Logitech G203 Test: Gaming Maus für Einsteiger und Sparer

Logitech G203 Test

Wenn ihr gerade nicht genug Geld für eine High-End Gaming-Maus habt, ist dieser Logitech G203 Test genau das Richtige für euch. Lasst euch jedoch nicht vom niedrigen Preis täuschen, denn diese Maus verfügt über viele tolle Features, auf die wir in den nächsten Abschnitten eingehen. Ob die Logitech G203 Prodigy mit der G Pro mithalten kann und wo die Unterschiede liegen, erfahrt ihr in unserem Test.

Was uns gefallen hat


  • Sehr günstig
  • Solider, akkurater Sensor
  • Schickes RGB
  • Leicht
  • Top Software
  • Flexibles Kabel

Das war weniger gut


  • Nur Gummikabel
  • Switches schwammig und laut
  • Nur für kleine Hände gut
  • Nur gut für Claw/Fingertip
  • Keine gute Ergonomie
Logitech G203 Testergebnis
  • 9/10
    Sensor und Technik - 9/10
  • 9/10
    Preisleistung & Features - 9/10
  • 9/10
    Software und Anpassung - 9/10
  • 5/10
    Design, Ergonomie, Gaming - 5/10
  • 6/10
    Verarbeitung und Qualität - 6/10
7.6/10

Kurzfassung

Die Logitech G203 ist eine klare Einsteigermaus mit hervorragendem Sensor, der lediglich bei sehr hohen DPI leichte Schwächen hat. Trotz weniger Features überzeugt der geringe Preis und sahnt ordentlich Punkte ab. Die gute Logitech-Software glänzt auch hier und kann unser Testergebnis verbessern. Klare Schwächen hat die Maus bei fehlender Ergonomie, den hakeligen Mausbuttons sowie im Gesamtdesign. Durch diese Einschränkungen können wir die Maus nur für Gamer mit kleinen Händen empfehlen. Diese bekommen aber eine gute Budget-Maus.


Anmerkung: Dieser Test ist Teil unseres großen Gaming Maus Test, den ihr hier findet. Dort findet ihr weitere Top Gaming Mäuse als Alternative zur Logitech G203.


Preisleistung & Features

Erwartet von einer 25-40€ (Preis schwankt je nach Aktionen) Gaming-Maus nicht allzu viel, wenn es um Verpackung und Extras geht. Die Logitech G203 wird in einer schlanken und schlichten Box geliefert, die das Design der Maus selbst widerspiegelt. In der Verpackung findet ihr die G203-Maus, eine Kurzanleitung und eine Bedienungsanleitung - das ist alles.

Als günstigere Version der G Pro kommt die Logitech G203 mit einem etwas dünneren (aber flexibleren) Kabel und einem etwas schlechterem Sensor daher. Die G203 und die G102 sind übrigens genau das gleiche Modell, die G203 ist lediglich für den westlichen Markt, die G102 für den asiatischen Markt gedacht.

Hier erst mal wie gewohnt die Eckdaten:

Logitech G203 Gaming Maus: Die wichtigsten Eckdaten im Überblick

  • Sensor: Optisch, Logitech Mercury Sensor
  • Maus-Switches: Omron, mechanisch (10 Mio. Klicks)
  • Ergonomie: Rechtshänder (Linkshänder eingeschränkt)
  • Für Handgrößen: Sehr klein - klein
  • Beleuchtung: 1 Zonen RGB
  • Anschluss: Über USB
  • Genres: FPS, MOBA, RTS
  • Polling-Rate: 1000 Hz (1 Millisekunde)
  • Kompatibilität: Windows / Mac
  • IPS (Max. Beschleunigung): 200
  • Programmierbar: Ja
  • Tastenanzahl: 6
  • Max. DPI: 8000
  • Maße (cm): 11,6 (Länge) x 6,2 (Breite) x 3,8 (Höhe)
  • Gesamtgewicht: 85g
  • Tuning-Gewichte: Nein
  • LOD: Gut, 1 DVD
  • Garantie: 2 Jahre

Schauen wir uns kurz an, was die Logitech G203 Prodigy an “Spezialfeatures”zu bieten hat. Hier gibt es nicht viel, so viel mal vorweg.

Programmierbare Tasten & Onboard-Speicher

Ein relatives Standardfeature, aber bei der Logitech G203 müssen wir eben nehmen was wir bekommen.

Jedenfalls hat die Maus sechs programmierbare Tasten. Dazu gehören die rechte und linke Maustaste, ein klickbares Scrollrad, ein DPI-Button direkt hinter dem Scrollrad und zwei seitliche Buttons an der linken Seite. Weitere Zusatztasten gibt es hier keine.

Die Seitentasten sind so positioniert, dass sie nicht im Weg sind. Dadurch wird ein versehentliches Klicken verhindern, während sie für ein schnelles Klicken mit dem Daumen leicht zugänglich bleiben.

Wie bei Logitech G502 verfügt die Prodigy G203 über einen integrierten Speicher, sodass ihr eure Einstellungen von einem PC auf einen anderen übertragen könnt. Onboard-Speicher ist bei teureren Gaming-Mäusen üblich, bei Budget-Mäusen jedoch normalerweise nicht. Daher ist das definitiv ein Pluspunkt!

Hier seht ihr mal, wie klein die Logitech G203 ist: Deathadder, Roccat Kiro, Logitech G203, Roccat Kone Aimo

Leider lassen die Gewichte bei uns gemischte Gefühle aufkommen. Es gibt acht Stahlgewichte (jeweils 4 Gramm), die ihr in acht Schlitze schieben könnt, vier auf jeder Seite. Damit könnt ihr die Maus entweder leicht und schnell halten oder etwas schwerer machen (manche bevorzugen schwerere Mäuse).

Die Gewichte selbst sind nützlich, aber das Einsetzen ist echt fummelig: Entweder ihr trefft das Loch direkt, oder ihr versagt episch und kämpft mit der Maus, bis sie wieder herausfallen (und auf dem Teppich landen). Klar, einmal angepasst sitzen die Dinger dann auch, aber davor ist es ein Krampf.

RGB-Beleuchtung - ordentlich für eine 30€ Maus

Wie quasi alle Gaming Mäuse hat auch die Logitech Prodigy G203 eine RGB-Beleuchtung, welche jedoch nur einen Bereich der Maus ausleuchtet.

 Sowohl das Logo als auch ein dünner Streifen, der um den Rand der hinteren Hälfte der Maus verläuft, leuchten in bunten Farben auf. Schade: Diese Bereiche können jedoch nicht einzeln programmiert werden, um unterschiedliche Farben anzuzeigen.

Im Vergleich zum RGB von beispielsweise der Razer Deathadder oder SteelSeries Rival 600 können wir nur sagen: Die 25€ Maus kann mithalten! Zumindest in Punkto Helligkeit und Farbgenauigkeit. Klar habt ihr bei teureren Mäusen mehr Spielraum für eure Spielereien mit dem RGB, dennoch kann sich die G203 im wahrsten Sinne sehen lassen. 

Ausreichend hell, volles Farbspektrum und sehr gleichmäßig. Keinerlei Beschwerden hier. Wenn ihr andere Logitech-Peripheriegeräte mit RGB-Beleuchtung habt, könnt ihr die Beleuchtung über die Software von Logitech synchronisieren.


Sensor & Technik

In der Logitech G203 Prodigy finden wir den Mercury-Sensor, den es unseres Wissens nach bislang nur in Logitech-Mäusen gibt. Dieser Sensor wurde von Logitech als günstigere Alternative zu anderen Budgetsensoren entwickelt.

Was ironisch ist, denn der Mercury-Sensor ist auf Basis unserer Tests alles andere als ein Budgetsensor. Tatsächlich sind seine Hauptwerte nur geringfügig niedriger als die des PMW 3360, welcher in der teureren Logitech G Pro (und Mäusen wie der SteelSeries Rival 600) verbaut ist. Dennoch ist das Spielgefühl genauso gut.

Wir persönlich können Ingame keinen Unterschied zwischen dem PMW3360 und dem Mercury feststellen. Angesichts der Beliebtheit der G203 sowohl bei Gelegenheitsspielern als auch bei Profis, scheinen viele unsere Meinung zu teilen. Im Folgenden findet ihr unsere technischen Auswertungen zum 8.000 DPI Mercury-Sensor.

Die Unterseite der G203 mit dem Mercury-Sensor

Tracking-Test

Mit dem Tool MouseTester haben wir den Sensor der Logitech G203, im Speziellen das Tracking getestet. Das Ergebnis: Einwandfreies Tracking bei konstanter Polling-Rate, auch bei niedriger oder sehr hoher Mausgeschwindigkeit.

Gutes Tracking bei derLogitech G203 ohne große Ausschläge

Kurze Erklärung zur Grafik: Die Linie ist ein gleitender Durchschnitt der Daten und zeigt euch allgemein, wie konsistent ein Sensor eure Handbewegungen (auch bei schnellen Bewegungen) abbildet. Bei einer Maus wie der Logitech G203, bei der das Tracking nicht unterbrochen wird, seht ihr eine Grafik wie diese: Die Zählwerte haben im Allgemeinen keine große Abweichung über und unter der Linie (die Streuung der Messwerte ist gering).

Auf DPI-Werten über 4000 konnten wir allerdings leichte Abweichungen feststellen. Nichts gravierendes aber dennoch erwähnenswert. 

Tilt-Slam Test 

Der „Tilt-Slam“-Test wird verwendet um zu überprüfen, ob der Sensor mit sehr hohen Geschwindigkeiten zurecht kommt und noch verlässlich trackt. Diesen Test verwenden wir als Ergänzung zum Tracking-Test um sicherzustellen, dass sich der Sensor für schnelle FPS-Games eignet. Das folgende Gif verdeutlicht was wir damit meinen (ihr seht hier die Rival 600).

Man hebt die Maus an und hält sie leicht seitlich um das Tracking zu unterbrechen. Danach knallt man sie (bitte nicht zu heftig!) zurück aufs Mauspad und führt eine schnelle, seitliche Bewegung durch.

Falls ihr den Sensor damit durcheinander bringt (ihr schaut zum Beispiel Ingame bei FPS-Games plötzlich an die Wand, die Decke oder den Fußboden) ist das ein klares Anzeichen für Tracking Probleme.

Der Mercury-Sensor besteht unseren Tilt-Slam Test! Wir konnten den Sensor auch mit extrem hohen Geschwindigkeiten nicht aus der Ruhe bringen. Ergo bekommt die Logitech G203 unsere Empfehlung für FPS-Games.

Test auf Jitter, Angle-Snapping und Input-Lag

Auch beim Jitter- und Angle-Snapping Test schlägt sich derMercury-Sensor sehr gut - keinerlei Probleme oder Beanstandungen. Es wird zudem auch nichts begradigt und keine Pixel übersprungen.

Auch Ingame in Overwatch konnten wir keinerlei Probleme beim Snipern feststellen: Pixelgenaues Tracking am Start!

Die Logitech G203 hat keinerlei Probleme mit Angle Snapping, Jitter oder Begradigung - Sascha hat aber eins mit "Zeichnen"

Auch beim Test auf Input-Lag haben wir keine Probleme gefunden. Die "hohen" 233ms kommen nur durch die lahme Ente Sascha zustande - das Tool testet eure eigene Reaktionsfähigkeit. Im Vergleich mit anderen Mäusen lag unser Durchschnitt immer um die 200ms was bedeutet, dass die Logitech G203 keinen Input-Lag hat.

Fazit Technik: 

Wie oben schon erwähnt: Zwischen einem PMW 3360 und dem Mercury-Sensor können wir keinen Unterschied feststellen. Sehr guter Sensor für wenig Geld, das sehen wir gern!


Design und Ergonomie

Form

Zuerst wollen wir ein paar Worte über die Form verlieren. Denn das ist bekanntlich das Wichtigste bei jeder Gaming Maus.

Auch in Punkto Form ist die G203 genau dasselbe wie die G-Pro. Die G203 ist in Grundform sehr rund und ehemalige G100-Benutzer haben sich darüber beschwert. Seid euch dessen also bewusst, wenn ihr mit dieser Maus liebäugelt.

Die Logitech G203 ist eine sehr kleine Maus die zudem sehr flach ist. Hier im Vergleich mit der Roccat Kiro

Die Höhe beträgt 38 mm, mit einer maximalen Breite von 62 mm und einer Länge von 116 mm. Dadurch ist die G203 wirklich eine sehr kleine Maus die viel kleiner ist als alles andere, was wir zuvor getestet haben (ungefähr vergleichbar mit einer Roccat Kiro).

Wir würden sagen: Eine Zowie ZA hat eine bessere Form, aber wenn ihr von einer Zowie FK oder SteelSeries Sensei kommt, werdet ihr euch direkt wie zu Hause fühlen.

Man muss hier aber auch einfach sagen: Abgesehen von der RGB-Beleuchtung ähnelt der Logitech Prodigy G203 eher einer Maus für den Büroeinsatz, als einer klassischen Gaming-Maus. Für manche mag das ein Pluspunkt sein, wir finden das Design jedoch etwas zu langweilig.

Klar, die Maus hat sechs programmierbare Tasten, was mehr ist als bei einer normalen Maus. Dann ist das Scrollrad etwas breiter, hat besseren Grip und ist knackiger. Jedoch lässt die schlichte Form die Maus so aussehen, als wäre sie eher für Excel oder PowerPoint entworfen, als für CS.

Geeignete Handgrößen für die Logitech G203 

Achtung: Die G203 ist wirklich eine sehr kleine Maus und für große Hände auf keinen Fall zu empfehlen. Mit großen Händen bekommt ihr mit dieser Maus nach längeren Gaming-Sessions Krämpfe, vor allem wenn ihr ein Palm-Gripper seid.

Ergonomie

Zudem ist die G203 zumindest theoretisch eine beidhändige Maus was bedeutet, dass die linke und rechte Seite identisch geformt sind. Dennoch nur theoretisch beidhändig, weil es nur auf der linken Seite zwei Seitentasten gibt, was diese Maus für Rechtshänder besser geeignet macht. Als Rechtshändermaus fehlt ihr aber leider die ergonomische Formung die man bei Mäusen wie der G403, Rival 600 oder Razer Deatheradder findet. Ergo weniger optimal.

Bezüglich Griffarten können wir folgendes festhalten:

  • Palm-Grip: Weniger optimal, besonderes für größere Hände. Es fehlt einfach „Ablageplatz“ für alles und  ergonomische Designelemente
  • Claw-Grip: Gut geeignet, eventuell sogar für mittelgroße Hände
  • Fingertip-Grip: Gut geeignet, aber auch nur wenn eure Hände kleiner sind

Verarbeitung & Qualität

In dieser Kategorie muss die Logitech G203 leider auch etwas Federn lassen. Wir gehen im Folgenden auf die einzelnen Bestandteile ein.

Oberfläche & Gehäuse

Die Oberfläche der G203 ist ziemlich rau

Die Oberfläche der Maus besteht vollständig aus ziemlich rauem Kunststoff. Es gibt keine strukturierten Seitengriffe oder weiches Gummi, um die Haptik zu verbessern. Hierdurch fehlt es uns leider oft am nötigen Grip, zumal die Seiten der Maus recht rutschig sind. Dieser Fakt könnte für euch zum Problem werden, wenn ihr beim Zocken gerne mal etwas schwitzt an den Händen.

Das Gehäuse ist jedoch sehr stabil: Es knarzt auch bei stärkerem Druck nicht und auch wenn wir die Maus leicht auf das Pad klopfen hören wir kein Klappern.

Dank des dünnen Kunststoffgehäuses fühlt sich die Maus angenehm leicht an, was für manche ein großer Vorteil sein kann.

Switches / Maustasten

Aber das größte Problem sind für uns die Mausbuttons. Mit anderen Mäusen konnten wir in CS locker die Doppel-Berettas im Schnellfeuer rausballern oder in Rainbow Six Siege mit den Pistolen ausrasten.

Die Mausbuttons der G203 sind nicht das Gelbe vom Ei

Mit der Logitech G203 haben wir da kaum eine Chance auf gleiche Ergebnisse. Die linke Maustaste ist leicht zu drücken, neigt aber dazu, auch nach dem Loslassen unten zu bleiben, was das Zurücksetzen der Switches erschwert.

Versteht uns nicht falsch: Die Mausswitches sind jetzt nicht schrecklich, nur eben nicht großartig. Trotz allem sind die immer noch taktil und knackig, nur vielleicht eben etwas zu viel Widerstand. Hinzu kommt, dass die Klicks mit der G203 recht laut sind.

Hinzu kommen die Probleme der Seitentasten. Diese sind leider extrem klein und oft trifft man sie nicht genau. Außerdem haben kaum taktiles Feedback und sind laut.

Die DPI-Taste ist zentral platziert und so weit entfernt, dass ein versehentliches Klicken nicht vorkommt.

Mauskabel

Das Kabel ist aus Gummi, aber bei weitem nicht so flexibel wie wir es gerne hätten. Denn es macht sich bei langen und schnellen Wischbewegungen etwas bemerkbar. Dennoch ist es viel besser als das Kabel seines großen Bruders (der G Pro).

Wir bevorzugen es außerdem im Vergleich zum Kabel der Logitech G403 und es macht uns mit, oder ohne Maus-Bungee keine Zicken. Leider ist das Kabel fest angebracht und nicht abnehmbar.

Mausrad

Das Scrollrad ist ein Standard Logitech-Mausrad: Ein wenig taktil, ruhig und geschmeidig. Der Mausradklick ist leider etwas schwergängiger, als bei den meisten anderen unserer bisherigen Testmäuse.

Zudem hat das Mausrad relativ markante Rillen, was eventuell auch nicht jedermanns Sache ist. Hier hätten wir uns etwas Gummi gewünscht.

Mausfüße

Ein Pluspunkt, denn dieses PTFE-Füße gleiten sehr sanft über unser Stoffmauspad. Hier gibt es nichts zu meckern, laut Logitech sollen diese 250 Kilometer lang halten (und wir fragen uns, wie man sowas misst?!).


Software & Anpassung


Auch die Logitech Prodigy G203 ist Plug&Play. Wenn ihr euch die kostenlose Logitech Gaming Software-App installiert, könnt ihr aber auf die Mauseinstellungen zugreifen, Anpassungen vornehmen und die Firmware aktualisieren.

Programmierung & Profile

Für die G203 könnt ihr zum Beispiel eine der sechs Maustasten neu programmieren. Klar, das ist Standard für jede Gaming-Maus, aber Logitech geht noch einen Schritt weiter und ermöglicht euch, unterschiedliche Profile für unterschiedliche Spiele einzurichten. Dabei durchsucht die Software euren PC nach den schon installierten Spielen und bietet an, Profile für jedes Spiel abzuspeichern.

Als nächstes könnt ihr die DPI-Empfindlichkeit anpassen. Dabei wählt ihr zwischen einer und fünf aktiven Stufen zwischen 200 und 8.000 DPI (vorausgesetzt, ihr aktualisiert die Firmware).

Da wir auf der G203 keine zwei DPI-Tasten haben empfehlen wir euch, alle bis auf zwei DPI-Stufen zu deaktivieren. Am besten eine niedrige DPI fürs Snipen und eine höhere Einstellung für alles andere.

Trotz fehlender DPI-Taste könnt ihr jedoch eine Maustaste als DPI-Shift-Taste zuweisen. Auf diese Weise könnt ihr so viele DPI-Einstellungen auf der Maus aktiv lassen, wie ihr wollt. Wir belegen zum Beispiel den seitlichen Vorwärtsknopf, um auf eine 200er DPI für Sniper-Schüsse zu wechseln.

RGB-Einstellungen

Mit der Software könnt ihr auch die RGB-Beleuchtung der Maus anpassen. Zur Verfügung stehen Einzelfarbe, Farbzyklus oder ein Atmungseffekt. Ihr könnt auch Helligkeit und Schnelligkeit für den ausgewählten Effekt anpassen. Am hilfreichsten ist, dass ihr jedem eurer Profile einen benutzerdefinierten Beleuchtungseffekt zuweisen könnt.

Insgesamt ist die Logitech Gaming Software ein klarer Pluspunkt für die Prodigy G203. Sie ist kinderleicht zu bedienen und bietet euch viele hilfreiche Funktionen. Leider fehlt für die Logitech G203 das Oberflächen-Tuning, wodurch ihr die Lift-Off-Distance nicht anpassen könnt.


Logitech G203 Gaming Performance


Wir haben die Logitech Prodigy G203 in mehreren Games getestet, um uns einen guten Überblick zu verschaffen. Overwatch (FPS), Path of Exile (RPG) und HotS (MOBA) waren die Wahl.

In allen Spielen fühlte sich die Logitech G203 und ihr Sensor flüssig und präzise an. Unsere größte Beschwerde bei der Maus sind die rutschigen Kunststoffoberflächen, insbesondere an den Seiten, sowie die mangelnde Ergonomie für rechtshändige Palm-Gripper.

Für sehr hektische Spielsituationen bevorzugen wir dann doch den Grip der gummierten Textur-Seitengriffe einer Razer Deathadder oder SteelSeries Rival 600. Als Einsteigermaus reicht die G203 aber trotzdem locker aus und außerdem ist das natürlich auch alles etwas Geschmacksache.

Leider waren die Mausbuttons für uns dann doch etwas problematisch: Zuviel Spielraum, schwergängig und ein überdurchschnittlich lautes Klickgeräusch.

Übrigens, bezüglich der DPI: Wir haben die Prodigy G203 auf einem 27-Zoll-1440p-Gaming-Monitor getestet und ab einem DPI-Wert von 4.000 machte es keinen Sinn mehr, höher zu gehen. Bei Werten höher als 4.000 DPI wirkte der Sensor nicht mehr ganz sauber. Dennoch stimmt der tatsächliche DPI-Wert stimmt mit dem aufgelisteten DPI-Wert überein, was man auch nicht bei allen Mäusen bekommt.

Die LOD ist bei weniger als einer DVD äußerst gering. Im Gegensatz dazu befinden sich die meisten Mäuse in einem Bereich zwischen 1 und 2 DVDs.

Die Mausbuttons können zu Beginn ein Problem sein, aber es dauert nicht lange euch daran zu gewöhnen. Bei einigen MMOs und RPGs, bei denen ihr mehr Buttons braucht, könnte euch die Maus etwas enttäuschen, für Casual FPS-Gaming reicht sie aber aus.


Fazit zum Logitech G203 Test


Als Fazit macht es Sinn, die Logitech G203 direkt mit dem teureren Bruder Logitech G Pro zu vergleichen. Die beiden Mäuse sind funktional und vom Design identisch, haben aber drei Hauptunterschiede: 

  1. Die G Pro hat einen 3360 Sensor
  2. ein dickeres, steiferes, geflochtenes Kabel
  3. Die G Pro kostet rund 50%  mehr 

Es gibt also eine extrem leichte und kaum wahrnehmbare Verbesserung in Punkto Sensor, das Kabel wird merklich steifer und schlechter, und die G Pro ist rund 50% teurer. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Profis für die G203 anstatt der G Pro entscheiden. Logitech hat mit der G203 wohl den Markt ausgetestet.

Wir empfehlen euch ganz klar eins: Wenn ihr zwischen der Logitech G Pro und der Logitech G203 schwankt, holt euch um Gottes Willen die G203.

Alles in allem ist die Logitech G203 ist gute Einsteigermaus im Budget-Sektor mit hervorragendem Sensor. Wer also eine günstige, technische gute Gaming Maus ohne viele Extras sucht, der findet das hier. Zu große Hände solltet ihr aber nicht haben!


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