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MSI Clutch GM30 Test: Die beste günstige Gaming-Maus?

Die MSI Clutch GM30 zählt zu den ersten Gaming-Mäusen im Repertoire des taiwanesischen Herstellers - und wir hatten sie im Test. Die GM30 zielt auf den Einstiegsbereich ab und macht eine Kampfansage für das Niedrigpreissegment (welches relativ gesättigt ist). Doch wodurch grenzt sie sich von der Konkurrenz ab?

Im Test konnte uns die MSI Clutch GM30 vor allem durch ihre fehlerfreie Technik, einen guten Sensor, eine solide Verarbeitung sowie einer tollen Haptik begeistern. Unter Berücksichtigung des echt niedrigen Preises (teilweise für 35€ zu haben) konnte sie uns fast vollends überzeugen.

Die Stärken der neutral designten MSI GM 30 liegen klar bei den Basics und sie liefert zu dem Preis mehr als man erwartet. Einzige Wermutstropfen sind das etwas labbrige Kabel, die teilweise umständliche Software sowie das Mausrad, welches etwas knackiger sein dürfte.

Dennoch gibt in diesem Preisbereich nur wenige Alternativen und wir sagen: Die MSI Clutch GM 30 gehört definitiv zu den besten günstigen Gaming-Mäusen auf dem Markt.

MSI Clutch GM30 Test: Unsere Wertung - 8,0/10


Pro

  • Top-Preisleistung
  • Saubere Technik
  • Gute Verarbeitung
  • Lässige Beleuchtung

Kontra

  • Wenig Features
  • Nicht für große Hände
  • Software mit Schwächen

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Die Verarbeitung der MSI Clutch GM30

Angefangen bei der Verarbeitungsqualität muss man direkt sagen: Man kann nur sehr wenig meckern (behält man den Preis im Hinterkopf). Wir haben uns Oberfläche, Mausschalter, Kabel, Gleitpads, Scrollrad und Gehäuse näher angesehen. Lest hier, wie sich die Maus in den einzelnen Kategorien schlägt.

Gehäuse & Oberfläche

Die Oberfläche der MSI Clutch GM 30 ist ein matter angenehmer Kunststoff, welche einer Razer Deathadder sehr ähnlich ist. Wer diese Oberfläche also mochte, wird sich hier wie zuhause fühlen. Diese liefert euch gleichzeitig auch einen recht guten Grip, zumal ihr nicht abrutscht - auch mit schwitzigen Händen. Einziger Nachteil: Fett und Fingerabdrücke wird hier schnell sichtbar, vor allem bei der schwarzen Farbe.

Zudem gibt es an beiden Seiten sehr gut strukturierte Gummierungen, die für zusätzlichen Halt sorgen. Diese sind sehr gut verarbeitet und nicht wie bei anderen Mäusen zu dünn. Außerdem sitzen sie satt und lösen sich nicht ab. Was uns besonders gut gefällt sind die "Drachenschuppen" auf der Gummierung - sieht nicht nur gut aus, sondern hilft auch beim Anheben der Maus.

Das Gehäuse ist stabil und gibt auch bei Druck nicht nach. Beim Schütteltest wackelt, klappert oder klimpert nichts. Das zeigt, dass die Maus sauber gefertigt wurde und keine losen Teile hat. Zudem sitzt alles generell satt und es gibt keine unnötigen Lücken, scharfe Kanten oder sonstiges.

Maus-Schalter

Die beiden Haupttasten sind direkt mit dem Gehäuse verbunden und bieten hochwertige Omron-Schalter, welche 20 Millionen Klicks halten. Da bekommt man bei anderen Mäusen für den gleichen Preis oft was Schlechteres verbaut - oder im schlimmsten Fall gar keine Omrons. Hier kann echt nichts sagen. Zudem sitzen die Maustasten satt und lösen auch nicht zu früh oder zu einfach aus - keine nervigen Fehlklicks also.

Zwar benötigen die Haupttasten vorne etwas mehr Druck zum Auslösen, dennoch fühlen sie sich knackig an und haben gute Druckpunkte.

Die Seitentasten sind gut platziert und bieten ebenfalls ein gutes Druckgefühl. Sie sitzen fest im Gehäuse und wackeln nicht rum - genau so soll es sein.

Kabel

Vielleicht der einzige negative Punkt bei der Verarbeitung ist das Kabel. Leider nicht ummantelt und etwas zu unflexibel, wodurch manchmal leichte Knicke entstehen können. Leider ist das Mauskabel auch nicht abnehmbar, was aber auch nicht erwartet haben zu dem Preis. Dementsprechend solltet ihr hierfür ein Maus-Bungee verwenden, damit euch nichts ins Gehege kommt.

Immerhin wurde vorne am Kabel noch etwas verstärkender Kunststoff angebracht, damit man mehr Stabilität bekommt und vor Kabelbruch schützt. Schön sieht anders aus.

Mausrad & Mausfüße

Das Mausrad ist in Ordnung, könnte jedoch etwas knackiger in der Rasterung sein. Leider wirkt es manchmal leicht schwammig in der Bedienung. Allerdings hat es einen leichten Gummiüberzug, welcher einen guten Grip bietet. Das Mausrad ist bei Benutzung jedoch sehr leise, was ein Pluspunkt für uns ist.

Die zwei großzügigen Mausfüße bestehen aus PTFE-Material, welche im Test gut über unser Mauspad glitten. Hier hakt nichts und die Maus gleitet gleichmäßig, egal ob bei langsamen oder schnelleren Bewegungen.


Design und Ergonomie

In der nächsten Testkategorie musste sich die MSI Clutch GM 30 im Bereich Ergonomie behaupten. Trotz ihres symmetrischen Designs zielt die Maus eher auf Rechtshänder ab. Denn die beiden Seitentasten an der linken Seite lassen sich nicht abnehmen.

Die Clutch GM30 ist nicht die leichteste Gaming-Maus, insbesondere im Vergleich zu Ego-Shooter-fokussierten Mäusen mit leichtem Design. Aber trotzdem gehört sie mit ihren 98g noch zu den leichteren Mäusen und ist definitiv für Shooter einsetzbar.

Das Grunddesign ist eher schmal und flach. Dementsprechend werden sich Palm- und Clawgripper mit mittelgroßen Händen wohlfühlen. Für alle mit größeren Händen wird sie jedoch selbst in einem Klauengriff möglicherweise etwas unangenehm zu halten sein.

Mit fünf programmierbaren Tasten habt ihr über die Software etwas Spielraum bezüglich Makros und Keybindings, wobei ihr bis zu drei separate Profile konfigurieren könnt. Die Daumen-Tasten auf der linken Seite sind leicht zugänglich und lassen sich auch in verschiedenen Griffarten gut erreichen. 

Auch der Buckel der Maus ist weniger stark betont, bietet aber dennoch genügend Ablagefläche für eure Handfläche. Wie gesagt, solange eure Hände nicht zu groß sind (>19cm Länge), dann sollte die Maus für euch bequem sein. Einzig für den Fingertip-Griff ist sie etwas zu klein.

Leider findet man weder links noch rechts eine Ablagefläche für Daumen oder kleinen Finger. Mit den texturierten Seitengriffen könnt ihr die Maus jedoch gut festhalten, ohne die Maus "umklammern" zu müssen. Hier haben wir zwar schon gemütlichere Seitengriffe an den Fingern gehabt, aber diese Bereiche sind weicher als der Rest der Maus und haben genug Textur, um ein Abrutschen zu verhindern. Darüber hinaus sollte die Härte des Gummis die Haltbarkeit verbessern.

Mit der mittleren Taste unter dem Scrollrad könnt ihr eure im Dragon Center festgelegten DPI-Einstellungen umstellen. Dies ist von einem nahtlosen U-förmigen RGB-Licht umgeben, das dem Muster des Logos auf der Rückseite der Maus folgt. Auch der DPI-Knopf ist intelligent platziert, sodass ihr diesen nicht aus Versehen betätigt.

Alles in allem ist die Maus für Palm- und Clawgripper mit mittelgroßen Händen absolut empfehlenswert und bequem, allerdings gibt es auch bequemere Rechtshändermäuse (welche jedoch teurer sind).


Software & Anpassung

Leider verfügt die Maus nicht über eine Profilwahltaste, mit der Konfigurationen im laufenden Betrieb geändert werden können. Dafür müsst ihr jedes Mal auf die DragonCenter-App zugreifen und ein Profil aus dem Dropdown-Menü auswählen. Bis ihr die ans Laufen bekommt, kann es etwas dauern, wenn sie dann mal läuft, ist es aber ok. Schauen wir uns kurz an, was ihr dort drin so einstellen könnt.

Unter der ersten Registerkarte auf der linken Seite sehen wir einen Unterabschnitt namens Mystic Light. In diesem Abschnitt könnt ihr oben ein Profil auswählen, das ihr anpassen möchtet. Nach der Auswahl verwendet ihr für die restlichen Optionen die rechte Seite des Fensters. Hierbei könnt ihr eure RGB-Einstellungen auch direkt via "Ambient-Link" mit anderen MSI-Produkten verknüpfen.

Die größere Box auf der rechten Seite bietet die Möglichkeit verschiedene RGB-Effekte wie Atmen, Welle usw. einzustellen. Nach der Auswahl könnt ihr in einigen Fällen die Farbe anpassen, während die meisten anderen die Schieberegler für Geschwindigkeit und Helligkeit verwendet werden.

Weitere Standardoptionen könnt ihr unter dem Reiter "Tasten" einstellen. Hier könnt ihr fünf Tasten neu belegen, wobei die DPI-Schaltfläche nicht anpassbar ist. Das obere Dropdown-Feld bietet euch auch Zugang zum Makro-Editor - alles etwas verschachtelt leider. Letzterer ist sehr einfach gehalten: Klickt auf Aufnahme, startet die Programmierung und beendet die Aufnahme, wenn ihr fertig seid. Zwar könnt ihr Zeitverzögerungen verwenden, aber wir sehen keine Möglichkeit, eine Reihe von Befehlen zu bearbeiten. Ihr könnt jedoch Makros importieren oder exportieren.

Die letzten verfügbaren Optionen findet man unter dem Reiter "Sensor". Hier könnt ihr die Abfragerate des Geräts anpassen und eine von fünf DPI-Einstellungen auswählen, um zwischen 200 und 6200 DPI in Schritten von 100 DPI zu wählen. Dinge wie LOD könnt ihr leider nicht anpassen.

Im Bereich "Gaming-Mode" könnt ihr dann noch verschiedene Profile wir viele Spiele aktivieren. Praktisch, aber das Wechseln ist manchmal nervig.

Alles in allem funktioniert die Software von MSI, ist jedoch recht unübersichtlich und die Menü-Navigation ist verwirrend. Oft klickt man sich einen Wolf um dahin zu kommen, wo man hin will. Zudem treten immer noch einige Bugs auf und die Software ist auch nicht die Schnellste. Mittlerweile gibt es da draußen schon bessere Geschichten, zudem sind die Anpassungsoptionen recht eingeschränkt. Für eine so günstige Maus aber dennoch passabel.


Technik & Gaming-Performance

Wo die MSI Clutch GM30 wirklich überzeugen kann, ist die fehlerfreie Technik. Das Herzstück ist hier ein etwas günstigerer Pixart 3327 Sensor, welcher mit 6.200 DPI aufwartet. Dieser Sensor arbeitet mit Abfrageraten von 125, 250, 500 oder 1.000 Hz (der Standard), einer Beschleunigung von 30 G und einer maximalen Trackinggeschwindigkeit von 220 IPS. Etwas schwächer auf der Brust, aber dennoch absolut solide.

Wir haben die Maus in mehreren Genres und Games getestet, das Ergebnis blieb dasselbe. Der Sensor funktioniert einwandfrei, egal ob bei schnellen Flicks oder bei feinen Zielbewegungen. Das Tracking ist astrein, obwohl wir die DPI im Vergleich zu anderen Mäusen leicht nach oben schrauben mussten, um das gleiche Spielgefühl zu bekommen. Zudem performt die GM30 auf niedrigen DPI-Stufen leicht besser, als auf höheren.

Die mechanischen Omron-Schalter geben euch ein zufriedenstellendes, solides Klickgefühl - anders als bei anderen Mäusen in diesem Preisbereich. Das Klicken fühlt sich leicht schwerer an als bei ähnlichen Mäusen und erfordert etwas mehr Kraft, aber es ist nicht unangenehm oder anstrengend während langer Zocker-Sessions. In unseren Tests hatten die Switches eine schnelle Reaktionsfähigkeit, die man so bei anderen Gaming-Mäusen wie einer Logitech G203 oder teureren Modellen wie der Cooler Master MM711 nicht bekommt.

Während des Spielens war es einfach, eine der beiden eckigen Seitentasten zu betätigen, da sie einfach sehr gut positioniert sind. Und auch das Mauskabel hat sich während des Spiels nie verfangen oder durch unnötige Reibung genervt. Es ist absichtlich leicht erhöht und das Kunststoffgehäuse hat wirklich dazu beigetragen, dass dies gewährleistet ist.

Trotz des hier verbauten "Budget-Sensors", gibt es bis auf die minimal abweichende Performance auf hohen DPI-Stufen (die immer noch vollkommen ok ist!) nichts zu meckern. 


MSI Clutch GM30 Test: Unser Fazit

Wenn man die Gesamtheit der Features im Verhältnis zum Preis betrachtet, muss man die MSI Clutch GM30 einfach empfehlen. Zugegeben, die Featurepalette ist hier etwas mau (keine Zusatzgewichte, austauschbare Teile, oder andere Extras), aber man bekommt eine ordentliche RGB-Beleuchtung, saubere Verarbeitung sowie einen starken Sensor für sehr wenig Geld.

Andere Mäuse bieten euch zum gleichen oder sogar höheren Preis in den meisten Kategorien weniger. Alles in allem ist die MSI GM30 Clutch eine zuverlässige und effiziente Gaming-Maus, die man quasi überall einsetzen kann. Klar, für MMOs hat sie etwas wenig Tasten, beim täglichen Arbeiten am PC oder anderen Genres glänzt sie jedoch. Mit einem Preis der für nahezu jedes Budget geeignet ist, ist die MSI GM30 perfekt für Sparfüchse als Hauptmaus, oder für alle anderen als Ersatzmaus. Für uns ist sie ein Gewinner im Bereich der besten günstigen Gaming-Mäuse!


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