i5 oder i7: Welche CPU ist besser fürs Gaming?

i5 oder i7: Welche CPU ist besser fürs Gaming in 2019?

i5 vs. i7: Coffee-Lake Prozessoren im Überblick

i5 oder i7? Das ist schon seit längerem eine Diskussion in der Community. Intel CPUs haben im Bereich Gaming auf Grund ihrer geringeren Latenz immer noch die Nase vorn. Dennoch kursieren in der Community immer noch jede Menge Gerüchte rund um das Thema CPU.

Die Frage die viele von euch brennend interessiert ist, ob sich der Kauf oder ein Upgrade von i5 auf i7 fürs Zocken wirklich lohnt. Wir geben euch detaillierte Antworten auf diese Frage und zeigen euch, worauf es ankommt. Außerdem räumen wir einige Gerüchte zum Thema „i5 vs. i7“ aus der Welt.

Wir haben uns in diesem Artikel klar auf die Coffee-Lake Generation konzentriert. Kaby-Lake/Skylake sind zwar immer noch gute Prozessoren, aber für zukünftige Games werdet ihr mit Coffee-Lakes immer am besten fahren.

i5 oder i7? TLDR-Antwort

Holt euch nur einen i7, wenn ihr ein High-End Rig bauen und zwei Grafikkarten im SLI-Modus betreiben wollt (oder die nötige Kohle übrig habt). Intel Core i5 Prozessoren sind für Mid-Range Systeme und „normales“ Gaming mehr als ausreichend. i7 Prozessoren haben aber grundsätzlich etwas mehr Leistung, als ihre i5 Kollegen (ohne Übertakten natürlich). Mit einem i5 seid ihr aber gut dabei!

Update: Auch mit der 9ten-Generation der Intel-CPUs hat sich an unserem Ergebnis nichts geändert. Eine Core i7-CPU wie der 9700K ist nur sinnvoll, wenn ihr für mehr Leistung ordentlich drauf legen wollt. Oder aber für alle, die häufig AAA-Games auf hohen Frameraten zocken wollen, anspruchsvolle Software ausführen, Videos bearbeiten oder 3D-Objekte rendern.

Somit ist auch in 2019 der i5 für die meisten Gamer die beste Wahl in Bezug auf Preisleistung.

Sogar ein Core i7 9700K schlägt den i5-9600K nur marginal, selbst ein i9-9900K macht leistungstechnisch beim Gaming kaum einen Unterschied. Wenn ihr also nicht unbedingt das letzte bisschen Quäntchen an Leistung braucht, dann gibt es für einen i7-9700K oder sogar i9 keinen Grund. Zumindest nicht für derzeitige PC-Spiele.

Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht! Lest weiter um zu erfahren, wo die wesentlichen Unterschiede zwischen i5 und i7 CPUs liegen. Gerade deswegen, weil Intel mit den Coffee-Lake CPUs erst kürzlich ihre 9te Prozessor-Generation auf uns losgelassen hat macht es Sinn, sich etwas genauer zu informieren. 

Folgendes Video zeigt euch noch das Duell zwischen den aktuellen i5, i7 und i9 Boliden:


i3 vs. i5 vs. I7: Die Hauptunterschiede kurz erklärt

In diesem Abschnitt erfahrt ihr kurz und knapp, wo die wesentlichen Unterschiede zwischen den Prozessor-Reihen i5 und i7 liegen. Das gibt einen groben Überblick und ihr könnt den darauffolgenden Abschnitt besser verstehen.

Folgende Tabelle zeigt euch die groben technischen Unterschiede zwischen den i5 und i7 Generationen (Desktop-CPUs!). Beachtet, dass die Kernanzahl und Threads je nach Modell variieren können, für die Desktop-CPUs sind diese Werte aber zutreffend.

CPU Familie

Prozessor-Generation

Anzahl Kerne / Threads

Core i7

8te Generation (Coffee-Lake)

6 Kerne / 12 Threads

Core i7

7te Generation (Kaby-Lake) und niedriger

4 Kerne / 8 Threads

Core i5

8te Generation (Coffee-Lake)

6 Kerne / 6 Threads

Core i5

7te Generation (Kaby-Lake) und niedriger

4 Kerne / 4 Threads

Die Coffee-Lake Generation der i5-Reihe kurz und kompakt

Der Core i5 der achten Generation ist eine super Option für alle, die einen Kompromiss zwischen Preis, Multi-Thread-Leistung und Taktung finden müssen. Der i5 kann mit dem Core i7 in Punkto in 3D-Rendering, Videobearbeitung oder Videocodierung nicht mithalten, aber wird euch für das Gaming oder leichtgewichtigen Anwendungen wie Photoshop genauso gute Dienste leisten (gleiche Taktung vorausgesetzt natürlich). Mit sechs Kernen seid ihr für neuere Spiele besser gerüstet, sobald diese von Multithreading mehr profitieren.

Die Coffee-Lake Generation der i7-Reihe kurz erklärt

Die sechs Kerne und 12 Threads des Core i7 der 8ten Generation sind ideal für jeden, die diese Power voll ausnutzen können. Obwohl Intel schon seit Jahren Sechskern-CPUs verkauft, waren frühere Sechs-Kern-Chips teurer als der Core i7-8700K, erforderten im Allgemeinen teurere Motherboards und man tauschte außerdem Taktrate gegen Kernanzahl. Es ist jedoch wichtig, sicherzustellen, dass Ihre Anwendungen alle sechs Kerne und 12 Threads nutzen können, bevor Sie den Trigger auf einem 8700K ziehen.

Intel's i3 Coffee-Lake-Prozessoren - was steckt dahinter?

Intel's Core i3-Chips sind die preisgünstigsten Coffee-Lake-Konsorten. Sie haben vier Kerne ohne Hyper-Threading, aber sie haben im Gegensatz zum i5 auch keinen Turbo-Boost - eine weitere Eigenschaft, die entfernt wurde, um ihre niedrigeren Preise zu rechtfertigen. Um dieses Defizit auszugleichen hat Intel dafür gesorgt, dass der i3-8350K und der i3-8100 mit soliden Grundtaktungen von 4 GHz und 3,6 GHz laufen. Was auch ganz lecker ist, sind die Preise. Ihr seid hier schon mit guten 100€ oder 170€ dabei.

Hier die wichtigsten Intel Coffee Lake CPUs in der Übersicht:

CPU

 Kerne

 Threads

Basis-Takt

Turbo

Cache

TDP

Preis

12

3,7 GHz

4,7 GHz

12 MB

95 W

um die 430 € (boxed)

6​​​

12

3,2 GHz

4,6 GHz

12 MB

65 W

um die 420 € (boxed)

6

6

3,6 GHz

4,3 GHz

9 MB

95 W

um die 300 €

6

6

2,8 GHz

4,0 GHz

9 MB

65 W

um die 230 € (boxed)

4

4

4,0 GHz

kein

6 MB

91 W

um die 180 €

4

4

3,6 GHz

kein

6 MB

65 W

um die 105 €


i5 oder i7 Monster: Direktvergleich & Leistungscheck der Flagschiffe (Coffee-Lake)

Lasst uns direkt mit einem grundlegenden Vergleich loslegen. Wie schlagen sich die aktuell fettesten i5 und i7 CPUs in bestimmten Disziplinen? Wir schauen uns allgemeine Leistung, technische Daten und Bottlenecking an.

Allgemeine Leistung: Ein grober Überblick

Schauen wir uns doch einfach mal die Leistung der beiden aktuell dicksten i5- und i7-Modelle in einem aktuellen Benchmark an. Ok, zugegeben das ist zwar nicht der genaueste Weg, um die Leistung einer CPU zu bestimmen, aber trotzdem bekommt man einen Gesamteindruck, wie es in der Praxis aussieht.

Für Gaming-Zwecke bringt euch der i7 nur geringfügige Leistungssteigerungen (Daten von: CPU.Userbenchmark.com)

Was direkt ins Auge fällt: Die Leistung der beiden CPUs liegt sehr nahe beieinander. Der i7 übertrifft den i5 nur geringfügig, nur im Bereich Multitasking muss der i5 Federn lassen. Schauen wir uns im Folgenden noch die wesentlichen technischen Daten der beiden CPUs an, damit wir genauer vergleichen können:

Intel i5 8600K

VS

Intel i7 8700K

LGA 1151 v2

Sockel

LGA 1151 v2

3,6 GHz

Basis-Clock

3,7 GHz

4,3 GHz

Turbo

4,7 GHz

6

Kerne

6

6

Threads

12

Ja

Multiplikator verfügbar?

Ja

9 MB

L3 Cache

12 MB

Intel UHD 630

Intere GPU

Intel UHD 630

95 W

TDP

95 W

7790

3D-Mark Grafik Score (mit GTX 1080)

8074

7311

3D-Mark Gesamt-Score (Non-OC)

8258

Nein

Hyper-Threading?

Ja

240 - 290 €

Preis

350 - 380 €

Den größten Unterschied sieht man aber sofort: Der Preis. Hierzulande kostet der Top Coffee-Lake i5 mal ungefähr geschmeidige 110€ weniger als der Top i7. Da muss man sich schon genau überlegen, ob man so viel Kohle ausgeben will.

Wie ihr sehen könnt, unterscheiden sich die beiden CPUs technisch gesehen nicht sonderlich: Die Basis-Clocks sind nahezu identisch, im Turbo-Modus holt der i7 etwas mehr raus, auch beim L3-Cache liegt der i7 vorne. Zudem unterstützt der i7 Hyper-Threading, was sich vor allem bei speicherhungriger Software bemerkbar macht. Bei den 3D-Mark Benchmarks übertrifft der i7 den i5 natürlich, dennoch liegen die beiden bei den Benchmarks wieder recht nahe beieinander.

Bottlenecking – Kackt der i5 im Vergleich zum i7 ab?

Bottlenecking bedeutet einfach ausgedrückt, dass eure CPU der GPU nicht mehr genau sagen kann, was und wann sie etwas rendern soll. Dadurch kann es zu Rucklern kommen, oder eure Grafikkarte kann nicht mehr Vollgas geben.

Ist das bei einem i5 der Fall und solltet ihr euch darüber Gedanken machen? Für die meisten unter euch ist die Antwort: Nein. Ihr müsst euch ehrlich gesagt nur dann Gedanken über Bottlenecking machen, falls ihr euch eine Grafikkarte holen wollt die viel neuer ist, als eure derzeitige CPU. Bottlenecking wird beim i5 auch dann zum Thema, wenn ihr mehrere Grafikkarten gleichzeitig betreiben wollt!

Ansonsten braucht ihr euch darüber keine Gedanken zu machen. Auf Bottlenecker.com könnt ihr beispielweise sehen, dass sogar die ältere i5-Reihe kaum Probleme mit einer GTX 1080 Ti haben wird.

Leichtes Bottlenecking merkt ihr kaum: Bedenkt außerdem, dass selbst geringfügige CPU-Engpässe (die beim Kombinieren eines i5 mit einer High-End-Grafikkarte auftreten können), keine große Sache sind. Es ist auf jeden Fall besser, eine leicht gebottleneckte (lol!) GTX 1080 zu haben, als einen i7 mit einer GTX 1070 zusammen zu werfen. Fakt ist, dass die i5-8600K selbst eine GTX Titan XP bei den meisten Games nicht bottlenecked.

Im Folgenden Video seht ihr beispielsweise, dass ein neuer i5 8400 selbst mit einer GTX 1080 Ti nur schwer an seine Grenzen kommt:


Gibt es FPS-Unterschiede bei bestimmten Games?

Das interessiert uns eh am meisten. Wie performen die beiden Topmodelle bei bestimmten Spielen? Schauen wir uns die (Ø)FPS-Zahlen an:

Assassin's Creed Unity (Ultra, 1920x1080) 

i5-8600K (Standard)

i7-8700K (Standard)

132,2 FPS
135 FPS

Star Wars Battlefronts 2

(Ultra, 1920x1080) 

i5-8600K (GTX 1080)

i7-8700K (GTX 1080)

152 FPS
158 FPS

Battlefield 1

(Ultra, 1920x1080) 

i5-8600K (GTX 1080)

i7-8700K (GTX 1080)

135 FPS
148 FPS

Forza Motorsport 7

(Ultra, 1920x1080) 

i5-8600K (GTX 1080)

i7-8700K (GTX 1080)

148 FPS
153 FPS

PlayerUnknown's Battlegrounds

(Ultra, 1920x1080) 

i5-8600K (GTX 1080)

i7-8700K (GTX 1080)

120 FPS
125 FPS

Ok, ok ich glaube ihr habt verstanden worauf wir hier rauswollen. Wir könnten hier auch noch ewig so weiter machen, es ändert sich auch bei GTA 5, Far Cry Primal oder Project Cars 2 nichts. Wie ihr seht hat der i7 natürlich immer leicht die Nase vorn (ohne OC), aber der i5 hat mehr als genug Performance für alle aktuellen Games.

Wenn ihr allerdings sehr viele RTS-Games spielt, dann könntet ihr mit einem i7 besser fahren (vor allem bei Ashes of Singularity). Wir haben uns hier bewusst nur etwas „anspruchsvollere“ Spiele angeschaut, für CS:GO und Overwatch braucht ihr sowieso keinen starken Prozessor.

Heftig: Folgendes Video zeigt, dass der aktuelle i5 8400 sogar problemlos mit einem i7 7700K mithalten kann. RIP i7 7700K (Kappa).

Um das ganze FPS-Thema abzuschließen: Zieht euch das folgende Video rein, da hängt ein übertakteter i5-8600K einen i7-8700K ab o.O:


i5 oder i7 bei Desktop-PCs: Weitere Unterschiede

Desktop Core i5- und i7-CPUs lassen sich in der Regel durch die Anzahl der unterstützten Threads und Taktraten unterscheiden. Während beide tendenziell die gleiche Anzahl an Prozessorkernen haben (sechs für die achte und neunte Generation und vier für ältere), unterstützen einige dank der Intel-Hyperthreading-Technologie zusätzliche Threads. Durch die doppelte Anzahl von Threads werden diese CPUs beim Multitasking besser.

Normalerweise unterstützen alle Core i7-CPUs Hyperthreading bei Desktop-Chips, bei Core i5ern ist das nicht der Fall. Bei den Chips der 8. Generation (wie dem Core i5-8600K und dem Core i7-8700K) traf das noch zu. In der neunten Generation ist Hyperthreading jedoch nur für die Core i9-Reihe reserviert, sodass der i7-9700K nur acht Threads unterstützt.

Bei den i5-CPUs wie dem i5-8400 findet ihr normalerweise auch niedrigere Taktraten, allerdings nicht wesentlich geringer. Hinzu kommen auch kleinere Cache-Größen, wodurch i5-CPUs bei sich wiederholenden Aufgaben nicht so gut abschneiden.

Durch zusätzliche Threads, höhere Taktraten und mehr Cache-Speicher bieten Core i7-CPUs wie der 8700K eine bessere Leistung, aber dies ist mit höheren Kosten verbunden. High-End-i7-Chips sind nämlich um einiges teurer, als beispielsweise Einsteigermodelle wie der neuere Core i5 9400F.


i5 vs i7 auf Laptops

Mobile Prozessoren in Gaming Laptops sind eine etwas andere Geschichte. Während Desktop i5-CPUs kein Hyperthreading bieten, kann man bei einigen Mobilversionen doch in den Genuss kommen. Dennoch sind Core i7-CPUs auch bei Laptops immer noch leistungsstärker. Während Core i5-CPUs der achten Generation vier Kerne haben und acht Threads unterstützen, haben die meisten Core i7-Chips sechs Kerne und 12 Threads.

Normalerweise könnt ihr einen mobilen Chip anhand seiner Namenskonvention erkennen. In einem High-End Gaming-Laptop findet ihr zum Beispiel einen Core i7-8750H. Wie die Desktop-Version (8700K) verfügt er über sechs Kerne und 12 Threads, die Taktrate ist jedoch deutlich niedriger, um niedrigere Temperaturen zu ermöglichen.

Ältere Mobile-CPU Generationen haben eine geringere Anzahl von Kernen und Threads. Allerdings sind die Leistungsunterschiede zwischen Core i5- und i7-CPUs über Generationen hinweg in etwa vergleichbar: Oft bleibt die Kernanzahl gleich, Threads hingegen weniger.

Taktraten von Core i7 Prozessoren übertreffen tendenziell die ihrer Core i5-Gegenstücke und genau wie bei den Desktop-Chips haben Core i7er oft größere Caches.

Manchmal können Core i5-CPUs auch höhere Taktraten aufweisen, als ein i7-Chip. Was bedeutet das?

Ein Quad-Core mit hoher Taktrate schlägt einen Sechs-Core mit niedriger Taktrate in Anwendungen, in denen nicht viele Kerne verwendet werden. Dennoch ist der Sechs-Kern-Prozessor in Anwendungen die dies tun schneller und kann Multitasking besser ausführen. Wenn der Sechs-Kerner mehr Kerne und eine höhere Taktrate hat, ist er immer schneller.

Wie bei Desktop-Chips sind Core i7-CPUs auch bei Laptops in der Regel viel teurer. Auch hier gilt das gleiche Prinzip: Holt euch nur einen Gaming Laptop mit i7-Prozessor, wenn ihr die zusätzliche Leistung wirklich braucht.


i5 oder i7: Brauche ich wirklich mehr Kerne und mehr Threads?

Insgesamt unterscheiden sich Core i5- und Core i7-Chips dahingehend, wie sie Informationen verarbeiten.

i5-Prozessoren haben in der Regel weniger Kerne und können daher weniger gleichzeitige „Threads“ unterstützen. Diese „Threads“ werden von Programmen verwendet, um mehrere Aufgaben gleichzeitig zu verwalten, anstatt alles einzeln in eine Warteschlange zu stellen.

Mit anderen Worten: i5 CPUs sind nicht so gut im Multitasking. Trotzdem sind sie für die meisten von uns großartig und vor allem für Gamer vollkommen ausreichend. Aus diesem Grund empfehlen wir den Core i5-8400 oft auch als gute Intel-CPU für Einsteiger (oder jetzt den neueren i5-9400F).

Hyperthreading bei i7-CPUs verdoppelt die Anzahl der Threads, die die CPU verarbeiten kann. Obwohl diese „virtuellen Kerne“ nicht so leistungsfähig sind wie physische Kerne, erzielt man dennoch ein Leistungsplus. Wenn euer Rechner gleichzeitig mehrere prozessorintensive Aufgaben ausführen muss, erzielen CPUs mit vielen Kernen und vielen Threads eine bessere Leistung.

Dementsprechend "braucht" ihr diese Zusatzleistung fürs Gaming nicht zwangsläufig, ein nettes Extra ist es aber allemal.


Welcher i5-Prozessor ist der beste fürs Gaming?

Wir loben hier den i5 in den Himmel, aber welche Prozessoren empfehlen wir euch denn nun aktuell? Schaut euch die folgenden CPU-Tipps an, wenn wir wissen wollt, welche Modelle sich derzeit bei der i5-Reihe lohnen:

i5 9600K: Der Highend Coffee-Lake Prozessor für Performance-Freaks

Der i5-9600K ist das derzeitige Flagschiff der i5-Reihe. Etwas stärkeres bekommt ihr hier derzeit nicht und das Teil kann locker mit jedem i7 mithalten. Von uns gibt's eine absolute Kaufempfehlung für alle, die das nötige Kleingeld rumfliegen haben und sich was gönnen wollen. Mit diesem Monster seid ihr erstmal ausgerüstet und habt eure Ruhe.

i5 9400F: Der NEUE Preisleistungs-König im Coffee-Lake für Nicht-Übertakter

Der neue i5-9400F bietet euch ein kleines Upgrade zum i5-8400 und ist oft sogar günstiger zu haben. Für neue Einsteiger-Builds derzeit DIE Gaming CPU.

Diese sollte eure erste Wahl sein, falls ihr ein Schnäppchen machen wollt.

i5 8400: Der alte Preisleistungs-König im Coffee-Lake für Nicht-Übertakter

Um PCGamesn.com sinngemäß zu zitieren: „Vergesst all die reißerischen Overclocking-Werte, der i5 8400 ist DER Prozessor für Zocker. Die K-Serie des i5 macht beim Gaming kaum einen Unterschied“. Fakt ist: Der i5 8400 wird für die meisten von euch immer noch eine Top Gaming CPU für die nächsten Jahre sein. Für alle die nicht Übertakten wollen: Gute Alternative zum 9400F.

Intel Core i5-7600K: Kaby-Lake Preisleistungs-Empfehlung

Wenn ihr noch ein „altes“ Z270 Mainboard habt und euren Prozessor upgraden wollt, dann empfehlen wir euch den i5-7600K. Die neuen Coffee-Lakes laufen nämlich nur mit den neuen Z370 Chipsätzen. Selbst für Leute die keinen Bock auf Übertakten haben, ist der i5-7600K aus der Kaby-Lake Generation immer noch ein Toptipp!

Einen „Budget“ i5 gibt es tatsächlich nicht wirklich, da müsst ihr wohl am ehesten auf einen Intel Core i3-8100 runtergehen, damit ihr mit rund 100€ dabei sein könnt. Der i5 ist eine Mittelklasse CPU. Falls ihr eh plant ein neues System zu bauen, schaut unbedingt in unseren aktuellen CPU Vergleich rein. Dort geben wir auch alternative Empfehlungen für i7 CPUs und AMD Ryzen Prozessoren.

Was ist besser - i5/i7 der 7ten (Kaby-Lake) oder 8ten (Coffee-Lake) Generation?

Um diese Frage fix zu beantworten, schaut euch einfach mal folgende Tabelle an. Die Tabelle zeigt, welche Leistungsverbesserung ihr erwarten könnt, falls ihr euren i5 oder i7 von Kaby- auf Coffee-Lake aufrüstet. Das Ergebnis ist für uns Gamer recht ernüchternd:

Eure Aktuelle CPU

Prozessor-Generation

Hauptverwendung CPU

Leistungsverbesserung?

Core i5

7te Generation (Kaby-Lake) und niedriger

Desktop Gaming

Gering bis gar keine

Core i5

7te Generation (Kaby-Lake) und niedriger

Büroarbeiten, Surfen, Word, Excel, Uni

Keine

Core i5

7te Generation (Kaby-Lake) und niedriger

Multi-Threading Anwendungen / Software

Hoch

Core i7

7te Generation (Kaby-Lake) und niedriger

Desktop Gaming

Keine

Core i7

7te Generation (Kaby-Lake) und niedriger

Büroarbeiten, Surfen, Word, Excel, Uni

Keine

Core i7

7te Generation (Kaby-Lake) und niedriger

Multi-Threading Anwendungen / Software

Mittel bis Hoch

Zusammenfassung: Wenn ihr wirklich nur Zocken wollt an eurem PC, dann wird euch ein Core i5 der achten Generation im Vergleich zu den bisherigen Quad-Core-Chips kaum Vorteile bieten. Aktuelle Spiele skalieren derzeit noch kaum über vier Kerne hinaus. Genau gleich sieht es für den i7 aus, wobei es da noch krasser ist, vor allem wegen des Preises. Extremetech.com spricht von einem Performancezuwachs von 4-8% für jede 2 Generationen zwischen eurer derzeitigen CPU und den Coffee-Lakes.

Aber Achtung: Das neue DirectX 12 wird Gaming auf lange Sicht gesehen definitiv mehr Multi-Core freundlich machen.

Bedeutet für euch: Wenn ihr derzeit sowieso schon auf einem Core i5 / i7 der 6. oder 7. Generation unterwegs seid, wird euch ein Chip der 8. Generation wahrscheinlich performancetechnisch fürs Gaming wenig bringen und die Leistung kaum verbessern.

Wenn ihr sowieso aufrüsten wollt oder euch einen neuen Rechner baut, empfehlen wir euch natürlich die neue i5-Generation mit 6 Kernen, anstatt der älteren Quad-Core-Variante.

Update: Das gleiche gilt für die i5 Prozessoren der 9. Generation - diese lohnen sich bei neuen PCs auf jeden Fall, upgraden lohnt sich hier nicht.


Wann lohnt sich ein i7?

Nun haben wir hier den i7 so geflamed. Lohnen sich die Teile denn überhaupt? Aber klar, i7 Prozessoren sind vor allem dann empfehlenswert, wenn ihr folgende Dinge mit eurem PC vorhabt:

  • Betrieb von 2 Grafikkarten gleichzeitig im SLI- bzw. X-Fire-Verbund
  • Krasses Übertakten bei Highend Gaming PCs
  • Ihr habt einfach Bock auf kranke Leistung
  • Anspruchsvolle Bildbearbeitung, Videobearbeitung, 3D-Rendering
  • Ihr wollt das alles gleichzeitig machen 😉
  • Streaming: i7-CPUs sind für Streamer generell besser geeignet
  • ticket
    Ihr zockt sehr viele anspruchsvolle RTS-Spiele oder Simulationen

Fazit: Solltet ihr euch einen i5 oder einen i7 kaufen?

Das o4g-Fazit

Das hängt ganz von euren Präferenzen ab, da beide Prozessor-Typen Vor- und Nachteile haben. Wir empfehlen für die meisten von euch ganz klar den i5, vor allem da die i5-CPUs der neuen Generation (Coffee-Lake) vergleichbar mit den alten i7ern aus der 7ten-Generation sind. Während die Gesamtleistung eures Systems von vielen Einzelfaktoren bestimmt wird, wird ein Core i5-Prozessor eure Gaming-Performance meist nicht einschränken und der Unterschied zum i7 ist gering.

Wann ein i7 Sinn macht: Ein Core i7 macht nur dann Sinn, wenn es euch nichts ausmacht mehr Kohle für mehr Leistung zu bezahlen. Oder natürlich für Anwender, die oft extrem anspruchsvolle Software ausführen und Vollzeit-Streamen. Vor allem bei der 1080p Video-Encodierung macht sich ein i7 bemerkbar, darüber hinaus wenn man viele Applikationen gleichzeitig laufen lässt und nebenbei noch streamt.

Hyper-Threading ist Nice-to-Have, aber nicht notwendig: Die Auswirkung von Hyper-Threading eines i7 auf eure Systemleistung ist bemerkbar, hängt jedoch stark von der Software ab. Nur Anwendungen, die speziell dafür ausgelegt sind mehrere Threads zu nutzen, werden von der Leistungssteigerung profitieren. Beim Gaming merkt man davon meistens (noch) nichts.

Welche CPU empfehlt ihr für neue Systeme? Wenn ihr euch ein neues System baut empfehlen wir euch sowieso Coffee-Lake CPUs, da die Preisunterschiede zu Kaby-Lakes (7te Generation) nicht wirklich groß sind. Ihr bekommt bei Coffee-Lakes einfach mehr für euer Geld und seid für die Zukunft gerüstet. Leistungshungrigere Games, die mehr als 4 Threads verwenden, werden sich über euren neuen Coffee-Lake freuen.

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