CPU Vergleich 2019: CPU Rangliste & Benchmarks

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Ihr sucht einfach nur die besten Gaming CPUs? Dann scrollt runter.

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Unser CPU Vergleich Tool lässt euch aktuelle CPU Benchmarks für Desktop-Prozessoren vergleichen, um euch die Kaufentscheidung zu erleichtern. Aber halt: Hier gibt es noch mehr! (Riesenupdate August 2019 mit allen neuen Ryzen 3000 CPUs!)

In dieser Prozessor Kaufberatung findet ihr zudem eine aktuelle CPU Rangliste auf Basis von Benchmarks, sowie unsere Empfehlungen für die beste Gaming CPU nach Preisklasse und Anspruch.

Außerdem klären wir alle möglichen Fragen zum Thema "Nach welchen Kriterien wähle ich meine Gaming CPU aus?". Lasst uns eintauchen!

Inhaltsverzeichnis zeigen


CPU Vergleich 2019: Beste Prozessoren nach Preisklasse

Du suchst die beste Gaming CPU 2019 für deinen neuen PC oder möchtest deine Mühle mal wieder aufrüsten? Wir haben in unserem großen Gaming CPU Vergleich die besten Modelle unter die Lupe genommen und dabei sowohl die leistungsstärksten Gaming Prozessoren, als auch günstige aber dennoch performante Varianten für Budget Builds parat!

Denn die Frage, ob ihr AAA-Titel auf Ultra zocken wollt oder eher im eSport Bereich unterwegs seid, sollte in eure Entscheidung für die richtige Gaming CPU mit einfließen. Wir haben die besten Gaming CPUs 2019 nach Preisklassen aufsteigend (günstig nach teuer) sortiert, daher ist das keine CPU Rangliste (die gibt es weiter unten).

Einsteiger-Klasse: Die besten Gaming CPUs unter 100€

Intel Pentium G4560

Günstigste Einsteiger CPU für absolute Sparfüchse. Für alle die gerade erst mit PC-Gaming anfangen.

Günstigste Einsteiger CPU

AMD FX 8350

Der Geheimtipp unter den günstigen Modellen. Immer noch eine Top-Wahl mit Übertaktungspotenzial!

Stärkste Einsteiger CPU

AMD Ryzen 3 2200G

Ultimatives Budget-Modell für 1080p-Gaming, das Prozessor und Grafikkarte für Top-Preisleistung vereint.

Budget-CPU mit integrierter GPU

Sparklasse: Die besten Gaming CPUs unter 200€

Intel Core i3-8100

Budget-CPU aus der 8ten intel-Generation vergleichbar mit dem Core i5-7400 und 7500. Unter 130 Euro solide für Sparer-Builds.

Günstigster in der Sparklasse 

AMD Ryzen 5 2400G

Beeindruckende integrierte Grafikpower mit der Möglichkeit für 1440p-Gaming auf mittleren Einstellungen.

Beste APU unter 150€

Intel Core i5-9400F

Extrem gute Preisleistung und derzeit die beste günstige Gaming CPU für 500 Euro Builds. Ein kleiner Geheimtipp.

Beste Gaming CPU unter 150€

AMD Ryzen 5 2600X

Super Alternative zum i5-9400F mit mehr Flexibilität bei Multithread-Aufgaben.

Bester Allrounder unter 200€

Mittelklasse / Preisleistungsklasse: Beste Modelle zwischen 200-300€

Ryzen 5 3600

Die wohl derzeit beste Preisleistung bei Gaming CPUs. Schneller als Ryzen 7 2700X und gleich schnell wie der i5 9600k.

Gaming CPU mit der besten Preisleistung

Intel Core i5-9600K

Sehr ausgeglichene Performance in Games & Produktivitäts-Anwendungen. Großes Upgrade zu seinem Kabylake-Vorgänger für Übertakter. Die einzige Alternative zum neuen Ryzen 5 3600.

Beste Gaming-CPU der Mittelklasse

Die besten Highend Gaming CPUs bis 400€

Ryzen 7 3700X

Absolut kranke Performance in allen Benchmarks und beim Gaming nur minimal hinter dem i7 9700K. Günstigere Alternative zum i7-9700K.

Bester Allrounder in der Oberklasse

Intel Core i7-9700K

Ein wahres Gaming-Biest für 1440p und 4K-Zocken mit höchsten FPS-Raten. Für Intel-Fans wohl die beste Gaming-CPU.

Beste Highend Gaming-CPU

Enthusiasten-Klasse: CPU-Monster ab 500€

Intel Core i9-9900K

Intel's Mainstream Okta-Core Prozessor überzeugt mit überragender Hyperthreading Performance für bedingungsloses Gaming.

Kompromisslose Gaming Power

AMD Ryzen 9 3900X

Endlich eine Highend Gaming CPU von AMD. Kann in der SC-Performance nicht ganz mit dem i9 mithalten, zieht aber in allem anderen davon.

Bester Allrounder für eine Kombination aus Gaming, Streaming & Bearbeitung


Einsteigerklasse: Solide Prozessoren unter 100€

Seien wir einmal ganz ehrlich: Nicht jeder hat 1500€ zur Hand, um sich einen High-End Build zusammenzustellen. Wer ganz oben mitspielen möchte, muss genannte Summe jedoch mit Sicherheit in die Hand nehmen. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt, wer in einen i7 8700K und eine 8GB ASUS GeForce RTX 2080 Strix investiert, ist mit den beiden Komponenten bereits bei über 1000€ angekommen.

Wer ordentlich zocken will und nicht das nötige Kleingeld mitbringt, muss jedoch nicht verzagen, denn es gibt gute CPUs für Low-Budget Builds, sowohl mit Intel als auch mit AMD CPUs.

Diese Prozessoren sind hervorragend dafür geeignet, um klassische eSports Titel mit soliden 60 FPS zu spielen. Wer die aktuellen Blockbuster-Titel effektiv zocken möchte, der sollte allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen und in den nächsten Abschnitt schauen.

Intel Pentium G4560 – Günstigste Einsteiger CPU

  • Sehr günstig
  • Grundsolide für klassische Titel
  • nutzt bereits DDR4
  • DDR4 teuer momentan
  • zusätzliche GPU nötig
  • reicht nicht für aktuelle Blockbuster
  • Kerne: 2
  • Threads: 4
  • Basistakt: 3,5 GHz
  • Turbo: Ohne
  • Sockel: LGA 1151 v1

Der Pentium, ein guter alter Bekannter. Nach einem Amiga 500, einigen Konsolen wie dem Sega Mega Drive und dem SNES haben viele damals mit einem Pentium 120 die ersten Gehversuche in der PC Gaming Welt unternommen. Der Pentium war damals eine Marke, welche Intel mehr oder weniger aussterben lassen hat. Schon lange wurden wir nicht mehr mit einer starken Pentium CPU beglückt, der wir ohne zu zögern eine Kaufempfehlung aussprechen können. Ein verdienter Platz in unserem CPU Vergleich!

Der Pentium G4560 wurde bei Release der Kaby Lakes im absoluten Niedrigpreissegment verschleudert (am preislichen Tiefpunkt gingen die Dinger für ca. 50€ über die Ladentheke). Zwar kostet der G4560 aktuell ein paar Euro mehr, dennoch hat Intel dem Pentium wieder Leben eingehaucht ... und das schlichtweg mit der Tatsache, dass die 2 Kern CPU nun endlich mit Hyper Threading ausgestattet ist. Technisch unterscheidet sich der Pentium damit nicht mehr von dem i3 der Kaby Lake Generation, lediglich die Taktrate ist mit 3,5 GHz niedriger gehalten.

Genauer gesagt beträgt der Unterschied 400 MHz zum „größeren Bruder“, was einer Leistungsdifferenz von ca. 15% entspricht. Nicht wirklich abschreckend, wenn man den Preispunkt mit einbezieht! Der Pentium ist somit die absolute Top Empfehlung für waschechte Budget Builds und der Preis für diesen Gaming Prozessor die lang ersehnte Antwort auf AMDs Niedrigpreis CPUs. Ein guter Move!

Für einen Zehner drauf, oder falls der Preis schwankt, bietet sich auch der Pentium G5400 an. Der bietet eine etwas bessere Single Core Performance und kann so noch einmal ein paar FPS raus kitzeln.


AMD FX-8350 – Achtkerner mit großem OC-Potenzial

  • Sehr günstige 8-Kern CPU
  • Hohes OC Potenzial
  • Kostengünstig durch DDR3
  • benötigt stärkere Kühlung
  • zusätzliche GPU nötig
  • Ryzen 3 ist je nach Spiel stärker
  • Kerne: 8
  • Threads: 8
  • Basistakt: 4,0 GHz
  • Turbo: 4,1 GHz
  • Sockel: AM3+

Der AMD FX-8350 ist ein Evergreen im Bereich der Budget Builds und hat daher einen festen Platz in unserem CPU Vergleich. Zugegeben, er ist etwas in die Jahre gekommen, dennoch schneidet der FX-8350 in Benchmarks nach wie vor gut ab und hat Overclocking Potenzial.

Jedoch ist hier die Tatsache, dass Ihr noch zusätzliches Budget in einen stärkeren Kühler investieren müsst, zu erwähnen. Wer im niedrigen Preisbereich rangieren muss, kann getrost zum FX-8350 greifen, und sich damit einen immer noch leistungsstarken Achtkerner sichern. Mit seinen 4GHz, die potenziell auf bis zu 5GHz übertaktet werden können, ist dieser Klassiker damit ganz oben in Sachen Preis/Leistung.

Achtet aber unbedingt darauf, dass ihr ein Mainboard ergattert, welches die Last des Overclockings aushält. Sonst lauft ihr Gefahr, die Spannungswandler zu grillen. Ein solches Board bekommt ihr aber sogar unter 60€.

Einen Kostenvorteil bietet hier, dass der FX-8350 noch mit DDR3 arbeitet, was in Zeiten des sehr teuren DDR4 Speichers einen großen Unterschied machen kann. Dieses Geld könnt ihr in eine stärkere Kühlung oder in eine bessere zusätzliche GPU, die ihr benötigt, investieren.

Warum empfehlt Ihr nicht den FX-6300?
Ganz einfach – Der Preis ist inzwischen der Gleiche! Allerdings bietet der FX-8350 mit acht Kernen einiges an Mehrleistung für die gleichen 60€.


AMD Ryzen 3 2200G – Die perfekte Einsteiger APU

  • AM4 Sockel zukunftssicher
  • gute integrierte Grafikeinheit
  • CPU-Part stärker als Ryzen 3 1300
  • benötigt ausreichend DDR4 Speicher
  • teuerste Einsteiger CPU
  • dedizierte GPU ist stärker
  • Kerne: 4
  • Threads: 4
  • Basistakt: 3,5 GHz
  • Turbo: 3,7 GHz
  • Sockel: AM4

Wem es davor graut noch eine zusätzliche Grafikkarte kaufen zu müssen, der kann für knapp unter 100€ mit dieser APU einen Prozessor mit integrierter Grafikeinheit kaufen. Und die ist überraschen stark.

Bei den meisten Games schafft es diese APU eine 60Hz Bildrate bei einer Auflösung von 720p bis 1080p konstant zu halten. Für Gelegenheitszocker, die nur ab und zu ein paar Klassiker daddeln wollen, ist das mehr als genug.

Da ihr keine zusätzliche Grafikkarte benötigt, spart ihr hier einiges ein. Dieses Geld könnt ihr zum Beispiel in mehr DDR4 Speicher investieren. Davon profitiert vor allem die Grafikeinheit, die keinen eigenen Speicher mitbringt.

Und wenn ihr dann später auf eine leistungsstärkere CPU/GPU Kombination umsteigen wollt, dann seid ihr mit dem AM4 Board für die Zukunft abgesichert und habt bereits genügend kräftigen DDR4 Speicher. Das spart euch später dann einige Kosten bei einem Upgrade ein.

Der CPU Part selber ist dabei sogar ein Stück stärker als der Ryzen 3 1300, was alles in allem einen Kaufgrund darstellt, wenn ihr die zusätzlichen 20€ gegenüber die Ryzen 3 aufbringen könnt.


Die Sparklasse unter 200€

Für gelegentliche Zocker, die zwar auf Qualität aus sind, aber auch nicht immer das Beste vom Besten brauchen, sind diese CPUs hier eine interessante Alternative. Sie bieten eine gute Performance zu einem kleinen Preis und sind absolute Preis/Leistungs-Könige.

Auch wenn ihr eine CPU für starke Multithreaded-Leistung braucht sind hier Alternativen dabei, welche zum Beispiel fürs Streamen und zum Videoschnitt hervorragende Arbeit leisten.

Intel Core i3-8100: Die günstigste CPU der Sparklasse

  • gute Single Core Performance
  • sehr günstig
  • gute Preis/Leistung
  • schlechte Grafikeinheit
  • kein Hyper-Threading
  • nicht Übertaktbar
  • Kerne: 4
  • Threads: 4
  • Basistakt: 3,6 GHz
  • Turbo: Ohne
  • Sockel: LGA 1151-2

Die günstigste Option für diesen Bereich ist diese Intel CPU. Sie überzeugt, so wie die meisten Intel CPUs, vor allem im Bereich Single Core Performance. Zum Preis von etwa 130€ bekommt ihr hier einen ordentlichen Leistungsschub gegenüber der CPUs aus der Einsteigerklasse.

Der i3-8100 besitzt zwar auch immer noch nur vier Kerne und unterstützt kein Hyper-Threading, doch für klassische eSports Titel ist das bei weitem genug. Zusätzlich überzeugt die CPU vor allem in Sachen Preis/Leistung für die Single Core Performance, was im Gaming Bereich eine durchaus wichtige Sache ist.

Der i3-8100 besitzt zwar auch eine Grafikeinheit, jedoch überzeugen die Intel CPUs im Bereich Grafikleistung weniger. Ihr solltet also definitiv einplanen noch eine dedizierte GPU zu besorgen, da ihr ansonsten keinen wirklichen Gaming-Spaß an diesem Prozessor haben werden.

Falls ihr jedoch eine CPU sucht, die gleichzeitig eine ordentliche Grafikeinheit beinhaltet, dann schaut euch den nächsten Prozessor in der Liste an. Der bietet eine ordentliche Allround-Lösung für kleines Geld.


AMD Ryzen 5 2400G: Alles unter einem Dach

  • Günstig
  • keine GPU nötig
  • APU mit SMT
  • benötigt viel DDR4
  • Intel bietet bessere CPU Leistung
  • Kerne: 4
  • Threads: 8
  • Basistakt: 3,6 GHz
  • Turbo: 3,9 GHz
  • Sockel: AM4

Für knappe 150€ bekommt ihr hier eine Kombination aus einer Quad Core CPU samt SMT, die außerdem eine überraschend starke Grafikeinheit beinhaltet. Falls ihr euch ein kleines System bauen oder keine extra Grafikkarte kaufen wollt, dann seid ihr hier bestens bedient.

Gegenüber dem 2200G bietet dieser Prozessor eine grundlegend bessere Leistung, vor allem die Einbindung von SMT ist hier ein großer Pluspunkt.  Aber auch die aufgebrezelte Grafikeinheit lässt euch die meisten modernen Titel bei 1080p mit 60FPS bei niedrigen bis mittleren Grafikeinstellungen zocken.

Aber Achtung: Achtet darauf besonders schnellen und großen DDR4 Speicher einzubauen! Diese APU skaliert besonders mit schnellem RAM, da dieser als Grafikspeicher mit genutzt wird. Wenn ihr ernsthaft zocken wollt sind 16GB DDR4 RAM also ein Muss.

Doch selbst in reiner CPU Power schlägt der Ryzen 2400G sogar den i3-8100 von Intel, nicht zuletzt durch sein SMT und den Boost Takt.
So steht einer späteren Aufrüstung durch eine zusätzliche GPU nichts im Wege und ihr seid mit dem AM4 Sockel absolut zukunftssicher unterwegs!


Intel Core i5-9400F: Beste Gaming CPU unter 150€

  • Sehr gute Gaming-Performance
  • sehr sparsam für einen 6-Kerner
  • Super Preisleistung
  • braucht neues Z390 oder B365 Board
  • keine integrierte GPU
  • braucht eventuell Zusatzkühler
  • Kerne: 6
  • Threads: 6
  • Basistakt: 2,9 GHz
  • Turbo: 4,1 GHz
  • Sockel: LGA-1151-2

Der i5-9400F ist Intel’s neue Geheimwaffe in unserer Sparklasse. Gute 50€ günstiger als der ältere i5 8400, aber gute 5-10% schneller? Da gibt es nicht viel zu überlegen.

Logischerweise müsst ihr für die 50€ die integrierte Grafiklösung des i5 8400 aufgeben, aber die ist sowieso nicht zu empfehlen. Die meisten von euch werden eh eine dedizierte Grafikkarte haben, wodurch das noch weniger ins Gewicht fällt.

Das einzige was ihr beachten müsst: Der i5-9400F läuft nur mit den neueren Intel-Mainboards (Chipsätze wie B365 oder Z390 – ältere brauchen ein Update und laufen manchmal nicht), wodurch ihr beim Mainboard eventuell etwas drauflegt im Vergleich zum 8400. Falls ihr hier aber ein gutes Angebot findet, schlagt zu.

Trotzdem ist der 9400F eine absolute Preisleistungskanone und derzeit die beste Empfehlung für einen 500€ Gaming PC Build.

AMD Ryzen 5 2600X – Bester Allrounder unter 200€

  • extrem gute Preis/Leistung
  • Simultanes Multithreading
  • Stärker als Non-OC i5-8600K
  • kaum OC-Potenzial
  • bei älteren Titeln hinter dem i5-8600K
  • Kerne: 6
  • Threads: 12
  • Basistakt: 3,6 GHz
  • Turbo: 4,2 GHz
  • Sockel: AM4

Schon der Ryzen 5 1600X machte einem i5-8600k ordentlich Konkurrenz, doch mit der zweiten Generation lässt AMD die Intel Konkurrenz teilweise sogar hinter sich. Mit dem Generations-Upgrade wird dem 2600X ein ordentlicher Taktschub spendiert, vor allem der Boost-Takt steht dem 8600K nun in nichts mehr nach.

Das SMT macht dabei bei moderneren Titeln, die hohe Threadzahlen bedienen können, noch einmal eine Menge aus. Hyper-Threading fehlt dem i5 von Intel nämlich leider komplett, obwohl beide CPUs sechs Kerne bieten. Mit dem i5-9400F änderte sich das aber wieder, denn der i5-9400F ist im Gaming definitiv schneller.

Der Ryzen ist gegenüber einem i5 allerdings bei weitem nicht so effektiv und weit zu übertakten. Dies ist der große Makel dieser AMD Reihe. Habt ihr also eine ordentlich dicke Kühlung und wisst, wie man eine ordentliche Übertaktung einstellt, dann solltet ihr wohl eher zur Intel CPU greifen.

Alles in allem ist der 2600X durch die deutlich stärkere Multi-Thread Performance eine super Alternative zum oben vorgestellten i5-9400F.


Die Mittelklasse – CPUs bis 300€

Euch sind die Top-Modelle zu teuer, aber ihr wollt trotzdem keine zu großen Kompromisse bei der Leistung eingehen? Dann schaut euch diese CPUs an, die euch für bis zu 300€ auch die modernsten Titel mit ordentlicher Performance und hohen Grafikeinstellungen spielen lassen!

AMD Ryzen 5 3600 - die beste Gaming CPU für Preisleistung

  • Beste Preisleistung
  • Super Gaming-Performance
  • schneller als alte Ryzen 7
  • Boxed-Kühler nicht so toll
  • für Streaming nicht optimal
  • braucht gute Kühlung
  • Kerne: 6
  • Threads: 12
  • Basistakt: 3,6 GHz
  • Turbo: 4,2 GHz
  • Sockel: AM4

Der neue Ryzen 5 3600 ist die absolute Preisleistungs-Empfehlung. Vielleicht sogar die beste Preisleistungs-CPU im Moment: 6 Kerne und 12 Threads, die auf der brandneuen ZEN2-Mikroarchitektur basieren - das bedeutet schnelle Turbos und einen guten IPC-Wert.

Leistungstechnisch überrascht der Prozessor auf ganzer Linie, indem er sogar den älteren Ryzen 7 2700X in Gaming-Benchmarks abhängt. Auch dem etwas teureren i5 9600K kann er zumindest ohne Übertaktung Paroli bieten.

Übrigens: Im Direktvergleich mit dem 3600X werdet ihr in der Praxis keinen Unterschied merken. Der 3600 ist in Punkto Preisleistung einfach wesentlich überzeugender, da er rund 40-50€ billiger ist und lediglich 200 MHz weniger Basistakt hat. Ein weiterer Vorteil ist der noch bessere (niedrigere) Gesamtstromverbrauch.

Wenn ihr diesen Prozessor mit einem kompatiblen B450 oder X470 Mainboard kombiniert, bekommt ihr eine satte Gaming-Performance.

Daher küren wir den Ryzen 5 3600 als derzeit beste Gaming CPU für Nicht-Übertakter!


Intel Core i5-9600K – Intels starker Mid Range Prozessor

  • hohes OC Potenzial
  • Für Intel gute Preis/Leistung
  • auch ohne OC hoher Boost-Takt
  • Ryzen 5 bessere Preis/Leistung
  • kein Hyper-Threading
  • volles Potenzial nur durch OC 
  • Kerne: 6
  • Threads: 6
  • Basistakt: 3,7 GHz
  • Turbo: 4,6 GHz
  • Sockel: LGA1151-2

Wir haben es gerade schon erwähnt: Der i5-9600K ist der direkte Konkurrent zum neuen Ryzen 5 3600 und für Übertakter immer noch die erste Wahl in diesem Preissegment.

Nur um die 30€ teurer, aber auch nur in manchen Spielen unwesentlich schneller als der Ryzen 5 3600. In Techspots Benchmarks ist der Ryzen gleichauf mit dem 9600K in der Single-Core-Performance sowie den meisten Gaming-Benchmarks, dennoch hat der i5 9600K ein besseres Übertaktungspotenzial.

Bedenkt aber auch, dass ihr für den 9600K noch einen zusätzlichen CPU-Kühler braucht, da hier keiner in der Box beiliegt. Zudem braucht der 9600K eine bessere Kühlung als der Ryzen 5 3600.

Wenn ihr also nicht absoluter Intel-Fan seid und eine Abneigung gegen AMD habt, scheint der R5 3600 die bessere Option zu sein. Der Core i5-9600K wird in Anwendungs-Benchmarks plattgemacht, die SC-Performance ist gleichwertig. Schlussendlich ist es in diesem Duell wirklich eine Geschmacksache.

Die besten High End CPUs

Dies sind zwar immer noch nicht die absolut leistungsstärksten CPUs, jedoch bieten sie die besten Alternativen für aktuelles Gaming. Klar, sie sind recht teuer, aber wer bedingungslose Gaming Performance will, der muss leider ein wenig tiefer in die Tasche langen. Nichtsdestotrotz sind diese Prozessoren für die meisten von euch schon Overkill.

AMD Ryzen 7 3700X - Bester Allrounder in der Oberklasse

  • Sehr guter Allrounder
  • Sehr schnell bei MC-Tasks
  • Kühler mitgeliefert
  • Lauter Standard-Kühler
  • SC-Performance noch hinter Intel
  • Kerne: 8
  • Threads: 16
  • Basistakt: 3,6 GHz
  • Turbo: 4,4 GHz
  • Sockel: AM4

Der neue Achtkerner mit 16 Threads ist der direkte Konkurrent zum i7 9700K und dem i7 8700K. Der AMD Ryzen 7 3700X ist eine weitere beeindruckende Ergänzung für das Lineup von AMD und seiner 3. Generation von Ryzen-Chips.

Im Direktvergleich mit dem i7 9700K kann auch der Ryzen 7 3700X wieder enorm aufschließen. In Punkto Gaming Performance ist Intel in den meisten Tests zwar immer noch leicht schneller, aber die Unterschiede sind nicht mehr allzu groß.

Laut diesem Video sprechen wir hier im Durchschnitt von 10-12% FPS in Gaming bei 1080p, der Abstand schrumpft aber wenn man auf 1440p hochgeht. Dieser FPS-Abstand betrifft sowohl Stock- also auch OC-Setups.

Dahingehen ist der neue Ryzen 7 bei Multi-Core-Aufgaben rund 24% schneller als der i7, was keine Überraschung ist. Hinzu kommt, dass der Ryzen 7 3700X energieeffizienter als der Core i7 9700K ist und keine extreme Kühlung erfordert, um eine optimale Leistung zu erzielen. Bedenkt, dass ihr beim 9700K keinen CPU-Kühler dabei habt, was euch gut und gerne nochmal 40-50€ kostet.

Auch in der Oberklasse ist der neue Ryzen eine extrem gute Empfehlung. Mit dieser CPU macht ihr gar nichts falsch!


Intel Core i7 9700K – Zocken ohne Einbußen

  • hohes OC Potenzial
  • Uneingeschränktes Gaming
  • Für Intel gute Preis/Leistung
  • Guter Kühler für OC benötigt
  • Ryzen 7 3700X bietet bessere P/L
  • Kerne: 8
  • Threads: 8
  • Basistakt: 3,6 GHz
  • Turbo: 4,9 GHz
  • Sockel: LGA1151-2

Wir haben oben beim Ryzen 7 3700X ja schon einiges zum 9700K gesagt. Wenn ihr in dieser Preisklasse weiterhin das Maximum beim Gaming rausholen wollt, kommt ihr um den i7 9700K nicht rum.

Klar, ihr müsst hier noch in einen Kühler investieren und legt auch bei der CPU 30€ drauf, bekommt aber dafür maximale Gaming-Power. Dennoch sprechen wir hier im Schnitt nur von 10% FPS, was ihr meistens sowieso nicht merken werdet.

Der Unterschied zum Ryzen 7 3700X ist im Gaming-Bereich aber lange nicht mehr so groß (man sieht es auch unten im Video nochmal), weshalb ihr die AMD-Alternative auf jeden Fall anschauen solltet. Für alle Intel-Fans aber immer noch eine der besten Gaming CPUs.


Der Enthusiasten Bereich

Wenn euch das Geld egal ist und ihr uneingeschränkte Performance für egal was wollt, dann seid ihr hier richtig. Hier findet ihr das Beste vom Besten für jeden Anwendungsbereich und die Alternativen aus beiden Lagern. Diese Prozessoren sind extrem teuer und für den normalen Gamer nicht zu empfehlen. 

Intel i9-9900K – Bedingungslose Gaming Performance

  • Beste Gaming Performance
  • Solide Multi-Thread Performance
  • Hoher Grund-Takt trotz acht Kernen
  • Teuer und intensiv zu Kühlen
  • zu kleines Upgrade zum i7 
  • geringes OC Potenzial
  • Kerne: 8
  • Threads: 16
  • Basistakt: 3,6 GHz
  • Turbo: 5,0 GHz
  • Sockel: LGA1151-2

Dieser Prozessor aus Intels neunter Generation ist die Antwort auf die gut angenommenen Ryzen Prozessoren von AMD. Hier wird eine ordentliche Multi-Thread Performance durch acht Kerne mit 16 Threads geboten und das in Kombination mit der von Intel gewohnt hohen Single Core Leistung. Wir reden hier von einem Grund-Takt von 3.6GHz mit einem Boost von bis zu 5GHz.

Auch OC-Potenzial ist geboten, wenn auch nicht so stark, wie man es von Intel gewohnt ist. Man KANN zwar 5GHz auf allen Kernen stabil ans laufen bekommen (und auch ein klein wenig mehr), was die CPU dabei aber an Leistung zieht und die Temperatur die sie dabei erreicht sind extrem hoch.

Ohne ein wirklich gutes und teures Mainboard sowie eine echt leistungsstarke Kühlung (ihr werdet hier kaum um einen Custom Water Loop herum kommen) solltet ihr garnicht erst an solche Taktzahlen denken.

Dennoch ist der 9900K das mit Abstand Beste, was der Markt momentan an Gaming Prozessoren zu bieten hat und sollte die erste Wahl für alle sein, die bedingungslose Leistung suchen, ohne auf den Preis zu schauen.


AMD Ryzen 9 3900X: Bester Allrounder für Kombination Gaming, Streaming & Bearbeitung

  • Absolutes Leistungsbiest
  • Hängt i9 in Verarbeitung ab
  • Zukunftssicher
  • Teurer als i9
  • i9 beim Gaming noch stärker
  • Kerne: 12
  • Threads: 24
  • Basistakt: 3,8 GHz
  • Turbo: 4,6 GHz
  • Sockel: AM4

Endlich prescht AMD in das Highend-Segment der Gaming CPUs vor, denn der Threadripper hatte hier nichts verloren. Wir wollen euch hier nicht mit langweiligen Tech-Spezifikationen langweilen, sondern eher die brennende Frage beantworten: Ryzen 9 3900X oder i9 9900K?

Der Core i9 führt immer noch leicht bei der Gaming-Performance, aber der Ryzen 9 liegt nicht weit zurück. In dem großen Benchmark von Techspot wurden die beiden CPUs in 36 Games getestet. Das Ergebnis: Der Ryzen 9 3900X ist im Schnitt 8% langsamer bei Games, als der i9-9900K.

In Punkto Preisleistung sieht es so aus: Wenn ihr den mitgelieferten Box-Kühler ignoriert, ist der 3900X pro Frame etwas teurer als der 9900K. Falls ihr den Wraith-Kühler jedoch verwenden wollt, ist der 3900X etwas billiger als der Intel-Prozessor. Letztendlich kommt es bei der Wahl darauf an, wofür ihr euren PC verwendet.

Wenn ihr vorhabt, euren PC für eine Vielzahl von Aufgaben zu verwenden (Videobearbeitung, 3D-Modellierung usw.) und nicht nur damit zu zocken, dann kann der Ryzen mit seinen 12 Kernen Vorteile bringen.

Ihr priorisiert hohe Taktraten und CPU-Effizienz um jeden Preis? Multithreading-Aufgaben jenseits von 16 Threads interessieren euch nicht die Bohne? Dann ist der i9 die bessere Wahl.


CPU Rangliste & Benchmarks 2019

Wie auch in unserem Grafikkarten Vergleich haben wir uns verschiedene Benchmarks angeschaut und Daten aggregiert, um einen aussagekräftigeren Leistungsscore zu ermitteln. Mit den CPUs ist es jedoch etwas tricky, denn insbesondere die unterschiedliche Anzahl der Prozessorkerne oder das Nutzen von Multithreading können die Performance- Scores der verschiedenen Benchmarks unterschiedlich beeinflussen.

Wie sich die Performance letztendlich in den Titeln auswirkt die ihr zocken möchtet, wird nicht immer zu 100% korrekt reflektiert. Kann ein Spiel z.B. lediglich 2 Kerne effektiv nutzen, dürfte rein theoretisch eine 2 Kern CPU mit hohem Takt und gutem Cache bessere FPS liefern als z.B. eine 6 Kern CPU mit niedrigerer Taktung. Die Benchmark Scores könnten hier jedoch genau das Gegenteil suggerieren.

Behaltet das einfach im Hinterkopf bei der Betrachtung dieser CPU Rangliste. Dennoch haben wir versucht einen objektiven Gaming-Score und Workflow-Score zu ermitteln, welche beide mit in die Bewertung einfließen sowie das CPU Ranking beeinflussen. Bedenkt bitte auch, dass die stärkste Gaming-CPU nicht gleichzeitig auch diejenige mit der besten Preisleistung ist (deshalb haben wir euch oben auch pro Preisklasse Empfehlungen gegeben)!

Erklärung dazu:

  • Gaming-Score ergibt sich aus den durchschnittlichen FPS von mehreren AAA-Titeln (unter der Rangliste aufgeführt)
  • Workflow-Score (Multi-Core)=  Durchschnitt aus Cinebench 15, PassMark & Geekbench 3 Benchmarks
  • Single-Core Performance = Durchschnitt aus Single-Core Benchmarks von Cinebech 15 und Geekbench 3

Genug der Vorworte, hier unsere aktuelle CPU Bestenliste mit den wichtigsten Gaming Prozessoren (wird ständig aktualisiert und neue CPUs werden hinzugefügt):

Intel i9-9900K - 160 Durchschnittliche FPS, 3192 Single-Core, 18529  Multi-Core Punkte [100%]
AMD Ryzen 3900X - 154 Durchschnittliche FPS, 2921 Single-Core, 26766  Multi-Core 
Intel i7-9700K - 154 Durchschnittliche FPS, 2891 Single-Core, 16130  Multi-Core 
AMD Ryzen 7 3700X - 144 Durchschnittliche FPS, 2891 Single-Core, 19835  Multi-Core 
Intel Core i5-9600K - 146 Durchschnittliche FPS, 3000 Single-Core, 12361  Multi-Core 
AMD Ryzen 5 3600 - 139 Durchschnittliche FPS, 2797 Single-Core, 16233  Multi-Core 
AMD Ryzen 5 2600X - 126 Durchschnittliche FPS, 2424 Single-Core, 12505  Multi-Core 
Intel Core i5-9400F - 102 Durchschnittliche FPS, 2554 Single-Core, 10743  Multi-Core 
Intel Core i3-8100 - 78 Durchschnittliche FPS, 2959 SC, 8920 MC
AMD Ryzen 5 2400G - 67 FPS, 2768 SC, 9642 MC
AMD FX 8350 - 68 FPS, 1785 SC, 8519 MC
AMD Ryzen 3 2200G - 59 FPS, 2580 SC, 7716 MC
Intel Pentium G4560 - 59 FPS, 2719 SC, 5399 MC

Die FPS-Werte haben wir größtenteils von UserBenchmark.com, Eurogamer, Tomshardware und zahlreichen Youtube-Videos. Ja wir wissen nicht die genaueste Herangehensweise, aber als Orientierung reicht das allemal - und die Tendenzen stimmen oft. Wo es zu wenig Datenpunkte gab, haben wir für euch weiter recherchiert, damit wir einen aussagekräftigen und vor allem vergleichbaren FPS-Wert bekommen. Die meisten Angaben beziehen sich auf Ultra/Hohe Details in 1080p und einer RTX 2070 aufwärts.

Anmerkung: Prozessoren wie den Intel i9-9980XE und Threadripper haben wir aus gutem Grund nicht in unsere CPU Rangliste gepackt - das sind einfach keine richtigen Gaming-CPUs, sondern eher kleine Kraftwerke.

Folgende Games haben wir uns bei den FPS-Durchschnitten angeschaut: Metro Exodus, Watch Dogs 2, BF 5, AC Odyssey, Hitman 2,Project Cars, Rainbow 6 Siege, Witcher 3, Kingdom Come Deliverance, The Division 2, GTA 5, Project Cars, Rainbow Six Siege, Shadow of the Tomb Raider.

Weiterhin wurde der finale FPS-Wert etwas stärker gewichtet als die anderen beiden Werte, zumal wir hier ja nach der besten Gaming CPU suchen.

Das Ergebnis: Wir haben unsere CPU Rangliste nach Launch der neuen Ryzen-3.0-Prozessoren angepasst. Insbesondere bei den MC Benchmark Werten überzeugen die Ryzen auf ganzer Linie, was jedoch primär damit zusammenhängt, dass die Ryzen mit mehr Kernen arbeiten und so in den Benchmarks natürlich immer gut aussehen. Wie in unserem Vergleich mehrfach erwähnt, nutzen aktuelle Spieletitel 8 Kerne bzw. 16 Threads bei Weitem nicht effektiv aus. Das Setup mit einem i7 9700k ist für uns immer noch die beste Wahl für Gamer, wenn auch nicht mehr ganz so klar. Wie ihr aber seht: Die Abstände sind teils so gering, dass ihr wirklich viel Auswahl habt. Ryzen hat mit der dritten Generation endlich wieder frischen Wind reingebracht!

AMD CPUs – Budget Overclocking (FX) & Multi Purpose (Ryzen)

Die AMD CPUs gewinnen dank der Ryzen Reihe immer mehr an positiver Reputation. Doch auch die teilweise eher verschmähte FX-Reihe bietet im Low-Budget Bereich noch eine Menge Potenzial. Die FX Reihe ist bei Overclockern mit schmalem Budget sehr beliebt, allen voran der kosteneffektive und starke AMD FX-6300 aber auch sin größerer Bruder der AMD FX-8350. Letztere ist mit 4 GHz im getaktet, kann jedoch mit dem passenden Motherboard und Setup stabil zwischen 4,5 GHz und 5 GHz getaktet werden. Der große Nachteil der AMD CPUs ist die generell höhere Stromaufnahme und die Wärmeentwicklung. Ohne richtig gutes Kühlaggregat kann man das Übertakten mit älteren AMD CPUs getrost sein lassen. Und hier hat sich das mit dem besseren Preispunkt dann leider auch schnell wieder erledigt.

Bei den Ryzen CPUs sieht das jedoch anders aus. Dieses bleiben überraschend kühl, sind in ihrer Übertaktbarkeit leider stark eingeschränkt. Hier lässt sich die Taktrate nur sehr gering erhöhen, obwohl alle Ryzen-CPUs unlocked, also generell übertaktbar sind.

Interessant: Der Overclock Weltrekord des FX-8350 liegt bei 8794,44 ​MHz. Eine Taktrate, die mit Intel Prozessoren bis heute noch nicht erreicht wurde. Zugegebenermaßen ist dies reine Spielerei, da die CPU mit entsprechender Taktung sicherlich nicht stabil operiert.

Die Ryzen CPUs sind wirklich stark. AMD setzt abgesehen von den Einsteigermodellen der 3er Serie auf zusätzliche Kerne und bestückt alle CPUs der 5er Serie mit 6 Kernen und alle CPUs der 7er Serie mit 8 Kernen. Das wirkt sich natürlich in den Benchmarks aus, welche die multiplen Cores entsprechend ausnutzen. Beim Zocken sieht dies jedoch meist etwas anders aus. Da sich die zusätzlichen Kerne bei nur äußerst wenigen Titeln aktuell wirklich bezahlt machen (und auch hier maximal 12 Threads effektiv genutzt werden), stehen die Intel Prozessoren hinsichtlich Gaming Performance meist etwas besser da. Die aktuell stärkste Gaming CPU ist und bleibt für den Moment der i9 9900K!

Dennoch ist es endlich wieder möglich richtig starke und konkurrenzfähige AMD Builds zusammenzustellen. Wie ihr unserer CPU Rangliste entnehmen könnt, empfehlen wir insbesondere den Ryzen 7 3700X und den Ryzen 5 3600, welche Performance satt zu einem anständigen Preispunkt bieten.

Die neuen Ryzen APUs bieten außerdem eine sehr spannende und günstige Alternative für vor allem kleine Builds. Hier wird die Technik der neuen Ryzen CPUs mit einer leistungsfähigen Grafikeinheit kombiniert. So ist keine zusätzliche Grafikkarte nötig.

Intel CPUs – Endlich mit mehr Kernen

AMD hat mit seinen Ryzen CPUs ordentlich vorgelegt und das Angebot mit mehr Multithread-Performance zum kleinen Preis wurde sehr gut angenommen.

Für Intel war das jedoch ein Tritt in den Allerwertesten. Lange stand das Unternehmen in der Kritik, da nur kleine Leistungsschritte gemacht wurden, die sich Intel aber fürstlich entlohnen lies.

Zwar hat Intel immer noch nicht wirklich an der Preisschraube gedreht, doch es werden seit Ende 2017 endlich Prozessoren mit mehr als vier Kernen für den interessierten Mainstream-Markt angeboten.

Der Intel 8700 in der K und non-K Variante machte hier den Anfang und ist nach wie vor äußerst interessant für den Gamer. Er bietet die 6C/12T, die aktuell das effektiv genutzte Maximum von Spielen darstellen.

Letztes Jahr kamen dann mit dem 9700K und 9900K die ersten Mainstream Achtkerner von Intel auf den Markt. Ersterem mangelt es leider an Hyper-Threading, was nicht grundlos mit großer Kritik aufgenommen wurde. Vor allem bei dem doch recht hohen Preis.

Wie viel Unterschied das Hyper-Threading in diesem Fall macht, könnt ihr unserer CPU Auflistung entnehmen. Dies ist nämlich der große Unterschied zwischen dem 9700K und dem 9900K und hat deutliche Auswirkungen auf die Multi-Thread Performance.

Interessant: Die Kaby Lakes (i7 7700k und i5 7600k) kamen ihrerzeit nicht ohne Kritik davon, denn gegenüber den älteren Skylake Prozessoren (i7 6700K und i5 6600K) war die Leistungssteigerung kaum wahrzunehmen. Die Schreie nach AMD wurden immer lauter. Intel brauchte nach jahrelanger Marktdominanz einen „Tritt in den Allerwertesten“ und den gab es mit dem Release von Ryzen! Intel musste nachziehen und hat mit den Coffee Lakes endlich wieder etwas Schwung in die eigene Produktreihe gebracht. Auch wenn sich das momentan (aufgrund der fehlenden Titel) nicht wirklich bemerkt macht.

Wir haben uns den FPS Test von Eurogamer genau angeschaut und einfach mal 4 Titel rausgepickt, um Euch einen kurzen Überblick zu geben. Die FPS wurden in einem System mit einer Titan X OC auf 1080p, also FullHD, gemessen. Alle CPUs liefen dabei auf der Basis Taktung. Nicht überraschend fällt das Resultat etwas anders aus, wenn die CPUs übertaktet werden. Mit höherem Core Clock pro CPU steht der i5 wieder besser da, als unsere Tabelle vermuten lässt. Das Takeaway an dieser Stelle: Wer nicht übertakten will ist mit dem Ryzen 5 1600X ganz klar besser bedient. Für Overclocker macht der i5 7600k etwas mehr Spaß. Für mehr Daten und zusätzliche Benchmarks schaut unbedingt bei Eurogamer rein. Die Tabellen und Resultate sind selbsterklärend - Englisch somit nicht zwangsläufig notwendig!
Der Ryzen 7 1700X ist die AMD CPU, welche preislich auf Niveau des i7 7700k liegt. Zwar liefert die AMD CPU Leistung satt, kommt jedoch in keinem Titel an die Performance Werte des i7. Versteht uns nicht falsch - der Ryzen 7 1700X ist ein richtig geiler Prozessor und wer sich ein leistungsfähiges und für die Zukunft gerüstetes AMD Build unter den Schreibtisch stellen will, ist hier dennoch allerbestens beraten. Es ist einfach nur so, dass der i7 auf 4 Kern Basis und Hyperthreading fürs Zocken aktuell das ganz klar bessere Setup bietet. Die zusätzlichen Kerne des Ryzen 7 könnten jedoch in der nahen Zukunft noch einmal einen Unterschied machen und den Ryzen 7 1700x in dem einen oder anderen Titel besser dastehen lassen. Intel hat hier natürlich Nachholbedarf, welcher mit den auf 6 Kernen basierenden Coffee Lake Prozessoren ziemlich sicher befriedigt werden dürfte.

CPU Kaufberatung: So wählt ihr den richtigen Prozessor

Unabhängig davon, ob ihr einen neuen PC zusammenstellt oder ein Upgrade durchführt – eure CPU ist  enorm wichtig. Insbesondere für Gamer ist der Prozessor die zweitwichtigste Komponente in eurem PC.

Falls ihr schon genau wisst wonach ihr sucht und einfach nur Empfehlungen für eine gute Gaming CPU wollt, dann schaut oben in unsere Bestenliste.

Für alle anderen haben wir im Folgenden die wichtigsten Punkte zusammengefasst, auf die es bei der Wahl eurer CPU zu achten gibt!

Die richtige CPU für den richtigen Zweck wählen: So geht's (TLDR) 

  1. AMD oder Intel spielt keine Rolle: Solange ihr euch eine CPU der aktuellen Generationen holt (ab AMD Ryzen 2000 oder Intel Coffee Lake), ist diese Frage überflüssig. Intel schneidet nach wie vor etwas besser beim Gaming und Surfen ab, AMD ist für Anwendungen wie Videobearbeitung schneller.
  2. Taktgeschwindigkeit ist wichtiger als die Kernzahl: Höhere Taktgeschwindigkeiten sorgen für eine schnellere Leistung bei einfachen CPU-Aufgaben wie beim Gaming, mehr Kerne braucht ihr eher für "Workflow-Aufgaben".
  3. Holt euch im Zweifel eine CPU der neuesten Generation (jedoch noch keinen 9er, zu schlechte Preisleistung!): Mit einem älteren Chip spart ihr auf lange Sicht nicht viel Geld (Stichwort i7-7700K oder i7-8700K).
  4. Plant euer Budget für ein vollständiges System ein, nicht nur für die CPU: Kombiniert nie eine starke CPU mit schwachem Speicher, RAM oder Grafikkarte.
  5. Übertakten ist nicht jedermanns Sache: Für die meisten Leute ist es sinnvoller etwas mehr auszugeben und eher eine CPU der nächst höheren Preisklasse zu kaufen.

AMD oder Intel – Eine Geschmacksache

Die alte Debatte AMD oder Intel ist nach wie vor aktuell, allerdings nicht mehr so richtig relevant. Denn mittlerweile hat AMD bei der CPU-Leistung zu Intel aufgeschlossen.

Solange ihr Gaming CPUs der neueren Generationen (ab Intel’s 8ter Generation Coffee Lakes und AMD’s Ryzen 2000er-Reihe) in Betracht zieht, gibt es bei dieser Entscheidung wirklich kein richtig oder falsch.

In Punkto IPC (Instructions per Cycle, wie viele Anweisungen ein Chip in einer bestimmten Zeit ausführen kann) hält Intel immer noch einen leichten Vorsprung, wodurch Intel CPUs für einfache Tasks (viele Spiele, Internetsurfen und Adobe-Software) oft leicht besser sind.

Dahingegen bieten AMD CPUs tendenziell mehr Kerne und Threads an, weshalb diese für professionelle Videobearbeitung und –animation sowie Streaming leicht besser macht.

Allerdings sind diese Unterschiede oft so gering, dass das Ganze eher zur Geschmacksfrage wird. Wenn ihr euch näher zum Thema AMD oder Intel einlesen wollt, dann schaut hier rein.
INTEL 81%
AMD 19%

Während eine Umfrage in der PC Games Hardware Community ergab, dass in 2015 über 80% der Befragten auf eine Intel CPU zurückgriffen und nur knapp 20% auf AMD schwörten, sieht der aktuelle Graph von Passmark immer noch nicht sonderlich anders aus. Auch im ersten Quartal 2019 schwören laut CPUBenchmark.net immer noch 76% auf Intel im Gegensatz zu 24% AMD-Nutzern:

Um euch noch einmal ein genaueres Bild machen zu können, raten wir euch einen Blick in unsere obige Rangliste zu werfen. Dort könnt ihr Preis-Leistungs-Verhältnisse sowohl für Workflow-Benchmark-Scores als auch Gaming-Benchmark-Scores finden und euch so besser entscheiden!


Welche Preisklasse kommt für mich in Frage?

Folgende zwei Fragen solltet ihr euch bei der Wahl eurer Gaming CPU immer stellen:

lightbulb-o

Was zockt ihr mit Eurem PC?

Hardcore Suchti, der alle aktuellen Titel auf seinem schweineteuren 4k Monitor in Ultra zockt oder eher eSport Fan, der ein paar Gegner in Dota2, LoL oder Overwatch schnetzelt? Seid ihr auf einen Monitor mit 144Hz und mehr aus oder gebt ihr euch mit 60Hz zufrieden?

lightbulb-o

Wieviel Budget habt ihr für die neue CPU?

Ordentlich Kohle am Start, um zukünftig einen aktuellen Ryzen 7 oder sogar i9 euer Eigen zu nennen? Oder reicht es mal wieder vorne und hinten nicht, aber für eine neue CPU werden die letzten Kröten zusammengekratzt?

Obwohl ihr eure CPU danach kaufen solltet, was ihr tatsächlich mit eurem PC anstellen wollt ist es oft ratsam, lieber bei einer anderen PC-Komponente zu sparen, als hier zu wenig auszugeben.

Im Folgenden geben wir euch eine grobe Orientierung dafür, wie ihr eure perfekte CPU basierend auf Budget und Funktion wählen könnt:

1. Einsteiger-CPUs (Preisklasse bis 100€)

Falls ihr nur nach einem Prozessor sucht, mit dem ihr Videos anschauen, im Internet surfen und grundlegende Programme wie Excel und Word ausführen könnt, dann kommt eine Einsteiger-CPU mit 2 oder 4 Kernen in Frage für euch.

Wenn ihr aber häufig mehr als eine dieser grundlegenden Dinge gleichzeitig macht ist es besser, auf etwas Stärkeres umzusteigen.

Klar, unsere oben empfohlenen Einsteiger-CPUs sind auch tauglich für Gaming, jedoch mit groben Einschränkungen.

2. Gaming-CPUs (Preisklasse bis 300€)

Wenn ihr in erster Linie mit eurem PC zocken wollt, empfehlen wir euch mindestens einen Intel Core i5 oder AMD Ryzen 5 CPU der Mittelklasse.

Zumal die Grafikkarte für das Gaming wesentlich wichtiger ist als der Prozessor, könnt ihr euer Geld für einen teureren i7 oder Ryzen 7 oft sparen.

3. Übertakten & kreative Medienarbeit (Ab 300 – 450€)

Ihr wollt bei der Videobearbeitung mehr Geschwindigkeit? Oder ihr wollt einfach nur ein zukunftssicheres, extrem schnelles System mit genügend Leistungspuffer bauen? Dann solltet ihr euch einen Core i7-, Core i9- oder Ryzen 7X-Chip zulegen.

Diese Prozessoren solltet ihr euch auch näher anschauen, falls ihr eure CPU übertakten wollt. Behaltet aber im Hinterkopf, dass die günstigeren Ryzen-CPUs auch übertaktbar sind.

4. Enthusiasten-Monster (Preisklasse ab 500€)

Diese CPUs kommen wirklich nur dann in Frage, falls ihr euren Prozessor mit aufwändigem 3D- oder 4K-Rendering zum Schwitzen bringen wollt, oder ihr arbeitet täglich mit umfangreichen Datenbanken und komplexen Berechnungen.

Bestien wie die Intel Core X oder AMD Threadripper CPUs bieten euch dafür genügend physische Kernen (bis zu 18 zu diesem Zeitpunkt) für extremes Multitasking (wie Gaming auf hohen Einstellungen, Streaming und Video-Rendering gleichzeitig) oder schwergewichtige Anwendungen.

Achtung: Intel Xeon- oder AMD EPYC-Prozessoren machen für uns Gamer keinen Sinn und sollten deshalb ignoriert werden.

Was sind die wichtigsten CPU-Spezifikationen und was bedeuten sie?

Wer von euch schon mal in ein CPU-Datenblatt reingeschaut hat wird wissen, dass es dort jede Menge Fach-Chinesisch gibt. Auf Folgendes solltet ihr achten (der Wichtigkeit nach sortiert), darunter gibt es noch einige häufig gestellte Fragen: 

  • Taktgeschwindigkeiten (Clock-Speeds): Gemessen in Gigahertz (GHz) ist das die Geschwindigkeit, mit der der Chip arbeitet - Je höher, desto schneller. Moderne CPUs passen ihre Taktgeschwindigkeiten je nach Aufgabe und Temperatur an, so dass eine Basistaktung (Mindesttaktgeschwindigkeit) und eine Turbo-Geschwindigkeit (Höchstgeschwindigkeit) genannt werden
  • Kerne (Cores): Dies sind quasi die Prozessoren im Prozessor. Moderne CPUs haben zwei bis 18 Kerne, die meisten Prozessoren vier bis acht. Wenn ihr kein Schnäppchenjäger seid, solltet ihr mindestens vier Kerne anpeilen.
  • Threads: Dies ist die Anzahl unabhängiger Prozesse, die ein Chip gleichzeitig verarbeiten kann. Viele Prozessoren verfügen über Multithreading-Funktionen, sodass ein einzelner Kern zwei Threads erstellen kann. Intel nennt dies Hyper-Threading, AMD nennt es SMT (Simultaneous Multithreading). Mehr Threads bedeuten ein besseres Multitasking und verbesserte Leistung anspruchsvollen Anwendungen wie Video-Editoren und Transcodern.
  • TDP: Das Thermal Design Profile (TDP) ist die maximale Wärmemenge, die ein Chip in Watt erzeugt. Wenn ihr zum Beispiel wisst, dass der Intel Core i7-8700K eine TDP von 95 Watt hat solltet ihr sichergehen, dass euer CPU-Kühler mit dieser Wärmeableitung umgehen kann und dass euer Netzteil ausreichend Saft bereitstellt.
  • Cache: Der integrierte Cache eines Prozessors wird verwendet, um den Zugriff auf Daten und Anweisungen zwischen CPU und RAM zu beschleunigen. Es gibt drei Arten von Caches: L1 ist der schnellste, aber engste, L2 geräumiger, aber langsamer und L3 geräumig, aber vergleichsweise träge. Wenn die Daten, die eine CPU benötigt, an diesen Orten nicht verfügbar sind, greifen sie nach dem RAM, der viel langsamer ist. Ihr solltet der Cachegröße nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken, da sie mit der realen Leistung kaum vergleichbar ist und wichtigere Faktoren zu berücksichtigen sind.
  • Effizienz - IPC (Instructions per Clock-Cycle): Der IPC-Wert gibt im Grunde genommen an, wie viel Arbeit die CPU pro Taktzyklus vollrichten kann. Warum ist das nun wichtig? Laut PC World ist eine CPU mit sehr hoher Taktfrequenz aber einem niedrigen IPC-Wert manchmal nicht so leistungsfähig, wie eine CPU mit einer niedrigeren Taktfrequenz und einem hohen IPC.

Ist die Anzahl der Cores das entscheidende Kriterium?

Was bedeuted Hyper Threading?

Was sind L1, L2 und L3 Cache?

Was ist der Unterschied zwischen DDR3 und DDR4 Unterstützung?

Was ist der DMI Takt?

Was bedeutet "freier Multiplikator"?

Woher bekommt man den IPC-Wert einer CPU?

Lohnt sich das Upgrade von Kaby Lakes auf Coffee Lakes?


Was ist am wichtigsten: Taktfrequenz, Kerne oder Threads?

Die Antwort auf diese Frage hängt von euren Bedürfnissen ab.

Eine höhere Taktung führt zu einer schnelleren Reaktionszeit und Programmladezeiten (obwohl RAM und Festplattengeschwindigkeit hier auch eine Rolle spielen!).

Höhere Taktraten bedeuten auch, dass Single-Threading-Aufgaben (wie Audiobearbeitung) schneller ausgeführt werden können. Viele beliebte (ältere) PC-Spiele können nach wie vor noch nicht wirklich von vielen CPU-Kernen und Threads profitieren.

Dennoch  können modernere Programme durchaus mehrere Kerne und Threads nutzen. Wenn ihr viele Multitasking-Vorgänge durchführt, hochauflösende Videos bearbeitet oder andere komplexe CPU-lastige Tasks ausführt, solltet ihr die Anzahl der Kerne priorisieren.

Aber für die große Mehrheit von uns Gamern reicht eine Taktrate von 3-4 GHz mit vier bis acht Kernen definitiv aus.

Lohnt sich Übertakten?

Übertakten kann eine CPU an ihre Grenzen bringen und führt dazu, dass sie mit höheren Taktraten läuft. Meistens ist es aber mehr ein Hobby für Tüftler die wissen wollen, wie viel sie aus ihrer CPU wirklich rausholen können (bevor sie abkackt).

Wenn euch das jedoch nicht interessiert, ist es das Geld nicht wert. Damit eure CPU nämlich höhere Taktraten erreicht (als sie für den Standardbetrieb vorgesehen sind), müsst ihr oft in ein verbessertes Kühlsystem und ein übertaktungsfreundliches Mainboard investieren.

Das kann schnell 100-150 Euro mehr für euer Setup bedeuten.

Während alle aktuellen AMD-Chips in einem gewissem Umfang übertaktet werden können, müsst ihr bei Intel-Prozessoren einen Preisaufschlag für die K-Version zahlen.

Übertakten ist eher was für Profis

Achtung denkt daran: Selbst wenn ihr das richtige Setup habt, könnt ihr eure CPU beim Übertakten beschädigen, indem ihr sie zu stark strapaziert. Außerdem muss das Übertakten nicht unbedingt die Ergebnisse liefern, die ihr erwartet habt. Überlegt es euch gut.


Welche Prozessor-Generation sollte ich mir holen?

So ziemlich jedes Jahr rüsten Intel und AMD ihre Prozessorreihen mit einer neuen Architektur auf.

Die derzeitige (am weitest verbreitete) Generation von Intel ist die 8te-Generation mit dem Namen „Coffee Lake“. Auf der AMD-Seite ist es die Ryzen 2000-Serie (oder Ryzen 2te Generation).

Welche Generation ihr nun kaufen solltet, ist nicht immer so einfach zu beantworten. So empfehlen wir euch zum Beispiel derzeit einen i7-8700K eher, als einen i7-9700K. Das hängt alles immer von Preisleistung und Verfügbarkeit der Prozessoren ab und lässt sich kaum pauschal beantworten.

Allerdings sind die älteren CPU-Generationen beim PC-Neukauf meistens oft weniger zu empfehlen. Es sei denn ihr bleibt bei einem Mainboard, das die neuesten Chips nicht unterstützt, oder ihr findet ein sehr gutes Angebot.

Normalerweise spart ihr aber nicht so viel Geld, wenn ihr euch einen Prozessor der letzten Generation holt. Gutes Beispiel dafür (Januar 2019): Der Preisunterschied zwischen einem veralteten Core i7-7700K (7. Generation) und seinem Nachfolger Core i7-8700K beträgt nur 10€.

Wenn ihr die Modellbezeichnung einer CPU anseht,  könnt ihr die Generation anhand der ersten Ziffer der vier Zahlen nach dem Strich erkennen: Zum Beispiel die „8“ beim Core i5-8400 oder die „2“ beim Ryzen 7 2700X. Wie ihr die gesamten Modellnamen lest, erfahrt ihr im nächsten Abschnitt.


Wie liest man die Modellnamen und –nummern von Prozessoren?

Das Durcheinander von Bezeichnungen und Zahlen, kann bei CPU-Produktnamen oft verwirrend sein. Intel und AMD unterteilen die meisten ihrer Chips in vier Kategorien:

  • Budget-CPUs (wie Core i3, Ryzen 3)
  • Mitteklasse (wie Core i5, Ryzen 5)
  • Highend (wie Core i7, Ryzen 7)
  • Enthusiast/Premium (Core i9, intel X-Reihe, Threadripper)

Für Anwender mit sehr knappem Budget bietet Intel außerdem seine Celeron- und Pentium-Chips an, während AMD seine Athlon- und FX-Reihen hat. Doch was hat es mit den Modellnummern auf sich, die nach 3, 5, 7, 9 kommen?

Intel Prozessornamen, Modellnummern erklärt

Die Modellbezeichnungen von intel-CPUs sind recht einfach gestrickt

Die erste Ziffer bezeichnet die Produktgeneration (Intel Core i7-8700 ist ein Core-Prozessor der 8. Generation, der Ryzen 5 2600 von AMD ist ein Ryzen-Prozessor der 2. Generation.

Die restlichen Zahlen kennzeichnen lediglich verschiedene Modelle in der Prozessorreihe, wobei höhere Werte im Allgemeinen besser sind (mit mehr Kernen und / oder höheren Takten).

Ein "K" am Ende eines Intel-Chips bedeutet, dass er zum Übertakten geeignet ist. Nur eine Handvoll Intel-Chips haben ein "K" im Namen, während alle Ryzen-Prozessoren von AMD übertaktbar (da gibt es "K" -Kennzeichnung). Dabei bedeutet ein „X“ am Ende von AMD-Modellnummern lediglich höhere Taktraten.

Ryzen Prozessoren Nummern erklärt

Bei Ryzen CPUs gibt es einige Suffixe

Um das noch etwas klarer zu machen, haben wir das ganze in der obigen Abbildung für Ryzen CPUs mal etwas genauer erklärt - das Prinzip bleibt aber sehr ähnlich.


Welches Mainboard passt zu meiner CPU?

Unterschiedliche Prozessoren erfordern unterschiedliche Sockel-Typen. Wenn ihr schon ein Mainboard habt und es nicht ersetzen wollt, müsst ihr eine CPU mit dem richtigen Sockeltyp kaufen.

Andernfalls müsst ihr sicherstellen, dass euer gekauftes Mainboard mit eurem neuen Prozessor kompatibel ist.

Für die Ryzen- und Athlon Chips der aktuellen Generation hat AMD einen einzigen Sockel (AM4) eingeführt und die Unterstützung für diesen bis 2020 zugesagt. Bedeutet: Mit einem BIOS-Update könnt ihr eine Ryzen-CPU der ersten Generation mit einem Ryzen-Mainboard AM4 der zweiten Generation (sowie möglicherweise dritten Generation) kombinieren und umgekehrt.

Für Threadripper-CPUs braucht ihr jedoch Mainboards mit dem Sockel TR4.

Intel hingegen hat in den letzten Jahren die Tendenz, die Abwärtskompatibilität mit seinen neuen Chips und älteren Motherboards nicht zu unterstützen, selbst wenn der Sockel tatsächlich derselbe ist.

Soll heißen: Ältere 1151-Sockel-Motherboards funktionieren nicht mit neueren 1151-Sockel-CPUs (8te Generation), da die neueren Chips (die mehr Kerne haben) andere Anforderungen an die Stromversorgung haben.

Mehr zum Thema gibt es in unserem Artikel zu den besten Gaming Mainboards.

Unsere Recherchequellen und weiterführende Informationen


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