Polling Rate, DPI und Co – Der Gaming Maus Tuning Ratgeber

Polling Rate, DPI Maus Ratgeber
Gear Tuning Tipps

Polling Rate, DPI, LOD und Co: Alle Begriffe erklärt

Der große o4g Gaming Maus Tuning Ratgeber für (Pro)-Gamer

Die DPI, Polling Rate, Reaktionszeit, IPS, Beschleunigung und weitere technische Merkmale, werden bei den besten Gaming Mäusen häufig mit astronomischen Werten beworben. Aber: Sind diese Werte fürs Gaming wirklich so wichtig, oder handelt es sich hier nur um Marketing Mumbo Jumbo? 

Im Folgenden möchten wir euch die gebräuchlichsten Begriffe erläutern, denen ihr beim Kauf eurer nächsten Gaming Maus begegnen werdet. Wir erklären euch worauf es bei der Polling Rate, der Maus DPI und anderen Fachbegriffen wirklich ankommt.

Außerdem werden wir euch ein paar Tipps geben, wie ihr die Performance eurer Maus verbessern könnt, damit ihr mit Sicherheit 100% aus eurer Maus rausholt.

Was bringt euch unser Artikel?

Ihr findet endlich heraus, worauf ihr beim Kauf einer Gaming Maus tatsächlich achten müsst!


Polling Rate bei Gaming Mäusen: Definition, Messung & Einstellung

Die (USB-)Polling Rate (Übertragungsgeschwindigkeit oder USB-Signalrate) der Maus bezeichnet die Häufigkeit mit der die Maus ihre Position an den PC sendet. Diese Häufigkeit wird in Hertz (Hz) gemessen. Wenn eine Maus zum Beispiel eine Polling Rate von 125Hz hat, wird sie ihre Position also folglich 125 Mal pro Sekunde bzw. alle 8 Millisekunden an den Computer senden. Eine Rate von 500Hz bedeutet dann also, dass die Position der Maus alle 2ms übersandt wird.

Eine höhere Polling Rate kann die Verzögerung - den Lag - zwischen Maus- und Cursorbewegung verkürzen. Andererseits kostet eine höhere Rate auch mehr CPU Power, da der Prozessor häufiger die Position der Maus anpassen muss. Viele Gaming Mäuse, die hohe Polling Raten unterstützen, lassen euch die Rate sogar per Treiber einstellen und in wenigen Fällen haben sie sogar einen Knopf direkt an der Maus, um zwischen verschiedenen Raten umzuschalten.

Was ist die beste Polling Rate fürs Gaming?

Wählt die höchste Polling Rate, die von eurem Mausmodell unterstützt wird. Die Zeiten, dass hohe Signalraten eure FPS runtergezogen haben, sind zum Glück vorbei. Zwischen 1000 Hz und 500 Hz werden nur Pro-Gamer einen Unterschied merken. Für FPS schwören jedoch viele auf 500Hz, anstatt auf 1000 Hz. Testet es!

Reaktionszeit = Polling Rate bei der Gaming Maus

Bei Bildschirmen ist es gebräuchlich die Reaktionszeit in Millisekunden (ms) anzugeben, manchmal findet man diese Angabe aber auch bei Gaming Mäusen. Hier ist sie jedoch direkt verwandt mit der Polling Rate (siehe oben). Sorgen solltet ihr euch nur machen, wenn Polling Rate und Reaktionszeit angegeben werden, diese aber nicht miteinander vereinbar sind. Eine Polling Rate von 1000Hz sollte in einer Reaktionszeit von 1ms, 500Hz in 2ms und 250Hz in 4ms resultieren.

Folgende Tabelle erklärt euch den Zusammenhang zwischen USB-Signalrate (Polling Rate) und der Reaktionszeit eurer Gaming Maus:

Polling Rate

Reaktionszeit

1000 Hz

1 Millisekunde

500 Hz

2 Millisekunden

250 Hz

4 Millisekunden

125 Hz

8 Millisekunden

100 Hz

10 Millisekunden

Eine hohe Polling Rate kann in manchen Fällen von Nutzen sein, aber den Unterschied zwischen 500Hz und 1.000Hz werdet ihr wohl kaum bemerken. Die höhere Prozessorauslastung durch höhere Polling Raten wird auf moderner Hardware zwar nicht auffallen, trotzdem ergibt es nicht wirklich einen Sinn für Hersteller, Mäuse auf den Markt zu bringen, die Raten von über 1.000Hz haben.

Wenn ihr also Gaming Mäuse mit Polling-Raten von 2000 Hz seht, könnt ihr das getrost als Marketing-Gag abtun.

So prüft ihr die Polling Rate eurer Maus - Welche Polling Rate hat meine Maus eigentlich?

Um herauszufinden welche Polling Rate eure Maus überhaupt hat, könnt ihr die folgenden Tools verwenden:

1. Der Mouse-Rate-Checker von Zowie

Das Tool ist direkt auf der Seite von Zowie erreichbar und funktioniert intuitiv: Ihr bewegt einfach eure Maus eine gewisse Zeit lang schnell über den gesamten Bildschirm und das Tool spuckt euch am Ende die durchschnittliche Polling-Rate aus. Hier ein Beispiel:

Das praktische, kostenlose Tool von Zowie zur Überprüfung eurer Maus-Polling-Rate

Für meine hier getestete Logitech G403 sieht das also so aus. Die USB-Signalrate wird von Logitech selbst mit 1000 Hz angegeben und das kann ich mit diesem Tool auch bestätigen. Da das Tool super einfach und unkompliziert zu bedienen ist, empfehlen wir euch das Teil.

Für das genaueste Ergebnis: Bewegt die Maus während des Tests im Kreis, wenn ihr sie nicht bewegt werden 0 Hz angezeigt.

2. Windows Mouse Rate Checker

Für alle, die von dem Zowie-Tool nichts halten oder einfach noch eine "zweite Meinung" haben wollen, gibt's den Windows Mouse Rate Checker. Das ist ein kleines Mini-Programm, dass ein Konsolen-Fenster öffnet, nachdem ihr es ausführt. Ähnlich wie das Tool von Zowie werden hier die Mausbewegungen registriert und ihr erhaltet die Polling Rate eurer Maus.

Wir haben uns das Tool mal fix für euch runtergeladen und ausprobiert.

Zu sagen und zu sehen gibt es da wirklich nicht viel, das kleine Fenster geht nur am Rand auf und zeichnet eure Mausbewegungen auf.

Wir man sehen kann hat meine Razer Deathadder Chroma derzeit eine Polling Rate von 500 Hz (Standardeinstellung).

Das wusste ich bislang auch nicht, ergo werde ich das Ganze mal fix in der Synapse-Software umstellen und auf 1000 Hz hochschrauben.

Wieder was gelernt :-)...

Wie kann ich die Polling Rate meiner Maus einstellen?

Hier gibt es eigentlich nur  zwei Möglichkeiten bei aktuellen Mäusen (ältere Mäuse bieten dieses Feature meistens nicht!):

  1. Polling Rate direkt an der Maus einstellen
  2. Polling Rate über die Software/Treiber eurer Gaming Maus einstellen

Zu Punkt 1 gibt es eigentlich nur folgendes zu sagen: Entweder ihr habt direkt an der Maus (oft an der Unterseite) einen Schieberegler für die Polling Rate, oder ihr müsst sie über eine Tastenkombination einstellen. Hierzu kurz eine Erläuterung anhand der Zowie FK1 Maus.

Bei den meisten Zowie Mäusen könnt ihr die Polling Rate direkt an der Maus einstellen. So funktioniert's:

  • 125 Hz einstellen: Maus ausstecken (Signalton ertönt), Maustaste 4+5 gedrückt halten während ihr die Maus wieder einsteckt
  • 500 Hz einstellen: Gleicher Vorgang, nur ihr müsst Maustaste 5 gedrückt halten
  • 1000 Hz einstellen: Gleicher Vorgang, nur ihr müsst Maustaste 4 gedrückt halten

Die Maustasten der Zowie FK1 können zur Einstellung der Polling-Rate ohne Software genutzt werden

Das ist natürlich nur ein Beispiel, bei anderen Mäusen können die Tastenkombinationen abweichen, oder aber die Maus unterstützt so etwas erst gar nicht. Informiert euch am besten auf der jeweiligen Hersteller-Seite oder schlagt im Handbuch nach.

Ansonsten könnt ihr die Polling Rate meistens direkt über die Software eurer Gaming Maus einstellen (Punkt 2). Dazu am besten auch ein kurzes Beispiel.

In der Logitech Gaming Software könnt ihr die Polling Rate (hier engl. Report Rate) einfach anpassen

Wie ihr hier seht, lässt sich die Polling Rate mit einem Klick ändern. Alle gängigen Gaming Maus Softwares bieten dieses Feature oft an. Bei meiner Deathadder Chroma sieht das in der Synapse-Software dann so aus (heißt dort: Abfragerate):

Praktisch: In der Razer-Software lassen sich die drei Polling-Rate Stufen 125, 500 und 1000 Hz direkt einstellen


DPI bei der Maus: Bedeutung & Einstellung

Die Maus DPI (auch: Sensorauflösung) steht für das englische "Dots per Inch" und bedeutet übersetzt soviel wie "Punkte pro Zoll". Die Maus DPI bezeichnet die Sensibilität einer Maus, bzw. ihres Sensors und betrifft die Geschwindigkeit, mit der sich euer Cursor auf dem Bildschirm bewegt.

Je höher der DPI Wert, desto weiter bewegt sich der Cursor auf dem Bildschirm. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass eine Maus mit einem hohen DPI Wert kleinere Bewegungen bemerkt und somit sensibler reagiert.

Wie wirkt sich eine hohe oder niedrige DPI-Einstellung aufs Gaming aus?

Eine sehr hohe DPI-Einstellung bewirkt bei eurer Maus, dass sie selbst bei kleinsten Handbewegungen große Strecken zurücklegt. Dahingegen müsst ihr bei sehr niedrigen DPI-Settings die Maus immer wieder neu ansetzen, um euch zum Beispiel Ingame um die eigene Achse zu drehen. 

DPI nicht mit Zeigergeschwindigkeit (Maus-Sensitivity/Sensibilität) verwechseln

Wichtig hier ist, den DPI Wert nicht mit der Zeigergeschwindigkeit zu verwechseln. Bei DPI handelt es sich um die Leistungsfähigkeit der Hardware, während die Zeigergeschwindigkeit nur eine Softwareeinstellung ist.

Wenn ihr zum Beispiel eine sehr billige Maus habt, die nur einen kleinen DPI Wert zur Verfügung stellt, werdet ihr das ausgleichen, indem ihr die Zeigergeschwindigkeit hochschraubt. Wenn ihr im Spiel dann versucht kleinere Ziele anzuvisieren, wird der Cursor nur hin und herspringen und ihr werdet euer Ziel vermutlich nicht treffen.

Da die Hardware nicht sensibel genug ist, wird es die kleinen Bewegungen einfach nicht registrieren. Euer Betriebssystem kompensiert diese geringe Sensibilität, indem es den Cursor weiter weg bewegt, sobald es eine Bewegung wahrnimmt. Dadurch werden präzise Bewegungen nur sehr ungenau und nicht so reibungslos, wie ihr euch das vielleicht wünschen würdet.

Als Faustregel könnt ihr folgendes festhalten: Stellt die Maus-Sensibilität so niedrig wie möglich ein. Geradeso niedrig, dass ihr euch im Spiel noch gut um 180° drehen könnt. Je geringer die Maus-Sensibilität, desto genauer wird euer Aiming.

Maus DPI rausfinden - Wie viel DPI hat meine Maus und wie ändere ich den Wert?

Wenn ihr herausfinden wollt, wie viel DPI eure Gaming Maus hat dann probiert dieses Tool. Wir haben es mit unterschiedlichen DPI-Stufen getestet und es liefert sehr genaue Werte! Wirklich zu empfehlen wenn eure Maus keine Software hat (zum Beispiel Zowie Mäuse).

Das ganze sieht dann in etwa so aus:

Der DPI-Analyser von Mouse-Sensivity.com - Etwas kompliziert, aber akkurat

Wie funktioniert das Tool? Befolgt dazu einfach folgende Schritte:

  1. Stellt sicher, dass euer Browser-Fenster auf 100% Zoom steht
  2. Lasst die Einheit auf Inch stehen, ist einfacher. Gebt "1" in das Feld "Target Distance" ein. Den Rest braucht ihr nicht
  3. Klickt mit Links auf das rote Fadenkreuz und haltet die linke Maustaste
  4. Jetzt müsst ihr eure Maus auf eurer Unterlage um genau 2,5cm nach rechts bewegen/ziehen
  5. Danach könnt ihr euren derzeitigen DPI-Wert im Feld "Actual DPI" ablesen

Punkt 4 ist natürlich etwas "fummelig". Ich habe das ganze so gelöst:

  1. Zeichenblock zum Mauspad umfunktioniert und dort meine Mausumrisse in der Ausgangsposition umrahmt.
  2. Dann mit Lineal/Maßband 2,54cm ausmessen und eine Linie zeichnen.
  3. Diese Linie ist quasi euer Endpunkt. Am Ende der Linie hört ihr auf, eure Maus zu bewegen und könnt dann im Tool eure DPI sehen
  4. Zur Kontrolle könnt ihr die Umrisse eurer Maus erneut zeichnen und nachmessen (sollten ungefähr 2,54cm sein von Punkt A nach B)

So haben wir die DPI gemessen - anders gehts nicht wirklich wenn ihr keine Software-Unterstützung habt. Genau ist das Tool trotzdem!

Am besten messt ihr danach nach um sicher zu gehen, dass ihr die Maus nicht zu weit bewegt habt

Wie wechsle ich meine DPI und wo kann ich sie einstellen?

Ihr habt nun also eure DPI gemessen und wisst wo ihr dran seid. Danach fragt ihr euch aber, wie ihr eure DPI ändern könnt? Dazu habt ihr im Grunde genommen nur folgende Möglichkeiten:

1. Die DPI direkt an der Maus über Buttons ändern

Viele aktuelle Gaming Mäuse bieten euch einen DPI-Switch, mit dem ihr eure DPI komfortabel "on-the-fly" direkt an der Maus umstellen könnt. Dabei haben die meisten Mäuse feste, native DPI-Stufen.

Die G7 und G8 Tasten der Logitech G502 lassen euch die DPI direkt umstellen

2. Die DPI über die Maus-Software einstellen

Wenn euer Mausmodell mit einer dedizierten Software daher kommt, dann könnt ihr die DPI dort bequem umstellen. So sieht das ganze zum Beispiel bei meiner Razer aus:

Unsere Deathadder Chroma läuft auf 1800 DPI

Ihr könnt hier den DPI-Wert entweder eintippen, oder einfach den Schieberegler bewegen. Praktisch und einfach zu bedienen das Ganze.

o4g-Protipp: Native DPI der Maus verwenden

Die meisten modernen Gaming-Mäuse haben eine veränderbare native DPI-Einstellung und sind typischerweise in Schritten von 50-200 DPI einstellbar. Maus-Software wie Razer Synapse lässt euch die DPI jedoch in kleineren Schritten anpassen. Problem: Diese DPI-Interpolation verringert die Mausgenauigkeit und kann sogar die Latenz der Maus erhöhen. Vermeidet diese Einstellung und bleibt bei den vorkonfigurierten DPI-Stufen.

3. DPI über Windows anpassen (ungenau)

Wenn eure derzeitige Maus weder DPI-Buttons hat, noch über eine Gaming-Software verfügt, dann müsst ihr die Mausgeschwindigkeit wohl oder übel direkt in Windows anpassen. Dazu klickt ihr auf das Windows-Symbol in eurer Taskleiste und sucht im Suchfeld nach "Maus". Dann klickt ihr auf "Mausklickeinstellungen ändern". 

So sollte das Ganze aussehen. Wenn ihr keine andere Wahl habt, könnt ihr eure DPI auch über den Windows-Schieberegler anpassen.

Nicht optimal, aber besser als nichts. Vor allem wenn euch eure Maus zu schnell oder langsam vorkommt ist das oft die einzige Möglichkeit zur Anpassung.

Probiert einfach ein wenig rum und findet die für euch beste Einstellung. 

Was ist die beste DPI-Einstellung? Ist eine höhere DPI immer das beste?

Ein höherer DPI Wert ist nicht automatisch besser. Ihr möchtet nicht, dass der Cursor über den gesamten Bildschirm fliegt, nur weil ihr die Maus leicht angetippt habt. Andererseits hilft euch ein höherer DPI Wert dabei, euch schneller in Shootern zu drehen oder einfach "gemütlicher" zu surfen.

Testet es doch selbst mal und stellt eure DPI extrem rauf oder runter. Eine zu niedrige DPI ist einfach nur extrem nervig, da sich der Cursor kaum bewegt und ihr wirklich nachrudern müsst (manche mögen das). Ist die DPI zu hoch, verliert ihr die Kontrolle über den Cursor und Zielen in Shootern wird fast unmöglich.

Daher haben viele hochwertige Gaming Mäuse Knöpfe verbaut, an denen ihr direkt per Knopfdruck diverse DPI-Einstellungen umstellen könnt, ohne erst einmal ins Treiber Menü wechseln zu müssen.

Trotzdem gilt: Ihr müsst die DPI finden, die für euch am besten passt. Werte bis 1600 DPI sind keine Seltenheit, darüber solltet ihr aber eher nicht gehen, da es sonst irgendwann zu unkontrolliert wird.

o4g Sascha

Sascha's Meinung zur Maus DPI​​​​

Einige DPI-Einstellungen (6000+) sind nicht nur lächerlich in Relation zu den Größen und Auflösungen heutiger Monitore, sondern viele Gaming Mäuse verwenden tatsächlich Sensoren, die ursprünglich nicht mal für diese hohen DPI-Werte ausgelegt waren. Das kann sich sehr negativ auf die Tracking-Performance eurer Maus auswirken. 

Was bedeuten die DPI-Werte genau und wie kann ich das interpretieren?

Wie gesagt gibt der DPI-Wert die Pixel pro Zoll an. Nehmen wir an eure Gaming Maus läuft mit 1600 DPI. Falls ihr eure Maus jetzt um einen Zoll (2,54 cm) bewegt, dann würde sich der Mauszeiger um 1600 Pixel bewegen. Wenn man jetzt bedenkt, dass ein normaler 24-Zoll Monitor oft in einer 1920x1200 (Breite/Höhe) Pixel Auflösung eingestellt wird, bekommt man einen guten Eindruck davon, wie viel DPI wirklich "gut" ist. Bei 1600 DPI würdet ihr da mit einer kleinen Bewegung der Maus quasi schon über den ganzen Bildschirm fliegen mit eurem Cursor.

Mit welcher DPI spielen die Pros?

Deshalb wird schnell klar, warum die meisten Pro-Gamer mit DPI-Werten zwischen 400 und 800 DPI zocken (checkt mal hier die DPI-Einstellungen von den ganzen CS-GO Pros - na seht ihr ein Muster?). Denn eine höhere DPI bedeutet nicht gleichzeitig ein besseres Tracking der Mausbewegung. 

Dazu noch folgende Erklärung: Eure Maus überprüft ihre eigene Position auf dem Bildschirm etwa 500 bis 1000 Mal pro Sekunde (abhängig von Marke und Modell natürlich). Mit der DPI könnt ihr jedoch die Anzahl der Positionspunkte reduzieren, welche in die direkte Steuerung der Maus einfließen.

Bedeutet: Selbst bei einer niedrigeren DPI ist das Tracking der Maus noch genau genug, so dass ihr nicht an Genauigkeit verliert. Insbesondere behaltet ihr die volle Kontrolle über eure Mausbewegungen und trefft auch eure Headies punktgenau.

o4g Jakob

Jakob's Spezialtipp zum Thema DPI


Ein letzter Tipp in Sachen DPI: Kauft ihr euch einen Bildschirm mit höherer Auflösung, werdet ihr auch eine Maus mit höherer DPI brauchen, wenn ihr weiterhin mit der Genauigkeit arbeiten wollt, wie ihr es gewohnt seid. Mehr Pixel bedeuten nämlich mehr Weg, den der Cursor zurücklegen muss.

Keinen Bock die ganzen Tipps von uns zu lesen? Dann schaut euch doch einfach folgendes Video zum Thema DPI an:


Lift Off Distance: Relevant fürs Gaming?

Mit der Lift-off-Distance (Abhebeabstand) wird bestimmt, ab welchem Abstand zwischen Maus und Oberfläche der Maussensor noch reagiert. Gute Werte befinden sich hier zwischen 1,5mm und 1,8mm, das Maximum liegt ungefähr bei 2cm. Das heißt: Hebt ihr eure Maus um beispielsweise 1,5mm vom Mauspad an, reagiert der Mauscursor auf dem Monitor nicht mehr. Der Wert ist vor Allem für euch wichtig, wenn ihr eure Maus häufig anhebt.

Spielt ihr zum Beispiel mit niedriger DPI und geringer Zeigergeschwindigkeit, möchtet aber, dass der Cursor die Strecke von einer Ecke des Bildschirms zur gegenüberliegenden zurücklegt, dann werdet ihr die Maus auch häufig anheben müssen (oder viel Platz auf dem Schreibtisch und sehr lange Arme haben). Folgendes Bild illustriert euch die Lift Off Distance nochmals anschaulich:

lift-off-distance

Ein hoher LoD-Wert kann hier stören, da ihr die Maus erst hoch anheben müsst, damit sie die Cursor-Position beim umlegen nicht auch verändert. Ob ein hoher oder ein niedriger LoD Wert aber gut oder schlecht ist, ist abhängig vom Nutzer selbst und daher eher Geschmacksache. Wir persönlich präferieren allerdings niedrige LoD Werte.

  • Achtet auf eine niedrige LOD bei eurer Maus, falls ihr eure Maus häufig anhebt beim Zocken. Ansonsten leidet euer Aiming
  • Eine hohe LOD ist grundsätzlich nicht problematisch, falls ihr eure Maus quasi nie anhebt oder keine FPS-Spiele zockt

Wie finde ich raus, welche LOD meine Maus hat und wie ändere ich diesen Wert?

Um die LOD eurer Maus rauszufinden, schaut ihr am besten auf die Angaben auf der Herstellerseite. Diesen Wert zu "messen" ist sehr fummelig und nicht wirklich sinnvoll. Es sei denn ihr habt Bock, das Lineal rauszuholen oder eure LOD ist 2cm hoch. Das werdet ihr dann schnell merken. Ihr könnt alternativ auch eine normale CD (ja eine Compact Disc) als "Messinstrument" nehmen, diese hat nämlich eine Dicke von 1,2mm. Einfach die Maus anheben und testen, wann der Sensor nicht mehr reagiert. CD daneben legen und messen.

Die Lift-Off-Distance zu ändern ist quasi nur über Softwareinstellungen oder einen "alten Trick" möglich (mehr dazu im nächsten Absatz). Denn die LOD ist vollkommen sensorabhängig was bedeutet, dass euer Sensor eine gewisse minimale LOD überhaupt erstmal unterstützen muss. Mäuse von Zowie bieten auch bei der LOD die Möglichkeit, dies direkt AN der Maus mit Tastenkombinationen einzustellen (zum Beispiel Maus4+Maus2 halten während die Maus eingesteckt wird = niedrige LOD).

Die LOD lässt sich oft direkt in der Software eurer Gaming Maus einstellen beziehungsweise anpassen und wird zusätzlich durch Features wie Oberflächenkalibrierung verringert. 

Wenn ihr eine Razer Maus habt könnt ihr die LOD zum Beispiel direkt in der Synapse-Software anpassen. Extrem praktisch, aber am Ende vom Tag auch nur eine nette Spielerei.

Ähnlich läuft es bei Logitech-Mäusen. Hier bietet die hauseigene Gaming-Software das sogenannte Oberflächen-Tuning, welches eure LOD gezielt an die von euch genutzte Unterlage anpasst. Folgendes Video zeigt euch dieses Feature kurz:

Lift-Off-Distance verringern - Funktioniert der Klebeband-Trick noch?

Viele Zocker behelfen sich mit dem "Tesa-Trick", falls die Maus eine zu hohe LOD hat. Dabei wird ein nicht transparentes Stück Klebeband über die Hälfte des Sensors geklebt. Wichtig: Das "Auge" des Sensors muss unbedeckt sein. Wenn ihr das Klebeband falsch anbringt, durchsichtiges verwendet oder den Sensor zu sehr bedeckt, könnt ihr hiermit aber mehr Schaden anrichten, als euer Problem beseitigen.

Mit Klebeband die LOD verringern - es KANN funktionieren (Bild: Teamliquid)

Funktioniert das denn überhaupt? Hierüber gibt es geteilte Meinungen.

  • Die Jungs von Teamliquid sagen, es kann funktionieren falls es richtig durchgeführt wird.
  • Auf Reddit liest man auch Berichte von Zockern, bei denen es die LOD definitiv verringert hat, ohne dabei das Tracking des Sensors negativ zu beeinflussen. Die LOD konnte bei manchen Anwendern um bis zu 0,5cm gesenkt werden.
  • Die Kollegen von PCGamer.com raten jedoch davon ab, da anscheinend die Schnelligkeit des Trackings negativ beeinflusst wird. Insbesondere sehr schnelle Bewegungen können auf manchen Oberflächen darunter leiden.

Unsere Meinung? Uns wäre das zu fummelig und unsauber, außerdem habt ihr nach einer gewissen Zeit massig Staub sowie anderes Zeugs am Klebeband. Holt euch lieber direkt eine gute Maus mit geringer LOD, oder passt die Sache nachgehend über die Software an.

Viele der neuen Gaming Mäuse bieten (wie oben anhand der Logitech G502 gezeigt) Oberflächenkalibrierungsfunktionen an, die die Maus an die darunter liegende Oberfläche anpassen und dann oft  zusätzlich eine einstellbare LOD anbieten.

Die Verwendung dieser Funktion ist besser als die Verwendung eines Stücks Klebebands, da eure Tracking-Leistung beibehalten wird.


IPS Geschwindigkeit und maximale Beschleunigung

IPS steht für inch per second, zu Deutsch “Zoll pro Sekunde” und gibt die maximale Geschwindigkeit (im Gegensatz zur maximalen Beschleunigung beim G Wert) an, bei der der Maussensor noch korrekte Werte ausgibt.

250 IPS sind umgerechnet eine Geschwindigkeit 6,35 Metern pro Sekunde oder auch knapp 23 Km/h. Viel schneller als das wird sich eure Hand wohl nie wirklich über das Mauspad bewegen und Werte über 250 IPS sind daher mehr Marketing als wirklich nützliche Angaben.

Was bedeutet der Wert "maximale Beschleunigung" bei Gaming Mäusen?

Hier kommt es aufgrund des Wortes “Beschleunigung” schnell zu Missverständnissen. Anders als die Mausbeschleunigung (die ihr beim Spielen übrigens ausstellen solltet, siehe dazu unser Artikel zur Mausbeschleunigung) gibt der Wert “G Beschleunigung” an, welche Beschleunigung der Maussensor maximal aushalten kann, bevor er Fehler macht.

1 G steht hier für die einfache Erdanziehungskraft, also 9,81m/s². Wenn ihr eine Maus mit einem Wert von 25 G kauft, kann der Sensor also eine Beschleunigung von max. 245m/s² aushalten. Eine Maus mit 50 G wie die ROG Gladius II von ASUS würde also theoretisch noch richtige Werte liefern, es ist aber zu bezweifeln, dass ihr eure Maus mit 50G schwenken könnt (das wollen wir sehen!).

Ob hohe Werte hier wirklich von Nutzen sind, ist daher also wirklich fraglich. Vor Allem, da dieser Wert nur für den Sensor gilt. Der Rest der Maus wird schon bei viel geringeren G Kräften auseinanderfallen. Unsere Einschätzung: Komplett nutzlose Angabe.


Ripple & Jitter: Bedeutung & Identifikation

Unter Ripple und Jitter (dt. Kräuseln und Flattern) versteht man Fehler, die unter Umständen bei der Zeigerführung mit der Maus vorkommen können. Glücklicherweise findet man dieses Problem bei aktuellen guten Gaming Mäusen nicht mehr (insbesondere nicht bei denen, die wir euch empfehlen!).

Wie teste ich, ob meine Maus Ripple oder Jitter Probleme hat?

Stellt euch vor, ihr zieht in Microsoft Paint eine Linie. Wenn diese Linie immer wieder dickere Stellen vorweist, weil das Signal mit Fehlern beim Betriebssystem ankommt, dann handelt es sich um Ripple und Jitter. Anstatt eine glatte Linie zu ziehen, denkt euer Betriebssystem nämlich, dass ihr die Maus immer wieder neu ansetzt und wiederholt an manchen Stellen die Eingabe. Das Ganze würde dann so aussehen:

Ripple und Jitter bei den Mäusen Razer Deathadder (alte Version 2010), Logitech MX518 und Logitech G500 (Bildquelle: In Anlehnung an Teamliquid

Wenn ihr eure Maus also in MS Paint testet und Linien zeichnet, sollte es die rot markierten Stellen NICHT geben.

Warum ist das relevant fürs Gaming? Naja, aus dem einfachen Grund, weil ein solcher Hardwarefehler eure Präzision komplett zerstören kann. In Shooter-Games natürlich ein absolutes No-Go und das Problem ist bei einigen Billigmäusen definitiv noch anzutreffen!

Das folgende Bild zeigt unseren eigenen Test mit der Razer Deathadder Chroma von Sascha. Überprüft das bei eurer Maus lieber fix selbst, damit erspart ihr euch einigen Frust bei der Fehlersuche (wenn die Maus rumzickt, ist es nämlich oft ein Sensor mit Jitter). Wie man sieht, hat die aktuelle Deathadder Chroma kein Ripple-Problem:

Die neue Chroma-Version hat keine Jitter oder Angle-Snapping Probleme


Angle Snapping (Linienbegradigung): Bedeutung fürs Gaming

Das Angle Snapping ist eine Einstellung bestimmter Mäuse, um leicht ungerade Linien in der Mausführung automatisch zu begradigen. In Spielen möchtet ihr dem selbstverständlich aus dem Weg gehen, da es eure Eingaben verfälscht und euer Zielen ungenauer macht.

Solltet ihr in den Einstellungen eurer Maus Treiber also einen Punkt namens “Angle Snapping” finden, schaltet ihn besser aus.

Um eure Maus auf Linienbegradigung zu testen, könnt ihr wieder mit Paint arbeiten. Folgender Screenshot von Teamliquid zeigt eine Maus ohne (oben) und die alte MX518 mit Angle Snapping (unten):

Man kann beim unteren Bild ganz klar erkennen, dass die gezeichnete Linie fast "perfekt" gerade ist. Je ungerader oder weniger perfekt eure parallel gezeichneten Linien sind, desto weniger wird eure Mausbewegung begradigt.

Angle Snapping ignoriert und glättet feine Bewegungen. Außerdem versucht die Linienbegradigung auch, eure Bewegungen zu antizipieren. Das kann vor allem beim Gaming enorm nervig werden: Wenn ihr zum Beispiel versucht etwas höher zu zielen als das, was ihr ursprünglich als euer Ziel erkannt habt, dann macht euch Angle Snapping einen Strich durch die Rechnung. Aber nicht nur beim Zocken kann das ein Hindernis sein.

Unsere Meinung zu Angle Snapping

Wenn eure Maus Angle Snapping "erlaubt", deaktiviert das Ganze lieber sofort in euren Software-Optionen oder Ingame. Mäuse  bzw. Sensoren mit "eingebautem" Angle Snapping gilt es zu vermeiden.


Die besten Gaming-Einstellungen für eure Gaming Maus

In diesem letzten Kapitel findet ihr noch einige nützliche Gaming Maus Tuning Tipps, damit ihr auch wirklich die besten Einstellungen fürs Gaming habt und euren Skill maximal ausnutzen könnt. Wir gehen hier von "wichtig" bis "optional" vom ersten bis zum letzten Punkt durch.

Eins ist klar: Wenn ihr diese Tipps befolgt, ist eure Gaming Maus bestens eingestellt. Frohes Fraggen und Headshotten allerseits ;-)...


1
Tipp

Allgemeine Windows-Einstellungen vornehmen (Geschwindigkeit & Beschleunigung)

Das wichtigste zuerst. Nehmt zunächst folgende Einstellungen in Windows vor, auch wenn ihr eine Gaming-Software für eure Maus habt. Mit diesen Einstellungen legt ihr den Grundstein für eine korrekt optimierte Maus:

1. Windows Maus-Geschwindigkeit einstellen

Wie oben schon beschrieben, geht in eure Mauszeigeroptionen und stellt dort den Schieberegler auf den 6ten Strich.

Start -> Nach "Maus" suchen -> Mausklickeinstellungen -> Zeigeroptionen -> Zeigergeschwindigkeit auf 6 stellen

Anmerkung: Um eure Mausgenauigkeit bei 100% zu haben, solltet ihr die Mauszeigergeschwindigkeit auf 6/11 einstellen. Wenn euch das zu langsam ist, dann passt lieber die DPI eurer Maus an.

2. Mausbeschleunigung deaktivieren

Start -> Nach "Maus" suchen -> Mausklickeinstellungen -> Zeigeroptionen -> Häkchen bei "Zeigergeschwindigkeit verbessern" entfernen

Was diese beiden Einstellungen bringen: Eure tatsächliche Maus-Empfindlichkeit ist damit an einem guten Ausgangspunkt, um die Geschwindigkeit anderswo (Ingame, Maus-Software) korrekt einzustellen.

Durch das Deaktivieren der erweiterten Zeigerpräzision, wird tatsächlich die Mausbeschleunigung von der Maus entfernt. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, dann lest unbedingt unseren Artikel zur Mausbeschleunigung. Dort haben wir bereits alles im Detail erklärt, auch für Mac-User. Die Mausbeschleunigung solltet ihr übrigens überall ausstellen (Ingame, Software & Windows)!


2
Tipp

Mausgeschwindigkeit einstellen: DPI anpassen

Nachdem (!) ihr die Windows-Einstellungen eurer Maus auf Vordermann gebracht habt, könnt ihr die Cursor-Geschwindigkeit so einstellen, dass es für euch angenehm ist.

Vorab: Die DPI bzw. Mausgeschwindigkeit ist wirklich reine Geschmacksache. Ihr müsst damit gut zocken und zielen können. Es gibt hier keine "beste" Einstellung.

Am besten passt ihr die Mausgeschwindigkeit an, indem ihr die Maus-DPI-Einstellung ändert. Wenn ihr keine Gaming Maus verwendet, die euch die DPI anpassen lässt, empfehlen wir euch definitiv, eine solche Maus zu kaufen. Ihr bekommt einfach eine bessere Kontrolle über eure Maus. Üblicherweise könnt ihr die DPI direkt an der Maus über Buttons, oder über spezielle Software anpassen.

Zeigergeschwindigkeit richtig wählen

Die richtige Zeigergeschwindigkeit zu finden kann ein langwieriger Prozess sein. Zum Einen habt ihr euch vielleicht in der Vergangenheit an einen Wert gewöhnt, der für euch persönlich gar nicht dem Ideal entspricht. Andererseits habt ihr euch vielleicht einen Wert eines Pro Gamers abgeschaut und denkt, dieser sei der perfekte.

Der wichtigste Tipp, den wir euch geben können ist folgender: Probiert herum und traut euch aus eurer Komfortzone heraus. Ihr werdet im Netz zahlreiche Methoden finden euch eurer idealen Einstellung anzunähern. Alle basieren aber darauf, dass ihr euch vielleicht an eine Zeigergeschwindigkeit gewöhnt habt, die nicht die beste für euch sein könnte.

Bewegt die Einstellung in verschiedene Richtungen und spielt für eine Weile, auch wenn es euch nicht auf Anhieb gefällt. Es kann sein, dass euch nur eure “Muscle Memory” davon abhält, die richtige Einstellung zu finden. Denkt auch daran, dass ihr hier tagesformabhängig seid und eure ideale Einstellung euch an manchen Tagen vielleicht gar nicht liegt. Es dauert manchmal Wochen, wenn nicht Monate, die richtige Zeigergeschwindigkeit zu finden.

Ein paar zusätzliche Gedanken und weitere allgemeine Tipps für Ingame-Settings findet ihr im folgenden Video:


3
Tipp

Ingame-Settings optimieren (für Shooter wie Overwatch, PUGB & CS)

Mit deiner Maus in Ego-Shootern zu zielen ist etwas vollkommen anderes, als sie auf deinem Desktop, oder in 2D-Spielen wie League oder Starcraft zu verwenden. Denn wenn du deine Maus auf dem Desktop oder in einem Spiel mit isometrischer Ansicht verwendest, wird die Genauigkeit des Mauszeigers durch die Auflösung deines Monitors begrenzt.

Das gilt in 3D-Spielen nicht mehr. Stattdessen wird deine Mauspräzision dort durch die Präzision der Spielengine begrenzt, die typischerweise viel höher ist. Dadurch können wir uns höhere DPI-Einstellungen zum Vorteil machen.

Folgende Punkte bezüglich Maus-Settings, solltest du vor allem bei Shootern beachten:

1. Verwendet niedrigere In-Game Maus-Empfindlichkeit und eine höhere Maus DPI

Die Empfindlichkeit deiner Maus im Spiel steuert, wie schnell sich dein Charakter im Spiel dreht. Häufig kannst du diesen Wert direkt in den Optionen über einen Schieberegler, oder in der Konsole sowie den Konfigurationsdateien festlegen.

Beachtet: Jedes Spiel behandelt Empfindlichkeitswerte auf seine eigene Weise, aber eine niedrigere Maus-Empfindlichkeit ermöglicht genauere Bewegungen. Daher ist es am besten, die Empfindlichkeit im Spiel auf 1.0 oder so niedrig wie möglich zu setzen und die DPI deiner Maus auf die gewünschte Geschwindigkeit anzupassen.

Daher gilt: Eine 1.0-In-Game-Sensitivität liefert in der Regel die genaueste Mausbewegung, die die Spiel-Engine bewältigen kann.

Spezialtipp zur Ingame Maus-Sensitivity

Die im Optionsmenü eures Shooters einstellbaren Mausgeschwindigkeiten sind oft als Multiplikator zu verstehen. Wenn ihr in Overwatch mit einer DPI von 800 spielt und Ingame die Sensitivity auf 5 stellt, resultiert das in einer Ingame DPI von 4000.

2. Rohdatennutzung aktivieren (Raw-Input)

Viele Spiele geben euch die Möglichkeit, die Rohdatennutzung für euren Maus-Input zu verwenden. Mausbewegungen sind in der Regel sehr viel genauer, wenn ihr den Raw-Input für eure Mauseingaben aktiviert, insbesondere bei Ego-Shootern.

Rohdatennutzung ist vor allem dann wichtig, wenn ihr auf höheren DPI-Einstellungen zockt. Ansonsten bekommt ihr mit eurem Aiming in manchen Spielen große Probleme, da euch euer Betriebssystem dazwischen funkt und dadurch eure Mauseingaben fehlerhaft machen kann.

Die 3 wichtigsten Ingame-Mauseinstellungen in CS (Quelle: Steam-User PEWPEW via Steam)

Hier noch ein cooles Video, welches die Basics für das Aimen in Overwatch erklärt und dabei auch auf die DPI und Empfindlichkeit eingeht:


4
Tipp

Tipps und Tricks zu Oberflächen & Mauspads

Die Oberfläche die ihr nutzt, kann ein ausschlaggebender Punkt in Sachen Genauigkeit sein. Nur weil die Maus auf einer Oberfläche funktioniert heißt noch lange nicht, dass sie mit 100 prozentiger Genauigkeit funktioniert. Hier ein paar Tipps zu Oberflächen und Mauspads:

  • Vermeidet Reflektionen: Reflektierende und glänzende Oberflächen gilt es absolut zu vermeiden. Die meisten optischen Maussensoren werden kaum bis gar nicht funktionieren. Laser Mäuse werden etwas besser darauf auskommen, aber lange nicht so gut, wie auf matten Oberflächen
  • Einheitliche Oberfläche verwenden: Es ist immer besser ein Mauspad zu haben, dass keine Unterschiede auf seiner Oberfläche bietet. Wenn es an einer Stelle grob und an einer anderen feiner ist (zum Beispiel durch Abnutzung), dann werdet ihr Probleme dabei haben, akkurate Mausbewegungen umzusetzen
  • Oberflächengeschwindigkeit: Die genaue Feinheit eures Mauspads ist eine Sache der persönlichen Präferenz. Ihr möchtet zwar beim Bewegen so wenig Reibungswiderstand wie möglich haben, möchtet aber in gewissen Situationen genauso gut schnell abbremsen können. Die für euch perfekte Oberfläche hängt also davon ab, wie schwer eure Maus ist. Eine leichte Maus wird sich auf grobem Stoff besser bewegen lassen. Wiegt eure Maus wiederum etwas mehr, dann seid ihr mit einer glatteren Oberfläche besser beraten.
  • Fläche des Mauspads: Je nach Spiel ist es wichtig, dass ihr eurer Maus viel Handlungsspielraum zugesteht. Ein kleines Mauspad ist für den Casual Gamer vielleicht ausreichend, für ernsthaftes Gaming, solltet ihr aber schon eine 25x25cm Oberfläche bereitstellen. Wenn ihr zu wenig Platz habt, wird eure Maus entweder vom Mauspad fallen oder gegen das Keyboard stoßen. Das Anheben der Maus, weil ihr das Ende des Mauspads erreicht habt, kann wertvolle Zeit im Spiel kosten. Wenn ihr nur wenig Platz auf dem Schreibtisch habt, empfehlen wir euch ein Keyboard ohne NUM-Pad. Das braucht ihr zum Zocken meist eh nicht und es stiehlt eurer Maus kostbaren Platz.

Falls ihr übrigens noch kein Mauspad habt oder ein neues braucht, checkt unseren großen Guide zu den besten Gaming Mauspads aus!


5
Tipp

Kabelmanagement: Maus Bungees ahoi

Viele Gamer schwören bis heute auf kabelgebundene Mäuse, auch wenn kabellose nachweislich immer mehr aufholen in Sachen Performance. Denn eine kabelgebundene Maus bietet zwar weniger Input-Lag, kommt aber auch mit dem Kabelproblem daher.

Um das zu vermeiden empfehlen wir euch immer ein wenig Extra-Kabel auf dem Tisch liegen zu haben. Kaum etwas stört mehr, als das Eigengewicht des Kabels, das hinter dem Schreibtisch auf dem Boden aufliegt und beim zurückziehen ein Gegengewicht bildet.

Dabei helfen können sogenannte Kabel-Bungees oder Maus Bungees. Falls ihr Empfehlungen für gute Modelle sucht, dann schaut in unseren Artikel zu den besten Maus Bungees rein.


Euch gefällt unser Gaming Maus Tuning Guide? Dann nehmt euch eine Sekunde und bewertet ihn 🙂

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Unsere Recherchequellen mit weiteren Informationen zum Thema Polling Rate, DPI, LOD etc.

  • Riesiger, sehr technischer Guide bzgl. Polling Rate, DPI usw. –

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