jetzt USB-Ports im Gegensatz zu den ausgestorbenen PS / 2-Ports.

Die neuen Z390-Boards bieten zum Beispiel die USB 3.1-Ports der zweiten Generation.

Ältere Kaby Lake Motherboards bieten zum Glück viele USB-Ports: Die meisten mindestens 6, manche bieten aber auch 10 und mehr. 

  • Qualität & Langlebigkeit

Die Qualität eures Mainboards ist besonders wichtig, da es Grafikkarte, CPU und viele weitere Komponenten speist, ohne die euer Computer nicht läuft. Wenn das Motherboard abraucht, funktionieren alle anderen Komponenten in deinem Gaming PC nicht mehr. Die Haltbarkeit & Qualität des Mainboards sollten also beim Kauf in Betracht gezogen werden. Zum größten Teil verwenden die Motherboard-Hersteller bereits beständige Materialien bei der Konstruktion ihrer Produkte, so dass ihr euch um die Robustheit weniger Sorgen machen müsst. Solltet ihr aber ein Mainboard wollen, dass mehr als 3 Jahre hält, dann schaut euch das Spezifikationsblatt an um sicherzugehen, dass hochwertige Materialien verwendet werden. Wir haben für euch allerdings nur qualitativ hochwertige Boards rausgesucht, also müsst ihr diesen Punkt nicht wirklich beachten.

  • Spezielle Features & Übertaktung 

Heutzutage werden mehr und mehr leistungsbezogene Faktoren von der CPU erbracht, anstatt früher noch vom Mainboard. Trotzdem gibt es noch einige Features, die nur vom Mainboard abgedeckt werden und die ihr vor dem Kauf bedenken solltet. Die Versuchung ist groß einfach nach dem Preis zu schauen und das billigste Board zu kaufen, das zur CPU passt. Wenn ihr so vorgeht könnt ihr aber ein böses Erwachen haben, sollte das gewählte Board Features wie RAID, Thunderbolt-Schnittstellen, USB 3.1, Wasserkühlung oder Surround Sound nicht unterstützen. Achtet also darauf, was das Board unterstützt und was ihr für eure Zwecke braucht.

Falls ihr euch mit dem Thema Übertakten auseinandersetzen wollt, solltet ihr euch das BIOS des Mainboards genauer ansehen. Außerdem solltet ihr ein Auge auf die Anzahl der Spannungsregler-Module (VRMs) werfen. Je mehr VRMs das Board hat, desto eher hält es der Übertaktung stand.


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Weiterführende Links, Recherchequellen und Informationen zum Thema:

  • Subreddit „Build a PC“ (englisch) –
  • Subreddit „PC Masterrace“ (englisch) –
  • Computerbase Forum zu Mainboard Kaufberatung –
  • Unterschiede der Mainboard Chipsätze (englisch) –