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Bestes B550 Mainboard 2020: Die Topmodelle im Vergleich

Die neuen B550 Mainboards sind die günstigere Alternative zu den teureren X570-Chipsätzen und bringen im Vergleich zum Vorgänger einige sinnvolle Neuerungen mit sich. Doch welches sind die besten B550 Mainboards und welche Modelle machen wirklich Sinn? Genau diese Fragen beantworten wir hier.

Denn falls ihr einfach irgendein B550 Mainboard kauft kann es sehr gut sein, dass ihr zu viel Geld für zu wenig Features ausgebt (zumal viele B550 Mainboards zu nahe am Preis von X570ern sind). Mit unseren Empfehlungen in diesem Artikel passiert euch das aber nicht. Also, rüstet euch für Zen3 oder schafft eine solide Basis für einen Zen2-Build. 


Beste B550 Mainboards im Überblick

Platz 1: ASUS ROG Strix B550-F*

Das beste B550 Mainboard kommt von Asus. Top VRMs, ATX, Intel-LAN, OC-Potenzial und alles was das Herz begehrt. Nur leider etwas teurer mit einem Preis von um die 190 Euro.

Bester Allrounder

Platz 2: Gigabyte B550 Aorus Pro*

Wer die beste Preisleistung sucht, der wird mit diesem Gigabyte-Brett glücklich. Wenig Kompromisse, allerdings etwas teurer. Massig USB-Ports und Premium-VRM.

Beste Preisleistung

Platz 3: MSI B550-A Pro*

Für teilweise ab 130 Euro bekommt ihr mit dem ATX A-Pro eine gute Kombination aus Features und Preisleistung. Starkes X470-VRM, BIOS-Flashback und USB-C.

Bestes unter 150 Euro

Platz 4: ASRock B550 Steel Legend*

ASRock bietet euch mit diesem ATX-Board sehr viel Übertaktungspotenzial sowie tolle Funktionen wie eine POST-LED. Auch für knapp 200 Euro noch zu empfehlen.

Bestes für Übertaktung

Platz 5: MSI MAG B550M Mortar*

Falls ihr ein kompakteres B550 Mainboard im m-ATX Formfaktor sucht, dann schaut euch dieses Teil von MSI an. Gutes VRM, Wifi 6 und durchdachtes PCIe-Slot-Layout.

Bestes B550 m-ATX

Platz 6: ASRock B550M Pro4*

Für um die 100 Euro bekommt ihr hier ein solides m-ATX Mainboard, das perfekt für günstigere Einsteiger-Builds ist. Übertakten wird hier nichts, ein 3900X läuft trotzdem.

Bestes günstiges B550

Platz 7: Gigabyte B550I Aorus Pro AX*

Wer einen Mini Gaming-PC mit B550 Mainboard bauen will, der kommt um dieses Ding nicht rum. 2,5G LAN, Wifi6, BIOS-Flash und Top-VRM ausreichend für einen 3950X.

Nicht das passende Mainboard für euren neuen Ryzen-Build dabei? Dann schaut mal in unsere anderen Kaufberatungen rein:


ASUS ROG Strix B550-F

  • Hervorragende VRMs, hochwertige Komponenten
  • Sehr starke Performance und Kühlung
  • Intel 2,5GB LAN-Modul
  • Premium Audio-Codec
  • Hält locker mit X570-Boards mit
  • Teuer
  • Kein POST-Code-Display (nur Debug-LED)
  • Wifi-Modul kostet extra

Beim ROG Strix B550-F von Asus handelt es sich um eines der teureren Modelle. Für um die 200€ mit Wi-Fi oder 190€ ohne bietet ASUS hier dennoch viel Qualität und Leistung für das Geld. Denn das Board kann auch in Punkto Übertaktung locker mit teureren X570-Mainboards mithalten, für ausreichend Kühlung ist selbst bei einem Ryzen 3950X gesorgt.

Perfekt geeignet für Midrange-Builds bietet das B550-F jede Menge Features. Ausgesttattet mit zwei M.2-Steckplätzen, von denen einer PCIe 4.0 x4 und einer PCIe 3.0 x4 unterstützt, könnt ihr voll von der neuen Generation profitieren. Eine der Verbesserungen gegenüber dem B450-Modell ist die integrierte Unterstützung für USB 3.2 Gen2, wobei hier ein Typ-C und ein Typ-A Anschluss auf der Rückseite zu finden ist.

Weitere interessante Funktionen sind ein Intel I225-V 2,5-GbE-Ethernet-Controller und ein Intel AX200 Wi-Fi 6 CNVi-Modul, das sonst nur bei teureren X570-Modellen zu finden ist. Zudem bekommt ihr hier einen SupremeFX S1200A HD-Audio-Codec mit zwei Verstärkern und EMI-Isolation, der das Onboard-Audio mit Strom versorgt.

In Punkto Leistung räumt das Ding komplett ab: Große Kühlkörper, eine hochwertige Leiterplatte mit sechs Schichten, eine der schnellsten POST-Zeiten aller AM4-Boards, erstklassige Übertaktungsmöglichkeiten sowie eine laut dem Test von Anandtech eine sehr gute Gaming-Performance.

Ja, es gibt in dieser Preisklasse viele Alternativen, allerdings bietet das B550-F einfach die besten Allrounder-Fähigkeiten und Features. Zudem bietet es eine bessere VRM-Thermik als einige X570-Modelle, die doppelt so teuer sind.


Gigabyte B550 Aorus Pro

  • Leicht günstiger als das Asus B550-F
  • Sehr starke Performance und Kühlung
  • Top I/O mit vielen USB-Anschlüssen
  • 2,5 GB LAN
  • Immer noch teuer
  • Kein POST-Code-Display (nur Debug-LED)
  • Kein interner USB-C Header
  • Leicht schlechteres Audio als das Asus-Modell

Eine leicht günstigere Alternative zu unsererm Top B550 Mainboard bietet euch das schicke Teil von Gigabyte. Das Gigabyte B550 AORUS Pro ist ein sehr hochwertiges Board mit großartigen Funktionen, darunter 2,5 Gbit LAN (leider nur Realtek-Controller), 6 SATA-Ports, ein leistungsstarkes VRM und eine integrierte I/O-Blende. Wenn es um das Aussehen geht, ist das Gigabyte B550 AORUS Pro in Punkto RGB vielleicht nicht so auffällig wie andere Modelle, aber die neutrale grau-schwarze Optik hat ihren eigenen Reiz und passt problemlos in fast jeden Build.

Aber auch die Leistung des Gigabyte B550 AORUS Pro kann sich laut den Analysen von Techpowerup sehen lassen: Beim Übertakten des RAMs habt ihr keinerlei Probleme auf um 4066 Mhz zu kommen und auch das CPU-Overclocking funktioniert ohne Stress (4,4 Ghz auf allen Kernen auf einem Ryzen 9 3900X möglich) mit VRM-Temperaturen im Bereich von 60°C. Gigabyte ist bei den VRMs überhaupt keine Kompromisse eingegangen, denn das Aorus Pro kann bezüglich der Stromversorgung alles meistern.

Während die meisten B550 Mainboards in dieser Preisklasse nur zwei PCIe-Steckplätze in voller Länge bieten, gibt es hier drei an dr Zahl. Dies ist jedoch mit gewissen Einschränkungen verbunden, da es wirklich keine Möglichkeit gibt, die Einschränkungen des Chipsatzes zu umgehen.

Alles in allem bietet euch das Aorus Pro jede Menge sinnvolle Funktionen bei gleichzeitig sehr guter Performance - und das zu einem fairen Preis.


MSI B550-A Pro

  • Super Preisleistung
  • Viele und gute Anschlüsse an hinterer I/O-Blende
  • Interner USB Typ-C Header
  • Debugging LEDs
  • Abgespeckter Audio-Codec
  • "Nur" 10 Phasen-VRM
  • Nur 1 GB Realtek LAN

Wenn ihr es noch etwas günstiger wollt, dann bietet euch das B550-A Pro von MSI den perfekten Mittelweg zwischen Features und Preisleistung. In den letzten Jahren war das A-Pro-Modell eines der grundlegendsten und billigsten Designs von MSI, bei den B550-Mainboards ist das nicht anders. Allerdings bekommt ihr hier jede Menge für euer Geld.

Angefangen bei den hochwertigen Spannungswandlern, welche auf dem Konzept des X470 Gaming Pro Carbon VRM basieren (welches ein sehr gutes VRM war), habt ihr hier eine solide Grundlage für Highend Ryzen-CPUs wie zum Beispiel dem 3900X. Je nach dem, wie ihr eure Kühlung und Luftstrom im Gehäuse optimiert habt, könntet ihr hiermit sogar einen 3950X betreiben.

Das MSI B550-A Pro ist ein ATX-Board und baut auf einem komplett schwarzen Design auf. Zudem bietet es euch zwei M.2-Steckplätze, sechs SATA-Ports, einen Realtek Gigabit Ethernet-Controller und den Realtek ALC892 HD-Audio-Codec. Im Funktionsumfang sind außerdem zwei PCIe-Steckplätze in voller Länge enthalten, die mit PCIe 4.0 x16 und PCIe 3.0 x4 sowie zwei zusätzlichen PCIe 3.0 x1-Steckplätzen daher kommen. Zudem unterstützt das A-Pro bis zu DDR4-4400-RAM mit insgesamt vier Slots, in denen ihr bis zu 128 GB installieren könnt.

Wenn ihr X570-Motherboards der unteren Preisklasse in Betracht zieht, ist das MSI B550-A Pro zweifellos die bessere Option. Denn die preisgünstigen X570-Mainboards nutzen nicht die volle Leistung des Chipsatzes und ihre Lane-Konfiguration entspricht in etwa der auf diesem B550-Motherboard angebotenen.


ASRock B550 Steel Legend

  • Mit das beste OC-Potenzial für CPUs
  • Eines der günstigsten AM4-Boards mit Post-Code Display
  • 2,5 GB LAN
  • Sehr gutes VRM
  • Etwas teurer
  • Nur ein vierschichtiges PCB (nicht optimal für RAM-OC mit vielen Sticks)
  • Kein BIOS-Flashback

Ein weiteres sehr gutes ATX B550-Mainboard für unter 200 Euro, ist das Steel Legend von ASRock. Solltet ihr ein OC-Freak sein, dann wird euch das Post-Code-Display des Steel Legend gefallen - zu dem Preispunkt gibt es sowas selten bis gar nicht bei AM4-Mainboards. Auch das hier verbaute VRM gehört zu den besten in der B550-Reihe und kann problemlos einen 3950X befeuern.

Ansonsten bekommt ihr hier das Standardpaket für diesen Preis: 6 SATA-Ports, zwei gekühlte M.2-Steckplätze, den guten ALC1220-Audiocodec, einen internen USB Typ-C Header sowie eine gut bestückte I/O-Blende an der Rückseite. 

Auf der Rückseite und auf dem Chipsatz befinden sich zudem einige RGB-LEDs, was optisch einiges hermacht. Außerdem befinden sich auf der Platine oben rechts und unten in der Mitte noch zwei RGB-Header, für alle die mehr Blingbling wollen. Der Sockelbereich bietet Zugang zu fünf 4-poligen Headern, die leicht zu erreichen sind, die vier DDR4-Steckplätze verfügen über einseitige Verriegelungen. 

Das B550 Steel Legend verfügt nur über einen einzigen PCIe 4.0 x16-Hauptsteckplatz von der CPU mit zusätzlicher Verstärkung und einen zusätzlichen PCIe 3.0 x4-Steckplatz vom Chipsatz. Doch das Audio des Boards kann sich mit dem Realtek ALC1220-Codec und einem NE5532-Verstärker sehen lassen.

Unterm Strich könnt mit diesem Teil nichts falsch machen, vor allem wenn bei euch Übertakten im Mittelpunkt steht. Lediglich für Konfigurationen wie 64GB RAM aufwärts auf einem 3900X könntet ihr beim Übertakten des Arbeitsspeichers auf kleine Probleme treffen.


MSI MAG B550M Mortar

  • Etwas günstiger als manche ATX-Modelle
  • Gute interne Anschlüsse für ein m-ATX
  • 8-Phasen VRM mit 60A 
  • 2,5 GB LAN
  • Zu wenig USB-Anschlüsse an der Rückseite
  • Debugging-LEDs nicht farbcodiert
  • Schwächen mit OC

Mit dem B550M Mortar von MSI bekommt ihr das beste micro-ATX B550 Mainboard in unserem Vergleich, welches eher etwas für Einsteigerbuilds ist. Zu diesem Preis muss man natürlich auch Abstriche machen, zumal das MAG B550M nur wenig Luxusfeatures bietet: Es gibt keine Debug-Anzeige, keine physischen Power- oder Rücksetztasten und keine RGB-Beleuchtung. Auf diese können aber sicherlich viele von euch sowieso verzichten.

Auf der Habenseite sieht man dahingegen einen guten Realtek ALC1200 Audio-Codec, 2,5 GB LAN, zwei M.2-Slots sowie Wifi6-Support. Aber auch in Punkto Performance kann es überzeugen, da es den Konkurrenten in dieser Preisklasse (das ASUS TUF Gaming B550M) laut dem Test von PCGamer sowohl in Benchmarks, als auch in der Gaming-Performance schlägt (zumindest mit Werkseinstellungen). Lediglich fürs Übertakten ist es weniger geeignet, denn hier wird es von der Konkurrenz abgehängt.

Dennoch würden wir euch das B550M Mortar eher empfehlen, als das Asus TUF Gaming B550M*. Ihr bekommt ein besseres VRM, mehr interne Anschlüsse und ein besseres PCIe-Slot-Layout. Falls ihr jedoch unbedingt übertakten und mehr USB-Anschlüsse an der Rückseite wollt, dann ist das Asus-Modell wohl die bessere Alternative. 


ASRock B550M Pro4

  • Günstig
  • VRM-Kühlkörper in der Preisregion selten
  • Debugging-LEDs
  • Spannungswandler nicht der Renner
  • Für einen Ryzen 9 3950X weniger geeignet
  • Ungeeignet für OC
  • Kein BIOS-Flashback

Falls ihr ein wirklich günstiges B550-Mainboard sucht, dann sollte das B550M Pro4 von ASRock eure Wahl sein. Hier bekommt ihr ein gutes m-ATX Gesamtpaket für um die 100 Euro, welches sich perfekt für Budget-Builds eignet. Theoretisch könnt ihr hiermit auch einen 3900X betreiben, für einen 3950X wird es dann aber schon knapp.

Einschränkungen gibt es zu diesem Preis natürlich einige (abgespecktes Audio, eingeschränkte Konnektivität, nur 1 GB LAN etc.) und auch Luxusfeatures gibt es hier keine. Obwohl ihr hier einen VRM-Kühlkörper habt, laufen die Spannungswandler nur bei kleineren Ryzen-CPUs wirklich kühl. Von Übertaktung solltet ihr hier auch komplett absehen, denn dafür ist dieses Board nicht ausgelegt. 

Unter den günstigen B550-Mainboards ist das Pro4 von ASRock aber trotzdem die beste Alternative, zumal ihr hier immer noch alle Basisfeatures geboten bekommt und vergleichbare Mainboards in dieser Preisklasse einfach schlechter sind.


Gigabyte B550I Aorus Pro AX

  • Bestes B550 mini ITX auf dem Markt
  • Viele Features
  • Übertakten locker möglich, auch ein 3950X befeuerbar
  • 2,5 GB LAN
  • Braucht optimierten Luftstrom fürs Übertakten
  • Könnte etwas günstiger sein

Wenn ihr einen kompakten Mini-PC auf B550-Basis bauen wollt, dann ist das Aorus Pro AX von Gigabyte das einzige Modell, was Sinn macht. Warum? Naja, weil ihr für mehr Geld bereits ein X570-Mainboard haben könntet, ganz einfach. Im Grunde genommen ist dieses Board beim B550-Chipsatz eure einzige richtige Alternative für mini-ITX.

Egal ob Funktionen oder Performance, dieses Ding liefert wirklich jede Menge ab. Es verfügt über 6 + 2 echte Phasen, die von 90-A unterstützt werden - dadurch werdet ihr selbst mit den stärksten Ryzen-CPUs keine Probleme bekommen. Gigabyte verwendet ein bekanntes dunkelgraues abgeschirmtes Design, das für die Kühlung optimiert und mit einem üppigen Funktionsumfang ausgestattet ist.

Nicht einmal auf zwei "versteckte" M2-Steckplätze müsst ihr verzichten, sondern es gibt auch noch 2,5-Gigabit-Ethernet (Realtek RTL8125B-CG) sowie WIFI6-Support. Auch beim Audio wurde nicht gespart, denn hier wird auf den guten ALC 1220 Codec von Realtek gesetzt.

Aber auch bezüglich der Performance lässt euch dieses Biest nicht im Stich und kann laut dem Test von Techpowerup locker mit X570-Mainboards mithalten. Zudem gibt das Board auch in Benchmarks wie CPU-Z Gas und liegt den Analysen von Guru3d zufolge im oberen Drittel.


B550-Mainboard Kaufberatung: Alle Fragen geklärt

Jetzt da wir wissen, welches die besten B550-Mainboards sind, wollen wir euch noch einige brennende Fragen beantworten (die wir immer wieder im Zusammenhang mit dem diesem Chipsatz lesen). Dadurch wisst ihr worauf es ankommt und ob der B550-Chipsatz für euch das Richtige ist.

B450 vs. B550: Lohnt sich das Upgrade?

Die Qualität von B550-Motherboards ist unbestreitbar. Aber das bedeutet nicht, dass ihr sofort eines kaufen solltet. In Anbetracht der Preise, Funktionen und vieler anderer Dinge ist die Kaufentscheidung etwas komplizierter als erwartet.

Denn man hat erwartet, dass die B550-Mainboards die B450-Mainboards einfach ersetzen würden. Allerdings hat sich der Chipsatz jedoch eher als Ersatz für Highend-B450-Boards sowie für Low-End-X570-Motherboards herausgestellt.

Wenn ihr also bereits ein B450er verbaut habt und Dinge wie PCIe 4.0 nicht braucht und auch nicht vorhabt, auf Zen3 upzugraden, dann braucht ihr auch kein B550er.

Falls ihr jedoch noch ein altes A320-Mainboard habt oder ein neues System bauen wollt, bietet die B550-Reihe oft die beste Preisleistung.

Hinweis

Unterstützung für Zen 3 (Ryzen 4000) gilt laut offizieller Meldung von AMD nur für B550 und X570. Mainboard-Hersteller können jedoch zulassen, dass B450-Motherboards diese CPUs mit einem Beta-BIOS unterstützen. Wer auf Nummer sicher gehen will, holt sich also ein B550-Mainboard um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Wer sollte sich ein B550-Mainboard holen?

Quasi aufbauend auf unserer letzten Frage. Wenn einer der folgenden Punkte für euch zutrifft, ist ein Upgrade auf oder Kauf eines B550-Motherboard absolut sinnvoll:

  • Ihr wollt den neuesten PCIe 4.0-Standard um sicherzustellen, dass ihr blitzschnelle M.2-SSDs und Grafikkarten der nächsten Generation mit maximaler Geschwindigkeit verwenden könnt.
  • Ihr wollt maximale Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, die von M.2 Gen 4 NVMe-SSDs angeboten werden.
  • Aktuelle und zukünftige Highend Ryzen-Prozessoren wollt ihr problemlos nutzen können (auch ohne BIOS-Update).
  • Ihr wollt RAM mit höheren Frequenzen ausführen, um die Leistung auf Ryzen-Prozessoren zu verbessern.
  • Als Alternative zu X570-Mainboards wollt ihr ein Mainboard ohne aktiven Chipsatzlüfter um 100% leisen Betrieb zu garantieren.
  • Ihr sucht nach integrierter Unterstützung für Wi-Fi 6 und 2,5 Gigabit LAN.
  • Falls ihr zukünftig plant, einen Ryzen 4000 Prozessor zu verbauen.
  • Viele Premium-Funktionen, die zum ersten Mal auf der Mainstream-Plattform von AMD verfügbar sind, sind euch wichtig.

Wie oben schon erwähnt denken wir, dass jeder der ein neues Ryzen-System bauen will mit B550-Mainboards am Besten fährt.

Achtung

Für alle mit einer CPU aus der Ryzen 2000-Serie (oder älter) ist der B550-Chipsatz nicht kompatibel. Um die Sache noch verwirrender zu machen, unterstützen B550 auch Ryzens aktuelle APUs nicht. Obwohl diese APUs technisch Teil der Ryzen 3000-Serie sind, laufen sie nicht auf Zen 2-Architektur. Die Modelle 3200G und 3400G laufen auf Zen + -Architektur, die von B550 leider nicht unterstützt wird.

Machen sehr teure B550-Mainboards Sinn?

Nein. Auch wenn wir Gamer keinen Unterschied bemerken werden, wenn auf einige X570-Chipsatzfunktionen verzichtet wird, machen extrem teure B550-Motherboards aus reiner Preisleistungsperspektive keinen Sinn.

Für rund 290 Euro könnt ihr beispielsweise das B550 Aorus Master von Gigabyte kaufen. Ein Motherboard mit der Verarbeitungsqualität und den VRM-Komponenten, die direkt von einem der besten X570-Motherboards stammen - dem Aorus Extreme mit einem Preis für 700 Euro.

Trotzdem macht dieses Modell keinen Sinn. Denn für das gleiche Geld könnt ihr euch das MSI X570 Unify* zulegen - eines der besten X570-Bretter.

Daher: Haltet euch bei B550ern an eine Preisspanne zwischen 120 und 200 Euro. Dort glänzen sie und bieten die beste Preisleistung.

B550 vs. X570: Was gibt man auf?

Obwohl der X570-Chipsatz sowohl dem B550 als auch dem B450 überlegen ist, sind viele Low-End-X570-Motherboards bezüglich ihrer Funktionen abgespeckt. Aber schauen wir uns erstmal die technischen Unterschiede zwischen den Chipsätzen an:

merkmal/Chipsatz

B450

B550

X570

Offizieller Prozessor-Support

Bis Zen 2 (Ryzen 3000)

Zen 2 & Zen 3 (Ryzen 4000)

Alle

CPU Chipsatz Lanes

PCIe 3.0 (x4)

PCIe 3.0 (x4)

PCIe 4.0 (x4)

"General Purpose Lanes"

PCIe 2.0

PCIe 3.0

PCIe 4.0

Nutzbare PCIe 4.0 Lanes

0

0

16

Nutzbare PCIe 3.0 Lanes

0

10

0

Doppel-GPU-Support

Nein

Ja

Ja

CPU Grafik-Support

x16 PCIe Gen3

x16 PCIe Gen4

x16 PCIe Gen4

CPU Speicher-Support

PCIe Gen3

PCIe Gen4

PCIe Gen4

USB-Ports

USB 3.1 Gen1

USB 3.2 Gen2

USB 3.2 Gen2

Übertaktung

Ja

Ja

Ja

Was man direkt bemerkt sind die vielen Ähnlichkeiten zwischen B550 und X570. Wie man sehen kann, unterstützen beide X16 PCIe Gen 4-CPU-Grafikunterstützung, PCIe Gen 4-CPU-Speicherunterstützung und USB 3.2 Gen2-Unterstützung. Zudem gibt es auch bei beiden Dual-GPU-Support, wenn auch nur wenig genutzt.

Unterschiede werden sichtbar, wenn wir uns die Allzweck-Lanes ansehen, wobei der B550 nur Anspruch auf PCIe Gen 3 erhebt. Im Vergleich dazu bietet der X570 neben dem PCIe Gen 4-CPU-Chipsatz-Uplink auch PCIe Gen 4-Allzweck-Lanes an. Ein weiteres Feature, das der B550 nicht bietet.

Diese Allzweck-Gen4-Lanes sind beim X570 von den Lanes der CPU getrennt, wodurch sie in fast alles umkonfiguriert werden können. Zudem wird die verfügbare Bandbreite mit PCIe 4.0 auf ein recht komfortables Maximum von 7,88 GB pro Sekunde verdoppelt. NVMe-SSDs können beispielsweise beim Lesen / Schreiben vieler Daten problemlos einen Großteil dieser Bandbreite auf Nicht-X570-Motherboards beanspruchen und so die verfügbare Bandbreite für alles andere was mit dem Chipsatz verbunden ist einschränken (wie Onboard-Ethernet, andere Speicherlaufwerke, USB-Geräte).

Wenn ihr eine NVMe M.2-SSD auf einem Nicht-X570-Motherboard in einem mit dem Chipsatz verbundenen Steckplatz verwendet, wird normalerweise der Zugriff auf zwei SATA 3-Ports unterbrochen, da diese SATA-Ports PCIe-Lanes zum Verschieben von Daten  verwenden. Dementsprechend gewinnt ihr mit X570-Boards gegenüber B550-Mainboards einfach etwas Freiheit, für die meisten von euch wird das aber weniger relevant sein.

Wie sieht es mit der VRM-Kühlung aus?

Den Analysen von Techspot nach zu urteilen, können B550-Mainboards trotz mangelndem Chipsatzlüfter problemlos bei der Kühlung mithalten. Erstaunlich ist teilweise auch die wesentlich bessere Kühlung im Vergleich zum alten B450-Chipsatz. Doch seht selbst:

Bild: Techspot

Mal ganz zu schweigen davon, dass B350-Boards miserable VRM-Kühlung haben, laufen B550-Mainboards bei Benchmarks wie Blender selbst mit einem Highend-Prozessor wie dem 3900X erstaunlich kühl.


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