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Gaming PC zusammenstellen: Die 7 besten Builds 2020

einen gaming pc zusammenstellen

Falls ihr euch einen neuen Gaming PC zusammenstellen wollt, dann seid ihr hier genau richtig. Willkommen in unserer Kaufberatung für aktuelle Gaming PC Konfigurationen.

Es macht so viel Spaß deinen eigenen Gaming PC Build zusammenzustellen, um ihn so leistungsfähig wie möglich zu machen. Die pure Freude, einen neuen Gaming-PC von Grund auf neu zu bauen, alle Teile zu kaufen, Geld für bestimmte Komponenten zu sparen, mehr für andere auszugeben und den Rechner deiner Träume zusammenzustellen.

Aber glaubt uns, da draußen gibt es jede Menge sinnlose und suboptimale Vorschläge für aktuelle Gaming PC Builds. 

Wir wissen auch, dass jeder von euch ein unterschiedliches Budget hat. Denn Hardware kostet einiges an Kohle und ihr müsst ja auch noch Rechnungen bezahlen. Deshalb wollen wir euch hier beim Zusammenstellen eures Gaming PCs helfen und euch zeigen, welche Komponenten gerade für welches Budget die besten sind. Um euch dabei zu helfen, Schnäppchen zu machen und die maximale Leistung für euer Geld rauszuholen!

Gaming PC zusammenstellen: Konfigurationen im Überblick

Momentan ist es eine großartige Zeit, um fast alle PC-Komponenten zu kaufen. In Bezug auf Grafikkarten ist nVidias 20er-Reihe noch recht teuer, fallen aber langsam im Preis. RAM ist billiger, SSD-Preise fallen (was einige NVMe-Laufwerke erschwinglicher macht) und Mainboards sind im Allgemeinen auch etwas günstiger. Derzeit ist es nur etwas schwierig bei CPUs ein echtes Schnäppchen zu machen.

Lasst uns also loslegen und schauen, welche Gaming PC Konfigurationen in 2020 Sinn machen. Wir haben im Folgenden die sieben besten Gaming PC Konfigurationen für jedes Budget zusammengestellt.

Gaming PC für 500€ zusammenstellen

Für 500€ bekommt man mittlerweile schon einen ordentlichen Gaming PC. Wir haben euch hier zwei verschiedene Builds zusammengestellt. Beachtet, dass die Preise schwanken und wir auch mal leicht über dem Budget liegen können.

Wer es noch günstiger braucht, kann sich mal unseren Gaming-PC Build für 300 Euro anschauen.

Intel Gaming PC Build für 500€

Grafikkarte: Sapphire Radeon RX 570 Pulse 8GB
CPU: Intel Core i5-9400F
Mainboard: ASRock B365M Phantom Gaming 4
RAM: Corsair Vengeance LPX 8GB DDR4 2400MHz
Netzteil: FSP Fortron Hexa+ 500
Gehäuse: Thermaltake Versa H13
Festplatte: Seagate Barracuda 1TB

AMD Gaming PC Build für 500€

Grafikkarte: Sapphire Radeon RX 570 Pulse 8GB
CPU: AMD Ryzen 5 2600
Mainboard: ASRock - B450M PRO4 Micro ATX
RAM: Corsair Vengeance LPX 8GB DDR4 3000MHz
Netzteil: FSP Fortron Hexa+ 500
Gehäuse: Thermaltake Versa H13
Festplatte: Seagate Barracuda 1TB

*Anmerkung: Die mit einem Stern* markierten Links sind Affiliate-Links zu ausgewählten Shops, wo ihr die Teile bestellen könnt. Damit unterstützt ihr uns, die Preise bleiben für euch aber gleich. Dies gilt für den gesamten Artikel.

Einschränkungen müssen wir in dieser Budgetklasse ganz klar beim Speicher machen, denn eine SSD ist Luxus den wir uns hier oft nicht leisten können. Zudem haben wir natürlich auch nur Platz für Budget-Mainboards. Insofern ihr also maximale Grafikpower haben wollt, müsst ihr irgendwo einsparen.

Jedoch bietet euch das gewählte Netzteil für beide Builds genügend Saft für alles mit Luft nach oben, das Gehäuse ist geräumig und hat alle notwendigen Features. 

Zuerst mal ein paar Worte zur Intel 500€ Konfiguration. Unsere bevorzugte CPU ist der neue Intel Core i5-9400F. Auf dieser Sechs-Kern-CPU laufen in Kombination mit der RX570 aktuelle Spiele wie Fortnite, Apex Legends, PUBG oder Rainbow Six Siege problemlos. Der Standardkühler reicht hier vollkommen aus, sodass kein Kühler von Drittanbietern erforderlich ist.

Beim Arbeitsspeicher beschränken wir uns auf den etwas günstigeren 2400MHz Speicher, zumal Intel CPUs nicht so gut mit höherer Taktung skalieren und wir dadurch etwas sparen können. Mehr Details haben wir im Artikel zum Thema Gaming PC für 500€ zusammengetragen.

Beim AMD Build bekommen wir mit dem Ryzen 5 2600 für minimal weniger Geld quasi die gleiche Leistung. Beim Arbeitsspeicher wählen wir schnelleren DDR4-3000MHz RAM, da Ryzen-CPUs mit schnelleren Modulen gut skalieren können. Auch hier brauchen wir keinen anderen CPU-Kühler, zumal der Standardkühler von AMD sehr gut ist.

Anmerkung zum AMD-Build: Diese Kombination von RAM und Mainboard sollte problemlos laufen. Allerdings kann es sein, dass ihr im BIOS das XMP (Extreme Memory Profile) aktivieren müsst, damit eure RAM-Riegel auf 3000MHz laufen. Wie das geht lest ihr hier.


Gaming PC für 750€ zusammenstellen

Die 750€ Budgetklasse ist eine komische, denn wir bekommen bei CPU und GPU nur kleine Upgrades (zumindest bei einem AMD-Build). Wenigstens ist hier eine SSD, mehr und schnellerer Festplattenspeicher, 16GB RAM und ein besseres sowie schöneres Gehäuse drin. Vielleicht solltet ihr euch ernsthaft überlegen, lieber noch 250€ draufzulegen und diese Kategorie zu überspringen.

Intel Gaming PC Build für 750€

Grafikkarte: PowerColor Radeon RX 580 8GB
CPU: Intel Core i5-9400F
Mainboard: ASRock B365M Phantom Gaming 4
RAM: Corsair Vengeance LPX 16GB DDR4 2666MHz
Netzteil: Corsair TX550M
Gehäuse: Thermaltake Versa H18
Festplatte: Western Digital Blue 2TB
SSD: Crucial MX500 500GB

AMD Gaming PC Build für 750€

Grafikkarte: PowerColor Radeon RX 580 8GB
CPU: AMD Ryzen 5 2600X
Mainboard: MSI B450M MORTAR
RAM: Corsair Vengeance LPX 16GB DDR4 3000MHz
Netzteil: Corsair TX550M
Gehäuse: Thermaltake Versa H18
Festplatte: Western Digital Blue 2TB
SSD: Crucial MX500 500GB

Bei beiden Builds können wir mit der RX580 zumindest ein kleines Leistungsplus im Grafikbereich reinholen.

Intel hat mit dem neuen i5-9400F einen geschickten Schachzug gemacht, denn der Prozessor ist günstiger als der konkurrierende Ryzen 5 2600X. Nicht nur das, sondern die Intel CPU ist laut Techspot zumindest auf 1080p ohne Übertaktung bei Spielen wie Warhammer Vermintide 2 rund 10% schneller.

Jedoch gleicht der 2600X das durch Übertaktung wieder aus und überholt den i5-9400F sogar um 1%. Gleiches gilt für 1440p und auf 4K ist der 2600X dann wieder leicht schneller. Ihr seht also: Die CPUs dieser Preisklasse liegen sehr nahe beieinander und nehmen sich nichts (im FPS-Durchschnitt über 18 Spiele gar nichts).

Beim AMD-Build habt ihr hier den Vorteil von leicht schnellerem RAM, zumal das Mainboard dies unterstützt. Beim Intel-Build fehlt dafür das Budget, da Z390 Mainboards noch zu teuer sind.

Spezialtipp zu dieser Preiskategorie: Maximale Grafikpower

Wo könnt ihr noch Budget sparen, um mehr Grafikpower für 750€ rauszuholen? Beim Speicher könntet ihr auf eine SSD verzichten, um damit rund 60€ zu sparen. Falls ihr noch ein altes Gehäuse habt, schaufeln wir weitere 60€ frei! Damit könnt ihr euch eine fettere Grafikkarte gönnen! Holt euch entweder die Gigabyte RTX 2060 Windforce OC* oder eine Sapphire Radeon RX Vega 56 Pulse*, je nach dem was gerade günstiger ist (oder wo eure GPU-Vorlieben liegen). Achtung: Für eine Vega 56 empfehlen wir euch ein 650W Netzteil wie das EVGA 650 GQ*. Eine GTX1660 Ti würden wir euch auf Grund der miesen Preisleistung weniger empfehlen.


Gaming PC zusammenstellen: 1000€ Edition

In dieser Preisregion gibt es wohl für die meisten von euch die beste Preisleistung. Wir haben einen 6- oder sogar 8-Kerner Prozessor, eine schnelle Grafikkarte sowie ausreichend Kühlung parat. Hier gibt es größere Upgrades, also schaut genauer hin. Ab hier ist 1440p-Gaming drin und Streaming sowie VR sollten keine Probleme darstellen.

Intel Gaming PC Build für 1000€

Grafikkarte: Sapphire Radeon RX Vega 56 Pulse
CPU: Intel Core i5-9600K
Mainboard: MSI Z390 A-PRO ATX
RAM: Corsair Vengeance LPX 16GB DDR4 3000MHz
Netzteil: EVGA 650 GQ
Gehäuse: Phanteks P-300
Festplatte: Western Digital Blue 2TB
SSD: Crucial MX500 500GB
CPU Kühler: Cooler Master Hyper 212 EVO

AMD Gaming PC Build für 1000€

Grafikkarte: Sapphire Radeon RX Vega 56 Pulse
CPU: AMD Ryzen 7 2700X
Mainboard: Gigabyte X470 Aorus Gaming
RAM: Corsair Vengeance LPX 16GB DDR4 3000MHz
Netzteil: EVGA 650 GQ
Gehäuse: Phanteks P-300
Festplatte: Western Digital Blue 2TB
SSD: Crucial MX500 500GB
CPU Kühler: Cooler Master Hyper 212 EVO

Bei der Grafikkarte ist es derzeit schwierig, eine RTX 2060 zu empfehlen. Laut einem Benchmark von Unboxed Hardware ist die RTX2060 in einem Vergleich über 36 Spiele nur 7% schneller, als eine Vega 56. Beispielsweise reißt eine Vega 56 in Forza Horizon 4 und Hitman mehr, in GTA5 in Rise of the Tomb Raider ist eine RTX2060 schneller.

Schlussendlich würden wir sagen, dass beide Grafikkarten ok sind und es nicht wirklich wichtig ist, was ihr hier wählt. Eine RTX2060 gibt euch (derzeit noch ungenutzte) neue Technologien wie DLSS und Raytracing, eine Vega 56 gibt euch 8GB VRAM (im Vergleich zu 6GB bei der RTX2060). Auf Grund des 70-100€ (je nach Modell) Preisunterschieds hat die Vega 56 aber leicht die Nase vorn für uns.

Falls es eine RTX 2060 sein soll, wählt ein "günstigeres" Modell wie die Gigabyte RTX 2060 Windforce OC*.

Bei diesem Budget verwenden wir stärkere CPUs, bei denen die CPU-Standardkühler nicht mehr so der Bringer sind. Der Cooler Master Hyper 212 Evo gibt euch dabei eine bessere und leisere Leistung als der Standardkühler (zu einem guten Preis).

Beide Builds liegen hier leicht über 1000€, aber wir sind auch extrem gierig und holen maximale Leistung raus.

Beim AMD-Build könntet ihr bei der CPU gute 100€ sparen, falls ihr euch mit dem Ryzen 5 2600X zufriedengebt. Wir denken aber, das Upgrade zum Ryzen 2700X ist es wert! Falls euch mehr Festplattenspeicher wichtiger ist, könnt ihr hier natürlich euer Budget umverteilen. Andernfalls könntet ihr euch auch noch ein günstigeres Mainboard holen, falls ihr den kleineren 6-Kerner verbauen wollt.

Der Intel-Build ist hier sogar minimal günstiger, hat aber auch die schwächere CPU verbaut. Da der i5-9600K übertaktet werden kann, empfehlen wir euch definitiv ein Z390 Mainboard.


Gaming PC zusammenstellen: 1500€ Builds

Ab hier bekommt ihr richtig Leistung und könnt euch schon 4K-Gaming gönnen. Extrem schnelle Grafikkarten und 8-Kerner bei beiden Builds sorgen dafür, dass ihr voll durchstarten könnt.

Intel Gaming PC Build für 1500€

Grafikkarte: Zotac GeForce RTX 2080 Twin Fan
CPU: Intel Core i7 9700K
Mainboard: Gigabyte Z390 Gaming X
RAM: Corsair Vengeance LPX 16GB DDR4 3000MHz
Netzteil: EVGA 750 GQ
Gehäuse: Corsair Carbide Spec-Delta RGB
Festplatte: Western Digital Blue 2TB
SSD: Crucial MX500 500GB
CPU Kühler: Cooler Master Hyper 212 EVO

AMD Gaming PC Build für 1500€

Grafikkarte: Zotac GeForce RTX 2080 Twin Fan
CPU: AMD Ryzen 7 2700X
Mainboard: Gigabyte X470 Aorus Gaming
RAM: Corsair Vengeance LPX 16GB DDR4 3000MHz
Netzteil: EVGA 750 GQ
Gehäuse: Corsair Carbide Spec-Delta RGB
Festplatte: Western Digital Blue 2TB
SSD: Crucial MX500 500GB
CPU Kühler: Cooler Master Hyper 212 EVO

Jaja, wir wissen: Auch in dieser Preisklasse liegen wir bei den PC-Konfigurationen wieder leicht über unserem Budget. Dafür holen wir uns aber wieder maximale Leistung ins Gehäuse.

Denn bei der Grafikkarte solltet ihr in dieser Budgetklasse auf keinen Fall sparen, alles unter einer RTX 2080 macht keinen Sinn. Wahrscheinlich solltet ihr euch auch Gedanken über einen 144hz Monitor mit 2560x1440p Auflösung machen, um das volle Potenzial auszuschöpfen.

Holt euch am besten die günstigste, der Unterschied zwischen den Modellen ist sehr gering und häufig nicht so relevant. Für eine bessere Übersicht von guten RTX-Grafikkarten, checkt unseren Artikel zu den besten RTX 2080 Karten.

Beim Gehäuse haben wir das Corsair Carbide Delta rausgesucht, da es euch genügend Platz für die großen RTX 2080 Karten und gutes Kabelmanagement bietet. Das Netzteil von EVGA hat eine Gold-Zertifizierung und bietet euch mit 750W genügend Power für alle Komponenten.

Der Intel Build basiert auf dem sehr schnellen i7-9700K mit freiem Multiplikator für einfaches und häufig signifikantes Übertakten. Unser hier vorgeschlagener Kühler reicht für leichtes Übertakten, wenn ihr mehr rausholen wollt, solltet ihr in einen größeren Kühler wie den Noctua DH-15 investieren. Falls ihr garnicht übertakten wollt, reicht euch der Cooler Master Evo Kühler locker.

Beim AMD-Build sehen wir erneut den Ryzen 2700X, alles andere macht aber auch keinen Sinn. Hier einen Threadripper zu verbauen ist für Gamer sinnlos und bringt euch in Punkto Leistung kaum etwas.

Daher haben wir hier durch die günstigere CPU im Vergleich zum Intel-Build etwas mehr Luft beim Budget und könnten uns eine größere SSD, HDD oder eventuell sogar 32GB RAM gönnen. Oder ihr holt euch einen größeren CPU-Kühler und übertaktet das 2700X-Biest mehr, um das volle Potenzial auszuschöpfen.


Gaming PC zusammenstellen: 2000€ Ultimativ-Builds

Hiermit seid ihr im Zockerhimmel angekommen, denn bei diesem Budget habt ihr die derzeit stärkste Gaming-Grafikkarte am Start. Dadurch könnt ihr 4K-Gaming in vollen Zügen genießen und müsst quasi keine Einschränkungen mehr machen in Punkto Grafikpracht. 

Intel Gaming PC Build für 2000€

Grafikkarte: KFA2 GeForce RTX 2080 Ti Dual Black OC
CPU: Intel Core i7 9700K
Mainboard: Gigabyte Z390 Gaming X
RAM: Corsair Vengeance LPX 16GB DDR4 3000MHz
Netzteil: EVGA SuperNOVA 850W G3
Gehäuse: Corsair Carbide Spec-Delta RGB
Festplatte: Western Digital Blue 2TB
SSD: Crucial MX500 500GB
CPU Kühler: Noctua DH-15

AMD Gaming PC Build für 2000€

Grafikkarte: KFA2 GeForce RTX 2080 Ti Dual Black OC
CPU: AMD Ryzen 7 2700X
Mainboard: Gigabyte X470 Aorus Gaming
RAM: Corsair Vengeance LPX 32GB DDR4 3000MHz
Netzteil: EVGA SuperNOVA 850W G3
Gehäuse: Corsair Carbide Spec-Delta RGB
Festplatte: Western Digital Blue 2TB
SSD: Crucial MX500 500GB
CPU Kühler: Noctua DH-15

Im Vergleich zu einem 1500€ PC gibt es hier die RTX 2080 Ti als Upgrade, um unsere Leistung weiter zu maximieren. Jetzt haben wir auch etwas Geld für einen stärkeren Prozessorkühler übrig, wodurch ihr auch beim Übertakten aufdrehen könnt.

Beim Arbeitsspeicher bleiben wir weiterhin bei 16GB, da euch das fürs Gaming ausreicht und eure Performance im Gegensatz zur Grafikkarte wenig beeinflusst. Aufrüsten könnt ihr hier in Zukunft immer noch, denn beide Mainboards unterstützen bis zu 64GB und ihr habt genügend Platz dafür.

Außerdem verbauen wir uns bei diesem Build noch ein etwas stärkeres Netzteil, damit ihr beim Übertakten und mit der hungrigeren RTX 2080 Ti einen kleinen Puffer habt.

Wo wir erneut sparen müssen ist der Speicher. Hierbei fehlt uns einfach das Budget, um größere Festplatten oder SSDs zu verbauen. Wenn euch die 2,5TB jedoch nicht genug sind, dann müsst ihr irgendwo "downgraden" (womöglich bei der CPU beim Intel-Build).

Beim AMD-Build haben wir jedoch auf Grund des wesentlich günstigeren Prozessors noch Spielraum. Hier könnt ihr euch überlegen euren Speicher upzugraden, euch ein geileres Mainboard wie das Asus ROG Strix X470-F Gaming* zu holen, oder wie wir einfach 32GB RAM zu verbauen. Optional könnt ihr euch natürlich auch ein größeres Gehäuse holen.


Gaming PC zusammenstellen: 2500€ Intel-Build (Endboss)

Falls ihr wirklich maximale Gaming-Power haben wollt, dann ist das wohl euer Build. Derzeit gibt es hier leider nur einen Intel-Build, wir warten immer noch auf die neuen Highend AMD CPUs (dann wird hier ergänzt!). Klar, es gibt noch minimal schnellere RTX 2080 Ti Modelle, allerdings ist der Unterschied dabei das Geld oft nicht wert. Jedenfalls wären diese 2500€ wohl das absolute Maximum an Budget, was ihr für einen Gaming PC jemals ausgeben solltet (falls ihr das nötige Kleingeld habt).

Intel Gaming PC Build für 2500€

Grafikkarte: KFA2 GeForce RTX 2080 Ti Dual Black OC
CPU: Intel Core i9-9900K
Mainboard: Gigabyte Z390 Gaming X
RAM: Corsair Vengeance LPX 32GB DDR4 3000MHz
Netzteil: EVGA SuperNOVA 850W G3
Gehäuse: Lian-Li PC-O11 Dynamic
Festplatte: Western Digital Black Performance 4TB
SSD: Kingston SA4 960GB
CPU Kühler: Corsair Hydro Series H100i PRO RGB

Was bekommen wir hier beim Intel-Build an Upgrades im Vergleich zum 2000€ PC? Hier die kurze Übersicht:

  • i9-9900K, der derzeit schnellste und beste Gaming Prozessor
  • eine schnellere und größere Festplatte (na endlich!)
  • eine schnellere und größere SSD
  • größeres Gehäuse mit netten Extras
  • Wasserkühlung
  • endlich auch 32GB RAM für einen Highend Intel Build

Wie ihr seht, gibt es hier keinen dedizierten AMD-Build. Ihr könnt natürlich die vorgeschlagenen Upgrades (Gehäuse, SSD, HDD, Wasserkühlung) auch mit dem 2000€ AMD Build kombinieren, um diesen weiter zu pimpen. Außerdem könntet ihr das "übrige" Geld noch in eine etwas schnellere RTX2080 Ti investieren.


Bonus: Tragbarer und kompakter 1100€ mini-ITX Gaming PC für LANs

Falls ihr einen kompakten Mini-ITX Gaming PC bauen wollt, da ihr einfach keinen Platz daheim habt oder öfter mal auf LANs geht, dann schaut euch die folgenden beiden Builds an. Leistungstechnisch bewegen wir uns hier im guten Mittelfeld und ihr solltet einige Games in 1440p auf Hoch bis Ultra zocken können.

Kompakter Intel Gaming PC Build für 1100€

Grafikkarte: Gigabyte RTX 2070 Windforce 8G
CPU: Intel Core i5-9400F
Mainboard: MSI MPG Z390i Gaming Edge AC
RAM: Corsair Vengeance LPX 16GB DDR4 3000MHz
Netzteil: Seasonic Focus Plus 650W Gold 80
Gehäuse: Fractal Design Core 500
Festplatte: Western Digital Blue 2TB
SSD: Crucial MX500 500GB

Kompakter AMD Gaming PC Build für 1100€

Grafikkarte: Gigabyte RTX 2070 Windforce 8G
CPU: AMD Ryzen 5 2600
Mainboard: ASRock B450 Gaming-ITX/ac
RAM: Corsair Vengeance LPX 16GB DDR4 3000MHz
Netzteil: Seasonic Focus Plus 650W Gold 80
Gehäuse: Fractal Design Core 500
Festplatte: Western Digital Blue 2TB
SSD: Crucial MX500 500GB

Beide Builds werden durch die RTX 2070 mit der nötigen Grafikpower versorgt, die Prozessoren sind in Punkto Leistung quasi gleichauf.

Durch das kompakte Mini-ITX Core 500 von Fractal Design bekommen wir ein Gehäuse das klein genug ist, um tragbar zu sein. Gleichzeitig bietet es genügend Platz für den Bau des PCs und die Auswahl der Komponenten. Es hat zwei USB 3.1 Gen 1-Anschlüsse an der Vorderseite und viel Platz für Ersatzlaufwerke, falls ihr viele Media-Dateien oder Spiele auf die LAN mitnehmen wollt.

Für das Netzteil haben wir uns für das kompakte Focus Plus von Seasonic entschieden, damit wir keine Platzprobleme bekommen.

Der AMD-Build ist auf Grund der CPU und des Mainboards etwas günstiger, wodurch ihr hier mehr Spielraum bei Dingen wie Festplatte oder SDD habt.

Zumal wir für den neuen i5-9400F zwingend ein Z390 Mainboard brauchen (ansonsten müsst ihr ein BIOS-Update durchführen oder bekommt Kompatibilitätsprobleme), schlägt der Intel-Build leicht über das Budget.


Worauf muss ich beim Zusammenstellen eines Gaming PCs achten?

Bevor ihr einen Gaming PC zusammenstellt oder kauft, solltet ihr noch einige Dinge beachten und genau wissen, was ihr für eure Zwecke wirklich braucht.

Das richtige Budget wählen: Was soll auf dem Gaming PC gezockt werden?

Bevor ihr einfach sinnlos zu viel Geld ausgebt, lest euch lieber die folgenden Richtlinien durch. Dadurch stellt ihr sicher, dass ihr das zusammengestellte System auch sinnvoll wirklich nutzt.

Wann solltet ihr euch also welchen Gaming PC holen?

  • 500 €: Das Minimum was wir euch empfehlen würden (darunter wird’s hakelig). Mit diesen Konsolen-Killern könnt ihr jedes Spiel mit mittleren Einstellungen und die meisten eSport-Titel mit maximalen Einstellungen bei 1080p mit 60 FPS spielen. Auch aktuelle AAA-Spiele sollten hier problemlos laufen, jedoch mit Einschränkungen.
  • 700-800 €: Hier erreicht ihr 1080p / 60FPS bei jedem Spiel, während ihr die Grafikoptionen auf Ultra oder Hoch einstellen könnt. Hiermit seid ihr für moderne Spiele besser ausgerüstet, VR-Gaming ist zum Teil möglich.
  • 1000 €: Hier fängt es an Spaß zu machen: 1080p, 100+ FPS und Ultra-Einstellungen in ALLEN Games, 1440p mit 60+ FPS und hohen Einstellungen in jedem Game. eSports Titel laufen zum Teil auf Ultra mit 4K Auflösung, Streaming und VR ist hier auch drin.
  • 1500 €: Ab hier nimmt der Performancezuwachs ab. Aber 4K-Auflösung bei 60 FPS mit hohen-Ultra Settings ist bei den meisten Games natürlich drin, VR und Streaming sind hier natürlich ein Klacks.
  • 2000€: Hier geht wirklich alles auf Ultra bei 4K Auflösung und meist über 80+ FPS in allen Games (außer Monster Hunter World und PUBG – diese Spiele sind einfach mies optimiert).

Alles darüber ist Spielerei und die Kosten steigen nur noch für Luxus wie schnellerer und mehr Festplattenspeicher, SSDs, teurere Mainboards mit mehr Funktionen, RGB-Schnickschnack oder eine bessere Kühlung für Übertakter.

Wie viel sollte ich für einen Gaming PC ausgeben?

Mehr als 1500€ für einen Gaming-PC auszugeben, macht oft keinen Sinn. Die zusätzliche Leistung die ihr hier kauft ist nur dann nützlich, wenn ihr wirklich das Beste vom Besten haben müsst, oder täglich Videos streamen und rendern wollt.


Was brauche ich, um einen Gaming PC zusammen zu stellen?

Bei der Auswahl der Teile für euren Gaming PC müsst ihr nicht nur Preis und Beliebtheit berücksichtigen.

  1. Zuerst solltet ihr sicherstellen, dass alle Komponenten miteinander kompatibel sind: Tools wie das von Alternate* eignen sich hervorragend dafür, wenn ihr unsere Builds hier nicht verwenden wollt, oder nach Alternativen sucht.
  2. Dann müssen die gewählten Komponenten natürlich auch in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. Das Schlimmste was ihr tun könnt: 200€ für eure Grafikkarte ausgeben nur um festzustellen, dass eure 50€ CPU einen Flaschenhals (Bottleneck) darstellt, sodass eure Lieblingsspiele nicht mehr laufen.
  3. In Bezug auf Werkzeug empfehlen wir euch, dieses fantastische PC-Werkzeug Paket* zu kaufen. Es verfügt über alles, was ihr beim Bau eures allerersten Gaming-PCs braucht.

Nächster Schritt sind natürlich die Komponenten an sich, ohne die läuft gar nichts:

  • Prozessor (CPU)
  • Grafikkarte (GPU)
  • Arbeitsspeicher (RAM)
  • Hauptplatine (Mainboard)
  • Festplatten (SSD oder HDD)
  • Netzteil
  • PC-Gehäuse

Lasst uns die einzelnen Komponenten kurz gemeinsam anschauen.

Prozessor (CPU)

Der Prozessor oder die Central Processing Unit (CPU) ist im Wesentlichen das „Gehirn“ eures Computers. Nach der Grafikkarte die zweitwichtigste Komponente für die Gamingleistung und die wichtigste Komponente für die Erstellung von Inhalten wie Videos. In einigen Spielen kann die CPU sogar tatsächlich wichtiger als die GPU sein, um hohe FPS zu erzielen!

Wenn ihr mehr Informationen zum Thema wollt, dann schaut doch mal in die Kaufberatung in unserer CPU Rangliste.

Grafikkarte (GPU)

Die GPU oder Graphics Processing Unit ist die Komponente, die eure Gaming-Performance am stärksten beeinflusst, zumindest in den meisten Spielen.

Während die Grafikkarte die wichtigste Komponente in einem Gaming-PC ist, benötigt sie dennoch die CPU, um richtig zu funktionieren. Wenn die CPU nicht schnell genug arbeitet, ist die Grafikpower eurer GPU eingeschränkt.

Bezüglich VRAM (Video RAM) kann man folgende Daumenregeln anpeilen:
  • 2 GB VRAM: Erwartet eine anständige Leistung bei 1080p-Titeln mit Texturen auf Standardeinstellungen. 
  • 4 GB VRAM: 1440p-Titel laufen anständig bei normalen-mittleren Einstellungen, oder überdurchschnittlich auf 1080p mit hochauflösenden Texturen
  • 6 GB VRAM: Gute Leistung bei VR-Titeln und 1440p-Titeln mit hochauflösenden Texturen.
  • 8 GB VRAM: Sehr gute Leistung bei 1440p und 4K-Auflösungen mit maximalen Einstellungen.
  • 11 GB VRAM: Alles läuft butterweich auf 4K mit maximalen Einstellungen und hohen FPS

Wenn ihr euch einzelne Modelle anschauen wollt und mehr Wissen in diesem Bereich braucht, schaut auf jeden Fall in unseren großen Grafikkarten Vergleich rein.

Arbeitsspeicher (RAM)

Arbeitsspeicher oder Random Access Memory ist die drittwichtigste Komponente für die Leistung eures Gaming PCs. Er ist direkt an die CPU gebunden und wirkt sich daher auch auf die Leistung eurer CPU aus.

Merke zum Thema Arbeitsspeicher bei Gaming-PCs

Die RAM-Geschwindigkeit macht normalerweise keinen großen Unterschied bei Spielen oder allgemeinem Multitasking.

Ihr solltet übrigens nur DDR4-RAM kaufen, DDR3-RAM ist langsamer und auch schon recht veraltet.

Was bei RAM am wichtigsten ist, ist die Menge. Je mehr RAM ihr habt, desto besser kann der Rest des Systems mehrere Anwendungen verwalten und den Speicherbedarf anspruchsvoller moderner Spiele decken.

Wir haben bereits einen großen Artikel zur Frage, wie viel RAM man fürs Gaming braucht, da wird alles erklärt. In diesen Builds hier gibt es eh immer mindestens 8GB, was für den Anfang reicht.

Wenn ihr auf der Suche nach alternativen RAM-Riegeln seid, schaut doch mal in unseren DDR4 RAM Vergleich rein.

Hauptplatine (Mainboard)

Ihr habt also eure CPU ausgewählt. Jetzt benötigt ihr ein kompatibles Mainboard. Übertakten oder nicht übertakten? Das ist hier die Frage.

Denn der Hauptunterschied zwischen einem Low-End- und einem High-End-Mainboard ist die Übertaktungsfähigkeit. Um eure CPU zu übertakten braucht ihr:

  • Bei Intel-CPUs sowohl eine CPU der K-Serie als auch ein Mainboard der Z-Serie.
  • Bei AMD-CPUs Motherboards der B- oder X-Serie. Alle modernen AMD-Prozessoren sind übertaktbar.

Sobald ihr entschieden habt, ob ihr übertakten wollt oder nicht, müsst ihr euch auf eine Größe für das Mainboard sowie das Gehäuse festlegen (wie ATX, m-ATX oder ITX).

Falls ihr einen besseren Überblick zum Thema Mainboard braucht, schaut am besten in unseren Mainboard Vergleich rein.

Festplatten (SSD oder HDD)

Zum Thema SSD oder HDD gibt es nicht viel zu sagen.

Eine SSD ist ein Speicherlaufwerk ohne bewegliche Teile. Dadurch ist es wesentlich schneller als eine Festplatte, aber auch viel teurer pro GB Speicher.

Wenn ihr Qualität und geringe Ladezeiten wollt, besorgt euch eine SSD. Wenn ihr eine Menge Speicherplatz braucht, holt euch eine Festplatte. Falls ihr es euch leisten könnt, empfehlen wir aber eine Kombination aus beiden.

Netzteil

Die Wahl des Netzteils ist recht unkompliziert, solange ihr einige wichtige Regeln befolgt:

  1. Kauft immer von einem seriösen Hersteller. No-Name-Hersteller verkaufen oft schlechte Netzteile zu wirklich niedrigen Preisen was verlockend ist, bis euer Rechner Feuer fängt.
  2. Haltet euch dabei an renommierte Marken wie Corsair, EVGA und SeaSonic.
  3. Stellt sicher, dass das Netzteil genug Leistung für euer System hat. Mit unserem Netzteil Rechner könnt ihr bestimmen, wie viel Watt das Netzteil haben muss.

80+ Bewertungen beziehen sich auf die Effizienz des Netzteils. Je höher die Effizienz, desto weniger Strom verbraucht das Netzteil und desto weniger Wärme wird abgegeben. Kauft keine Netzteile ohne mindestens eine Basiszertifizierung.

Wenn euch diese Regeln Angst machen, dann schaut doch mal in die Kaufberatung unseres Artikels zu den besten Netzteilen rein.

PC-Gehäuse

Zum Glück ist das Gehäuse das einfachste. Wählt zunächst eine Größe, die eurer Mainboard-Größe entspricht: ATX, m-ATX oder ITX.

Außerdem solltet ihr für genügend Platz für eure GPU sorgen (in ATX- und m-ATX-Gehäuse passen im Allgemeinen selbst die größten modernen Grafikkarten). Bei ITX-Gehäusen könnt ihr hier aber oft Probleme bekommen, denkt also daran.

Wenn euch unsere Auswahl oben nicht gefällt (Gehäuse sind immer was sehr subjektives), dann lest doch in unseren Artikel zum Thema PC Gehäuse rein.

Für welche PC-Komponente sollte ich am meisten Budget einplanen?

Da die Grafikkarte den größten Einfluss auf eure Gaming-Performance hat, solltet ihr hierfür das meiste Budget einplanen. Vernachlässigt aber auch die CPU nicht, um Bottlenecking zu vermeiden.


Jetzt bist du dran: Bau deinen eigenen Gaming PC!

Was fängst du jetzt mit den ganzen Builds an, die wir dir vorgeschlagen haben? Für welchen entscheidest du dich?

  • 500€ Einsteiger PC: Günstig in 1080p und teils hohen Einstellungen daddeln
  • 750€ Mittelklasse PC: 1080p auf maximalen Settings in allen Games genießen
  • 1000€ Highend PC: VR-Gaming, Streaming und 1440p werden möglich
  • 1500€ Extrem Build: 4K-Gaming und Videobearbeitung laufen rund
  • 2000€ Ultimativ Build: Der Gaming-Himmel. Alles ist möglich
  • 2500€ Luxus PC: Für diejenigen, die einfach das Beste vom Besten wollen und an keiner Ecke sparen.

Entscheide dich für einen und bau deinen Gaming PC!


Weitere Builds im Detail anschauen