Auf Twitch streamen: So geht’s ganz einfach

Allgemeine Tipps

Ultimativer Twitch Guide: So streamt ihr auf Twitch

 Twitch Stream richtig einrichten & aufsetzen (Anleitung)

Ihr fragt euch, was man eigentlich alles braucht, um auf Twitch zu streamen? Ihr sucht ein Nachschlagewerk mit verständlichen Erklärungen zum Thema OBS?

Dann haben wir hier etwas für euch.

In unserem ultimativen Twitch Guide erklären wir euch Schritt für Schritt, wie ihr endlich eure LoL-Pentakills zum Besten geben könnt.

Im ersten Teil unseres Twitch Guides decken wir alle Basics ab, die ihr für den erfolgreichen Start auf Twitch braucht.

Im ersten Teil erklären wir euch, wie ihr euren ersten Stream einrichtet und direkt loslegen könnt. 

In Teil 2 vom Twitch Guide erklären wir euch die etwas fortgeschrittenen Themen, die euch ein Begriff sein sollten, wenn ihr es auf Twitch.tv zu etwas bringen wollt.

Lasst uns direkt durchstarten, damit ihr euren ersten Twitch Stream einrichten könnt!


Twitch Guide - Teil 1 (Einsteiger)

In Teil 1 unserer Twitch Streaming Anleitung zeigen wir euch die Basics die ihr braucht, um mit dem Streamen anzufangen und eure ersten Gehversuche zu machen. Falls ihr keine Ahnung von Twitch habt, solltet ihr dieses Kapitel nicht überspringen!

Bevor ihr loslegt...

Die wichtigsten Dinge, die ihr brauchen werdet, sind ein Twitch Account, einen stabilen Internetanschluss mit genügend Upload-Speed, eine Software, mithilfe derer ihr euer Gameplay streamen könnt, einen einigermaßen fähigen PC, und ein Mikrofon. Ihr könntet theoretisch auch ohne Mikro streamen, aber viele Zuschauer werdet ihr dann nicht von euch überzeugen können. Das wären die Dinge mit der höchsten Priorität.

Auch wichtig, für den Start eurer Streamerkarriere, aber theoretisch erstmal vernachlässigbar, sind Dinge wie ein zweiter Monitor (hier gibt's unsere aktuellen Empfehlungen!) und eine Webcam. Außerdem - solltet ihr euch dafür entschieden haben, verschiedene Konsolenspiele zu streamen - werdet ihr eine sogenannte Capture Card brauchen. Es ist zwar auch möglich von der PS4 direkt zu streamen, aber auch das geht eher schlecht als recht.

Entscheidet ihr euch zusätzlich, mit eurem Hobby ein kleines Zubrot zu verdienen, sei es in Form von Donations, oder später möglichen Abonnements, dann werdet ihr euch zusätzlich mit Alerts und Overlays beschäftigen müssen. Ein gutes Chatprogramm, um euren Chat vernünftig moderieren zu können wird dann auch wichtig sein.

Ganz unten auf der Prioritätenliste stehen dann Dinge, die für den Anfang entweder absolut unwichtig sind und eher später erst wichtig werden, wenn ihr euer Streaming Game professionalisieren möchtet, oder die vom persönlichen Geschmack abhängig sind. Dann werdet ihr einen zweiten, sogenannten Streaming-PC brauchen, ein gutes Mikrofon (checkt dazu unseren Artikel zu den besten Streaming Mikrofonen), eine digitale Spiegelreflexkamera, einen Greenscreen und so weiter.

Im folgenden Artikel werden wir aber erst einmal auf die Basics eingehen und euch die nötigen Einstellungen auf Twitch und im Streaming-Programm OBS erläutern, damit ihr direkt loslegen könnt. Aber auch wenn ihr euch schon etwas auskennt, lohnt es sich hier reinzuschauen.

Unser Autor Jakob, auf Twitch als Slabstick bekannt (hier geht's zu seinem geilen Stream), hat hier seine 4 jährige Streaming Erfahrung konzentriert und als Nektar wiedergegeben. Selbst fortgeschrittene Streamer könnten hier evtl. noch die ein oder andere Neuigkeit entdecken.

Jetzt aber viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!


Schritt 1: Twitch Stream einrichten & generelle Einstellungen

Ok, ihr wollt also mit dem Streamen auf Twitch anfangen. Dazu braucht ihr natürlich erst mal einen Twitch Account.

Danach solltet ihr euren Twitch Stream einrichten.

Wie all das geht und wie ihr euch in eurem Twitch-Dasbboard zurechtfindet, erklären wir euch in den folgenden Abschnitten.

Twitch Account erstellen

Vermutlich habt ihr ihn schon, aber ohne einen Account auf Twitch, werdet ihr logischerweise nicht streamen können. Erstellen könnt ihr ihn unter folgender Adresse: http://www.twitch.tv/signup

Das Schöne: Es gibt auf Twitch keine Unterscheidung zwischen Zuschauer- und Streamer-Accounts. Wenn ihr bei anderen Streamern in den Chat schreiben könnt, dann könnt ihr unter gleichem Namen auch streamen. Ihr solltet euch dann nur etwas genauer mit den Einstellungen beschäftigen. 

Wichtige allgemeine Twitch Account- und Kanaleinstellungen

Unter “Einstellungen - Kanal und Videos” entscheidet ihr euch unter Anderem dafür, ob sich euer Stream nur an Erwachsene Zuschauer wenden soll. Außerdem könnt ihr hier Regeln formulieren, die jedem Zuschauer angezeigt werden, bevor er in den Chat schreiben kann. Das Häkchen bei “E-Mail-Bestätigung” solltet ihr in den meisten Fällen setzen, um den möglichen Chat-Trollen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das Internet ist ein gemeiner Ort, vergesst das nie!

Wichtig: Das Häkchen hier bloß nicht vergessen!

In den Chatoptionen solltet ihr zumindest Links blockieren und die Email-Bestätigung aktivieren - wenn ihr Muße habt definiert ihr noch Regeln

Unter “Einstellungen - Sicherheit und Privatsphäre” könnt ihr euer Passwort ändern, was ihr tun solltet, bevor ihr los streamt und wenn ihr euch beim ersten Mal zu wenig Gedanken gemacht habt. Euer Passwort sollte definitiv stark sein. Außerdem empfehlen wir jedem, nicht nur Streamern, die “Anmeldung in zwei Schritten” zu aktivieren. Hiermit schützt ihr euch vor Hackern, die dann nicht mehr auf euren Account zugreifen können, selbst wenn sie euer Passwort herausfinden.

Ändert zu Beginn das Passwort eures Twitch-Accounts und aktiviert die Zwei-Faktor-Authentifizierung

Das Dashboard - Live: Eure Kommandozentrale

Das Dashboard wird zu Beginn euer wichtigstes Tool sein. Unter “Dashboard - Live” stellt ihr unter Anderem den Titel eures Streams ein und welches Spiel ihr spielt. Wichtig: Wenn ihr erst einmal kein Spiel spielen wollt, sondern nur euren Zuschauern Hallo sagen oder euch mit ihnen unterhalten möchtet, dann tragt die Kategorie “IRL” (Kurzform für: In Real Life) ein. Habt ihr mehrere Leute im Stream, mit denen ihr euch über bestimmte Themen unterhaltet, dann wählt die Kategorie “Talk Shows”. Das ist wichtig, damit euch eure Zuschauer in den Kategorien auch finden können.

Eure Stream-Informationen stellt ihr im Dashboard ein

Euren Chat findet ihr auch im Dashboard

Außerdem findet ihr im Dashboard verschiedene Statistiken zu eurem Stream, wie zum Beispiel die Anzahl eurer Follower (später auch Subscriber) und der gesamten Viewer, wie viele Zuschauer aktuell zuschauen, wie viele sich im Chat befinden und wie viele Clips im laufenden Stream gemacht wurden. Bei der Anzeige der Zuschauerzahlen gibt es verschiedene Philosophien. Wir empfehlen aber definitiv euch diese Zahl nicht während des Streams anzeigen zu lassen. Ihr seid sonst zu sehr abgelenkt und auf diese Zahlen fixiert und das wollt ihr nicht. Es ist natürlich eine persönliche Sache, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass Streamer ohne die Viewerzahl lockerer sind und einen besseren Stream abliefern können.

Zu guter Letzt findet ihr hier den Chat eures Kanals, den ihr hier auch direkt moderieren und euch euren Stream im Vorschaufenster anschauen könnt.

Denkt aber daran, dass ihr ihn stummschaltet, während ihr streamt, sonst bekommt ihr einen unschönen Audio Loop.

Das Dashboard - Erweiterungen

Unter Erweiterungen findet ihr sogenannte Overlays, die sich über euer Bild legen und gewisse Vorteile bringen. Außerdem gibt es zusätzliche Erweiterungen, die ihr in die Panels unter euer Bild setzen könnt. Hier könnt ihr euch zum Beispiel anzeigen lassen, welches Lied ihr gerade hört oder wann euer nächster Stream planmäßig stattfindet. Hier kommen fast täglich neue Erweiterungen rein, also solltet ihr hier immer mal wieder schauen, ob für euch auch was dabei ist. Besonders Streamer beliebter Spiele, werden hier fündig werden.

Bei den Erweiterungen gibt es ein riesiges Angebot

Das Dashboard - Achievements

Vor ein paar Monaten hat Twitch Achievements eingeführt, die ihr euch mit Meilensteinen verdienen könnt. Das Schöne: Habt ihr eine bestimmte Liste von Achievements abgearbeitet, dann habt ihr euch für das Affiliate- und später vielleicht sogar für das Partner-Programm qualifiziert. Habt ihr also vor eure Streaming Karriere ernsthaft zu verfolgen, dann findet ihr hier quasi eine To-Do Liste, die ihr auf dem Weg dorthin abarbeiten könnt.

Die Twitch-Achievements zeigen euch quasi, wie ihr Twitch-Partner werden könnt

Das Dashboard - Ereignisse

Ein weiterer Schritt, um euren Erfolg als Streamer zu maximieren, wäre es euch einen festen Streaming Plan zu überlegen. Ihr werdet auf jeden Fall mehr Zuschauer glücklich machen können, wenn ihr immer zu den gleichen Zeiten streamt. Verlässlichkeit ist wichtig und eure Viewer werden es euch danken. Unter “Ereignisse” könnt ihr daher eure Streams terminieren und mithilfe von Erweiterungen (siehe oben) diese auch unter dem Stream anzeigen lassen.

Unter Ereignisse richtet ihr euren Streaming-Plan ein und teilt euren Zuschauern mit, wann ihr welche Events plant

o4g Pro-Tipp

Gut zu wissen

Video-Player-Banner als Offline-Bild verwenden

In den Kanaleinstellungen könnt ihr einen sogenannten “Video-Player-Banner” hochladen. Viele Streamer designen sich eine Art “Stundenplan” für gewisse Zeiträume, die sie dann dort als Offline Bild hochladen. 

So haben Zuschauer euren Zeitplan auch dann direkt im Blick, wenn sie mal auf eurem Stream vorbeischauen und ihr dann gerade nicht online seid.

Das Dashboard - Analysen

Unter “Analysen” findet ihr allerlei praktische Tools. Beispielsweise um nach dem Stream nachzusehen, wann am meisten Zuschauer vorbeigeschaut haben, wo sie herkamen, wie viele Follower ihr während des Streams generiert habt und so weiter. Versteift euch aber am Anfang noch nicht zu sehr auf die Zahlen.

o4g Pro-Tipp

zum Streamen auf Twitch

Qualitätskontrolle: Eure eigenen vergangenen Streams anschauen

Ein viel wichtigerer Tipp ist es, euch eure Streams im Nachhinein noch einmal anzuschauen. Das ist einerseits wichtig, weil ihr hiermit Qualitätskontrolle betreiben und ihr so aus euren eigenen Fehlern lernen könnt, die euch dann erst auffallen werden. Außerdem könnt ihr euch hier an euer eigenes Auftreten gewöhnen. Fast jeder Mensch findet es am Anfang unangenehm sich selbst zu hören oder sehen. Wenn ihr euch daran gewöhnt, dann werdet ihr mit der Zeit selbstbewusster in eurem Auftreten, was wiederum eurem Stream zugute kommen wird.

Das Dashboard - Einstellungen

Hatten wir nicht gerade erst Einstellungen? Exakt! Twitch ist aktuell etwas unorganisiert, seit sie angefangen haben, ihre Seite zu modernisieren. Die meisten Einstellungen für Streamer findet ihr mittlerweile im Dashboard selbst. Es kann sogar sein, dass ihr in Zukunft Einstellungen von denen wir weiter oben gesprochen haben, mittlerweile hier unten finden werdet.

Dashboard Einstellungen: Kanal

Unter “Kanal” findet ihr den Stream-Schlüssel, der euer Streaming Programm mit Twitch verbindet. Der ist nur für euch bestimmt und den solltet ihr nur unter ganz bestimmten Umständen mit anderen Leuten teilen. Außerdem findet ihr darunter das Häkchen für “Frühere Übertragungen speichern”. Das solltet ihr auf jeden Fall vor eurem ersten Stream setzen, weil der Stream sonst nicht als “Past Broadcast” gespeichert wird. Nur dann könnt ihr euren eigenen Stream noch einmal schauen.

Setzt das Häkchen bei "frühere Übertragungen speichern", damit ihr eure vergangenen Streams zur Qualitätskontrolle erneut anschauen könnt

o4g Pro-Tipp

zum Streamen auf Twitch

Eigene Streams dauerhaft speichern

Auch wenn ihr das Häkchen gesetzt habt, werden eure Streams nach einer Weile gelöscht. Mit ein wenig Arbeit, könnt ihr eure Streams aber unter “Dashboard - Videos - Videoproduzent” Highlighten, dann bleiben diese für immer gespeichert. Hier könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr die gesamte Aufzeichnung oder nur gewisse Ausschnitte daraus highlighten möchtet. Diese Highlights könnt ihr dann sogar direkt an euren Youtube Kanal schicken (bis zu einer gewissen Länge zumindest). 

Dashboard Einstellungen: Moderation

Hier findet ihr die Einstellungen für euren “Auto-Mod”. Dieser kann euch je nach eingestellter Strenge beim Moderieren unter die Arme greifen. Je nach Stufe kann er so Chatbeiträge mit unangebrachten Worten ausblenden und ihr könnt dann erst auswählen, ob ihr diese anzeigen lassen möchtet. Wir empfehlen euch aber die Arbeit dennoch von menschlichen Mods erledigen zu lassen. Der Algorithmus des Auto-Mods blendet manchmal Wörter aus, die in anderen Sprachen zwar unangebracht wären, im Deutschen aber zu ganz normalen Unterhaltungen gehören.

Darunter könnt ihr bestimmte Wörter blockieren, die anderen Chat Teilnehmern dann nur noch als “***” angezeigt werden, auch wenn der Auto-Mod auf Stufe 0 steht. Ein Beispiel wäre es, eure persönlichen Daten zu schützen, oder rassistische Äußerungen zu blockieren. Beispiel für eure persönlichen Daten: 

  • *Mustermann*
  • *58323*
  • *Hauptstr*

o4g Pro-Tipp

Schützt eure Daten

Persönliche Daten schützen

Eine Gefahr des Internets ist das sogenannte “Doxxen”. Darunter versteht man das öffentliche Leaken eurer persönlichen Daten. Wenn ihr euch davor schützen möchtet, könnt ihr hier zum Beispiel euren Nachnamen und bestimmte Teile eurer Adresse beim Twitch Auto-Mod eintragen. Denkt nur daran Sternchen, also so genannte “Wildcards” zu benutzen. 


Schritt 2: Open Broadcaster Software (OBS) verstehen

Ist euer Kanal soweit eingestellt, dann kann es jetzt ans Eingemachte gehen. Wir brauchen eine Software, mit der wir euer Gameplay abgreifen und an die Geräte eurer Viewer schicken können. Hier gibt es zwar etwas mehr Auswahl, aber die meisten Streamer verwenden das Programm “OBS”. OBS ist einerseits kostenlos, birgt tausende Optionen euren Stream zu personalisieren (wir werden hier natürlich nur auf die Basics eingehen) und verbraucht einigermaßen wenig Ressourcen.

Eine andere Alternative zu OBS wäre XSplit, das aber einerseits kostenpflichtig ist und aktuell eher von Streamern genutzt wird, die einen AMD Threadripper in ihrem PC verbaut haben, da die Multicore-Ausnutzung hier besser von Statten geht. Da wir hier aber nur auf Grundlagen eingehen und XSplit besonders auf schwächeren Rechnern mehr Ressourcen frisst, bleibt es hier nur bei einer kurzen Erwähnung.

OBS runterladen

Ihr habt OBS von https://obsproject.com/de heruntergeladen, installiert und gestartet und fragt euch, wann es endlich losgehen kann? Nicht so schnell, ein paar Sachen haben wir noch einzustellen. Schaut euch erst einmal die Benutzeroberfläche an und macht euch mit ihr vertraut. Sie wird beim ersten Start erstmal etwas anders aussehen als auf unserem Screenshot. Das liegt daran, dass ihr jedes Modul darauf frei verschieben und mit anderen gruppieren könnt.

Im Folgenden gehen wir auf alle 6 Module ein, die ihr in der OBS-Benutzeroberfläche sehen könnt.

OBS Benutzeroberfläche - Das Vorschaubild

Das OBS Vorschaubild - so sieht euer Stream live aus 

Hier werdet ihr später das fertige Bild sehen, wie es auch an Twitch gesendet wird. Wenn ihr also euren Desktop mitsamt Overlay, Kamera und Alerts an Twitch sendet, werdet ihr diese hier exakt so auch sehen können. Im Vorschaubild selbst könnt ihr die einzelnen Elemente einer Szene anklicken und verschieben. An den Seiten der einzelnen Elemente könnt ihr auch deren Größe verändern und - was Viele nicht wissen - sogar unerwünschte Teile an den Kanten abschneiden.

o4g Pro-Tipp

zu OBS

Quellen zurechtschneiden (Croppen)

​Haltet dafür einfach die ALT-Taste gedrückt und zieht die Kante des Elements an die gewünschte Stelle. Als Beispiel: Ihr habt eure Kamera eingestellt, aber am rechten Rand des Kamerabilds sieht man nur Teile eures Wohnzimmers, die nicht unbedingt gesendet werden sollen. Haltet die ALT-Taste gedrückt und zieht den rechten Rand nach links, bis nur noch ihr selbst im Bild zu sehen seid.

Optional könnt ihr auch den Studio-Modus anschalten, dann seht ihr sogar zwei Vorschaubilder. Das Linke fungiert dann als zusätzliche Vorschau, die ihr vor dem Senden dann noch vorbereiten und verändern könnt. Das Rechte ist dann das Live Bild, wie es eure Viewer auch sehen können. Wenn ihr blutiger Anfänger seid, würden wir euch aber erstmal empfehlen mit einem Vorschaubild klar zu kommen, sonst könnte es etwas verwirrend werden. Einstellen könnt ihr das übrigens im nächsten Element.

OBS Benutzeroberfläche - Steuerung

Die OBS-Benutzeroberfläche müsst ihr euch erst einrichten

Hier findet ihr genau 5 Knöpfe. Mit Streaming Starten startet ihr logischerweise euren Stream, aber passt auf: Standardmäßig ist OBS so eingestellt, dass der Stream auch sofort losgeht, wenn ihr diesen Knopf drückt (sobald ihr einen Schlüssel eingetragen habt). Es sind viele peinliche Geschichten im Umlauf von Streamern, die nicht gemerkt haben, dass ihr Stream gerade läuft. Passt auf, dass ihr nicht einer von ihnen werdet!

Mit Aufnahme Starten könnt ihr - statt oder neben eines Streams - euren Content auch nur lokal aufnehmen. Ihr möchtet zum Beispiel gar nicht Streamen, sondern Videos aufnehmen und auf Youtube (oder mittlerweile auch Twitch) hochladen? Dann drückt ihr diese Taste. Ihr könnt auch während eines Streams diese Taste betätigen und OBS startet dann eine Aufnahme. Stellt nur sicher, die Aufnahme dann auch wieder zu beenden.

o4g Pro-Tipp

Erste Qualitätskontrolle für euren Stream

Wenn ihr später alles eingestellt habt, dann macht erst einmal ein paar Aufnahmen, bevor ihr live geht. So könnt ihr die gröbsten Fehler erkennen und beheben, bevor ihr überhaupt auf Twitch zu sehen wart. Besonders Probleme mit dem Sound könnt ihr so schnell bemerken.

Der Button Studio-Modus startet den oben genannten Modus, mit dem ihr gleich zwei Vorschaubilder sehen könnt. Wenn ihr diese nicht sehen wollt, drückt hier einfach drauf und es erscheint wieder der normale Modus. Der Knopf Einstellungen schickt euch in die Programmeinstellungen, die wir gleich etwas genauer unter die Lupe nehmen und Beenden beendet logischerweise das Programm.

Im Studiomodus könnt ihr zwei Vorschaubilder/Szenen sehen und eure Übergänge nochmal bearbeiten. Rechts ist das Live-Bild, links die neue Szene

OBS Benutzeroberfläche - Szenenübergänge

Hier könnt ihr die Art, mit der ihr zwischen den Szenen wechselt, einstellen. Standardmäßig ist hier “Schnitt” ausgewählt. Wechselt ihr also die Szene, wird diese mit einem harten Schnitt ohne Überblendung eingeschaltet. Das könnt ihr hier etwas weicher machen, indem ihr in der Auswahl “Überblenden” anklickt und unter “Dauer” einstellt, wie lange die “Überblendung” dauern soll. Viele weitere Übergänge findet ihr, wenn ihr auf das Plus-Zeichen klickt. Experimentiert hier später einfach rum, Möglichkeiten gibt es hier definitiv genug!

OBS Benutzeroberfläche - Szene

Das Wort “Szene” ist schon häufiger im Artikel gefallen und es sollte eigentlich auch klar sein, was es bedeutet. Die aktuelle Szene ist das, was die Leute im Stream und ihr im Vorschaubild sehen könnt. Natürlich könnt ihr in OBS mehrere Szenen einstellen. Zum Beispiel möchtet ihr evtl. nicht direkt zu sehen sein, wenn ihr den Stream startet, also würdet ihr euch eine Szene einstellen, in der die Kamera-Quelle nicht aktiv ist und im Overlay ein Text darauf hinweist, dass der Stream “gleich live” geht.

Eine Szene erstellt ihr, indem ihr entweder auf das Plus-Zeichen im unteren Bereich des Moduls drückt, oder mit einem Rechtsklick auf das Modul das Kontextmenü aufruft und dann auf “Hinzufügen” klickt. Benennt eure Szene und voila: Eine neue Szene, die mit Quellen gefüllt werden möchte.

o4g Pro-Tipp

zu OBS

In OBS neue "Szenen" spielend einfach erstellen

​Wenn ihr nicht jedesmal von Grund auf eure Szenen befüllen möchtet, könnt ihr auch einfach bestehende Szenen “duplizieren”.

So spart ihr euch viel Arbeit. Einfach Rechtsklick auf die Szene, die ihr kopieren möchtet, dann auf “Duplizieren” klicken und die neue Szene benennen.

OBS Benutzeroberfläche - Quellen

Das hier ist wohl das wichtigste Modul, da ihr hier alles findet, das später im Bild zu sehen ist. Wenn dieser Bereich leer ist, ist auch euer Bild schwarz, wollt ihr also euren Stream mit Inhalt füllen, solltet ihr hier anfangen. Genau wie bei den Szenen fügt ihr hier Quellen hinzu indem ihr entweder auf das Plus-Zeichen drückt, oder mit der rechten Maustaste hier hinein klickt.

Und bevor ihr loslegt: Was in der Liste oben steht, liegt im Bild auch oben. Wenn eine Quelle hinter einer anderen liegen soll, stellt sicher, dass ihr diese in der Liste runter zieht. Im folgenden findet ihr die einzelnen Einstellungen erklärt:

  1. Bildschirmaufnahme: Das wichtigste Element, das ihr hier hinzufügen möchtet, ist das Bild, das euer Spiel zeigt. Hier habt ihr mehrere Möglichkeiten aus denen ihr wählen müsst. Möchtet ihr euren Desktop “abfilmen”, wählt ihr Bildschirmaufnahme. Das Problem hierbei ist einerseits, dass die Bildschirmaufnahme etwas ressourcenaufwendiger ist und sie wirklich alles zeigt, was ihr auf eurem Bildschirm macht. Habt ihr zum Beispiel nur einen Monitor oder keine Lust auf das Risiko persönliche Daten im Stream zu leaken, dann solltet ihr eine der anderen Möglichkeiten wählen.
  2. Spielaufnahme: Wollt ihr ein Spiel im Vollbild streamen, empfehlen wir euch dann die Spielaufnahme. Wenn ihr bei der Bildschirmaufnahme Ruckeln im Vorschaubild und im Stream hattet, werdet ihr hierbei evtl. weniger solcher Probleme haben. Außerdem zeigt diese Quelle auch wirklich nur das Spiel. Alles andere auf dem Bildschirm bleibt weiterhin für die Zuschauer unsichtbar.
  3. Fensteraufnahme: Wollt ihr etwas aus eurem Browser oder anderen Programmen in den Stream stecken, dann wählt ihr Fensteraufnahme. Auch hier wird immer nur das Fenster gezeigt, das ihr eingestellt habt.
  4. Videoaufnahmegerät: Habt ihr eine Webcam, mit der ihr euch selbst euren Zuschauern präsentieren möchtet, dann wählt ihr Videoaufnahmegerät. In den meisten Fällen wird OBS bereits eure Webcam als Gerät ausgewählt haben. Wenn nicht, wählt ihr diese unter “Gerät”. Mit einem Klick auf “Video konfigurieren” kommt ihr außerdem direkt in die Webcam Treiber-Einstellungen.

Weitere Quellen umfassen Bild für Hintergrundbilder oder Overlays, Medienquelle für Videos und Gifs, Browser für Alerts und Anzeigen, die ihr per URL in den Stream implementiert und Text (GDI+) für Texteinblendungen.

o4g Pro-Tipp

zu OBS-Quellen

In OBS Quellen verwalten

Experimentiert hier am besten herum. Wenn euch etwas nicht gefällt, könnt ihr es immer wieder löschen und neu machen, oder erst einmal mit einem Klick auf das Auge-Icon neben der jeweiligen Quelle ausblenden. Statt Quellen zu löschen, könnt ihr sie auch erstmal ausblenden. Klickt dazu auf das "Auge" links neben der Quelle. Mit einem weiteren Klick auf das ausgegraute Auge, könnt ihr die Quelle später auch wieder sichtbar machen.

OBS Benutzeroberfläche - Mixer

Hier könnt ihr später, wenn erst einmal alles eingestellt ist, die Pegel aller eurer Audioquellen sehen und einstellen. Wenn eine der Soundquellen in den roten Bereich ausschlägt, solltet ihr diese etwas leiser stellen, um Übersteuerungen zu vermeiden.

Per Klick auf den Mute Knopf können einzelne Quellen auch zwischenzeitlich stummgeschaltet werden. Wenn ihr z.B. mitten im Stream einen Anruf bekommt, könnt ihr so schnell euer Mikrofon unhörbar machen.

Das Zahnrad öffnet ein Kontextmenü, in dem ihr die “Erweiterten Audioeigenschaften” findet. Solltet ihr das Problem haben, dass euer Mikrofon nur auf einer Seite zu hören ist, könnt ihr hier den Knopf “Heruntermischen zu Mono” drücken.

Der Mixer in OBS

OBS Benutzeroberfläche - Statusleiste

Und last but not least findet ihr an der untersten Seite der Oberfläche die Statusleiste. Diese zeigt euch an, wie lange eure Aufnahme und euer Stream bereits laufen, wie hoch die CPU Auslastung durch OBS ist und mit wie vielen FPS das Bild generiert wird.

Sobald ihr Live seid, werdet ihr hier außerdem ein farbiges Quadrat, die Höhe der Bitrate, mit der ihr gerade streamt, und die Anzahl der verworfenen Frames finden. Das Quadrat zeigt dann per Ampelfarben an, ob alles in Ordnung ist, es sollte also die meiste Zeit grün sein und die Anzahl verworfener Frames im besten Fall gegen Null gehen.

Macht euch aber keinen Kopf, wenn ihr zwischenzeitlich mal Frames verwerft. Solange es sich im Rahmen hält, ist das noch nicht so schlimm. Erst wenn ihr hier regelmäßig oder über längere Zeit ein rotes Quadrat seht, solltet ihr eure Einstellungen anpassen.

Wenn eure Encoding-Optionen zu intensiv für euren Prozessor eingestellt sind, werdet ihr hier auch häufiger Warnmeldung finden, dass die CPU Auslastung zu hoch ist. Daran merkt ihr, dass ihr an den Einstellungen noch etwas anpassen müsst, vor allem wenn euer Prozessor neben OBS noch ein intensives Spiel zu verarbeiten hat.

Wenn ihr alles eingerichtet habt könnte eure Benutzeroberfläche dann so aussehen:

So kann eine eingerichtete OBS-Benutzeroberfläche am Ende aussehen


Schritt 3: OBS einrichten und richtig einstellen: Alle Punkte erklärt 

Okay, euer Bild ist soweit drapiert, alles was jetzt noch fehlt sind die korrekten OBS-Einstellungen. In diese gelangt ihr entweder per Klick auf “Einstellungen” im Steuerungsmodul oder über “Datei - Einstellungen”. In den folgenden Abschnitten erklären wir euch genau, worauf ihr bei den einzelnen Einstellungen achten solltet und was wichtig ist (und was weniger). 

Viele Punkte könnt ihr hier gekonnt ignorieren für den Anfang. Für alle die weniger Lust auf lesen haben, können wir euch auch folgendes Video empfehlen. Da werden auch nochmal die wichtigsten Punkte angesprochen.

OBS Einstellungen - Allgemein

Hier sind wir auf der ersten Seite der Einstellungen. Hier könnt ihr das Verhalten von OBS selbst steuern und eurem Geschmack anpassen. Eine wichtige Option, die ihr hier finden könnt, ist das Häkchen bei “Bestätigungsdialog beim Streamstart anzeigen”. So stellt ihr sicher, dass ihr nie aus Versehen Live geht.

In den allgemeinen OBS-Einstellungen ist erstmal nur das Häkchen beim ersten Punkt von "Ausgabe" wichtig

OBS Einstellungen - Stream

Den Streamschlüssel findet ihr in eurem Twitch-Account

Jetzt wird es wichtig. Da wir auf Twitch streamen möchten, wählen wir als Stream-Typ “Streaming-Plattformen” und als Plattform “Twitch” aus. Unter Streamschlüssel tragt ihr den Schlüssel ein, den ihr auf eurem Twitch Dashboard bekommen habt (Dashboard - Einstellungen - Kanal). Mit diesem Schlüssel weiß OBS erst, auf welchem Kanal es euren Stream senden soll. Wichtig ist natürlich, dass ihr diesen niemals jemandem mitteilt. Damit kann nämlich jeder auf eurem Kanal live gehen, also gut verstecken!

Achtung! Wichtiger Punkt zu eurem Twitch-Streamschlüssel

 

Teilt euren Twitch-Streamschlüssel mit NIEMANDEM, ansonsten kann ein Fremder über euren Kanal streamen!

OBS Einstellungen - Ausgabe

Die richtige Bitrate wählen

In diesem Bereich stellt ihr unter Anderem die Bitrate eures Streams ein. Die Bitrate ist die eigentliche Größe eures Streams in Kilobit pro Sekunde gerechnet. Das bedeutet, dass die Größe unter Anderem davon abhängig ist, wie groß der Upload-Speed eures Internetanschlusses ist. Das Maximum, das Twitch aktuell erlaubt, liegt bei 6500 kb/s. Das bedeutet aber nicht, dass ihr hier direkt 6500 eintragen solltet, nur weil ihr die nötige Upload Power habt.

Gerade wenn ihr anfangt mit dem Streamen und noch nicht allzu viele Zuschauer habt, wird Twitch euch noch nicht das sogenannte “Transcoding” zur Verfügung stellen. Transcoding ist dafür da, damit Viewer Streams schauen können, auch wenn sie keinen guten Internetanschluss haben. Wenn ihr einen Stream mit 6500 kb/s sendet und kein Transcoding habt, dann muss jeder einzelne Viewer auch 6500 kb/s empfangen können. Gerade für Leute, die auf dem Land wohnen und/oder über mobiles Netz schauen, ist das nicht unbedingt zu erreichen.

Bedenkt auch, dass eine höhere Zahl hier auch mehr Leistung eures Computers verlangt. Wenn eure CPU also häufiger in die Knie gezwungen wird, dann wählt eine moderate Zahl.

Unsere Empfehlung für die Bitrate

Was also empfehlen wir euch in diesem Abschnitt? Lasst die Einstellungen für den Anfang erst einmal auf “Einfach” und tragt bei Videobitrate einen Wert zwischen 2000 und 2500 und den Codierer auf “Software (x264)”. Solltet ihr eine schwache CPU, aber eine starke Grafikkarte haben, könnt ihr hier auch auf “Hardware (NVENC)” umstellen, dann wird das Encoden von der Grafikkarte übernommen. Versucht es aber erstmal mit dem Software Codierer, da dieser für gewöhnlich die besseren Ergebnisse erzielt.

Stellt die Bitrate zu Beginn auf 2500 und wählt den Codierer "Software X264 aus

Erst wenn ihr alle anderen Optionen ausgetestet habt und nichts dabei geholfen hat, eure CPU zu entlasten, empfehlen wir euch hier unter Ausgabemodus “Erweitert” auszuwählen. Unter “Streamen” - “Prozessorauslastung-Voreinstellung” könnt ihr dann von “veryfast” auf “superfast” oder sogar “ultrafast” wechseln. Dadurch werdet ihr zwar Bildqualität verlieren, wenn ihr aber einen etwas schwächeren oder schön älteren PC habt, könnt ihr hiermit sicherstellen, dass euer Stream nicht hakt.

Habt ihr stattdessen einen sehr starken PC (AMD Threadripper oder Intel i9), dann könnt ihr hier auch die etwas langsameren Einstellungen wie “medium” austesten. Einstellungen unter “medium” werden von Streamern mit High-End Streaming PC’s benutzt. Lasst am Anfang also lieber die Finger hiervon. Wir haben euch gewarnt!

In den erweiterten Ausgabeoptionen könnt ihr die Bildqualität eures Streams beeinflussen - Achtung, nur für Fortgeschrittene!

OBS Einstellungen - Audio

Am Anfang empfehlen wir euch hier nur euer Desktop Audiogerät und euer Mikrofon aus den Dropdown Listen zu wählen. Sobald ihr das getan und auf “Übernehmen” geklickt habt, solltet ihr im Mixer-Modul auf der Benutzeroberfläche beide Geräte sehen können. Zumindest “Desktop-Audio” sollte dann auch einen Ausschlag anzeigen, wenn ihr gerade etwas laufen habt, das Sounds produziert.

In den Audiooptionen wählt ihr euer Mikrofon und Soundausgabegerät aus

OBS Einstellungen - Video

Hier findet ihr weitere wichtige Einstellungen, die entscheidend für die Qualität eures Streams sind. Unter “Basis (Leinwand) Auflösung” stellt ihr die Auflösung ein, in der auch euer Desktop in Windows angezeigt wird. Bei den meisten wird das “1920x1080” sein.

Entscheidender ist hier die Einstellung darunter.

Unter “Ausgabe (skaliert) Auflösung” stellt ihr ein, in welcher Auflösung euer Bildsignal an Twitch gesendet wird. 

Habt ihr in den Ausgabe Einstellungen eine Bitrate von maximal 3500 eingetragen, dann sollte diese Auflösung den Wert von “1280x720” nicht überschreiten. Auch die Einstellung der FPS Werte sollte bei 30 FPS liegen. Möchtet ihr in einer höheren Auflösung und mit 60 FPS streamen, werdet ihr die Bitrate auch höher einstellen müssen. Außerdem wird euer PC auch mehr gefordert werden, da er wesentlich mehr Pixel berechnen muss.

Auch hier gilt also: Erstmal kleine Brötchen backen. Fangt unten an und arbeitet euch langsam nach oben.

Unter folgendem Link, findet ihr die (englischsprachigen) Empfehlungen für Encoding- und Auflösungseinstellungen: https://stream.twitch.tv/encoding/.

Die Auflösung und FPS-Werte eures Twitch-Streams müssen auf eure Bandbreite (Kbit-Rate) abgestimmt sein

Reicht meine Internet-Leitung fürs Streamen auf Twitch?

Ob eure Internet-Leitung fürs Streamen auf Twitch reicht, könnt ihr einfach mit einem kurzen Speedtest auf Speedtest.net rausfinden. Achtet da einfach nur auf den Upload-Wert, der Rest interessiert nicht.

Ein Megabit (Mbit) /Sekunde (mbps) entspricht dabei 1000 Kilobit/Sekunde (kbps). Heißt: Wenn eure Leitung einen Upload von 6 Megabit/s ausspuckt, liegt ihr bei einem Wert von 6000 Kilobit / Sekunde. (Achtung wir sprechen hier NICHT von Bytes, sondern Bits vgl. diese Definition).

Gemäß den Anforderungen von Twitch, könntet ihr mit so einer Leitung dann locker auf 1080p mit 60 FPS streamen.

o4g Pro-Tipp zum Thema Internetspeed 

Eure Leitung sollte genügend Upload haben

Bedenkt aber: Die in OBS eingestellte Bitrate ist nur ein ungefährer Mittelwert, der regelmäßig überschritten werden wird. Ihr solltet also immer mindestens 1000 kb/s nach oben Platz lassen.

Möchtet ihr also mit 3500 kb/s streamen, solltet ihr eine Leitung mit Minimum 4500 kb/s Upload haben.

OBS Einstellungen - Hotkeys (Tastaturkürzel)

Hier könnt ihr Tastatur-Kürzel einstellen, mit denen ihr dann per Tastenkombination OBS steuern könnt. Ihr könnt zum Beispiel eine Push-to-Talk Taste einstellen, die euer Mikro mutet und wieder entmutet. Oder einzelne Szenen könnt ihr hier auf Tasten legen. Besonders, wenn ihr ein Keyboard mit Extratasten habt, kann das sehr praktisch sein.

Genial: Euren Twitch-Stream könnt ihr mit OBS über definierte Hotkeys steuern

OBS Einstellungen - Erweitert

Die Optionen, die ihr hier findet, sind für den Anfang eher unwichtig und nur unter speziellen Bedingungen umzustellen. Ihr werdet hier ohnehin nicht viel rausholen können.

Hiervon würden wir erstmal die Finger lassen


Schritt 4: Die richtige Hardware & Zubehör startklar machen

Falls ihr euch vehement fragt:

  • Welche Hardware brauche ich, um mit meinem PC auf Twitch streamen zu können?
  • Was braucht man zum Streamen eigentlich genau?
  • Oder: Welches Zubehör sollte ich mir unbedingt zulegen, bevor ich auf Twitch

Dann haben wir in diesem Kapitel die Antworten für euch :-)...

Auch wenn OBS als ressourcen-freundliches Programm gilt, heißt das noch lange nicht, dass ihr mit jedem Computer auf Twitch streamen können werdet. Ein paar Mindestanforderungen hat das Streamen schon. Wenn ihr dann noch ein paar Euros über habt, möchtet ihr euch vielleicht auch ein wenig Zubehör kaufen? Auch da haben wir evtl. ein paar Empfehlungen für euch.

Welchen Prozessor brauche ich, um auf Twitch zu streamen?

Das Wichtigste bei der Auswahl eurer Hardware für das Streamen auf Twitch ist wohl der Prozessor, da dieser am meisten beansprucht werden wird beim Encodieren eures Streams. Plant ihr also gerade den Kauf eines neuen Gaming Rechners, investiert hier ein paar Extra Moneten, wenn ihr darüber nachdenkt, mit dem Streamen anzufangen. Aktuell sind die CPU’s von AMD sehr gefragt, da die Ryzen Serie vieles Richtig macht, was AMD bis dato nicht hinbekommen hat.

Vor ein paar Monaten hätte euch jeder erfahrene Streamer noch von AMD abgeraten, mittlerweile hat sich das Blatt aber gewendet und AMD wird von manchen Streamern sogar Intel vorgezogen. Es muss aber nicht gleich ein Threadripper sein, ein Ryzen 5 oder 7 tun da auch schon ihren Dienst. Wenn ihr hierzu Ausführlicheres erfahren wollt, empfehlen wir euch unseren Intel vs. AMD Vergleich.

Falls ihr nach aktuellen Intel & AMD CPU-Empfehlungen sucht, schaut doch mal in unseren Artikel zu den besten Gaming CPUs rein. Da findet ihr mit Sicherheit was passendes für euer Budget. 

RAM, Grafikkarte und SSD fürs Streamen

Für das Streamen gilt bei der restlichen Hardware das gleiche, wie für das Gamen. Wenn euer Computer ein guter Gaming PC ist, wird er hier auch für das Streamen gut sein. 8GB RAM, eine einigermaßen fähige Grafikkarte und eine System SSD würden wir euch empfehlen, aber wie oben erwähnt: Die CPU ist eben das wichtigste, wenn ihr streamen möchtet.

  • Für eine gute Übersicht zu aktuellen empfehlenswerten Grafikkarten, schaut doch mal in unseren Grafikkarten Vergleich.
  • Auf der Suche nach neuem Arbeitsspeicher? Auch da haben wir was für euch - unseren Artikel zum besten Gaming RAM.
  • Falls ihr überlegt, euch eine SSD zu verbauen, dann checkt unseren Beitrag zu den besten Gaming SSDs.

Praktisches Zubehör

Ihr habt einen fähigen PC und noch ein paar Euronen übrig, die ihr in euer neues Hobby investieren möchtet? Dann sind der Möglichkeiten vieler und wir haben versucht ein paar von diesen aufzuführen.

Mikrofon

Ein Stream ohne Mikrofon ist kein Stream. Zumindest keiner, den sich Leute gerne anschauen. Der Zuschauer von heute erwartet einen unterhaltsamen Kommentar neben eurem Gameplay, wie sonst soll er eine Verbindung zu euch aufbauen. Daher werdet ihr an einem einigermaßen fähigen Mikrofon nicht vorbeikommen. Ein gutes Mikro für den Anfang findet ihr im Rode Podcaster.

Wenn ihr mehr über das Rode Podcaster und Mikrofone für’s Streamen erfahren möchtet, dann solltet ihr in unseren fantastischen Artikel zu den besten Mikrofonen fürs Streamen reinschauen.

Webcam fürs Streamen

Ihr könnt zwar ohne Kamerabild streamen, aber mittlerweile kann man sagen, dass Streams, in denen man die Streamer und deren Reaktionen sehen kann, beliebter auf Twitch sind. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Die meistgebrauchte Cam im Streaming-Business ist die Logitech C920 (verwenden wir übrigens auch). Das Teil ist günstig und taugt für den Anfang!

Habt ihr aber zufällig eine digitale Spiegelreflex-Kamera zuhause rumfliegen, dann könnt ihr diese in den meisten Fällen auch als Kamera benutzen. Ihr werdet nur einen sogenannten Dummy-Akku brauchen (Abhängig von eurer Kamera) und die Möglichkeit das Signal der Kamera in euren PC zu speisen. Das geht entweder mit einer Capturecard oder mit dem eigens dafür entworfenen Cam-Link von Elgato

Capture Card

Wenn ihr kein reiner PC Zocker seid, sondern auch mal Gameplay von der PS4, XBoxOne oder Switch streamen möchtet, werdet ihr eine Möglichkeit brauchen, das Videosignal von der Konsole in den PC zu bekommen. Hier kommt ihr um eine Capture Card nicht herum. Wir empfehlen euch hier die Elgato HD 60 Pro (Jakobs Wahl). 

Stellt nur sicher, dass ihr noch einen PCI Slot im PC frei habt. Wenn ihr die USB Variante bevorzugt, dann findet ihr hier die Elgato HD 60 S

Green-Screen fürs Streamen

Möchtet ihr euer Kamerabild im Stream anzeigen, aber trotzdem so wenig Gameplay wie möglich verlieren, dann werdet ihr an einem Greenscreen nicht vorbei kommen. Im Prinzip braucht ihr nur ein großes grünes Tuch, das ihr hinter euch hängt und das ihr dann mithilfe von OBS aus dem Bild ausblenden könnt. Es kann der praktische Elgato Green Screen sein, der sich leicht verstauen lässt, wenn ihr ihn nicht mehr braucht.

Aber es geht auch wesentlich billiger mit einem grünen Stück Molton, das ihr schon für wesentlich weniger Geld auf Amazon bekommt.

Beleuchtung

Besonders beim Greenscreen ist die richtige Ausleuchtung eures Kamerasignals wichtig. Aber auch ohne Greenscreen solltet ihr euch über die Anschaffung von Softboxen mit Tageslichtlampen Gedanken machen. Diese geben euch immer das gleiche Level an Licht und eure Kamera muss nicht immer wieder eingestellt haben, je nachdem wieviel Licht durch euer Fenster herein scheint. Unsere Empfehlung: Die Studioleuchte von Amzdeal.


Letzter Schritt: Den ersten Stream testen

Habt ihr alles so eingestellt, wie wir es euch empfohlen haben, dann liegt es nur noch an euch, den “Stream starten” Knopf zu drücken. Wie oben schon empfohlen, lohnt es sich aber erst einmal eine Aufnahme zu starten und alles einmal auszutesten. Guckt und hört euch vor Allem erstmal die Aufnahme an und schaut, dass sie ohne Probleme läuft.

Startet dann erst euren ersten Stream und wenn alles glatt gelaufen ist, solltet ihr in der Statusleiste unten in OBS ein grünes Quadrat sehen. Nach dem Stream könnt ihr euch dann auch nochmal eure “Frühere Übertragung” auf Twitch anschauen und Qualitätskontrolle durchführen.

Falls wir etwas vergessen haben hier im Guide, haut es in die Kommentare. Es wird noch einen weiteren Teil geben, in dem wir auf Dinge eingehen, die auch interessanter für Leute sind, die schon etwas Erfahrung in Sachen Streamen gesammelt haben. Themen wie Alerts einrichten, Quellen-Filter und Szenen-Übergänge werdet ihr dort finden.

Berichtet uns doch, wie euer erster Stream gelaufen ist und euch unsere Tipps geholfen haben.


Twitch Guide - Teil 2 (Fortgeschrittene)

Hier wird es bereits um fortgeschrittene Dinge gehen, wie das Einrichten eines Overlays, Alerts und anderen Dingen. Das bedeutet, dass wir davon ausgehen, dass ihr bereits wisst, wie man Quellen in OBS einrichtet. Wenn nicht, dann solltet ihr euch erst einmal die Basics anschauen.

Noch da? Wunderbar. Dann machen wir uns mal ans Eingemachte.

Ihr habt bereits ein paar Streams hinter euch gebracht und möchtet nun das nächste Level erreichen? Im folgenden Guide werden wir euch erklären, wie ihr Overlays und Alerts in euren Stream einbindet. Außerdem zeigen wir euch nützliche Kniffe, wie ihr euren Chat effizienter moderieren könnt und diesen auch im Auge behaltet ohne ständig auf euer Smartphone gucken zu müssen. 

Jakob's Senf

" Der wichtigste Tipp: Wenn ihr bei manchen Unterpunkten gar nicht wisst, wovon wir sprechen: Schaut andere Streams. Inspiration hat noch niemandem geschadet.


Solange ihr keine Designs klaut, braucht ihr euch auch keine Sorgen machen. Beinahe jeder Streamer nutzt Alerts, Overlays und Chatbots. Niemand kann das Rad neu erfinden."


Alerts verstehen und einrichten (Step by Step)

Egal, bei welchem Streamer ihr einschaltet, mit fast absoluter Sicherheit werdet ihr sie dort finden: Alerts. In diesem Abschnitt erfahrt ihr, was es damit auf sich hat, warum ihr sie braucht und wie man sie einrichtet.

Was sind Alerts?

Manche Streamer nutzen sie, um Follower zu begrüßen, manche um neuen Subs zu danken und andere wiederum um Hosts willkommen zu heißen.

Es gibt zwei Hauptgründe Alerts zu nutzen:

  1. Habt ihr sie mit Sounds verbunden, weisen sie euch selbst auf Ereignisse hin, so dass ihr keinen Host/Sub oder Follow verpasst, wenn ihr denn möchtet.
  2. Außerdem sehen Leute, die sich die Zeit oder vielleicht sogar das Geld nehmen, euren Kanal zu unterstützen ein kleines Dankeschön direkt im Stream. Man braucht kein ausgebildeter Wirtschaftspsychologe zu sein, um zu verstehen, dass das hilft eure Statistiken zu pushen.

Welche Alerts sollte ich nutzen?

Bevor ihr euch in die Arbeit stürzen könnt, müsst ihr aber erstmal entscheiden, auf welchen Dienstleister ihr hier zurückgreifen möchtet. Es gibt bestimmt noch viele mehr, zu Übersichtszwecken stellen wir euch aber kurz die zwei bekanntesten vor: TipeeeStream und Streamlabs.

Im Grunde erhaltet ihr bei beiden die gleichen Basics: Werkzeuge, um euch Alerts zu designen, eine Seite auf der euch eure Zuschauer finanziell unterstützen können und jede Menge Statistiken, mit denen ihr euch einen Überblick über euren “Erfolg” machen könnt. Für welchen ihr euch entscheidet, bleibt am Ende euch überlassen und wird auch keinen allzu großen Unterschied machen.

Um euch die Entscheidung etwas leichter zu machen, haben wir aber trotzdem ein paar Pro und Contras aufgezählt:

TipeeeStream (https://www.tipeeestream.com)

Gerade in deutschsprachigen Streams werdet ihr häufig Alerts aus dem Hause Tipeee sehen. Der Grund ist, dass Tipeee aus Europa kommt und zudem ein deutsches Büro und damit auch deutschsprachigen Support bietet.

Das hat vor Allem zwei Vorteile: Einerseits müsst ihr bei Problemen nicht euer Schulenglisch bedienen und außerdem sind Zahlungsmöglichkeiten besser auf deutsche Bedürfnisse zugeschnitten. Heißt, wenn euch eure Viewer finanziell unterstützen möchten, können sie das unter Anderem auch per Sofortüberweisung oder Paysafecard machen.

Der einzige Nachteil an Tipeee, den wir aus unserer Erfahrung nennen können, ist dass sie häufig den aktuellen Trends hinterherlaufen. Nutzt man gewisse Funktionen bei Tipeee, kann es also auch mal vorkommen, dass man etwas neidisch auf all die neuen Spielereien schaut, die die Streamer, die Streamlabs nutzen, schon in ihrem Stream eingebaut haben.

Streamlabs (https://streamlabs.com)

Im Gegensatz zu Tipeee werdet ihr Streamlabs (ehemals Twitchalerts) vor allem in englischsprachigen Streams zu sehen bekommen. Das bringt auch hier diverse Vorteile. Da die Community selbstverständlich größer ist, erhaltet ihr hier also auch wesentlich mehr Vorlagen für eure Alerts und anderen Overlays. Außerdem ist Streamlabs wie schon gesagt wesentlich schneller in Sachen Updates und Neuerungen. Neue Funktionen werdet ihr hier vermutlich zuerst sehen.

Der Nachteil ist allerdings, dass euch eure Viewer nur per Paypal und Kreditkarte unterstützen können. Außerdem erhaltet ihr Support nur auf Englisch. Wenn das allerdings kein Problem für euch ist, bekommt ihr nicht nur Unterstützung von Streamlabs selbst, sondern könnt euch auch direkt auf deren Discord von anderen Nutzern helfen lassen.

Das größte Problem an Streamlabs aktuell ist allerdings, dass sie alle neuen Funktionen (wie die große Bibliothek an Overlays, Alerts etc.) nur Nutzern ihrer eigenen OBS Version zur Verfügung stellen. Da diese sich aktuell aber noch in der Beta befindet und Updates der “richtigen” OBS Version erst später nachgepatched werden, raten wir besonders Anfängern davon ab, diese zu nutzen.

Welcher Alert Anbieter ist denn nun besser?

Wie schon erwähnt: Für wen ihr euch entscheidet, bleibt euch überlassen und spielt gerade am Anfang kaum eine Rolle. Wichtig ist, dass ihr euch nicht von der Masse der Funktionen erschlagen lasst. Fangt klein an und arbeitet euch langsam vor.

Um euch den Einstieg zu vereinfachen, erstellen wir im Folgenden Schritt für Schritt einen Follower Alert bei Tipeee.

Stream Follower Alert einrichten bei Tipeee

Befolgt folgende Anleitung um mit Tipeee Schritt für Schritt einen Alert einzurichten.

Schritt 1: Meldet euch bei Tipeee an. Dafür müsst ihr Tipeee mit eurem Twitch Account verbinden. Damit gebt ihr im gleichen Schritt Tipeee auch die Erlaubnis eure Statistiken von Twitch auszulesen.

Schritt 2: Klickt nun auf Alert Box v2.

Schritt 3: Hier könnt ihr euch nun eure eigene Alert Box erstellen. Entweder ihr erstellt eine von Grund auf über “FROM SCRATCH” oder ihr wählt eine von Tipeee erstellte Vorlage unter “USE A TEMPLATE”. Problem bei letzterem Weg ist, dass alle Vorlagen nur mit einem Donation Alert daher kommen und alle anderen Alerts per Copy Paste Verfahren angepasst werden müssten. Um es einfach zu halten, erstellen wir hier also erstmal einen simplen eigenen Alert.

Wählt alle Alert Arten per Klick an, die ihr im Alert haben möchtet, gebt eurer Alert Box einen Namen unter “NAME” und klickt dann auf “CREATE BOX”.

Schritt 4: Willkommen im Alert Creator. Wenn ihr schon einmal mit einem Foto- oder Videobearbeitungsprogramm gearbeitet habt, dann wird euch diese Oberfläche evtl. bekannt vorkommen. Wenn nicht, dann lasst euch trotzdem nicht erschlagen von den Möglichkeiten.

Klickt zunächst in der obersten Leiste auf “FOLLOWS”

Follower-Alert in Tipeee einrichten

Schritt 5: Hier seht ihr den Alert, der dann getriggert wird, wenn euch jemand während eines Streams followed. Wenn ihr denn möchtet, könnt ihr diesen bereits so verwenden, wie ihr ihn hier sehen könnt. Um euch aber wenigstens die Grundlagen zu zeigen werden wir jetzt die Gif-Animation, den Sound und den Text anpassen.

Klickt unten in der sogenannten Timeline auf “IMAGE”.

Schritt 6: Oben Rechts unter “IMAGE” und “Content” könnt ihr die aktuelle Gif-Datei sehen. Klickt hier auf den Stift in der unteren rechten Ecke der Animation.

Schritt 7: Jetzt könnt ihr euch entweder eine Datei in den vorgegebenen Animationen, die ihr hier sehen könnt, aussuchen oder eine eigene hochladen. Dafür klickt ihr auf “MY FILES” und dann neben “Upload file” auf das Büroklammer Icon. Der Einfachheit halber suchen wir uns hier eins von Giphy aus. Klickt auf “GIPHY”.

Schritt 8: Gebt in das Feld neben “KEYWORD:” “clap” ein und klickt auf “Search”. Klickt dann auf ein Ergebnis, das euch gefällt.

Praktisch: Ihr könnt vorgefertigte Animationen für eure Alerts wählen

Schritt 9: Uns gefällt nicht, dass das Bild jetzt über dem Textbereich liegt, also ziehen wir in der Timeline unten im Bild die Ebene des Bildes nach ganz unten. Geht mit der Maus auf das Pfeil Icon neben “IMAGE” und zieht es mit einem Mausklick nach unten.

Schritt 10: Klickt jetzt in der Timeline auf “SOUND” und dann oben Rechts unter “Content” auf “DING.MP3”.

Schritt 11: Genau wie bei der Gif-Animation könnt ihr euch in dieser Liste einen von zig vorgegeben Sound aussuchen oder einen eigenen hochladen. Wir wählen unter “GENERAL” den Sound “applause.mp3”. Wenn ihr den Dateinamen selbst anklickt, könnt ihr ihn vorher noch einmal hören. Mit Klick auf “Choose” habt ihr ihn dann geändert.

Schritt 12: Dort wo vorher “DING.MP3” stand, sollte jetzt “APPLAUSE.MP3” stehen. Mit dem Regler unter “VOLUME” könnt ihr außerdem die Lautstärke anpassen. Solltet ihr also merken, dass der Sound zu laut ist, könnt ihr ihn hier leiser stellen.

Schritt 13: Das letzte, das jetzt noch fehlt ist der Text. Aktuell spricht dieser noch auf Englisch mit uns und das wollen wir natürlich ändern. Klickt in der Timeline auf die Textebene (Die mit dem gelben “A”).

Schritt 14: Oben Rechts unter “Content” seht ihr jetzt den Text, der angezeigt werden soll. Aktuell steht hier noch “{username} is now following!”. Ändert das in “{username} folgt jetzt diesem Kanal!”. Das könnt ihr natürlich nach eigenem Gusto anpassen, aber achtet darauf, dass “{username}” hier stehen bleibt. Nur so weiß der Alert, dass er den Namen des Nutzers, der gerade gefollowed hat, anzeigen soll.

Schritt 15: Fertig! Tipeee speichert eure Anpassungen automatisch, ihr müsst also nirgends einen Speichern Knopf anklicken. Die Grundlagen solltet ihr hiermit also verstanden haben. Jetzt müssen wir diese Alertbox nur noch in OBS einbinden. Wollt ihr noch mehrere Arten von Alerts in diese Box einfügen, dann klickt auf das “+” Zeichen in der obersten Leiste. Das Prinzip bleibt aber das gleiche.

Alertbox in OBS einbinden

Sobald ihr eure Alerts erstellt habt, müsst ihr diese noch in OBS einbinden. Folgende Anleitung erklärt euch wie:

Schritt 1: Zunächst einmal brauchen wir den Link der Alertbox. Dafür klickt ihr in der Alertbox Oberfläche (Alert Creator) auf “LAUNCH” oben rechts in der Ecke.

Schritt 2: In dem Fenster, das sich nun geöffnet hat, findet ihr den Link. Markiert diesen und kopiert ihn per “Strg-C” in eure Zwischenablage.

Schritt 3: In OBS müsst ihr jetzt eine Browserquelle einfügen. Klickt dafür auf das Plus Zeichen unter “Quellen” und wählt “Browser” aus.

Schritt 4: Jetzt sollte sich das Eigenschaften Fenster der neuen Quelle geöffnet haben. Im Feld neben “URL” müsst ihr jetzt per “Strg-V” den vorhin kopierten Link einfügen. Klickt dann auf “OK”.

Schritt 5: Wie ihr sehen könnt, seht ihr nix. Und das ist auch korrekt so. Denn der Alert wird natürlich erst dann getriggered, wenn ihr auch einen Follower bekommt. Damit ihr aber nicht so lange warten müsst, könnt ihr auch einen Alert simulieren. Im Alert Creator klickt ihr dafür neben der “LAUNCH” Taste auf “SIMULATE ALERTS”.

Schritt 6: Hier könnt ihr dann einen der erstellten Alerts testen. Klickt auf “TWITCH FOLLOWS”. Wenn ihr alles richtig gemacht habt, sollte der Alert in OBS jetzt abgespielt werden.


Overlays: Alles was ihr wissen müsst

Der Begriff “Overlay” ist eigentlich nur eine allgemeine Bezeichnung für alles optische, das sich im Stream befindet und nicht Spiel oder Kamera ist. Bilder, Anzeigen, Statistiken, Trenner und sogar Alerts lassen sich unter dem Oberbegriff Overlay unterordnen.

Welche Art von Overlay ihr in euren Stream nehmt, bleibt natürlich ganz euch überlassen. Ein gut designtes Overlay kann eurem Stream das nötige Etwas geben, aber gleichzeitig kann man besonders die Spielszene, also die Hauptszene, zu voll kleistern mit unnötigem Mumpitz. Hier gilt eben auch: Weniger ist mehr.

o4g Spezialtipp


Ein wichtiger Tipp in Sachen Bild Overlays: Nutzt das Dateiformat “.PNG”. Im Gegensatz zu JPG’s könnt ihr PNG’s mit Alphakanal abspeichern. Das bedeutet, ihr könnt Teile des Bildes unsichtbar oder sogar durchsichtig machen.

Live Event Liste

Neben Alerts sind Event Listen eine schöne Möglichkeit bestimmte Aktionen eurer Viewer zu würdigen. Tipeee und Streamlabs bieten jeweils ihre eigenen Lösungen an. Bei Tipeee findet ihr diese unter “Live Events” (Im Dashboard in der linken Leiste) und bei Streamlabs unter “Event List”.

Nachdem ihr euch entschieden habt, welche Events (z.B.: Follower, Hosts, Raids etc.) ihr dort anzeigen lassen möchtet, könnt ihr diese genau wie Alerts in OBS per Browser Quelle einbinden.

Szenen

Wenn ihr Tipeee nutzt, könnt ihr sogar eine Szene benutzen, um direkt alle Widgets (Alerts, Event Lists etc.) mit nur einer Browserquelle in OBS einbinden zu müssen. Habt ihr beispielsweise für jede Art von Alert eine Alert Box erstellt, kann das in OBS auch schnell unübersichtlich (und ressourcenfressend) werden.

Eine Szene agiert hier übergeordnet und birgt außerdem noch weitere Extra-Optionen. Ihr könnt zum Beispiel sogenannte “Slides” in eure Szene einfügen, die dann alle paar Minuten kurz angezeigt werden. Hier könnt ihr zum Beispiel euer Twitterprofil bewerben oder auf kommende Aktionen hinweisen.

Jakob blendet seinen Twitter-Kanal auf seinem Stream ein

Panels

Panels sind die kleinen Info Felder, die ihr im Browser unter dem Stream oder am Handy mit einem Wisch von Rechts finden könnt. Dort könnt ihr die allgemeinsten Infos über euch, euer Setup und euren Stream schreiben. Wenn ihr sie besonders schön einrichten möchtet, könnt ihr dort auch Bilder einfügen (denkt an das .png Format) und diese so ganz nach eurem Gusto einrichten.

Außerdem könnt ihr hier Erweiterungspanels einrichten. Erweiterungen findet ihr in eurem Dashboard. Habt ihr diese dort herausgesucht und aktiviert, könnt ihr sie hier einfügen. Hört ihr zum Beispiel Musik über Spotify während eures Streams, könnt ihr eine Erweiterung installieren, die euren Viewern in den Panels anzeigt, welches Lied gerade läuft.

Um die Panels bearbeiten zu können, müsst ihr unter eurem Kanal auf die Schaltfläche “Panels bearbeiten” klicken. Auch hier gilt: Probiert herum. Wenn euch ein Panel nicht gefällt, könnt ihr das einfach löschen und von Vorne beginnen.

Panels: Jakob's Streambeschreibung 

Kleiner Tipp: Die Textfelder werden per “Markdown” formatiert und nicht per HTML. Wenn ihr also nicht wisst, wie ihr Text Fett schreiben oder einen Link verlinken könnt, dann findet ihr unter folgendem Link eine kleine Übersicht über die Funktionen von Markdown: https://help.twitch.tv/customer/de/portal/articles/839490


Perfekte Chat-Verwaltung (Programme & Bots)

Neben der optischen Organisation eures Bildes, ist es außerdem auch wichtig eure Chat Erfahrung zu organisieren. Denn einerseits möchtet ihr während eines Stream nicht verpassen, wenn einer eurer Viewer etwas in den Chat schreibt. Außerdem könnt ihr sogenannte Chatbots nutzen, um die Chat Erfahrung eurer Zuschauer zu verbessern und interessanter zu gestalten.

Chatty

Ihr habt euch endlich einen zweiten Bildschirm zugelegt, damit ihr den Chat endlich nicht mehr über euer Smartphone verfolgen müsst, aber das twitcheigene Dashboard im Browser zu öffnen ist auch nicht so das Wahre? Dann solltet ihr euch unbedingt mal Chatty anschauen.

Chatty ist ein Programm, das sich mit der Twitch-API verbindet und euch so euren und alle anderen Chats auf Twitch anzeigen lassen kann.

Das beste daran: Ihr meldet euch direkt mit euren Twitch Daten an und könnt dadurch auf zahlreiche Tools zugreifen:

  • Trolle bannen oder timeouten
  • zuverlässige Viewer modden
  • Streamtitel und Kategorie ändern

Sowie alle anderen Funktionen, die für gewöhnlich nur aus dem Twitch Dashboard oder Chat gehen, werden euch hier gleich mitgeliefert. Außerdem bekommt ihr die Möglichkeit euren Chat zu loggen.

Außerdem könnt ihr euch die wichtigsten Livestatistiken anzeigen lassen. Per Klick auf “Ansicht -> Kanal-Info” öffnet sich ein Fenster, das euch die aktuelle Zuschauerzahl anzeigt und zudem einen Verlauf in Form eines Graphen birgt. Klickt ihr auf “Extra -> Follower” seht ihr eure letzten 100 Follower und eine Statistik, wieviele Follows in der letzten Stunde, der letzten 24 Stunden und der letzten Woche reingekommen sind. Das gleiche funktioniert später auch mit Subs.

Chatty läuft mithilfe von Java, was einerseits Vor- aber gleichzeitig auch Nachteile mit sich bringt. Problematisch ist das, da es gerade in großen Chats schnell viele Ressourcen fressen kann. Vorteilhaft ist es allerdings, da ihr per Einstellungen alles bis ins kleinste Detail personalisieren könnt.

Chatty bekommt ihr unter folgender Adresse: https://chatty.github.io/ Und wenn Twitch mal wieder ein ganz aktuelles Chat Update installiert hat, das in der Live Version noch nicht berücksichtigt wurde, dann kann es sein, dass ihr es in der aktuellsten Beta von Chatty findet. Diese findet ihr hier: http://chatty.github.io/beta.html.

Installiert im Idealfall immer die “Chatty_Version_win_standalone_setup.exe”, dann müsst ihr nicht mühselig Programm Ordner selbst erstellen. Wir empfehlen euch definitiv Chatty zu nutzen, da ihr hier ein Toolset bekommt, das keinem Streamer fehlen sollte.

Wichtigste Chatbots

Eine weitere Sache, die beinahe jeder größere Streamer nutzt, sind Chat Bots. Diese helfen euch dabei für Ordnung im Chat zu sorgen, allgemeine Infos im Chat abrufbar zu machen und kommen häufig mit weiteren netten Tools, wie einer Verlosungsfunktion und anderen kleinen Chatspielereien.

Genau wie bei Alerts, habt ihr auch hier wieder die Qual der Wahl. Eigentlich ist es sogar noch viel schlimmer, denn die Auswahl ist noch viel größer. Neben den klassischen Chatbots, bieten manche Entwickler nämlich ihre Clients zum Herunterladen an.

DeepBot

Diese könnt ihr dann entweder auf eurem PC laufen lassen oder auf einen eigenen Server aufspielen. Vorteil dieser Bots ist, dass diese meistens mit viel mehr Funktionen kommen und ihr euren eigenen Bot im Chat habt (mitsamt eigenem Namen).

Nachteil dieser Bot Clients ist allerdings, dass diese häufig etwas kosten und etwas aufwendiger eingerichtet werden müssen. Außerdem braucht ihr entweder einen eigenen Server, von dem dieser laufen kann oder er funktioniert eben nur während euer PC auch läuft.

Der wohl bekannteste Bot aus dieser Kategorie heißt “DeepBot” und ihr könnt ihn unter folgender Adresse erwerben: http://deepbot.deep.sg/services.

Die Benutzeroberfläche von DeepBot

Nightbot & Moobot

Für den Anfang empfehlen wir euch allerdings einen Bot aus der anderen Kategorie. Hier stechen besonders zwei Bots heraus: Nightbot und Moobot. Beide haben mehr oder weniger die gleichen Funktionen und für welchen der beiden ihr euch entscheidet, liegt ganz bei euch.

MooBot ist ein empfehlenswerter Chatbot für den Einstieg

Der Vorteil der beiden ist eben, dass ihr euch nur auf der jeweiligen Seite anmelden müsst und dem Bot per Knopfdruck sagen müsst, dass sich dieser bei euch in den Chat gesellen soll. Danach gebt ihr ihm noch Mod-Rechte (/mod “Benutzername”) und voila, schon habt ihr euren eigenen Aufpasser. Natürlich solltet ihr diesen noch nach eigenen Vorstellungen einstellen und eigene Befehle erstellen.

Nachteil der beiden ist eben, dass ihr ihnen keine eigenen Namen vergeben könnt und sie mit etwas weniger Spielereien daher kommen, als DeepBot. Für den Anfang sollte das aber definitiv genug sein.

Auch Nightbot eignet sich am Anfang hervorragend als Chatbot

Ihr findet beide jeweils unter folgenden Adressen:


Hosting & Autohosting

Twitch in 2018 ist riesig und damit absolut unübersichtlich. Um als Streamer “Erfolg” zu haben, reicht es schon lange nicht mehr einfach nur zu streamen. Besonders in beliebten Kategorien zu streamen, bedeutet am Anfang, dass ihr in einer unendlich langen Liste ganz unten anfangt. Wir werden euch jetzt keine Tipps geben, wie ihr es von dort unten nach ganz oben schafft, denn wenn wir das wüssten, würden wir das selbst tun.

Wir können euch nur das Prinzip des Hostens erklären, wie ihr es nutzen könnt, eure Viewer zu anderen kleinen Streamern zu schicken. Twitch ist nämlich keine Ein-Mann Veranstaltung. Twitch ist Teamwork und mit einem Team aus mehreren kleinen Streamern, seid ihr direkt etwas größer.

Zunächst aber einmal: Geht nicht zu anderen Streamern und bittet diese euch zu hosten. Das ist ein absolutes No-Go und genauso wie Fremdwerbung sehr verpönt auf dieser Plattform.

Was bedeutet “Hosten” und “Raiden”?

Ein Host und auch ein Raid ist das Herüberschicken von Viewern von eurem auf einen anderen Kanal. Wenn ihr über mehrere Stunden gestreamt habt und den Stream irgendwann beendet, dann könnt ihr entweder einfach aus machen und eure Viewer werden sich alle einzeln überlegen wo sie weiter ihre Unterhaltung bekommen könnten.

ODER ihr gebt in euren Chat die magischen Wörter “/host ‘Username’” ein und statt eurem Stream können eure Zuschauer plötzlich den gehosteten Kanal sehen.

Natürlich solltet ihr:

  • a) vorher wissen, dass dieser Streamer aktuell auch streamt und
  • b) er auch adäquaten Content streamt. Nichts ist peinlicher, als jemanden blind zu hosten und dieser benimmt sich dann absolut daneben. Hostet daher niemals blind.

Das Problem an der Hostfunktion ist allerdings, dass eure Zuschauer den gehosteten Kanal dann zwar sehen können, sich aber weiterhin in eurem Chat befinden. Dafür wurde vor ein paar Monaten die “Raid” Funktion eingeführt. Wenn ihr nach eurem Stream “/raid ‘Username" eingebt, dann startet ein Timer von ein paar Sekunden. Wenn dieser abgelaufen ist, werden alle Viewer, die nicht abgebrochen haben auf den Kanal des geraideten Streamers geworfen.

Autohosting

Eine weitere Funktion, die auf der Basis des Hostens funktioniert, ist das Autohosting. In eure Twitch Dashboard könnt ihr eine Liste eurer Lieblingsstreamer erstellen, von denen ihr denkt, dass sie eure Zuschauer verdient hätten. Hier habt ihr die Möglichkeit diese Liste entweder so einzustellen, dass sie nach Priorität hosten soll oder per Zufall. In ersterem Fall, werden folglich zuerst die Streamer gehostet, die in der Liste ganz oben stehen.

Wenn ihr diese Liste gut befüllt kann es also sein, dass eure Viewer auf eurem Kanal zu jeder Tages- und Nachtzeit Unterhaltung finden können.


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Twitch ist mittlerweile viel zu groß, als das man alles abdecken könnte in zwei, drei Artikeln. Also falls ihr Unklarheiten habt, dann meldet euch bei uns. Wir sind gespannt, wo euch die Reise hinführt. Twitch ist ein Abenteuerland und am Ende gilt Probieren über Studieren. Also ran an den Speck!

One Response

  1. Falballa 26. September 2018

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