Mechanische Tastatur Test 2020: Die besten mechanischen ​Tastaturen im Vergleich (Kaufberatung)

mechanische tastatur im test
Zuletzt aktualisiert am: 03.12.2019

Die Investition in die beste mechanische Tastatur, kann euer gesamtes Spielerlebnis verändern. Mechanische Tastaturen haben durch die verschiedenen Switches einfach ein charakteristisches Erscheinungsbild und jede Tastatur bekommt ein Stück eigene Persönlichkeit.

Auch wenn ihr euer Keyboard nicht fürs Gaming verwendet, bietet der Wechsel zu einer mechanischen Tastatur einige Vorteile. Viele Anpassungsoptionen, höhere Verarbeitungsqualität, unterschiedliche Schalter und hochwertigere Materialien wären nur ein paar davon.

Damit ihr aber das für EUCH richtige Modell findet, bekommt ihr hier mechanische Tastaturen für alle Preisklassen und Zwecke. Ab geht's!


Mechanische Tastatur Test: Die besten ​Modelle in der Übersicht

Im Folgenden gibt es unsere Topempfehlungen in der Kurzübersicht. Dies ist keine Rangliste für mechanische Tastaturen, sondern preislich aufsteigend geordnet. Ergo günstigere Modelle oben, teurere weiter unten. Unter dieser Bestenliste findet ihr noch eine Einzelkritik für jede mechanische Tastatur, sowie eine ausgiebige Kaufberatung.

Redragon K552 Kumara

Extrem günstig und perfekt für alle, die in die Welt der guten mechanischen Tastaturen einsteigen wollen. Preisleistung pur!

Beste günstige mechanische Tastatur

Royal Kludge RK61

Eine sehr günstige mechanische 60% Bluetooth Tastatur mit sehr guter Verarbeitung. Für unter 60 Euro ein Schnapper!

Beste günstige 60%-Tastatur

HyperX Alloy Elite RGB

Die Alloy Elite hat alles was ihr braucht und das zu einem fairen Preis. Cherry Red, Blue und Browns zur Auswahl! Mechanische Tastatur mit vielen Extras.

Mechanische Tastatur mit Top Preisleistung

Varmilo VA87M

Kompakte mechanische Tastatur ohne NumBlock, super fürs Modden und perfekt für Vielschreiber. Cherry-MX Switches und PBT-Tastenkappen.

Beste für Vielschreiber und Coder

Corsair K70 RGB MK.2 SE

PBT-Keycaps, Alurahmen, Cherry-Speeds, RGB, Mediatasten und einzigartiger Look. Sehr hochwertig und perfekt für Gamer. Auch in Schwarz zu haben wer kein Weiss mag.

Beste mechanische Tastatur unter 150 Euro

Ducky ONE 2 TKL

Eine der hochwertigsten mechanischen Tastaturen auf dem Markt. Anpassbar, alle gängigen MX-Switches und viele Extras.

Die stylishste mechanische Tastatur

Kinesis Freestyle Edge RGB Split

Ein wahrer Exot unter den Tastaturen. Ein geteiltes Keyboard für perfekte Ergonomie. Sehr vielseitig programmierbar und mit Cherry-Switches.

Beste ergonomische mechanische Tastatur

SteelSeries Apex Pro

Super flexibel durch anpassbaren Hubweg. Dazu gibt's eine magnetische Handballenablage, OLED-Display, Alu, RGB und natürlich mechanische Schalter.

Featurekönig

Massdrop CTRL

Absolutes Highend-Modell unter den Tastaturen für alle, die gerne rumbasteln mit ihren Switches. RGB, Makros, Alu und 2x USB. Nur leider extrem teuer!

Beste Highend für Tüftler

Hinweis: Alle die noch etwas günstigere Alternativen oder Membrantastaturen suchen, sollten in unseren Gaming-Tastatur Test reinschauen.


Im Folgenden gehen wir näher auf alle Topempfehlungen ein und erklären euch Vor- und Nachteile, sowie Besonderheiten jeder mechanischen Tastatur.

1. Redragon K552 Kumara

Wichtige Eckdaten:

  • Switches: Outemu Blue
  •  Beleuchtung: Ohne, Rot
  • Größe: Tenkeyless (TKL)
  • Handballenablage: Nein
  • Mediakontrolle: Über FN-Tasten
  • USB-Passthrough: Nein
  • Gewicht: 1000g
  • Preis: Ab 40 Euro
  • Sehr günstiger Preis
  • Kompaktes Tenkeyless 
  • Erhältlich ohne RGB
  • Keycaps weniger hochwertig
  • Hässliches Redragon Logo
  • Wenig Features

Unser Einsteigermodell. Diese mechanische Tastatur hat 87-Tasten und kommt ohne Num-Block daher. Redragons Behauptung, diese Tastatur sei „wie ein Panzer gebaut“, scheint zu stimmen. Eine Metallplatte hält die Schalter, das kräftige ABS-Gehäuse gibt bei Druck nicht nach. An der Unterseite gibt es noch gummierte Füße, was man in dieser Preisklasse seltener sieht.

Bei den mitgelieferten Schaltern handelt es sich um Outemu-Blues mit einer Betätigungskraft von ungefähr 55 g und einer hervorragenden Verarbeitungsqualität. Outemu-Blues sind definitiv mit einem Cherry-Switch vergleichbarer als ein Kaihl oder Razer-Switch, denn die Stabilisatoren sind plattenmontiert. Leider gibt es hierzu keine Alternativen und Blue-Switches sind bekanntlich etwas lauter.

Das Kabel ist lang genug und obwohl es nicht geflochten ist, ist es extrem dick (leider nicht abnehmbar). Insgesamt ist die Verarbeitungsqualität für diesen Preis fantastisch (die unbeleuchtete Variante gibt es teils schon für unter 25 Euro), abgesehen von den weniger überzeugenden Tastenkappen.

Aber in der Praxis überzeugt das Kumara, egal ob fürs Gaming oder Tippen. Zudem verfügt es über ein vollständiges N-Keyrollover und Anti-Ghosting und bietet ein angenehmes akustisches Feedback. Dies ist definitiv ein Upgrade gegenüber einer Membran-Tastatur.

Außerdem sieht das Ding noch gut aus und hat einige sinnvolle Funktionen, einschließlich "12 Medientasten" (Fn + Funktionstasten), Windows-Tastensperre und einer seltsamen Option zum Wechseln zwischen WASD und den Pfeiltasten.

Von uns ganz klar eine Preisleistungsempfehlung für alle, die mechanische Tastaturen mal testen wollen und nicht zu viel Geld ausgeben möchten. Für den aktuellen Preis eine gute mechanische Tastatur!


2. Royal Kludge RK61

Wichtige Eckdaten:

  • Switches: Kailh Blue, Brown
  •  Beleuchtung: Gelb oder Blau
  • Größe: 60%
  • Handballenablage: Nein
  • Mediakontrolle: Nein
  • USB-Passthrough: Nein
  • Gewicht: 740g
  • Preis: Ab 55 Euro
  • Günstiger Preis
  • Sehr kompakt
  • Wireless mit PBT-Keycaps
  • Nur Kailh-Switches
  • Layout nicht für jedermann
  • Keine Makros oder Programmierung

Wenn ihr ein extrem kleines und kompaktes 60%-Keyboard sucht, dann schaut euch das Royal Kludge RK61 an. Hier bekommt ihr wirklich nur das nötigste an Tasten (61 an der Zahl) und habt nicht mal F-Tasten. Aber genau das wollte Royal Kludge mit dieser mechanischen Tastatur haben.

Das RK61 ist ein weiteres günstiges Modell in unserer Bestenliste (zumindest für eine mechanische Tastatur)und auch die einzige Bluetooth-Tastatur im 60%-Layout. Zudem könnt ihr natürlich auch das mitgelieferte USB-Kabel verwenden, um euren PC mit der Tastatur zu verbinden und den 10-stündigen Akku wieder zu laden. Oben seht ihr das Bild der weißen Version mit blauer Hintergrundbeleuchtung, aber es gibt das Ding auch in Schwarz mit gelber Hintergrundbeleuchtung.

Bezüglich der Schalter habt ihr hier "nur" die braunen oder blauen Kailhs zur Auswahl. Bei diesem Modell handelt es sich um die neue 2.0-Version, wobei ein Pfeiltasten-Cluster auf der Fn-Ebene hinzugefügt wurde. Dies war nach der Veröffentlichung der ersten Version der Tastatur die am häufigsten verlangte Funktion.

Der eingebaute Akku verleiht der Vollkunststoffkonstruktion etwas Gewicht, das Gehäuse ist stabil und fühlt sich nicht billig an. Trotz hochwertiger PBT-Tastenkappen gefallen uns die seltsame Schriftart und ein paar schärfere Kanten nicht so gut. Es ist dennoch ein interessantes Design, da sie oben ziemlich dick und matt, an den Seiten aber glänzend sind. An der Unterseite gibt es dann noch vier Gummifüße für einen besseren Stand. 

Trotz der kleinen Größe habt ihr auch hier mit der FN-Taste Zusatzfunktionen, die auf den Tastenkappen aufgedruckt sind. Da es sich um ein 60% -Layout handelt, werdet ihr diese auch häufiger nutzen. Leider fehlt hier eine Makro- oder Programmierfunktion, wie man sie bei anderen Tastaturen dieser Größe manchmal sieht.

Außerdem kann die RK61 über Bluetooth gleichzeitig eine Verbindung zu bis zu drei Geräten herstellen. Durch Drücken der Fn-Taste mit Q, W oder E wird dann zwischen den Geräten umgeschaltet. Durch Drücken von Fn + P wird der Pairing-Modus gestartet.


3. HyperX Alloy Elite RGB

Wichtige Eckdaten:

  • Switches: Cherry Rot, Blau, Braun
  •  Beleuchtung: Voll RGB
  • Größe: 100%
  • Handballenablage: Ja
  • Mediakontrolle: Ja
  • USB-Passthrough: Ja
  • Gewicht: 1600g
  • Preis: Ab 115 Euro
  • Sehr viele Features
  • Cherry MX-Switches
  • Vollstahl-Rahmen
  • Teilweise nervige Software
  • Etwas teurer
  • Keine Makrotasten

Die Alloy Elite RGB von HyperX ist die erste mechanische Tastatur in unserer Liste mit zahlreichen Funktionen und "echtem" RGB. Daher definitiv für Gamer ausgelegt, aber zu einem durchaus fairen Preis. 

Es verfügt über dedizierte Medientasten, darunter ein großes Scroll-Lautstärkerad, eine abnehmbare Handballenauflage und praktischen zusätzlichen Schnellzugriffstasten, mit denen ihr beispielsweise die Helligkeit einstellen oder den Gamingmodus mit einem einzigen Tastendruck umschalten können. Leider fehlen uns hier die dedizierten Makrotasten, obwohl die Tastatur speziell für Gamer ist.

Bei den Schaltern habt ihr schöne Auswahl zwischen den wichtigsten Cherry-Switches: Von lauten, klickenden Blues, über taktile Browns bis zu flüsterleisen Reds. Wenn ihr also echte Cherries haben wollt, dann fahrt ihr mit dieser mechanischen Tastatur richtig. Nettes Gimmick: HyperX legt hier noch einen Satz titanfarbener Tastenkappen mit einer strukturierten Oberfläche bei, die WASD und die ersten vier Zifferntasten ersetzen.

Aber auch die Qualität stimmt bei der Alloy Elite. Hier wurde ein robuster, langlebiger Stahlrahmen als Basis verwendet, der selbst den schlimmsten Wutanfällen standhält. Nicht nur stabil, sondern durch die magnetische Handballenablage auch noch sau bequem fürs Zocken.

Wir denken: Eine geniale mechanische Gaming-Tastatur ohne unnötige Extras, die den Preis künstlich erhöhen würden.


4. Varmilo VA87M

Wichtige Eckdaten:

  • Switches: Alle gängigen Cherry
  •  Beleuchtung: Weiß
  • Größe: TKL (Tenkeyless)
  • Handballenablage: Nein
  • Mediakontrolle: Via FN-Taste
  • USB-Passthrough: Nein
  • Gewicht: 900g
  • Preis: Ab 130 Euro
  • Sehr hochwertige PBT-Tastenkappen
  • Alle gängigen Cherry MX-Switches
  • Abnehmbares USB-Kabel
  • Schwer zu bekommen in Europa
  • Teuer
  • Wenig Gaming-Features

Mal eine etwas andere TKL-Tastatur, denn hier bekommt ihr nicht die "klassischen" Gaming-Features. Wenn ihr aber eine extrem einzigartige, anpassbare und hochwertige mechanische Gaming-Tastatur sucht, dann schaut sie euch an.

Die Varmilo VA87M ist mit vielen verschiedenen Schaltertypen erhältlich, darunter Cherry MX Clear, MX-Braun, MX-Blau, MX-Schwarz, MX-Rot und mehr. Wenn ihr noch nicht wisst welche Schalter euch gefallen, empfehlen wir Cherry MX-Browns, da ihr hier Taktilität ohne zu viel Lärm bekommt. Achja, NKRO und Anti-Ghosting gibt es hier natürlich auch.

Außerdem kommt die VA87M mit einer Vielzahl von coolen Tastensätzen daher (damit könnt ihr sie mit euren Wunschfarben ausstatten), sie wird mit einem abnehmbaren Mini-USB-Kabel sowie einem Keycap-Entferner geliefert und funktioniert mit Windows und Mac. Leider ist die VA87M nicht vollständig programmierbar, verfügt jedoch über eindeutig gekennzeichnete Mediatasten und ihr könnt einige Funktionen anpassen.

Darüber hinaus zeichnet sich die Varmilo VA87M durch hervorragende Verarbeitungsqualität und ein kompaktes, minimalistisches Design aus. Das solide Gehäuse gibt auch bei Druck nicht nach (im Gegensatz zu vielen der von uns getesteten billigeren mechanischen Tastaturen) und verursacht auch beim Tippen keine störenden oder unangenehmen Nebengeräusche. Hochwertige Cherry-Stabilisatoren verhindern außerdem, dass Shift oder Leertaste während des Tippens klappern.

Außerdem ist das sehr flache Gehäuse besser für eure Handgelenke als eine Tastatur mit einer steileren Neigung oder einem höheren Profil. Dennoch gibt es an der Unterseite Füße zum Aufstellen, falls ihr die braucht.

Die hochwertigeren PBT-Tastenkappen der Varmilo unterscheiden diese Tastatur von mechanischen Tastaturen mit dünneren ABS-Tastenkappen, die sich nicht nur billiger anfühlen, sondern auch so klingen. Falls ihr also eine extrem hochwertige mechanische Tastatur ohne Schnickschnack sucht, deren Tastenkappen sich beim Gebrauch nicht abnutzen oder glänzend und rutschig werden, dann greift zu.


5. Corsair K70 RGB MK.2 SE

Wichtige Eckdaten:

  • Switches: MX-Speed
  •  Beleuchtung: RGB
  • Größe: 100%
  • Handballenablage: Ja
  • Mediakontrolle: Ja
  • USB-Passthrough: Ja
  • Gewicht: 1250g
  • Preis: Ab 135 Euro
  • PBT-Tastenkappen
  • Sehr viele Features
  • Stabiler Alu-Rahmen
  • Teuer
  • Nur MX-Speed Schalter
  • Nur schwer zu bekommen

Klar, die K70 MK.2 SE von Corsair ist keine günstige mechanische Tastatur, aber bekommt ihr etwa nichts für euer Geld?

Wie wäre es mit einem Rahmen aus gebürstetem Aluminium, Cherry MX Speed (Silber) Schalter, individuelle RGB-Beleuchtung pro Taste, PBT-Tastenkappen, integrierter Onboard-Speicher, USB-Anschluss, Multimedia-Steuerung, Anti-Ghosting und N-Keyrollover, einer abnehmbaren Handballenauflage um nur die wichtigsten Features zu nennen.

Hier findet ihr alle Funktionen, die euch wünschen könnt und noch mehr. Außerdem ist das mit Abstand eine der schönsten Tastaturen, die wir je gesehen haben. Das einzige Problem ist, sie sauber zu halten. Hier wäre vielleicht eine Abdeckung zum Schutz nett gewesen? Jedenfalls werdet ihr das Ding wohl wegen der weißen Keycaps öfter mal reinigen müssen und solltet ihr keine Chips futtern, wenn ihr damit zockt.

Auch die Verarbeitung kann sich sehen lassen. Das Gehäuse besteht aus gebürstetem Aluminium, wodurch es eine wirklich atemberaubende Optik bekommt. Dreht das Teil um und ihr werdet sehen, dass auch die Unterseite ziemlich gut aussieht. Es gibt zwei Kabelführungskanäle sowie vier große Gummifüße. Die Handballenauflage rastet hier ebenfalls ein und hat drei kleine Gummigriffe.

Aber die Tastatur hat nicht nur Optik zu bieten. Mit iCUE könnt ihr jede einzelne Taste programmieren, Makros erstellen und mehr. Die MX Silver Switches sind auf blitzschnelle Betätigung ausgelegt und eignen sich hervorragend für Spiele. Sie haben einen kürzeren Hubweg als MX Reds, fühlen sich aber ähnlich linear an. Das Tippen erfordert weniger Kraft und Bewegung als bei den meisten anderen Schaltertypen. Dadurch fühlen sie sich schnell und sehr reaktionsschnell an.

Corsair hat hier sehr viel richtig gemacht und bietet zu diesem Preis eine hervorragende mechanische Tastatur mit jeder Menge Extras an. Falls die weiße Version mal wieder ausverkauft ist oder ihr kein weiß mögt, gibt es die MK2 auch in Schwarz (nur leider ohne PBT-Keycaps).


6. Ducky ONE 2 TKL

Wichtige Eckdaten:

  • Switches: Alle gängigen Cherry
  •  Beleuchtung: RGB
  • Größe: TKL
  • Handballenablage: Nein
  • Mediakontrolle: Eingeschränkt
  • USB-Passthrough: Nein
  • Gewicht: 1350g
  • Preis: Ab 150 Euro
  • Extrem hochwertige Verarbeitung
  • Viele verfügbare Switches
  • Cooles Custom-Design
  • Sehr teuer
  • Etwas wenig Features für den Preis
  • Fummelige Programmierung

Die Ducky One 2 TKL gehört ohne Zweifel zu den besten mechanischen Gaming-Tastaturen auf dem Markt. Wie bei den meisten mechanischen Tastaturen gibt es auch die Ducky One 2 mit einer Reihe von Cherry MX-Switches: Von Reds, Blue, Brown über Silent-Reds, Black und Speed-Silver. Gerade diese Auswahl an verschiedenen Switch-Typen gefällt uns sehr gut.

Aber das Ducky One 2 ist so viel mehr als nur eine Tastatur mit Cherry-Switches. Zum Einen hat es eines der unscheinbarsten und coolsten Designs, die wir bislang gesehen haben. Von seinem eleganten Schriftzug bis zu seinem schlichten schwarz-weißen Gehäuse, sowie den einzelnen farbigen Zusatztasten. Ducky hat die One 2 auch vollständig frei von Logos gehalten und sogar die dekorative Leertaste kann dank der Fülle an Ersatztasten (die im Lieferumfang enthalten sind) gegen eine komplett schwarze Leertaste ausgetauscht werden.

Zudem ist das USB-Kabel abnehmbar, an der Unterseite gibt es Kabelkanäle und die Aufstellfüße sind in zwei Höhen einstellbar. Zugegeben, für den Preis hätten wir Dinge wie einen USB-Passthrough sowie mehr dedizierte Medientasten als eine Stummschalttaste und Lauter- und Leiser-Tasten erwartet. Eine Handballenablage wäre auch nett gewesen.

Das Gleiche gilt für das Aufnehmen von Makros, was wirklich ein Krampf ist (in der Software könnt ihr nur das RGB anpassen). Wenn euch das aber nicht stört, findet ihr hier eine extrem stylishe TKL-Tastatur ohne großen Schnickschnack. Eine Top-Alternative für alle die eine Handballenablage und etwas Geld sparen wollen, ist übrigens die Fnatic Streak TKL.


7. Kinesis Freestyle Edge RGB Split

Wichtige Eckdaten:

  • Switches: MX-Red, Blue, Brown
  •  Beleuchtung: RGB
  • Größe: Spezial 75%
  • Handballenablage: Ja
  • Mediakontrolle: Via FN-Taste
  • USB-Passthrough: Nein
  • Gewicht: 1130g
  • Preis: Ab 220 Euro
  • Ergonomisches Design
  • Sehr viele Features
  • Gut bei Handgelenkproblemen
  • Extrem teuer
  • Frickelige Software
  • Nimmt recht viel Platz weg

Das Freestyle Edge RGB von Kinesis Gaming ist zwar schweineteuer, aber tut etwas, was man nur sehr selten findet. Hiermit können Gamer, die eine ergonomische Tastatur wollen oder diese aufgrund bestehender Verletzungen sogar brauchen, endlich auch in den Genuss von anpassbaren Profilen, Makrotasten und buntem RGB kommen.

Der Freestyle Edge RGB verbessert eine Reihe von Funktionen des ersten Freestyle Edge, ist jedoch ein Upgrade des ursprünglichen Modells. Die geteilte Tastatur besteht wie die original Freestyle aus zwei Halbtastaturen aus hartem, mattgrauem Kunststoff. Die Hälften sind mit bis zu 50cm geflochtenen Kabeln verbunden, sodass ihr genügend Spielraum habt.

Das sehr spezielle 75%-Layout hat eine ähnliche Anzahl von Tasten wie ein Tenkeyless, jedoch in einer engeren Anordnung. Wenn ihr überlegt, eine "geteilte" Tastatur zum ersten Mal auszuprobieren solltet ihr wissen, dass der Übergang dazu Zeit, Geduld und Übung erfordert. Die Belohnung dafür: Ein weniger anstrengendes Tipp- und Gamingerlebnis könnte es wert sein, insbesondere wenn ihr bei langen Zockersessions Schmerzen im Handgelenk, Unterarmen, Schulter oder Rücken bemerkt.

Neben hochwertigen Cherry-Switches bekommt ihr hier noch neun dedizierte Makrotasten und eine extrem bequeme fluffige Handballenablage. Leider vermissen wir auch hier für den Preis einen USB-Passthrough.


8. SteelSeries Apex Pro

Wichtige Eckdaten:

  • Switches: SteelSeries OmniPoint
  •  Beleuchtung: RGB
  • Größe: TKL
  • Handballenablage: Ja
  • Mediakontrolle: Via OLED-Display
  • USB-Passthrough: Ja
  • Gewicht: 771g
  • Preis: Ab 210 Euro
  • Einzigartige Features
  • Extrem hochwertig verarbeitet
  • Innovativ
  • Extrem teuer
  • Nur 1 Switch-Typ
  • Keine PBT-Keycaps

Wenn ihr wirklich innovative und einzigartige Features bei einer mechanischen Tastatur sucht, dann schaut euch die Apex Pro von SteelSeries an. Denn diese Bestie einer Gaming-Tastatur zeichnet sich nicht nur durch eine robuste, durchdachte und attraktive Bauweise aus, sondern auch durch neue, vom euch selbst einstellbare magnetische Schalter.

Ja ihr lest richtig: Ihr könnt den Auslösepunkt der meisten Tasten auf dieser Tastatur individuell einstellen (zwischen 0,4-3,6 mm), damit sich das Tipp- und Gamingerlebnis so anfühlt, wie ihr es wollt. SteelSeries selbst behauptet hier, dass die sogenannten OmniPoint Switches eine Reaktionszeit von 0,7 Millisekunden und einen Auslösepunkt von nur 0,4mm haben (im Vergleich dazu sollen Cherry-Speeds 5ms und 1,2mm haben). Ob man das jetzt Ingame merkt bezweifeln wir, außer ihr habt eine gottgleiche Reaktionsfähigkeit. Zudem halten euch diese (übrigens sehr leisen) Schalter ganze 100 Millionen Anschläge.

Aber damit nicht genug. Ihr bekommt Kabelmanagement-Kanäle an der Unterseite, eine magnetische Handballenablage, einen USB-Passthrough und ein einzigartiges OLED-Display zur Kontrolle der Einstellungen, dem Hubweg und Mediasteuerung. Leider fehlen uns für das Geld hier PBT-Keycaps, das hätte auf jeden Fall drin sein müssen.

Bezüglich der Verarbeitung kann man nicht meckern, eine Aluminiumplatte verstärkt die Oberseite der Tastatur und sorgt für genügend Stabilität. Somit hat das Apex Pro fast alles, was man sich wünschen kann. Falls ihr also nach Switches mit "On-the-Fly" verstellbarem Hubweg sucht, dann schaut euch das Teil an.


9. Massdrop CTRL

Wichtige Eckdaten:

  • Switches: Cherry und Halo Variante
  •  Beleuchtung: RGB
  • Größe: TKL
  • Handballenablage: Nein
  • Mediakontrolle: Nein
  • USB-Passthrough: Nein
  • Gewicht: 960g
  • Preis: Ab 250 Euro
  • Austauschbare Schalter
  • Komplett individualisierbar
  • Abnehmbares Kabel
  • Extrem teuer
  • Oft vergriffen

Abschließend nochmal ein kleines Schmankerl mit diesem Exoten. Die Massdrop Ctrl ist genauso gut verarbeitet und fürs Gaming geeignet, wie unsere anderen Empfehlungen. Dennoch ist sie etwas Spezielles.

Diese mechanische Tastatur verfügt über viele zusätzliche Funktionen wie einfach austauschbare Schalter, RGB-Hintergrundbeleuchtung und vollständige Programmierbarkeit. Wenn ihr eine mechanische Tastatur haben wollt an der ihr rumbasteln könnt, ihr aber nicht an das Innere ranwollt, dann ist das genau eure Tastatur.

Sie ist mit Cherry MX Brown-, Cherry MX Blue- oder Halo-Clear oder Halo-True (vergleichbar mit taktilen MX-Clears) erhältlich. Alternativ erhaltet ihr ein Kit, das keine Switches oder PBT-Tastenkappen enthält, falls ihr eure eigenen kaufen wollt.

Zudem bekommt ihr hier ein abnehmbares USB-C-Kabel, einen praktischen Schalter-Abzieher zum Auswechseln der Hot-Swap-Schalter, einen robusten Tastenkappen-Abzieher und zusätzliche (magnetische!) Standfüße, falls ihr die Tastatur in einem steileren Winkel aufstellen wollt. Mit zwei USB-Typ-C-Anschlüssen an jeder Seite der Aluminiumtastatur könnt ihr dann noch Daten übertragen und Geräte mit USB 2.0-Geschwindigkeit aufladen. 

Allerdings ist auch diese Tastatur häufig vergriffen und sehr teuer. Falls euch das aber nichts ausmacht und ihr eine einzigartige, voll individualisierbare mechanische Tastatur haben wollt, dann greift zu.

Logischerweise bekommt ihr für den Preis PBT-Tastenkappen und eine hochwertige Aluminium-Konstruktion, die extrem stabil ist. Möglicherweise die letzte mechanische Tastatur, die ihr in eurem Leben kaufen müsst.


Wie wähle ich die für mich beste mechanische Tastatur?

Jetzt wo ihr wisst welches die besten mechanischen Tastaturen sind, möchten wir euch noch einige Tipps mit auf den Weg geben, damit ihr auch die richtige für eure Zwecke findet. Wenn ihr die folgenden Tipps beachtet, macht ihr bei der Auswahl nichts mehr falsch!

Was macht eine Tastatur mechanisch und warum sollte man eine haben?

Bei den meisten Standard-Tastaturen findet man normalerweise Membran-Designs. Ihr drückt eine Taste ganz nach unten und der Kontakt auf der Kuppel löst einen Tastenanschlag aus. Der Nachteil ist, dass die Gummimembranen schwammig und inkonsistent sind.

Zudem müsst ihr sie jedes Mal ganz nach unten drücken, um eine Eingabe auszulösen. Auch Laptops sind mit ihren Scherenschaltern nicht viel besser. 

Eine mechanische Tastatur kann am besten als eine beliebige Platine mit Schaltern beschrieben werden, die vor dem Aufsetzpunkt betätigt werden. Zum Beispiel Metallkontaktschalter im Cherry-Stil. Wenn ihr die Taste drückt, bewegt sich ein Stiel in das Gehäuse und ermöglicht das Berühren von Metallkontakten. Dadurch wird eine Eingabe registriert.

Mechanische Tastaturen werden also so genannt, weil sie einzelne mechanische Schalter unter jeder Taste haben. Die Vorteile von mechanischen Tastaturen sind zahlreich:

  • Es tippt sich angenehmer und schneller (man muss die Tasten nicht ganz durchdrücken)
  • Sie sind langlebiger und anpassbarer (Keycaps, Switches können geändert werden) als Membrantastaturen
  • Tastenanschläge sind schneller und präziser (fürs Gaming wichtig)

Welche spezifischen Eigenschaften hat eine mechanische Tastatur?

Wir haben euch gerade einige Vorteile von mechanischen Gaming-Tastaturen genannt. Dennoch wollen wir auf ein paar Punkte nochmal näher eingehen. Denn: Eine mechanische Gaming-Tastatur zeichnet sich durch einige sehr spezifische Eigenschaften aus. Im Folgenden gehen wir auf alle wichtigen ein und nennen euch auch ein paar mögliche Nachteile.

Sie fühlen sich komplett anders an

Egal, welche Art von Schalter eure mechanische Tastatur verwendet: Jeder Tastenanschlag fühlt sich einfach solider an, als auf einer normalen Tastatur. Und auch egal ob fürs Gaming oder beim Tippen mit einem anderen Schreibgefühl.

Deshalb werdet ihr jeden Tastenanschlag stärker wahrnehmen und durch die taktile physische Rückmeldung (falls ihr taktile Switches habt) registriert euer Gehirn genau, wann ihr jede Taste stark genug gedrückt habt. Denn häufig müsst ihr die Tasten mechanischer Keyboards nicht ganz bis zum Anschlag durchdrücken.

Eine mechanische Tastatur gibt euch ein viel „befriedigenderes“ Geräusch, wenn ihr die Tasten drückt. Glaubt mir, ihr werdet wissen was ich meine, wenn ihr zurück zu eurer gammeligen Dell-Tastatur geht (fühlt sich an wie Matsch).

Außerdem ist eine mechanische Tastatur vor allem für ihre einzigartige Präzision bekannt. Dies kann euch in Games durch schnellere Tasten zu Gute kommen.

Die Tasten können laut sein

Während die tatsächliche Lautstärke mechanischer Gaming Tastaturen davon abhängt, welche Art von Schalter ihr verwendet und wie eure Tipptechnik aussieht, sind mechanische Tastaturen deutlich lauter als Membranvarianten.

Wenn ihr beispielsweise Cherry-Blues verwendet, müsst ihr den Sound der Switches schon mögen. Jedenfalls ist es eine zusätzliche Form der Rückmeldung für jeden Tastendruck. Aber je nachdem wo ihr gerade tippt oder zockt, könnte der Geräuschpegel zum Problem werden. Gerade hierbei müsst ihr in einem Test selbst rausfinden, ob euch die mechanische Tastatur zu laut ist.

Für das Büro solltet ihr also eventuell nicht zu Blue-Switches greifen. Auch wenn ihr Streamer oder viel im Voice-Chat unterwegs seid solltet ihr euch darüber bewusst sein, dass manche Switches recht laut werden können. Eine Lösung dafür können O-Ringe sein, die die Tastenanschläge abdämpfen, oder ihr ändert euer Mikrofonsetup.

Einige mechanische Tastaturen sind mit sehr leisen Switches ausgestattet. Die Razer BlackWidow Ultimate hat zum Beispiel eine „Stealth-Edition“, deren Schalter leiser sind als andere. Ansonsten gibt es noch Silent-Editionen von Cherry, die das gleiche Ziel verfolgen.

Mechanische Tastaturen sind schwer

Zumindest die meisten Modelle. Es gibt auch leichtere TKL-Varianten, aber im Schnitt sind die Dinger schwerer als Membrantastaturen. In der Regel wiegen die meisten Modelle etwa um die 1,5kg, wodurch sich mechanische Tastaturen auch nur schwerer auf dem Schreibtisch bewegen lassen (großer Vorteil fürs Zocken wie wir finden). Wer hasst es nicht, wenn die Tastatur ständig rumrutscht?

Offensichtlich sind die meisten mechanischen Tastaturen jedoch nicht fürs Mitnehmen geeignet. Die Teile sind einfach zu unhandlich und schwer. Wenn ihr auf der Suche nach einer tragbaren Variante seid, dann zieht zumindest eine TKL-Variante in Betracht.

Möglicherweise tippt ihr anders und besser auf mechanischen Tastaturen

Einige mechanische Tastaturschalter (insbesondere Cherry MX Blue-Schalter) sind so konstruiert, dass ihr beim Auslösepunkt jeder Taste ein stark hörbares "Klicken" wahrnehmt. Das soll aber nicht nur euren (Tisch-) Nachbarn zur Weißglut bringen.

Die Idee dahinter ist, dass ihr nach gewisser Zeit "lernt", wann eine Taste gedrückt ist und somit schneller tippen könnt, da ihr die Taste nicht (unnötig) länger als nötig drückt. Denn im Idealfall lasst ihr die Taste los, sobald ihr das Klicken hört und nicht, wenn die Taste nicht mehr weiter runter gehen kann. Daraus resultiert eine hohe Anschlaggeschwindigkeit, die ihr bei normalen Tastaturen nicht finden werdet.


Auf die Größe kommt es an: Den richtigen Formfaktor wählen

Die einfachste Entscheidung bei der Auswahl einer mechanischen Tastatur ist die Größe. Bei der Wahl zwischen einer Tastatur mit normalem Layout und einer kompakteren Variante kommt es im Allgemeinen darauf an, wofür ihr die Tastatur verwenden wollt und wie viel Platz ihr zum Gaming braucht.

100% Tastatur: Die Standard-Größe

Eine Tastatur in Originalgröße bietet entweder 104 oder 105 Tasten, Standardlayouts wie ihr sie eben kennt. Stellt euch folgende Frage:

Wie oft nutzt ihr diesen Nummernblock rechts wirklich? Wenn ihr ihn täglich nutzt, dann solltet ihr wohl bei der "normalen" Größe bleiben. Der Hauptnachteil dieser Größe ist, dass sie ziemlich groß und ineffizient ist. Ihr müsst eure Hände ziemlich weit bewegen um alles zu erreichen und der Ziffernblock bedeutet, dass eure Maus weiter von eurem Haupttippbereich entfernt ist.

Unser Favorit ist die nächste Kategorie.

80%: Tenkeyless Tastaturen

Der einfachste Weg die Länge einer Tastatur zu verkürzen besteht darin, den Nummernblock abzuhacken und ein Layout mit 87 oder 88 Tasten zu erstellen, das üblicherweise als "Tenkeyless" bezeichnet wird.

Für die meisten Gamer ist die Tenkeyless-Größe optimal. Das Layout bietet die gesamte Funktionalität einer Tastatur in Originalgröße ohne den optionalen zusätzlichen Satz an Zahlen und Taschenrechnerfunktionen.

75% Tastatur: Exoten

Das 75-Prozent-Layout (das häufig auf Laptops verwendet wird), erfreut sich bei Tastaturen in letzter Zeit zunehmender Beliebtheit als kompaktere Alternative zum 80%-Design. Durch Verkürzen der rechten Umschalttaste und Komprimieren der meisten Funktionen, die normalerweise über den Pfeiltasten angezeigt werden, ist die 75-Prozent Tastatur effizient und nahezu so funktional wie eine größere Version.

Die hier gezeigte Vortex Race 3 75 ist ein Exot und man diese Art von Tastaturen immer noch recht selten. Auf Dinge wie Drucktaste, Rollentaste, oder Pause- und Einfügetasten könnt ihr nur zugreifen, indem ihr eine Funktionstaste (Fn) drückt. Wenn euch das nichts ausmacht, dann ist das vielleicht die richtige Größe für euch.

60% Tastatur: Perfekt für LANs und Unterwegs

Wenn ihr noch keine Erfahrung mit mechanischen Tastaturen habt, dann ist diese Größe die kleinste, die ihr testen solltet. Je kleiner mechanische Tastaturen nämlich werden, desto komplizierter ist der Zugriff auf alle normalen Funktionen.

Es gibt keine dedizierten Pfeiltasten, keine F-Reihe und keinen Nummernblock. Alle diese Funktionen sind vorhanden, befinden sich jedoch in der Funktionsebene. Der Hauptvorteil des 60%-Formfaktors besteht darin, dass er kompakt und effizient ist, sobald ihr euch an die Funktionsschicht gewöhnt habt. Eine Tastatur in dieser Größe ist jedoch nicht jedem zu empfehlen.


Welchen Switch sollte ich für meine mechanische Tastatur wählen?

Jetzt wisst ihr, welche Größe ihr möchtet, aber wie soll sich das Tippen und Gaming darauf anfühlen? Die wichtigsten Patente für mechanische Switches von Cherry sind vor einigen Jahren abgelaufen. Es gibt also eine Menge von "Klon-Switches" da draußen, die Cherry-kompatibel sind. Die überwiegende Mehrheit der mechanischen Tastaturen verwendet Cherry- und Cherry-ähnliche Switches.

Daher gehen wir hier nur auf die wichtigsten Schaltertypen ein. Um auf alle verfügbaren einzugehen, müssten wir einen eigenen Artikel darüber schreiben (welcher bald noch kommt). Jede mechanische Tastatur da draußen verwendet häufig einen der folgenden Schalter für ihre Tasten.

Die Switch-Arten lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Linear: Lineare Schalter haben einen geraden Kontakt. Es gibt keine Unebenheiten, Feedback, Widerstand oder Klicks beim Drücken der Tasten. Das bedeutet nicht, dass lineare Schalter leise sind - sie können sogar ziemlich laut sein, da die Tasten keinen Widerstand haben. Das beste Beispiel für lineare Schalter sind Cherry Reds oder Black
  2. Taktil: Bei taktilen Schaltern geht es weniger um Geräusche als um das Fühlen. Anstelle eines knackigen Klicks führt das Drücken einer Taste eher zu einem leichten Widerstand. Es ist aber ein gutes Gefühl und kein unangenehmer Klang. Der Cherry MX Brown ist euer grundlegender taktiler Schalter (Razers Version ist orange).
  3. Klickend-taktil (Clicky): Clicky-Schalter sind genau das, wie ihr Name klingt. Zusätzlich zu dem taktilen Feedback bekommt ihr hier ein lautes Klickgeräusch beim Auslösen einer Taste. Cherry MX-Blues sind hierfür am bekanntesten, bei Razer ist es der Green.

Welcher Switch-Typ nun zu euch passt, müsst ihr selbst testen. Manche mögen das "schnellere" Auslösen und leichte Drücken von linearen Typen, anderen lieben den lauten Klick beim Tippen und das haptische Feedback von taktilen Schaltern.

Ihr solltet euch einen Switch-Tester wie den hier holen, der alle wichtigen Cherry-Varianten bietet: Blau, Grün, Braun, Clears, Rot und Schwarz. Jede dieser Farben hat unterschiedliche Druckpunkte (wann löst der Schalter aus) und Hubwege (wie weit könnt ihr die Taste runterdrücken).

Wir empfehlen euch zum Start Cherry MX Brown-Switches (oder entsprechende Varianten von anderen Herstellern). Für alle die noch keine Switch-Präferenz haben, ist das der beste Mittelweg. Allerdings können wir euch den Test nicht abnehmen.

Farben bei Switches von anderen Marken wie Cherry

Hinweis: Die „Farbcodes“ von anderen Marken sind normalerweise für Switches mit denselben Eigenschaften identisch. Heißt: Ein Gateron, Kailh oder Outemu Blue hat ungefähr die gleichen Eigenschaften, wie ein Cherry-Blue.


Zusatzfeatures: Welche braucht meine mechanische Tastatur?

Sobald ihr eure Größe und den bevorzugten Schaltertyp eurer mechanischen Tastatur kennt, ist es Zeit für Schnickschnack. Im Folgenden findet ihr einige Features, die man bei mechanischen Tastaturen immer wieder findet und welche einen Einfluss auf eure Kaufentscheidung haben könnten.

Verarbeitung der Tastatur

Nicht unbedingt Schnickschnack. Billige Tastaturen mit Kunststoffgehäusen fühlen sich beim Tippen hohl an und klingen auch hohl. Sie können sich auch biegen, wenn ihr zu fest auf sie drückt. Eine Tastatur aus Metall oder dickerem Kunststoff ist stabiler und macht das nicht. 

Außerdem gibt es besonders bei einer mechanischen Tastatur zwei Rahmentypen: Einen Rahmen mit hohem Profil, in dem die Tasten in einem Kunststoffgehäuse untergebracht sind, oder einen Rahmen mit niedrigem Profil, in dem die Schalter auf dem Gehäuse sitzen. Keiner ist besser als der andere, das ist eine rein optische Wahl.

Material der Tastenkappen

Die beiden gängigsten Kunststoffarten für Tastaturkappen sind heute Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) und Polybutylenterephthalat (PBT). ABS ist aus fertigungstechnischer Sicht üblicher und einfacher zu verarbeiten, aber häufig dünn und zerbrechlich.

PBT ist dicker, robuster und beständiger gegen Glanz und Abnutzung. Wir bevorzugen immer ein schönes dickes PBT, sofern verfügbar.

Abnehmbare Kabel

Einige mechanische Tastaturen werden mit USB-Kabeln geliefert, die vom Hauptgerät getrennt werden können. Ein abnehmbares USB-Kabel ist einem eingebauten vorzuziehen, da es bei Kabelbruch einfacher ist, nur das Kabel als gleich die gesamte Tastatur auszutauschen. Zudem ist sie dann angenehmer zu transportieren.

Zusätzliche Tasten

Braucht ihr spezielle Makrotasten? Wie wäre es mit Multimedia-Steuerelementen? Technisch gesehen brauchst du sowas nicht, aber manchmal ist es schön, sie zu haben. Für Spiele wie MMOs oder MOBAs sogar manchmal echt praktisch.

Programmierbarkeit

Ein Vorteil mechanischer Tastaturen gegenüber nicht-mechanischen Optionen besteht darin, dass ihr viele davon anpassen könnt, um das Standardverhalten bestimmter Tasten zu ändern und andere Aktionen ausführen zu lassen.

Viele mechanische Tastaturen bieten integrierte Programmierung, bei der ihr eine bestimmte Tasten drückt, um Makros aufzuzeichnen und die Hintergrundbeleuchtung anzupassen. Oft geht das auch mittels passender Software, um bestimmte Tasten neu zuzuordnen.

Beleuchtung

Jeder Gamer liebt RGB, oder? Aber mal ernsthaft: Eine gute Beleuchtung kann beim Nachtzocken echt praktisch sein. Mittlerweile eigentlich Standard bei allen Gaming-Tastaturen, aber es gibt qualitative Unterschiede.

Zusatzanschlüsse

Einige Tastaturen fungieren auch als USB-Hub, über den ihr eure Maus oder anderes Zubehör anschließen könnt. Dadurch wird der Kabelsalat an der Rückseite des PCs verringert. Einige übermitteln auch Audiodaten, sodass ein Headset angeschlossen werden kann. Bequemlichkeit kann hilfreich sein.

Austauschbare Switches

Dies ist eine neuere Funktion, die normalerweise nur bei sehr teuren mechanischen Tastaturen zu finden ist. Die Möglichkeit die Schalter jederzeit auszutauschen, ohne dass ein Lötkolben gebraucht wird, ist jedoch ein guter Bonus.

All diese Features können schön sein, aber denkt daran: Je mehr Funktionen enthalten sind, desto teurer wird die Tastatur. Eine mechanische Tastatur mit all diesen Dingen zu finden ist nicht einfach und wird euch sicher ein paar Euro mehr kosten.


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