Wir sind unabhängig und unsere Tests finanzieren sich über Affiliate-Links zu externen Shops. Kauft ihr ein Produkt über diese markierten Links (*), erhalten wir ggf. eine kleine Provision. Mehr erfahren.

Beste Capture Card 2021: Die Topmodelle im Vergleich

Beste Capture Card im Vergleich

Falls ihr regelmäßig eure Konsolen- oder PC-Spiele aufnehmen wollt, dann helfen euch Capture Cards. Zudem ist eine Capture Karte ein wesentlicher Bestandteil des Arsenals eines PC-Streamers. Ein hochwertiges Aufnahmegerät verringert die Belastung eures Spiele-PCs, um gleichzeitig qualitativ hochwertiges Streamen und hohe Bildraten zu ermöglichen.

Gerade wenn ihr ein angehender Streamer seid, könnt ihr euch mithilfe einer Capture Card leichter darauf konzentrieren, den bestmöglichen Inhalt für euren Kanal zu erstellen. Doch ihr solltet die richtige Capture-Card für eure Zwecke und Budget wählen, denn es gibt klare Unterschiede.

Im Allgemeinen deckt unsere Auswahl einige Einsatzszenarien ab, aber wir haben uns eher auf gute Allrounder konzentriert. Denn ihr wisst nie, welche Art von Inhalten ihr in Zukunft erstellen wollt. Welche Modelle empfehlenswert sind und worauf ihr beim Kauf von Capture-Cards achten müsst, erfahrt ihr hier.


Beste Capture Cards im Überblick

Elgato Game Capture HD60 Pro*

Ein sehr guter und bezahlbarer Allrounder mit solider Software, verzögerungsfreier Aufnahme in 1080p60fps sowie vielen Features. Perfekt für den Einstieg.

Beste günstige interne Capture-Card

EVGA XR1*

Ihr wollt eine externe Capture-Karte? Dann ist die XR1 genau euer Ding. Top-Features gepaart mit toller Optik, OBS-Zertifikat und fairem Preis für 1080p-Streaming.

Beste Preisleistung

Razer Ripsaw HD*

Es soll noch günstiger sein? Die Razer Ripsaw HD ist der unter den Einsteigermodellen der König. Für teilweise unter 120€ könnt ihr eure Streaming-Karriere direkt starten, ohne dabei auf viel zu verzichten.

AVerMedia Live Gamer Portable 2 Plus*

Klein, kompakt und unglaublich praktisch. Hier bekommt ihr einen 4K-Pass-Through, 1080p60-Aufnahme und die Möglichkeit, Filmmaterial ohne PC direkt auf eine microSD-Karte aufzunehmen.

Kompakt für Unterwegs

Elgato Game Capture 4K60 Pro MK2*

Ihr wollt in 4K aufnehmen, HDR-Unterstützung und erstklassige Qualität? Dieses Schmuckstück von Elgato ist absolutes Highend-Material dafür.

Beste interne für 4K-Aufnahmen

AVermedia Live Gamer Duo*

Ihr wollt von zwei Quellen in 1080p60 gleichzeitig aufnehmen? Mit zwei HDMI-Ports seid ihr extrem flexibel und bekommt auch kompliziertere Setups gewuppt. Einfache, aber sehr clevere Lösung.

Flexibler Einsatz für zwei Quellen

Elgato Game Capture 4K60 S+*

Wenn ihr das beste Videomaterial aufnehmen wollt, ohne die grafische Qualität zu beeinträchtigen, dann ist dieses Elgato-Modell perfekt für euch. Jedoch sehr teuer.

Beste externe für 4K und HDR

Wenn ihr euch eine Capture-Karte als Teil eines größeren Streaming-Setups holt, dann werft auch mal einen Blick auf die folgenden passenden Kaufberatungen:


Elgato Game Capture HD60 Pro

  • H.264 Encoder
  • Hochwertige Aufnahmequalität
  • Einfach zu bedienende Software
  • Gut fürs Streamen und Aufnahme
  • Fairer Preis
  • Durch PCIe-Schnittstelle nur daheim verwendbar
  • Verzögerungsfreie Ansicht nur begrenzt verwendbar
  • Keine 4K-Aufnahme

Wenn ihr einfach eine Capture-Card sucht, die gut funktioniert und bei der ihr wenig Abstriche machen müsst, dann ist die interne HD60 Pro von Elgato eine gute Wahl. Hier bekommt ihr einen fortschrittlichen H.264-Encoder, mit dem ihr unbegrenztes Filmmaterial in hervorragender 1080p-Qualität mit einer Bitrate von bis zu 60 Mbit / s aufnehmen könnt.

Bei Verwendung von OBS Studio, Game Capture HD und Xsplit könnt ihr natürlich auch mit 1080p streamen. Dementsprechend könnt ihr das Gameplay von eurer PS5, PS4, Wii U, Xbox One oder anderen Konsolen mit HDMI-Ausgang mühelos aufzeichnen und gleichzeitig streamen .

Die HD60 Pro unterscheidet sich vom Rest der Elgato-Reihe und von vielen anderen Capture-Karten durch die Möglichkeit, eine verzögerungsfreie "Instant Gameview" zu verwenden. Damit kann ein Spiel theoretisch über die Erfassungssoftware gedaddelt werden, da es keine Verzögerung gibt. Dies ist nützlich, wenn ihr nur einen Bildschirm habt und eure Aufnahmen überwachen wollt.

Auch der kompakte Formfaktor kommt der HD60 Pro zugute. Allerdings bedeutet die PCIe-Schnittstelle, dass ihr die Karte auf eurem Mainboard installieren müsst, sodass die Verwendung eines Laptops zur Steuerung dieser Capture-Karte nicht möglich ist. Für alle die jedoch genau sowas suchen, ist die HD60 Pro eine erstklassige Option mit einem einigermaßen guten Preis. Dennoch bekommt ihr auch was für euer Geld und euch erwartet eine saubere Aufnahmequalität, welche durch eine intuitive Software abgerundet wird.


EVGA XR1

  • Gute Preisleistung
  • Viele nützliche Funktionen
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Tolle Optik
  • Gute Aufnahmequalität
  • OBS-Zertifikat
  • Leider keine 4K-Aufnahme
  • Software lässt zu Wünschen übrig
  • HDCP muss auf Konsolen deaktiviert werden

Die XR1 von EVGA ist eine hervorragende externe Capture-Karte, welche mit vielen praktischen Funktionen sowie einer guten Preisleistung aufwartet. Gerade durch eine kürzliche Preisreduktion wird dieses Modell noch attraktiver, zumal ihr hier wirklich einiges geboten bekommt.

Zuallererst muss man einfach das geniale Design und die schöne Beleuchtung erwähnen - sowas bekommt ihr bei anderen Karten nicht. Schick sieht die Karte auf eurem Schreibtisch also schon mal aus. Aber auch leistungstechnisch stimmt hier alles. Auf 1080p60FPS wird hier aufgenommen, im sogenannten "Advanced Passthrough"-Modus könnt ihr dann noch gleichzeitig auf 1440p und maximal 120hz daddeln. Somit bleibt euch das ständige Umstecken erspart.

Zudem ist das Loslegen mit der XR1 denkbar einfach - Stichwort Plug-and-Play, ohne irgendwelche Softwareeinstellungen. Einzig die HDCP-Funktion müsst ihr bei Konsolen deaktivieren, ansonsten bekommt ihr kein Signal. Allerdings fehlt hier auch eine hauseigene Software für weitere Anpassungen, falls ihr das wünscht. Dank geringer Verzögerung und der kompakten Bauweise, lässt sich die XR1 natürlich auch unterwegs einfach einsetzen.

Weitere Funktionen werden durch den roten Drehknopf an der Oberseite geregelt. Hiermit könnt ihr RGB-Beleuchtung, die Eingangslautstärke des Mikrofons sowie die Ausgangslautstärke eures angeschlossenen Headsets. Praktisch und eine nette Zugabe.

Falls ihr eine einfach zu nutzende, hochwertige und relativ günstige externe Capture-Card sucht, macht ihr hiermit nicht viel falsch. Falls ihr mehr zu diesem guten Stück erfahren wollt, dann lest unseren ausführlichen EVGA XR1 Test hier.


Razer Ripsaw HD

  • Oft günstig zu haben
  • 4K 60fps Passthrough
  • Integrierte hardwarebasierte Audiofunktionen
  • Mikrofon- und Kopfhörereingang
  • Keine hauseigene Software
  • ältere Konsolen werden nicht unterstützt
  • keine HDR-Unterstützung

Wenn ihr es noch günstiger wollt, dann könnt ihr mit der Ripsaw HD von Razer oft ein günstiges Schnäppchen schlagen. Ursprünglich auf die Xbox One X ausgerichtet, ist die Razer Ripsaw HD immer noch eine leistungsfähige Capture-Karte für die neue Konsolengeneration. Mit ihrem schlanken Design passt sie perfekt zur Xbox Series X und mit dem 4K60-Passthrough könnt ihr die vollen grafischen Funktionen eurer neuen Konsole nutzen.

Obwohl wir die Karte für die Xbox Series X / S empfehlen, funktioniert sie auch mit der PS5, PS4, Xbox One und dem PC. Mit oft rund 40€ Ersparnis gegenüber vergleichbaren Capture-Cards, ist die Ripsaw HD mit Sicherheit eine kluge Wahl für Sparfüchse. Im Gegensatz zur Konkurrenz unterstützt die Ripsaw HDR jedoch weder für die Aufnahme noch für den Passthrough. Unterstützt wird hier lediglich eine unkomprimierte 1080p60-Aufnahme, mit der ihr natürlich auch euer Gameplay-Material streamen könnt.

Für die Verwendung am PC wird die Ripsaw HD über ein USB-C-zu-USB-A-Kabel verbunden. Praktisch sind hier auch separate Kopfhörer- und Mikrofonbuchsen an der Vorderseite, sodass ihr während des Spielens problemlos eure Kommentare aufnehmen könnt.

Leider wird  auch hier keine Software mitgeliefert, sodass ihr Lösungen von Drittanbietern wie OBS oder XSplit verwenden müsst. Derzeit wird auch kein Mac unterstützt, wodurch ein Windows-basierter PC erforderlich wird. Unterm Strich ist dieses Capture-Gerät jedoch ein guter Spartipp für alle, die ihre ersten Schritte mit dem Streaming machen wollen.


AVerMedia Live Gamer Portable 2 Plus

  • Sehr kompakt, perfekt für unterwegs
  • Günstig
  • 4K-Passthrough
  • Klare, reibungslose 1080p60-Aufnahme
  • Zuverlässige Aufnahme mit integrierter Software, auch ohne PC
  • Inkonsistente Bildrate
  • Wieder keine 4K-Aufnahme
  • Keine analogen Videooptionen für ältere Systeme
  • Kein HDR

Ihr seid ständig unterwegs und wechselt dauernd euer Endgerät? Dann ist die sehr kompakte Live Gamer Portable 2 Plus von Avermedia genau euer Ding. Oft Toblerone genannt bietet euch die Live Gamer Portable 2 Plus eine 1080p60-Aufname, sowie einen 4K-Passthrough. Zudem ist die Nutzung dieser Capture-Karte extrem einfach und die riesigen Blinklichter lassen euch nicht übersehen, wenn ihr mal wieder HDCP nicht deaktiviert habt. Die Qualität stimmt auch: Knackige 60 Frames kommen direkt auf euren PC oder die Micro SD-Karte.

Letzteres ist anstelle eines USB-Sticks für eine schnelle Übertragung unerlässlich, um damit auch abseits des PCs mit 60 FPS zu arbeiten. Es ist definitiv die zusätzliche Investition wert, wenn ihr während der Aufnahme nicht immer den PC nutzen wollt. Zudem ist die mitgelieferte RECentral-Software intuitiv und hilft bei Textoverlays, sowie dem Optimieren eurer Bildeinstellungen für Streams.

Ein Drei-Wege-Schiebeschalter, eine Lautstärkewippe und zwei 3,5-mm-Audioanschlüsse befinden sich an der Vorderseite. Der Schalter versetzt das Aufnahmegerät in den PC-, PC-freien oder USB-Speichermodus. Im USB-Speichermodus fungiert die Capture-Card als microSD-Kartenleser, wenn sie an einen PC angeschlossen ist. Durch die 3,5-mm-Audioanschlüsse könnt ihr zudem Headset-basierte Voice-Comms oder Party-Chats erfassen, selbst wenn Party-Chats über das Headset und nicht über die HDMI-Verbindung zum Fernsehgerät übertragen werden.

Die 4K-Schleife funktioniert einwandfrei, nur leider ist die Vorschau der PC-Aufnahme so verzögert, dass man einen separaten Fernseher oder Monitor braucht, um bequem spielen zu können (unabhängig davon, wie ihr aufnehmen möchtet).

Alles in allem bekommt ihr hier eine sehr praktische Capture-Card mit kleinem Formfaktor, guter Software sowie einer beeindruckenden Auswahl an Funktionen.


Elgato Game Capture 4K60 Pro MK2

  • 4K-Capture mit 60FPS
  • 1080p @240hz / 1440p @144hz Passthroughs
  • Multi-App-Unterstützung
  • Videokodierung
  • Gute Software
  • Teuer
  • hohe Systemanforderungen
  • nur PCIe-Interface
  • nur kompatibel mit Windows

Profis die nur das Beste wollen müssen nicht weiter suchen, denn Elgatos 4K60 Pro ist eine der besten internen Capture-Cards auf dem Markt. Zwar ist eher ein Highend-PC erforderlich (mindestens nen i7 der 6. Generation/Ryzen 7 und GTX 10er-Reihe oder höher), allerdings ist die 4K60 Pro hervorragend für diejenigen, die ihr Gameplay mit der höchstmöglichen Auflösung und Framerate erfassen möchten.

Stellt nur sicher, dass ihr für all eure Videos genügend Speicherplatz habt, da diese sehr schnell sehr groß werden können. Der Encoder der 4K60 Pro kann die Dateigröße zwar reduzieren und euch dringend benötigten Speicherplatz sparen, trotzdem werden die Dateien immer noch klobig sein.

Abgesehen von der grundlegenden Fähigkeit, 4K-HDR-Material aufzunehmen (was für sich genommen ziemlich gut ist ), bietet die Elgato Game Capture 4K60 Pro MK.2 einige zusätzliche Funktionen wie Multi-App-Zugang. Dadurch könnt ihr mehrere Streaming- und / oder Aufzeichnungssoftwares gleichzeitig auf eure Capture-Karte zugreifen lassen. Darüber hinaus ermöglicht euch die Karte das Spielen in 4K HDR, während ihr im Standarddynamikbereich streamt.

Zudem profitiert die 4K60 Pro als interne Capture-Card von einer viel größeren Bandbreite dank seiner PCIe x4-Schnittstelle, die USB 3.0 abhängt und USB 2.0 sehr alt aussehen lässt. Wer es also wissen will - dieses gute Stück ist sein Geld wert.


AVermedia Live Gamer Duo

  • Perfekt für Aufnahme von zwei HDMI-Quellen gleichzeitig
  • Einfache Nutzung und Setup
  • Flexible und hochwertige Aufnahme
  • HDR-Support
  • 4K60-Passthrough
  • Preisleistung überzeugt nicht ganz
  • Nur 1080p
  • Nur Passthrough auf 1 HDMI-Quelle

Alle oben genannten Capture-Karten verfügen nur über einen einzigen Eingang und einen einzigen Ausgang, sodass ihr immer nur eine einzige Quelle gleichzeitig streamen oder aufzeichnen könnt. Mit der AverMedia Live Gamer Duo hingegen könnt ihr zwei Quellen gleichzeitig aufnehmen. Noch besser ist, dass ihr ein vollständiges 1080p-Signal mit 60 Frames von beiden Quellen aufnehmen oder streamen könnt.

Wenn ihr mit eurer Webcam nicht zufrieden seid, könntet ihr auch eine DSLR-Kamera an den zweiten Eingang anschließen, um eurem Stream etwas mehr Glanz zu verleihen. Schließt eure Kamera jedoch an den zweiten Eingang an, denn der erste unterstützt HDR, sodass ihr das HDR-Gameplay eurer Konsole aufnehmen könnt.

Die interne Capture-Karte kostet etwa 250 Euro und ist damit recht teuer. Im Vergleich zu Modellen der gleichen Preisklasse (wie der eben vorgestellten Elgato 4K60 Pro), unterstützt die Live Gamer Duo leider keine 4K-Aufnahme oder - Streaming. Sie unterstützt jedoch 4K-Passthrough mit 60 FPS, sodass ihr immer noch die volle grafische Wiedergabetreue eurer Spiele genießen könnt. Wenn ihr die Bildrate der Auflösung vorzieht, könnt ihr auch einen 1080p-Stream mit bis zu 240 Hz oder einen 1440p-Stream mit bis zu 144 Hz laufen lassen.

Wer also eine sehr flexible interne Capture-Card für genau diesen Anwendungsfall sucht, der wird hier fündig. Eventuell auf einen Rabatt warten.


Elgato Game Capture 4K60 S+

  • Hardware H.264 / H.265-Codierung
  • eingebauter SD-Kartenleser
  • 4K60-Aufnahme
  • HDR-Unterstützung
  • Extrem teuer
  • kein hochauflösender Passthrough

Die Elgato Game Capture 4K60 S + ist im Grunde genommen eine externe Version der oben vorgestellten 4K60 Pro. Nur leider ist sie mit um die 400 Euro fast doppelt so teuer wie die PCIe-Variante. Trotzdem bietet sie einige Vorteile gegenüber der internen 4K60 Pro.

Zum Einen ist die 4K60 S + mit einem eingebauten H.264 / H.265-Hardware-Encoder ausgestattet. Ihr braucht deshalb keinen Top-PC, um diese Capture-Card zu verwenden. Denn die gesamte Verarbeitung findet auf der Karte selbst statt, wodurch ihr mit einem Mittelklasse-PC gut fahrt. Wie bei der 4K60 Pro braucht ihr einen Windows 10-PC mit mindestens 8 GB RAM und eine Nvidia-GPU der 10er-Serie oder besser. Die CPU-Anforderungen sind weniger streng und erfordern entweder einen Ryzen 7 oder einen i5 der sechsten Generation (oder besser).

Auf Grund des guten Encoders braucht ihr aber nicht einmal einen PC, um dieses externe Gerät zu verwenden. Mit dem eingebauten SD-Kartenleser könnt ihr euer Gameplay ganz einfach ohne PC in 4K60 aufnehmen. Außerdem unterstützt die S+ HDR, falls eure Nextgen-Konsolen zum Einsatz kommen sollen.

Leider hat die 4K60 S + keinen Passthrough mit hoher Auflösung und Bildrate wie die PCIe-Version - darauf müsst ihr also verzichten. Zudem wird Elgatos bekannte Instant-Gameview-Funktion leicht verzögert und läuft nicht ganz so rund. Trotzdem ist diese externe Capture-Card eine der besten auf Markt wenn es darum geht, euer Gameplay mit den höchsten Auflösungen und Bildraten zu erfassen.

Falls ihr also etwas mehr Budget habt, großen Funktionsumfang wollt und unbedingt was externes sucht, dann schaut euch dieses Biest genauer an.


Capture-Cards Kaufberatung: Alle Fragen geklärt

Jetzt da wir wissen, welches die besten Capture-Cards sind, wollen wir euch noch einige brennende Fragen beantworten (die wir immer wieder lesen). Dadurch wisst ihr worauf es ankommt und ob eine Capture-Karte für euch das Richtige ist.

Brauche ich sowas überhaupt - was sind die Vorteile von Capture-Cards?

Berechtigte Frage. Doch obwohl die PS5 und Xbox Series X euer Gameplay intern erfassen können ist es unserer Meinung nach (für Konsolenspieler) am besten, ein separates Capture-Gerät zu verwenden.

Mit einer Capture-Karte könnt ihr nicht nur euren Stream mit Programmen wie OBS oder XSplit nach euren Wünschen einrichten, sondern auch das Gameplay in höherer Qualität erfassen.

Ohne zu technisch zu werden, stellt die Videokodierung hohe Anforderungen an den Prozessor eines Systems und die interne Erfassung des Gameplays führt normalerweise zu einer Codierung von geringerer Qualität. Wenn ihr also mit höheren Auflösungen aufnehmen könnt, dann geht das normalerweise nur für einen bestimmten Zeitraum. Eine Capture-Karte löst dieses Problem und ermöglicht es euch, die Qualität des Spiels anzupassen sowie länger und mit höheren Auflösungen aufzunehmen.

Eine gute Capture-Karte ist auch für das Streaming unerlässlich, damit ihr die volle Qualität des Spiels abgreift, während ihr das Streaming separat behandelt.

Mit Capture-Karten habt ihr also mehr Freiheit und Kontrolle über euer aufgezeichnetes und gestreamtes Filmmaterial. Weitere Vorteile sind:

  • Bessere Spielleistung während der Aufnahme
  • Vielseitige Dateiformatierungen möglich
  • Hochladen in soziale Medien und das Teilen mit eurer Community geht einfacher
  • Ihr könnt euer Spielmaterial personalisieren und bearbeiten
  • Ihr könnt euren Stream optimieren und an eure Zuschauer anpassen

Hinweis

Es ist wichtig zu beachten, dass die Qualität des aufgenommenen Videos von der Quelle abhängt, von der ihr aufnehmt. Offensichtlich wird es einen großen Unterschied zwischen der Aufnahme von N64-Filmmaterial und der Aufnahme des Gameplays von einer PS5 geben. Darüber hinaus wird die Qualität davon beeinflusst, ob ihr eine High Definition- oder eine Standard Definition-Verbindung verwendet.


Braucht man als PC-Spieler eine Capture-Karte?

Erstmal was ganz wichtiges: Ihr braucht keine Capture-Karte, um eure Spiele auf dem PC zu streamen oder aufzuzeichnen. Ihr braucht lediglich eine Broadcast-Software (OBS, XSplit usw.) und ein leistungsfähiges System. Dennoch können Capture-Karten je nach Setup für PC-Spieler nützlich sein.

Einzelsystem

Capture-Karten in Einzel-PC-Setups sind so gut wie nutzlos, es sei denn ihr habt vor, die Codierung mit dem Hardware-Encoder auf der Karte durchzuführen. Dann solltet ihr aber auch etwas mehr investieren.

Warum ist das so? Streaming-Programme wie OBS können die meisten Hardware-Encoder ohnehin nicht verwenden, daher wird die gesamte Codierung weiterhin von eurer CPU durchgeführt.

Aus diesem Grund solltet ihr euer Geld bei Einzel-PC-Setups besser für eine leistungsstärkere CPU ausgeben.

Duale Systeme

Die Investition in eine Capture-Karte ist für PC-Spieler am sinnvollsten, wenn ein zweiter PC gebaut wird, der das gesamte Streaming übernimmt.

Mithilfe eine Capture-Card könnt ihr diesen Zweit-PC an euren primären anschließen, um die optimale Leistung auf eurem Gaming-PC aufrechtzuerhalten. Dies ist besonders wichtig für kompetitive Spieler, die gleichzeitig hohe FPS-Raten brauchen, Gameplay aufzeichnen und streamen wollen.


So wählt ihr eine Capture-Karte aus

Externe Capture-Cards wie die XR1 von EVGA sind extrem praktisch und einfach einzusetzen

Jetzt da wir wissen, dass sich die Dinger durchaus lohnen können fragt man sich, nach welchen Kriterien ausgewählt werden sollte. Die Wahl ist ziemlich einfach solange ihr wisst, wonach ihr suchen müsst. 

  1. Die wichtigste Spezifikation ist die maximale Auflösung und Bildrate, die die Capture-Karte unterstützt. Insbesondere wenn ihr eine Playstation 5 oder die neue Xbox verwendet ist es wichtig, dass eure Capture-Karte die volle Auflösung und Bildrate eurer Konsole unterstützt. Wenn ihr das Gameplay nur streamen und nicht erfassen wollt, könnt ihr mit einer niedrigeren Auflösung auskommen. Denn Streamen auf 4K ist noch kein Standard.
  2. Verbindungsmethode & Nutzung: Externe Modelle werden meist über ein USB-Kabel angeschlossen, einige verwenden jedoch eine PCIe-Verbindung. PCIe-Capture-Karten werden direkt in einen freien Slot auf eurem Mainboard gesteckt. Obwohl sie unterschiedlich aussehen, erfüllen sie dieselbe Funktion. Der einzige Unterschied besteht darin, dass PCIe mehr Bandbreite als USB hat, sodass PCIe-Erfassungskarten ideal für die Erfassung von nahezu verlustfreiem Gameplay sind.
  3. Passthrough: Eure Capture-Card kann die Auflösung und Bildrate eurer Spiele einschränken, je nachdem, was der Passthrough unterstützt. So unterstützen manche Karten beispielsweise 4K-Passthrough mit 60 Frames, sodass ihr beim Streaming oder Aufnehmen die volle Auflösung genießen könnt.

Wie verwendet man die Teile richtig?

Die Verwendung einer Capture-Karte ist ziemlich einfach. Sie befindet sich zwischen dem System auf dem ihr spielt und eurem Bildschirm. Dann erstellt sie quasi eine Kopie dessen, was auf eurem Monitor angezeigt wird. In den meisten Fällen bedeutet dies, dass ein HDMI-Kabel von eurer Konsole oder PC zur Aufnahmekarte und dann ein weiteres HDMI-Kabel von der Capture-Card zu eurem Fernseher oder Monitor führt.

Dann gibt es normalerweise ein USB-Kabel, das die Capture-Karte mit dem PC verbindet. Sobald alles angeschlossen und eingeschaltet ist, könnt ihr die Capture-Karte als Eingabegerät in Softwareprogrammen wie zum Beispiel OBS hinzufügen. Danach kanns losgehen.


Extern oder intern - was ist besser?

Wie erwähnt gibt es zwei Haupttypen von Capture-Cards: Interne und externe.

Eine Capture-Karte kann also auf zwei Arten installiert werden. Intern durch Installation in einem freien PCIe-Erweiterungssteckplatz, oder extern über eine USB- oder Thunderboltverbindung mit einem PC. Je nach Endgerät und Aufnahmezweck verwendet man HDMI-, Komponenten- oder DVI-Kabel.

Extern

Externe Geräte sind oft kleiner und werden durch eine Hartschale geschützt. Das Schöne an externen Capture-Karten ist, dass ihr sie mit zahlreichen Endgeräten verwenden könnt und dass sie leicht transportierbar sind.

Externe Aufnahmegeräte erfassen und zeichnen das Gameplay meist ohne PC auf und verwenden ihren eigenen internen Speicher (eine Speicherkarte oder eine externe Festplatte), um Filmmaterial aufzunehmen. Wenn ihr also ein Konsolenspieler seid und keinen PC / Laptop in der Nähe eurer Konsole einrichten könnt, ist dies der richtige Weg.

Zudem sind die externen Modelle oft Plug-and-Play und man muss nichts großartig einstellen. Somit sind sie oft praktischer, da natürlich auch der Einbau in den PC wegfällt. Vorausgesetzt, ihr habt den Platz auf dem Schreibtisch.

Intern

Interne Capture-Karten sind normalerweise für den intensiven Gebrauch konzipiert. Viele Spieler berichten von mehr Zuverlässigkeit bei diesen Arten von Capture-Karten, obwohl sich externe in den letzten Jahren verbessert haben.

Einmal im PC installiert muss man sich keine Sorgen mehr machen, dass die CPU und GPU überlastet werden. Dies liegt daran, dass interne Capture-Karten FPS-Spitzen reduzieren, indem sie die Aufnahmelast der Hardware verringern. Ein weiterer Vorteil ist die Platzersparnis für ein "saubereres" Setup.

Es ist wichtig zu beachten, dass ihr einen freien PCIe-Steckplatz braucht, um eine interne Capture-Karte zu installieren. Diese sind am besten für Spieler geeignet, die ausschließlich PC-Spiele spielen, aber sie funktionieren auch für Konsolen (wenn ihr einen Desktop-PC in der Nähe der Konsole haben könnt). 

Besonders gut geeignet ist dieser Kartentyp für ein Streaming-Setup mit zwei Systemen, bei dem einer der PCs ein dedizierter Streaming-Computer ist.


Jetzt weitere spannende Artikel zum Thema lesen: